CDU-Austritt: Offener Brief der armenischen Christdemokratin Jaklin Chatschadorian

Die CDU wird derzeit von Parteiaustritten gebeutelt, darunter auch solchen, die ihre Entscheidung öffentlich bekanntgeben; zu ihnen gehört die im Rheinland lebende Armenierin Jaklin Chatschadorian.

Auf ihrem Internet-Blog „Die Farbe des Granatapfels“ dokumentiert sie die Gründe dafür in einem Offenen Brief vom 30. Juni an die CDU in Köln / NRW / Deutschland – hieraus folgen nun einige wichtige Abschnitte:

„Den Kurs unserer Partei kann und will ich nicht weiter mittragen. Ich trete aus.

Mein Bemühen um Kurskorrekturen auf kommunaler Ebene, auf der Ebene der Landes- ebenso wie der Bundespolitik haben hiermit nach vielen Jahren ein Ende.

Meine Kritik an einer Politik, die an den Interessen eines Großteils der deutschen Bevölkerung vorbeigeht, werde ich aber fortsetzen. Schließlich fühle ich mich diesem  –  meinem  – Land und seinen Menschen verbunden.

Dass die CDU eine solche selbstverständliche Verbundenheit zu Land und Menschen, zu Staatsvolk, Bürger und Wähler hat, wage ich zu bezweifeln.

Außenpolitisch stellen wir uns an die Seite Saudi-Arabiens, des Irans und der Türkei und erlauben sehenden Auges  –  innenpolitisch ebenso wie innerhalb der Partei  –  eine entsprechende Vernetzung der Kräfte des politischen Islam.

Ein gutes Verhältnis zur Türkei wird jeder anderen bilateralen Beziehung zu europäischen Nachbarn untergeordnet.  Dabei ist der sog. Flüchtlingsdeal aus dem Horizont eines verständigen Dritten ebenso wenig nachvollziehbar wie die Unterwürfigkeit eines G7-Staates gegenüber einem faschistoiden Führer. (…)

In der europäischen Flüchtlingspolitik lässt die Bundesrepublik Deutschland unter Führung der CDU-Vorsitzenden Dr. Angela Merkel jeden Respekt für ihre Nachbarn missen.

Die Aushebelung des Art. 16 GG und der Dublin-Verordnung, die Gefährdung der Inneren Sicherheit durch die Erlaubnis zur unkontrollierten Einreise, die mangelhafte Gestaltung der Rahmenbedingungen für Abschiebungen, die Bedrängung der Balkanstaaten und Polens in Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen, die man selbst eingeladen hat, sind von der CDU (mit-)zuverantworten. Man will die illegale Einreise nicht verhindern, sondern legalisieren.

Eine an humanistischen Werten orientierte Politik ist die deutsche Flüchtlingspolitik, entgegen all der Verlautbarungen, nicht. Gerade auch die Ignoranz gegenüber der Not von geflüchteten Christen zeigt, dass es nicht um Nächstenliebe und moralische Verpflichtungen gehen kann. (…)

Die Bedeutungslosigkeit von demokratisch gefassten Entscheidungen zeigt sich bei Frau Dr. Merkel  – und einer dies gewährenden CDU  –  immer wieder. Dem Parteitagsbeschluss zur doppelten Staatsbürgerschaft stellte sie sich aktiv entgegen  –  und vor nur zwei Tagen beging sie mit der Öffnung der CDU für sog. „Ehe für Alle“ einen Vertragsbruch gegenüber dem Wähler von 2013.

Der Abbau der Meinungsfreiheit mit dem sog. „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ droht das Grundgerüst unserer Werte- und Rechtsordnung zu verschieben und ist als ein gewaltiger Rückschritt in unserer Debattenkultur zu qualifizieren.

In Zeiten der gewaltaffinen, nicht nur terroristischen Bedrohungen – gerade über das Internet – ist die darin enthaltene Herausgabeaufforderung von Kontaktdaten von Privaten an Private ein grob fahrlässig zur Verfügung gestelltes Hilfsmittel für kriminelle Ambitionen. Doch auch das wird –  unter dem Deckmantel eines Vorgehens gegen  Hassbotschaften  – von der CDU unterstützt. (…)

Dass konservative Kreise innerhalb der Partei sich immer öfter zusammenschließen und wachsen, ist sehr erfreulich. Doch kann ich nicht darüber hinwegsehen, dass diese Bewegung sich nicht an die Personalfrage herantraut und nur still und leise auf eine Zeit nach Merkel hofft.

