Hamburg: Anwaltskammer übt scharfe Kritik an Rote-Flora-Anwalt Andreas Beuth

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Seit Jahrzehnten gibt es in Hamburg das umstrittene „Autonome Zentrum“ in der Roten Flora, in welcher sich Antifas und sonstige ultralinke Aktivisten aufhalten und versammeln.
Im Zusammenhang mit dem Krawallen, bei denen fast 500 Polizisten verletzt wurden, fordern Politiker  – zumal aus den Unionsparteien  – verstärkt eine Räumung dieser Antifazentrale. Die CSU verlangt als Gesamtpartei die Schließung der Roten Flora. Auch in der Hamburger SPD wird darüber diskutiert.
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Andreas Beuth, seit langem Anwalt und Befürworter der Rota Flora, hat selbst unter gemäßigten Linken für Empörung gesorgt, da er sich sogar vor laufender Kamera mit den Randalierern solidarisiert hat. Er kritisierte lediglich, daß diese sich im Schanzenviertel austobten und nicht etwa in einer vornehmeren Wohngegend der Hansestadt.
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Der linksorientierte Advokat hatte hinsichtlich der Krawalle erklärt, er empfinde „gewisse Sympathien für solche Aktionen, aber bitte doch nicht im eigenen Viertel, wo wir wohnen. Also warum nicht irgendwie in Pöseldorf oder Blankenese?…“
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Inzwischen distanziert sich die Hanseatische Anwaltskammer von ihrem Mitglied Beuth. Zuvor wurde die Berufsvertretung von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) aufgefordert, Beuth wegen seiner Aussagen die Zulassung zu entziehen, zumal es sich  – auch formal gesehen  – um „berufsrechtliche Fragen“ gehandelt habe, zu denen er sich nicht äußern dürfe.
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Hier folgt die Presse-Erklärung der Hamburger Anwaltskammer vom 10. Juli, unterzeichnet von ihrem Präsidenten Otmar Kury, im vollen Wortlaut:
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„Die Hanseatische Rechtsanwaltskammer verurteilt mit aller Schärfe Äußerungen eines Hamburger Rechtsanwaltes zu den empörenden und bedrückenden Vorfällen im Hamburger Schanzenviertel, „Autonome“ und er als deren „Sprecher“ hätten „gewisse Sympathien für solche Aktionen, aber bitte doch nicht im eigenen Viertel wo wir wohnen. Also warum nicht irgendwie in Pöseldorf  oder Blankenese?…„.
 
Die Kammer stellt zu solchen „Aktionen“ fest, dass es sich dabei um Brandschatzungen, Plündereien und gefährliche oder schwere Körperverletzungen hochaggressiver, krimineller Banden handelt, die damit viele Menschen schwer schädigten, entrechteten, bedrohten und verängstigten.
Diese widerwärtige Sympathiebekundung und die verdeckte, bösartige Aufforderung, solche Taten (auch) in anderen Stadtteilen zu begehen, beschämen die mehr als 10.000 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Hamburg bis in das Herz.
 
Im Übrigen hält die Hanseatische Rechtsanwaltskammer fest:
 
Auf dem Gelände der Gefangenensammelstelle/Außenstelle Amtsgericht Hamburg waren die Voraussetzungen für einen gesetzestreuen und prozessordnungsgemäßen Verfahrensablauf gegeben. Davon habe ich mir durch einen Besuch und die Besichtigung mit dem Präsidenten des Amtsgerichtes am 7.7.2017 sowie Gesprächen mit Rechtsanwälten selbst ein umfassendes Bild verschaffen können.“
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9 Kommentare on “Hamburg: Anwaltskammer übt scharfe Kritik an Rote-Flora-Anwalt Andreas Beuth”

  1. zeitschnur sagt:

    Sehr interessante Analyse aus dem angeblichen „rechtspopulistischen“ Spektrum über die Geschehnisse: https://www.youtube.com/watch?v=7Pz4bx5M2DA

    Der Journalist weist darauf hin, dass sich in der Situation jeder einfach schwarz anziehen konnte und als „Antifa“ alias „Schwarzer Block“ auftreten konnte und hofft, dass aufgeklärt wird, wer die Gewalttäter genau waren. Immerhin seien Randalierer im dreistelligen Bereich aus dem Ausland eingereist.
    Egal wo man stehe, sei objektiv so vieles an den Geschehnissen absurd, vr allem auch dies, dass es unglaubwürdig ist, dass die Rote Flora-Leute ihre eigene Hochburg zerdeppern und seltsamerweise völig unbemerkt einige Hundert Randalierer von der Polizei völlig unbemerkt durch Altona ziehen konnten, um dort alles zu zu zerstören – auch er kommt zu dem Schluss, dass da etwas nicht stimmt.

    Bosbachs verlogenen, melodramatischen Abgang bei Maischberger rekapituliert auch er noch mal äußerst kritisch. Beim Ansehen der gezeigten Ausschnitte, die für mich das zweite Mal waren, fiel mir auf, dass der saubere Herr Bosbach ausgesprochen beleidigend war gegen Ditfurth, sich also objektiv keineswegs besser als sie verhalten hat, eher sogar schlechter. Ja, seht es Euch ruhig genauer an, schadet nichts.

    Mir war aufgefallen, als ich die Sendung in der Mediathek nachträglich sah, dass Ditfurth bei Bosbachs Abgang ganz offenkundig sehr erschrocken oder betroffen war.

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    • "GsJC" sagt:

      „Zeitschnur“ schrieb:

      „Ja, seht es Euch ruhig genauer an, schadet nichts.“

      —————-

      Gesagt und angetan!

