AfD-Kundgebung in Münster mit einer kämpferischen Rede von Prof. Meuthen

Von Felizitas Küble

Wie bereits gestern hier berichtet, begann der Wahlkampfaufakt der AfD in der Stadthalle von Münster-Hiltrup mit den bei solchen Anlässen üblichen linken Protesten. Trotz diverser Schikanen kamen ca 250 interessierte Bürger zur Veranstaltung, die mit einem prominenten Redner aufwarten konnte:

AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Fotos) hielt eine schwungvolle, streckenweise kämpferische, gleichwohl sachorientierte und bisweilen humorvolle Ansprache, die von den meisten Teilnehmern mit einem minutenlangen stehenden Beifall „beantwortet“ wurde. Dem Redner schien es fast zuviel des Guten, weshalb er etwas schelmisch meinte, man sei hier aber nicht auf einem CDU-Parteitag…

Prof. Meuthen ist zugleich AfD-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag. Der fünffache katholische Familienvater  – er hat bereits zwei Enkel –  sprach sich in seinem Vortrag eindeutig gegen die „Ehe für alle“ aus und betonte den besonderen staatlichen Schutz für Ehe und Familie, wie das Grundgesetz dies vorsieht.

Der Ökonom, der im Jahre 2013 der AfD beitrat, sparte mitunter nicht mit sarkastischen Worten: „Wir sind nicht rechtsextrem, aber wir haben extrem oft recht.“  – Zudem sagte er, wenn er alles glauben würde, was in gewissen Presseorganen über die AfD behauptet würde, wäre er gewiß „suizidgefährdet“.

Er machte bei aller Medienkritik zugleich klar, dass man nicht alle Journalisten in einen roten Topf werfen dürfe. Er kenne Publizisten und Reporter, die eine durchaus faire Berichterstattung betreiben. Wenn dies jedoch in den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten versucht werde, könne es den betreffenden Redakteuren übel ausgelegt werden. Das hätten ihm betroffene Journalisten selber berichtet.

Als unfaire Gegenbeispiele erwähnte er z.B. eine dreiste FAZ-Titelzeile „Wieviel NSDAP steckt in der AfD?“ und die Tatsache, daß AfD-Vertreter fast nie in Fernseh-Talkshow eingeladen würden.

Der AfD-Politiker erklärte, er gehe davon aus, daß seine Partei in den nächsten Bundestag einziehte, wobei er ein Ergebnis zwischen 7 und 14 Prozent erwarte.

FOTO: Nach der Rede Meuthens (siehe zweiter von links) gab es unter vielen Teilnehmern rege Gespräche in kleineren Gruppen

Er beklagte, daß sich die etablierten Parteien vielfach wie „Kartellparteien“ benehmen. Es sei durchaus verständlich, daß sie gegen die AfD-Konkurrenz ankämpfen, doch sollte dies mit fairen und geregelten Methoden geschehen.

Prof. Meuten kritisierte, daß AfD-Anträge und Vorschläge im Stuttgarter Landtag rundweg von den anderen Parteien abgelehnt würden, aber manchmal hinterher  – in etwas anderer „Verpackung“ –  als eigene Idee eingebracht würden.

Als eine seiner Anregungen erwähnte der Oppositionsführer, er habe einen Untersuchungsausschuß gefordert, der sich mit den aus Baden-Wüttemberg stammenden Linksradikalen befasse, die sich an den Krawallen in Hamburg beteiligt hätten; auch dieser Vorschlag sei abgelehnt worden.

AfD: Mutbürger statt Angstbürger

Als Beispiel für unsinnige Seitenhiebe erwähnte der Redner die Behauptung, die AfD bestände aus „Angstbürgern“. Genau das Gegenteil sei der Fall: Angesichts des starken Gegenwindes bis hin zu gewaltsamen Antifa-Attacken gehöre nicht Angst, sondern viel Mut dazu, in seiner Partei mitzumachen: „Wer Angst hat, der geht gerade nicht zur AfD.“ 

FOTO: TV-Interview mit Prof. Meuthen vor Beginn seiner Rede in Münster

Von Angst erfüllt seien eher die Gegner angesichts des wachsenden Wahlerfolgs der AfD; sie befürchten, so Meuthen, den Verlust ihrer Pründe.

Die Mitglieder seiner Partei seien jedoch sehr wohl von ernst Sorge geprägt, von Sorge um Deutschland und unsere Zukunft.

Dazu gehöre auch die verfehlte Asylpolitik Merkels, die von den meisten Medien bzw. dem „politisch-medialen Komplex“ unterstützt werde. Die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten bezeichnete er als „Agentur für betreutes Denken“. Gegenüber der AfD bestehe dort eine „Strategie der Verunglimpfung“.  