Ich sehe nicht, dass wir für kleinste parteipolitische Entwicklungen Zeit hätten. Das Land steht vor den größten, von der CDU entscheidend mitverursachten Herausforderungen und Gefahren seit Gründung der Bundesrepublik, die man mitnichten auf einen möglichen Wahlsieg von Martin Schulz und der SPD reduzieren darf. (…)
.
Innerhalb der Partei werden Missstände unter den Teppich gekehrt. Wer mit seiner Kritik Gefahr läuft, öffentlich wahr genommen zu werden, wird auf möglicherweise parteischädigendes Verhalten hingewiesen und darf „froh sein“, dass man nicht gegen ihn vorgeht. Eigentlich ist genau diese Unterwürfigkeit gegenüber dem Nächsthöheren in der Hierarchie „gelebter Orient“. (…)
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Parteiarbeit ist fast ausschließlich auf die Organisation von Mehrheiten ausgerichtet. Die Basis traut sich nicht, Gedachtes auszusprechen und begrenzt sich selbst auf Wahlplakatdienstleistungen. Eine „konservative“ Partei, die mit konservativen Inhalten nichts mehr zu tun haben will. Nein, so wird das nichts. Ich bin raus.

Mit freundlichen Grüßen
Jaklin Chatschadorian

Vollständiger Text hier: https://diefarbedesgranatapfels.wordpress.com/2017/06/30/ich-bin-raus/

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8 Kommentare on “CDU-Austritt: Offener Brief der armenischen Christdemokratin Jaklin Chatschadorian”

  1. Remus sagt:

    Ich bin gestern auf eine Meldung gestoßen, die mich aufhorchen ließ und habe sofort recherchiert. Die Preise für Pachtland haben sich durch die Bodenverwaltungsgesellschaften vervielfacht, hä, früher waren die Bauern Leibeigene des Adels und später Besitzer ihrer Scholle. Heute sind sie Bittsteller bei kommerziellen Verwaltungsgemeinschaften, die unsere Landwirte von der Scholle vertrieben haben und die werden kaum etwas davon zurück verkaufen, denn die laufenden Einnahmen sind lukrativ.
    Überhaupt wurde alles aufgekauft, auch Immobilien für Scheingeschäfte, um künstliche Verdienstmöglichkeiten zu schaffen. Aber zurück zu der Enteignung der Landwirte, die eigentlich immer Garant für unsere Nahrungsversorgung waren. Die Scheinheiligkeit der Grünen ist nicht zu toppen, denn unter ihrer Regierung mit der SPD haben sie den Trend kommerzielle Boden-Verwaltungsgemeinschaften begründet, wo der Boden nicht durch die Landwirtschaft erwirtschaftete Erträge sich hält, sondern durch künstliche Gesellschaften noch kräftig abzockt, so dass kleine Landwirte aus Existenznot verkaufen mussten. In der Ära Kohl gab es noch ein vernünftiges Tier- und Naturschutzgesetz, welches durch rot-grün ebenfalls vernichtet wurde und in den letzten Tagen den letzten vernichtenden Schliff bekommen hat, damit die Grünen als Eigner von Windmühlen sich noch weiter auf landwirtschaftlichen Flächen ausdehnen können, nach dem Motto Fördermittel abfassen, die Entsorgung dem Bürger aufbrummen.
    Diese Lobbyisten-Gesellschaft kann damit auch das Diktat durchzwingen dank SPD und Grüne, die unsere Schweinezucht für Moslems zurückdrängen und durch ihre Gier, durch unverschämte Pachtpreise für Land die Preise künstlich für Nahrungsgüter in die Höhe treiben. Schließlich wollen die geschwätzigen Faulenzer auch ihr Erziehungsprogramm an uns durch ziehen.
    Die Propagandamedien hämmern den Bürgern unentwegt ein, sie müssten die globale Welt retten und dabei sehen sie nicht den Schaden, den gierige Politiker vor ihrer Haustür angerichtet haben, dass SPD und Grüne Türöffner für die Massentierhaltung waren und somit eine gesunde Landwirtschaft zerstörten, sie sehen nicht, dass auch die Grünen die Fördertöpfe aus Brüssel abgefasst haben und wertvolle Waldflächen und Äcker mit hochgiftigen Solar-Elektroschrott zugepflastert wurden. Wenn wir hier anfangen würden vor unserer Haustür, dann haben wir genug zu tun, die durch unsere gierigen Politiker zerstörten ökologischen Gleichgewichte zu reparieren. Wie konnten wir nur so lange schlafen.

