Bistum Regensburg: Seit 1945 gab es 67 Missbrauchs-Opfer bei den „Domspatzen“

Die Untersuchungen zu Fällen von Misshandlung und Missbrauch bei den Regensburger Domspatzen sind abgeschlossen. Rechtsanwalt Ulrich Weber hat heute den rund 450 Seiten starken Abschlussbericht vorgestellt.

Daraus geht hervor, dass seit 1945 bei den Domspatzen 500 Kinder Opfer körperlicher Gewalt wurden, 67 Kinder auch Opfer sexueller Gewalt.
Von 49 Tätern ist die Rede, neun von ihnen hätten zudem sexuelle Gewalt ausgeübt.

Insgesamt besuchten seit 1945 etwa 4500 Schüler das Internat des weltberühmten Knabenchors. Damit wäre jeder Neunte von physischer Gewalt betroffen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Lehrern und Erziehern die körperliche Züchtigung über weite Strecken des Untersuchungszeitraums erlaubt war, in Bayern bis 1982. Niemals erlaubt war der sexuelle Missbrauch, der etwa jedem 70. Schüler widerfuhr.

Rechtsanwalt Weber bestätigte den Domspatzen aktuell eine „zeitgemäße Pädagogik“ sowie eine „hohe Sensibilisierung“. Er äußerte den Wunsch, dass seine Aufklärung dazu beiträgt, dass Opfer mit dem dunklen Kapitel abschließen könnten.

Die Diözese Regensburg hat ihnen bereits „Anerkennungsleistungen“ zwischen 5000 und 20.000 Euro pro Person zugesagt.

Vollständiger Artikel von Dr. Josef Bordat hier: https://jobo72.wordpress.com/2017/07/18/misshandlung-und-missbrauch-bei-den-regensburger-domspatzen-abschlussbericht/

Weiteres Info zu Georg Ratzinger/Domspatzen: http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/ehemalige-domspatzen-nehmen-georg-ratzinger-in-schutz-21705-art533743.html?p=1

Foto: Bistum Regensburg

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8 Kommentare on “Bistum Regensburg: Seit 1945 gab es 67 Missbrauchs-Opfer bei den „Domspatzen“”

  1. Sie schreiben: „Allerdings gilt es zu bedenken, dass Lehrern und Erziehern die körperliche Züchtigung über weite Strecken des Untersuchungszeitraums erlaubt war, in Bayern bis 1982.“

    Das mag so sein, allerdings hätten sie bei der Lektüre des Untersuchungsberichts feststellen können, dass die dokumentierten Gewaltanwendungen zum übergroßen Teil jenseits des auch damals Erlaubten liegen. Sie waren auch damals verboten und strafbar. Davon, ob sie mit einer christlichen Erziehung vereinbar waren, ganz zu schweigen.

    Eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Untersuchungsbericht finden Sie hier: https://eulemagazin.de/der-bericht-teil-1-vorschule/

    Zu den Kommentaren:

    Dass Georg Ratzinger „schlecht wegkommt“ liegt daran, dass er sich zahlreicher Gewaltausbrüche gegen seine Schüler schuldig gemacht hat, auch das ist im Bericht ausführlich und zureichend plausibel dargestellt. Seine Rolle als Aufsichtsrat der Vorschule muss außerdem noch beachtet werden. An der Vorschule herrschte, dem Bericht nach, ein Terrorregime – über fast 50 Jahre!

    Dass die katholische Kirche für Missbrauchsfälle härter kritisiert wird als andere Organisationen kann durchaus sein. Dafür sehe ich im Wesentlichen zwei Gründe: 1) Die Verschleppung und jahrelange Verharmlosung von Missbrauchsfällen inkl. Schutz der Täter und Verhöhnung der Opfer. Die katholische Kirche hat jeden Vertrauensvorschuss in dieser Frage verloren. 2) Der eigene Anspruch, das Wort Gottes, d.h. Jesus Christus als menschgewordene Liebe Gottes zu den Menschen, zu verkündigen. Das geht doch über einen Sportverein weit hinaus. Die Kirche muss sich nicht nur an weltlichen Gesetzen messen lassen, sondern an ihrer eigenen Verkündigung.

    Und so stehen die Täter von damals vor dem Richterstuhl des Herrn, wenn sie der weltlichen Gerichtsbarkeit dank Vertuschung und Komplizenschaft schon entwischt sind.

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  2. Stella sagt:

    Es ist so unfassbar, dass einem eigentlich die Worte fehlen, denn während man über „Watschn“ von vor 50 Jahren aufheult, laufen Erziehungsprogramme auf Hochtouren, bei denen man den lieben Kleinen anschaulich beibringt, wo man „den Schniedel überall reinstecken kann“ – na wenn das nicht schizophren ist, weiß ich auch nicht mehr weiter !!

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  3. Anonymous sagt:

    Das alles dient dazu, die Kirche zu zerstören. Sprich – Widersacher so geplant und von seinen Schergen umgesetzt.
    Dass der Rauch Satans in die Kirche eingedrungen ist, sich dort Mietlinge bewegen und dgl., dürfte wohl klar sein.
    Der Sinn dieser Berichterstattung ist es letztendlich, dem Antichristen in die Arme zu laufen, der darauf abzielen wird, u.a. eine Einheitsreligion zu schaffen, wo sich alle „liebhaben“ und weil die einzig wahre Kirche (= röm.-kath) ja sooo böse ist. Und die breite Masse wird es liebend aufnehmen! An der Umsetzung dieser Pläne wird ja schon lange gearbeitet….
    Und da waschen alle ihre schmutzigen Hände: Die Politik, die Medien und auch die Diener Satans in SEINER Kirche!!
    Aber: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren“.
    Sie (= Muttergottes) wird dem Satan den Kopf zertreten!
    Gut so!

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  4. zeitschnur sagt:

    Leider verschweigt dieser Artikel, dass der Bruder Papst Benedikts XVI. sehr schlecht wegkommt in dem Untersuchungsbericht. Er wird als gewalttätig, jähzornig, ehrgeizig und im Umgang mit den Sängern eiskalt beschrieben. und ihm wird vorgeworfen, dass er wegsah und Untaten gedeckt hat.
    http://www.bild.de/news/inland/missbrauch/ratzinger-war-notorischer-schlaeger-52589882.bild.html

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  5. Horst sagt:

    Das Aufbauschen der Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche ist mehr als bemerkenswert. Zeigt es doch die Einseitigkeit der Berichterstattung in den Staatsmedien.
    Für diese hat es den Vorteil, dass die „Kinderfickerpartei“ (Google), die Grünen, auch weiterhin die Aufarbeitung ihrer pädophilen Vergangenheit – ein wahres Waterloo – noch Jahre hinauszögern kann.

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