Israel: Fundstücke belegen Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch Babylon

Neue Funde belegen den Wohlstand und Charakter Jerusalems als Hauptstadt des Königreichs Juda und zeigen den Niedergang der Stadt durch die Babylonier.

Wenngleich schon 2500 Jahre vergangen sind seit der Zerstörung des Ersten Jüdischen Tempels durch die Babylonier, werden noch immer Belege aus dieser Zeit gefunden. Ausgerechnet kurz vor Tisha beAv, dem Trauertag, an welchem der Zerstörung sowohl des Ersten als auch des Zweiten Tempels gedacht wird, wurden diese neuen Nachweise gefunden:

Anlagen, die auf älter als 2600 Jahre datiert werden, wurden freigelegt. Zwischen den Steinstrukturen, die durch viele Schichten Stein und Geröll bedeckt waren, wurde auch anderes gefunden – verkohltes Holz, Traubensamen, Töpferwaren, Vorratsgefäße, Fischgräten und Kunstwerke zum Beispiel. Auf mehreren Vorratsgefäßen wurden Rosetten entdeckt, ein Siegel, welches zum Ende der Periode des Ersten Tempels hin gebräuchlich war.

Wie die Grabungsleiter, Ortal Chalaf und Dr. Joe Uziel, erklären, zeigen die Ausgrabungen, dass Jerusalem sich bereits vor der Zerstörung außerhalb der Stadtwälle ausgebreitet hatte.

Quelle: Israelische Altertumsbehörde, 26.7.2017

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