      Ich tue mir solche Sendungen nicht an. Auf Ihre Anregung hin habe ich mir das „Maischberger-Gruppengeschwätz“ in der Mediathek dann doch in Gänze angesehen.

      Wer n u r den weit verbreiteten Ausschnitt gesehen hat, in dem Bosbach das Studio verlässt, könnte den falschen Eindruck gewonnen haben, dass Bosbach schon zu Beginn der Sendung Dithfurth und der Moderation die rote Karte gezeigt hätte. Dem war nicht so.

      Als Bosbach ging – 12 Minuten vor Ende der Sendung – war die Luft aus der Diskussion schon lange raus und alle Standpunkte mehr als nur ergiebig ausgetauscht. Also – nix Neues unter der Mediensonne!

      Durch den verbalen Kampfeinsatz von J. Dithfurth war Maischberger die Moderation beinahe mehrfach entglitten und sie versuchte – mit ihren Armen hilflos dirigierend – zu retten, was noch zu retten war, bevor ihr die aufdringliche, beleidigende und rücksichtlos zeitschindende Berufsstörenfriedin J. Dithfurth die Sendung endgültig kaputt gemacht hätte.

      Wenn dieser „Schwätzsendung“ und Frau Dithfurth nachträglich über Gebühr Aufmerksamkeit zuteil wurde, dann geschah dies nur (!), weil sich Herr Bosbach das alberne Theater von J. Dithfurth nicht noch 12 Minuten länger angetan hat.

      Mehr war nicht! Der Abgang von Bosbach war das einzige Highlight der Sendung und wird der „ARD“ bestimmt nicht ganz ungelegen gekommen sein.

      MfG

      P.S.
      Und diese Aussage gegenüber dem „Spiegel“ – über die sich Herr Bosbach bestimmt gefreut hat – finde ich in dem Zusammenhang von Maischberger besonders lieb und versöhnlich:
      „Er (Bosbach) darf wiederkommen“

      http://www.spiegel.de/kultur/tv/sandra-maischberger-ueber-den-bosbach-eklat-meine-niederlage-a-1157862.html

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      • "GsJC" sagt:

        Gerade gelesen, dass „Maischberger“ nicht live gesendet wird, sondern es sich bei der besagten Sendung um eine Aufzeichnung handelte.

        Ich sehe mich in nachstehend verlinktem Artikel darin bestärkt, dass es hier gezielt um Quote ging und weniger um die Sache und so titelt der „Focus“ ganz richtig über ein „Spektakel bei Maischberger“. Ein Grund mehr für mich, diese Sendungen zu meiden.

        Zur Erinnerung: Bosbach hat die Sendung 12 Minuten vor Aufzeichnungsende verlassen!

        ———–

        „Schon kurz nach Beginn der Ausstrahlung in der ARD schickte die zuständige PR-Agentur eine Meldung an die Agenturen und Medien: „Wolfgang Bosbach verlässt ‚maischberger‘-Talk nach Disput mit Jutta Ditfurth“.

        Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/bosbach-verliess-das-studio-show-spektakel-bei-maischberger-doch-was-dahinter-steht-ist-einfach-nur-traurig_id_7352430.html

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      • zeitschnur sagt:

        .@ GsJC

        Ich bin Ihrem Focus-Link gefolgt, und da findet man an sich eine vernünftige Stellungnahme, die Sie wahrscheinlich in Ihrer moralischen Empörung zugunsten Bosbachs und zu ungunsten der bösen Dithfurth nicht gelesen oder verstanden haben:

        „Denn im TV-Studio zeigte sich, was gerade vielerorts in der Diskussion um die G20-Ausschreitungen zu beobachten ist: Es gibt schwarz und weiß, aber nichts, aber auch gar nichts dazwischen – und in der Folge ist immer jeder sofort tödlich beleidigt, sobald jemand anderer den Mund aufmacht.
        Selten wurde eine Debatte so laut und polternd und zugleich so mimosenhaft geführt. Wer etwas erwidert, ist schon der Feind. Viele junge Menschen, die die Vorwende-Zeit nicht oder zumindest nicht bewusst miterlebt haben, reiben sich verwundert die Augen, was da gerade so an Wut und ideologischer Emotionalität aus manchem Mitbürger herausbricht…. Nun jedoch reicht schon Jutta Ditfurth mit einem Fächer, und die Lunte brennt.“

        Ist wohl auch mein Schicksal in der Debatte. ich habe mir alles so genau wie möglich angesehen und sehe hier kein schwarzweiß, sondern eine komplizierte und völlig aus dem Ruder gelaufene Situation, und das auf allen Seiten.
        Ich sehe nicht, dass Ditfurth sich besonders schlimm verhalten hätte.
        Sie wurde den Zuschauermassen als Lubte zum Fraß vorgeworfen. Auf Focus finden Sie eine Abstimmungsuhr, die Bosbach die Zustimmung 80% der Bürger zuspricht.
        Bravo, bravo, bravo.
        Und die Frommen hetzen alle mit.
        Wie eine ferngesteuerte wilde Meute.
        Machen Sie, was Sie wollen – ich mach das nicht mit.

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  2. Brockenteufel sagt:

    Nun, so einen „Anwalt“ gibt es in jeder ANTIFA-Hochburg! In Göttingen heißt er Sven Adam

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  3. OB Scholz ist SPD. Kein weiterer Kommentar nötig

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  4. MoshPit sagt:

    Hat dies auf MoshPit's Corner rebloggt.

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  5. Hat dies auf philosophia perennis rebloggt und kommentierte:

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