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    • Klabautermanni sagt:

      Wer glaubt, die Erziehung zum Einheitsmenschen sei nur ein Scherz, den unsere Politiker jetzt nur noch als zu fütterndes Wesen ansehen, der sollte bei achgut nachlesen. Dort möchte unsere politische Kaste mit Hilfe von Konzernen den Zuckerkonsum regeln, ähm reduzieren, und dieses gesetzlich verbindlich festschreiben. So wie rot grün beabsichtigt, unsere Essgewohnheiten zu diktieren, können wir uns auf etwas gefasst machen und immerhin in Kitas, Schulen und Universitäten werden wir schon orientalischen Essgewohnheiten angepasst, immerhin will Frau Merkel wie bei der UNO versprochen die ganze Welt mit Hilfe der Konzerne ernähren, anstatt an die Ursachen des Hunger-Problems in Afrika heranzugehen, die da wären: Mohammed ist wichtiger als die Existenzsicherung und Arbeit und und und. Wir haben die Möglichkeit, diese politische Kaste, die uns selbst in Essgewohnheiten wie brave Hunde dressieren will, ab zu wählen und der AFD eine Chance zu geben.

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  2. Stella sagt:

    Es wiederholt sich alles, nicht wahr !?
    Vielleicht ist es die Strafe dafür, dass der deutschen Eltern-und Großelterngeneration immer vorgeworfen wurde, „es“ unterstützt zu haben bzw. „nichts dagegen unternommen“ zu haben.
    Und das von einer neuen Generation, die die eigenen Kinder massentötet, das hat schon was, oder !?
    Umkehr und Buße wären die Zauberworte gewesen und zwar vom ganzen Volk und am Besten von ganz Europa inklusive den USA.
    Das blieb aber leider bis heute aus und wird so enden wie das erste Mal oder vielleicht schlimmer.
    Die ominöse Deagel-Liste zeigt es ja schon an.
    http://www.neopresse.com/medien/400-millionen-tote-bis-2025-das-deagel-raetsel/

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  3. Nero sagt:

    Hut ab, es gibt sie ja noch: Volksvertreter mit Gewissen ! Die, die nur auf ihre Pfründe schielen, weil sie außerhalb der Politik nicht überleben könnten, würden ebenso vermutlich einem Adolf Hitler hinter her laufen und in dieser Hierarchie der Macht, die für die Basis undurchschaubar geworden ist und die getäuscht wird, noch johlen, wenn jemand, der diesen verheerenden Parteikurs nicht mehr vertritt, öffentlich gedemütigt wird. Schlimm, wenn ein Parteikartell nur noch Pfründejäger hat, die wie unser Horsti kuschen, anstatt auf zu stehen und zu sagen: so nicht.
    Überhaupt, die CSU hatte alle Chancen, Merkel ab zu lösen, hatte als eigenständige Partei die Chance, einen eigenen Kanzlerkandidaten auf zu stellen als Gegenpart zu Merkel, aber sie kuscht vor der Diva und hat damit jegliche Glaubwürdigkeit verspielt.
    Wie haben die Wähler gebettelt, das Seehofer seinen Hut in den Ring wirft, aber er fügt sich lieber der Domina.
    Nach all meinen Recherchen wird es nach dieser Bundestagswahl keine weitere Bundestagswahl mehr geben, man sieht es an den neuen Ausweisdokumenten, wo Bundesrepublik Deutschland klein gedruckt ist unterhalb von Europäische Union, das immer mehr nationale Gesetze klamm heimlich abgeschafft werden, dass wir in den Superstaat Brüssel einverleibt werden.
    Da ich nicht nationalistisch bin, wie es auch mir unterstellt wird bei kritischen Kommentaren, dachte ich naiv noch, dass Europa zu einem starken Wirtschaftsverbund zusammen wächst, weit gefehlt, Europa wird für internationale Konzerne und Banken in die Insolvenz getrieben, statt die europäischen Grenzen zu schließen, werden die Schleuser unterstützt, um den nächsten ehrgeizigen Plan Eurabien inclusive Afrika zu realisieren…

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  4. zeitschnur sagt:

    Es ist wirklich eindrucksvoll, wie eben doch viele aufstehen und weggehen. Und dass viele darunter auch Leute mit Migrationshintergund sind und das pseudohumanistische Geschwafel der Zerstörer entlarven als das, was es ist: destruktiv.

