Venezuela: Kath. Priester vermittelten zwischen Demonstranten und Staatskräften

Fünf Priester der katholischen Kirche haben am 28. Juli bei einem Zusammenstoß zwischen der sozialistischen Nationalgarde Bolivar (GNB) und Demonstranten in der Stadt Ejido in Venezuela eingegriffen.

Mit mehreren, von der Bischofskonferenz veröffentlichen Fotos wurde der Eingriff der Geistlichen dokumentiert, die an diesem Tag eine Mittlerrolle gespielt haben, als die Panzer der GNB in der Nähe des Beerdigungsorts von Rafael Vergara auftauchten. Vergara war jener Junge, der bei einer Protestdemonstrationen in Venezuela gestorben ist.

Gegen 15.30 Uhr haben die Priester die Beerdigungszeremonie unterbrochen, sind auf die Nationalgardisten zugegangen und haben sie um Abzug gebeten.

Nach Angaben der Presseagenturen sind mehrere Personen landesweit bei den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in den vergangenen Tagen verstorben.

Dies geschah insbesondere während des 48 Stunden-Generalstreiks, der von der Opposition und zivilgesellschaftlichen Gruppen ausgerufen wurde. Am 28. Juli starb ein weiterer Junge durch eine Schussverletzung bei einer Demonstration in San Cristobal.

Die Zahl der Toten in den fast vier Monaten der Protestkundgebungen stieg damit auf 113 an.

Quelle: Fidesdienst


Hamburg: Handelte der islamische Attentäter gezielt antichristlich?

Der Attentäter, der am 28. Juli in Hamburg-Barmbek mit einem Messer einen Menschen getötet und sieben weitere verletzt hat, wollte offenbar gezielt Christen angreifen.

Das sagte er nach Schilderung eines Augenzeugen gegenüber Focus.de unmittelbar nach der Tat. Einer Gruppe von Männern war es gelungen, den Angreifer zu überwältigen. Dabei habe er ihnen auf Arabisch zugerufen: „Ich will Euch nichts tun. Ich will die Christen angreifen.“  

Der 26-jährige Ahmad A. war im März 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Zuvor hatte der palästinensische Staatsbürger in Norwegen, Schweden und Spanien gelebt. Sein Asylantrag war 2016 abgelehnt worden. Die Abschiebung scheiterte bislang an fehlenden Papieren.

Er soll bei dem Angriff in Hamburg Zeugenaussagen zufolge „Allahu Akbar“ (Gott ist größer) gerufen haben.

Quelle und vollständige Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/hamburger-attentaeter-wollte-offenbar-gezielt-christen-angreifen-101961.html


CDU/CSU: Abschiebegesetze sind verschärft

In Hamburg hat am vergangenen Freitag ein islamistischer Täter einen Menschen ermordet und zahlreiche weitere schwer verletzt. Dazu erklärt der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Dr. Stephan Harbarth:

„Der Hintergrund der Tat muss rasch aufgeklärt und die Frage beantwortet werden, ob die Radikalisierung und psychische Labilität des Attentäters von den Hamburger Behörden unterschätzt worden sind.

Am vergangenen Samstag ist das Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht in Kraft getreten. Das Gesetz erfasst Personen, von denen eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben oder die innere Sicherheit ausgeht. Sind diese sog. Gefährder ausreisepflichtig, so können sie nun leichter in Abschiebehaft genommen oder vor ihrer Abschiebung stärker überwacht werden.

Dasselbe gilt auch für die Abschiebeanordnung nach Paragraf 58a Aufenthaltsgesetz, deren Rechtmäßigkeit vom Bundesverfassungsgericht erst jüngst bestätigt wurde.“


Israel schickt zwei Satelliten ins Weltall

Am Mittwoch (2.8.) wird die Israel Space Agency erstmals zwei israelische Satelliten gleichzeitig vom französischen Abschusszentrum Koro in Neuguinea ins All entsenden. OptSat 3000 ist ein Spionagesatellit, den das italienische Verteidigungsministerium gekauft hat. Der andere Satellit, Venus, ist der erste staatliche Forschungssatellit.

Der Leiter der Israel Space Agency beim Wissenschaftsministerium, Avi Blasberger, sprach mit ynetnews über den bevorstehenden Satellitenstart von Venus:

Venus wird von Wissenschaftlern für Landwirtschaft und Umweltstudien verwendet werden. Er ist ausgestattet mit einer hochmodernen Kamera, die Fotos in 12 Wellenlängen machen kann. 110 Orte wurden ausgewählt, von denen Venus alle zwei Tage Aufnahmen machen wird. In dieser Wiederholungsrate kann dies derzeit kein anderer Satellit.

Neben seiner wissenschaftlichen Mission steht Venus auch vor einer ingenieurstechnischen Aufgabe. Es soll ein elektronisches Antriebssystem getestet werden, das es eines Tages Beobachtungssatelliten gestatten soll, die Erde in einer näheren Umlaufbahn zu umkreisen, wodurch sich die Schärfe der Bilder verbessern würde.

In den ersten zweieinhalb Jahren wird der Satellit die Erde in 700 Kilometern Entfernung umkreisen und sich dann auf 410 Kilometer absenken, wo das neue Antriebssystem getestet werden wird.

Quellen: Ynet, Israelische Botschaft in Berlin


Bayern: Innenminister Herrmann begrüßt das Asylrechts-Urteil des EuGH

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat das Asylrecht-Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) begrüßt und eine Einhaltung des bestehenden EU-Rechts gefordert: 

„Ich halte das Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs, dass die Dublin-Regeln auch während der Flüchtlingskrise 2015/Anfang 2016 gelten müssen, für äußerst begrüßenswert. Das Urteil ist ein klares Signal, dass einzelne Staaten nicht einfach aus dem System ausscheren und sich davon abgrenzen können, sondern dass sie sich dem solidarischen Verfahren stellen müssen und dass die Unionsgesetzgebung hierfür Mechanismen vorsieht.“

Herrmann fordert, dass an den Außengrenzen der EU geprüft werden muss, ob Flüchtlinge Recht auf Asyl haben. „Es ergibt keinen Sinn, die Leute erst quer durch Europa reisen zu lassen, um dann zwei Jahre später festzustellen, ob jemand überhaupt berechtigt ist, hier zu sein.“ – Dafür müssten in Italien und Griechenland entsprechende Zentren eingerichtet werden, so der Innenminister.

Italien dürfe bei dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden, so Herrmann. Klar sei aber auch, dass vor allem Fluchtursachen bekämpft werden müssen: „Wir brauchen gar kein neues Recht schaffen: Das geltende EU-Recht konsequent anwenden und insgesamt den Menschen in Afrika helfen. Wir müssen dafür sorgen, dass sie dort Zukunftsperspektive haben.“

Hintergrund der Aussage Herrmanns ist eine Entscheidung des EuGH. Dieser hat bestätigt, dass die sogenannte Dublin-III-Verordnung auch während des erhöhten Flüchtlingsstroms 2016 gültig war. Demnach müssen Asylsuchende in dem Land der EU Asyl beantragen, in dem sie als erstes angekommen sind. Ein Syrer sowie die Mitglieder zweier afghanischer Familien hatten dagegen geklagt. Sie hatten 2016 ohne Visum die Grenze zwischen dem EU-Land Kroatien und Serbien überschritten, um dort Asyl zu beantragen.

Quelle: http://www.csu.de/aktuell/meldungen/juli-2017/herrmann-zu-eugh-urteil/