Venezuela: Bischöfe eröffnen Gebetsaktion

Für den 21. Juli hat die katholische Bischofskonferenz im sozialistisch und autoritär regierten Venezuela einen Gebets-und Fastentag ausgerufen, um Gott um seinen Segen für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden zu bitten und die Bemühungen des Volkes zu segnen.

Die Oberhirten erinnern daran, dass es auf Diözesan-und Gemeinde-Ebene weitere, ähnliche Initiativen gibt, bei denen „tausende Menschen ihren Glauben bei Prozessionen, Gebetswachen, Rosenkränzen  ausdrücken und Gott in diesem schwierigen Moment um Hilfe bitten“.

Diese Initiative wurde auf der 108. Vollversammlung der Bischöfe in Venezuela (7. – 12. Juli) vorgeschlagen. In der dringenden Botschaft an die Gläubigen haben die Bischöfe erklärt:

„Als Hirten der Kirche in Venezuela erheben wir unsere Stimme um folgendes zu erbitten: von der Nationalregierung, dass sie den Plan der Verfassunggebenden Versammlung zurückzieht; von den Streitkräften, dass sie dem Volk und nicht dem Regime oder der Regierungspartei dient; von allen Politikern, das sie sich gegenüber der Bevölkerung verpflichten, die Krise zu überwinden“.

Am vergangenen Sonntag, 16. Juli, beteiligten sich 7 Millionen Bürger an dem  –  von der Opposition durchgeführten  – Referendum über den Vorschlag von Präsident Nicolas Maduro, eine Versammlung zur Änderung der Verfassung einzuberufen. Das Ergebnis: 98% stimmten gegen diesen Vorschlag Maduros, von dem befürchtet wird, daß er Demokratie und Rechtsstaat weiter abbaut.

Quelle: Fidesdienst

WEITERE INFO: https://charismatismus.wordpress.com/2017/07/19/venezuela-wird-praesident-maduro-eine-marxistische-militaerdiktatur-errichten/
 


3 Kommentare on “Venezuela: Bischöfe eröffnen Gebetsaktion”

  1. heinrich.blezinger@majolica.de sagt:

    Es wäre besser der Papst wurde sein Geldsack für die Armen in Venezuela öffnen.

    Heinrich Blezinger

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  2. zeitschnur sagt:

    Ich plädiere für ein Nachdenken: In einem wirklich autoritären Staat würden die Bischöfe keine solche Aktion ausrufen können und würden es auch nicht tun – das wäre nämlich das erste Mal in der Weltgeschichte, dass ein Episkopat sich offen gegen die weltliche Regierung stellt unter angeblicher Gefahr für Leib und Leben. Bischöfe tönen immer nur dann groß, wenn es billig ist.
    Claim no easy victories.

    Venezuela verfügt über riesige Ölfelder. Darum geht es…

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    • zeitschnur sagt:

      Was mir auch gar nicht gefällt, ist, wie man mit zweierlei Maß misst.
      Offenbar haben die Oppositionellen gegen die Regierung in Venezuela schon vor drei Jahren sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.
      Dabei kamen – anders als in Hamburg neulich (!!!) – 43 Menschen ums Leben und 800 wurden verletzt. Kann man hier nachlesen: https://jungefreiheit.de/?p=163559
      Die Oppositionellen wurden wegen Gewalttätigkeit und Verschwörung gegen die Regierung verurteilt.
      Daraufhin tobte wieder die Opposition auf den Straßen herum, offenbar ohne dass ihr etwas geschah…
      Auch hier stimmt etwas überhaupt nicht, soviel ist eigentlich eindeutig.

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