    Abgeordnete, die nun unter Protest die CDU verlassen seit Wochen oder sagen, dass sie nicht mehr antreten werden unter den gegeben Umständen (was etwas feige und duckmäuserisch ja eben selbst Bosbach tut), sind Insider – sie wissen viel genauer als wir im Volk, was sich im BT und in den CDU-Zirkeln abspielt.

    Ich erlebe aber nach wie vor ein völlig verblendetes Wahlvolk. Vor allem die CDU-Wähler sind wie verblendet hinter Merkel, auch gerade die Extrem-Konservativen, solche, die durchdrehen, wenn F. einer strafgefangenen Muslimfau den Fußrücken symbolisch küsst und überhaupt Frauen Füße wäscht am Grün-Donnerstag… genau dieselben rechtfertigen bei Merkel ALLES und dämonisieren Dich, wenn Du sie einfach nur sachlich auf den antichristlichen Charakter Merkelscher Handlungen hinweist.

    Es schaudert mich, denn in der Offenbarung wird gesagt, dass der Antichrist die Heiligen verführen würde, dass sie nicht merken, welcher Natur das ist, was er tut und ihm vielmehr auch noch zu Füßen fallen werden.

    Wo sind unsere Bischöfe, wo seid Ihr, Ihr Woelkis und Marxens, wo seid hier mit Euren ach so frommen Wahlempfehlungen? Ist Euer christlicher Hirtenmumm da, wo das Kreuz ist, das Ihr auf dem Tempelberg abgelegt habt?
    Ihr habt uns verboten, AfD zu wählen ohne vernünftige, sachliche Gründe, aber hier schweigt Ihr. Ihr müsstet jedem Christen einschärfen, dass er diese Frau und diese Partei um gar keinen Preis der Welt wählen darf! Denn sie tut christlich, eben weil sie antichristlich ist.
    Unter der Regierung der CDU auf Bundes- und Landesebene sind in den letzten 10 Jahren alle wesentlichen Ordnungen der Schöpfung und unseres Staates umgestürzt worden. Ich habe zwar gegenüber der AfD großes Misstrauen, nicht weil sie nationalistisch wäre (das ist sie definitiv und objektiv nun mal nicht – man lese einfach mal das Programm und höre genau zu, was gesagt wird!), sondern weil sie den kapitalistischen Kurs weiterführen will, der uns auch in diese Katastrophe geführt hat, in der wir sind.

    Ich denke, es ist schlimmer, als viele denken: wer das alles mitmacht und weiterhin wählt, macht sich vor Gott und Mensch schuldig und trägt aktiv dazu bei, unser Land und viele andere Länder für lange Zeit oder immer zu verunstalten. Wir sind aktiv an der kriegerischen, von den USA gesteuerten Zerstörung orientalischer Länder beteiligt, und ich kann das alles nicht gutheißen, all dieses Unrecht, das zum Himmel schreit.

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    • Marienzweig sagt:

      „…wer das alles mitmacht und weiterhin wählt, …“
      Nicht zu wählen – kann das eine Lösung sein?
      Aber wenn schon, dann zumindest in der Wahlkabine den Wahlzettel ungültig machen, dann bekommen die Parteien wenigstens etwas weniger Wahlkampfgelder.
      Und ausserdem wird dadurch der Unmut der Bürger sichtbarer.
      Nicht gewählt zu haben könnte sonst von den Politikern als Gleichgültigkeit interpretiert werden.

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      • zeitschnur sagt:

        „Wer das alles mitmacht und DAS weiterwählt – “ So war das gemeint.
        Und im übrigen: auch das ist ein Betrug an unserem Gewissen: wenn man nur Teufel in fünf Farben wählen könnte, darf man keinen wählen.
        Wir haben keine WahlPFLICHT, sondern WahlRECHT.
        Wir haben die Auswahl, das Böse in fünf oder sechs Verpackungen zu wählen.
        In Frankreich hat die halbe Bevölkerung nicht mehr gewählt, und die Politiker wissen, was das heißt – alles, nur nicht Gleichgültigkeit.
        Wem das aber gleich ist, ob zerrissen, unkenntlich oder als „carte blanche“ – das sind die Politiker.
        Sie haben faktisch das Wahlrecht überflüssig gemacht.

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  5. "GsJC" sagt:

    „Ich bin raus.“

    —————————

    Ich war nie drin – sonst wäre ich schon lange draußen!

    Guter Brief.

    MfG

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