Dümmlich sei auch das Wort vom „Rechtspopuismus“, zumal wenn es ausgerechnet von den Grünen käme, deren Politik weitgehend gefühlsorientiert, faktenunabhängig („Faktenflüchtlinge“)  und ideologisch geprägt sei. Kritisch erwähnte er hierbei deren Vorliebe für E-Autos und nannte die Nachteile derselben –  auch für die Umwelt. Doch den passenden Ausdruck „Öko-Populisten“ für die Grünen höre man nicht in den Medien.

FOTO: Eines der Wahlplakate bei der AfD-Kundgebung

Scharfe Kritik übte Prof. Meuthen an dem von Justizminister Maas (SPD) vorangetriebenen Netzwerkdurchsuchungsgesetz. Dieses Zensurgesetz sei verfassungswidrig und bekämpfe die Meinungsfreiheit der Bürger.

Unverständnis äußerte der Redner auch über diverse Anti-AfD-Stellungnahmen seiten der christlichen Kirchen. Gerade die Vertreter der Kirche müßten seiner Partei doch an sich sehr gewogen sein – nicht zuletzt wegen des klaren Bekenntnisses der AfD zu Ehe und Familie sowie gegen den Genderismus.

Am Schluß seiner Ansprache forderte er die „schon länger hier Lebenden“ auf, den „schon länger hier Regierenden“ bei der Bundestagswahl eine klare Absage zu erteilen und als „Alternative“ dazu die AfD zu wählen.

Manche neutralen oder durchaus AfD-kritischen Bürger, die lediglich in die Halle kamen, um sich selber einen Original-Eindruck zu verschaffen, haben dadurch ihre Meinung geändert. So schreibt z.B. Ansgar Schmidt folgendes: 

„Ich stand der AfD bisher neutral bis negativ gegenüber, wollte heute in der Stadthalle eher Belastendes gegen euch hören und sammeln, aber siehe da, angewidert war ich nicht von Leschik/Schiller/Renner/Meuthen, sondern von den Störern da draußen! Ich solidarisiere mich nun mit euch, gebe Martin Schiller meine Erststimme und der AfD meine Zweitstimme.“   (Quelle  – siehe Leserkommentare: https://afdmuenster.wordpress.com/2017/08/08/standing-ovations-fuer-prof-meuthen-in-muenster/)

HINWEIS: Morgen veröffentlichen wir den dritten Teil unserer Berichterstattung über den AfD-Wahlkampfauftakt in Münster mit den Aussagen von drei weiteren Rednern dieser Kundgebung.

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7 Kommentare on “AfD-Kundgebung in Münster mit einer kämpferischen Rede von Prof. Meuthen”

  1. Valentino sagt:

    Wenn man nicht wüsste, wie gemein-gefährlich die Grüne Partei tickt, könnte man bei dienen ideologisch verblendeten Gestalten, die Deutschland mit aller Macht vernichten wollen, denken, es handelt sich bei derem geistigen Volumen um ungezogene Kindergartenkinder, die sich ohne Sach-Fachkenntnisse einbilden, ein Land regieren zu können. Selbst dem gutmütigstem Esel platzt irgendwann der Kragen, bei so viel Dummheit, nicht nur dass Katzen, Hunde, Babys zu Klimakillern erklärt werden, mal so eben am ideologischen Reißbrett für Lettland syrische Dörfer geplant werden, nein, jetzt erwägen die Grünen sogar ein Grillverbot, ein kleines Rauchfähnchen, während sie selber als Vielflieger mit ganzen Tonnen Kerosin – eine Abwandlung von Diesel – die Luft verpesten. Die ganze Dieselgate-Nummer ist nur eine Abzock-Nummer, um die grünen Volksgegner wieder ins Rampenlicht zu stellen. Ich habe sowieso nie begreifen können, wer so eine Kommunistenpartei unter der Tarnkappe der Grünen wählen kann.

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    • Thomas May sagt:

      Beim Grillverbot differenzieren die Grünen aber:
      „Angesprochen auf die Tatsache, dass in Ballungsgebieten auch viele anatolische Mitbürger im Freien grillen, gibt sich Hofreiter pragmatisch: ‚Das machen wir vom Pass abhängig. Wer einen Doppelpaas hat, für den gilt das Grillverbot.‘ Bei türkischen Mitbürgen ohne deutschen Pass könne man jedoch eine Ausnahme machen, denn das Grillen sei in Teilen Europas Bestandteil der Kultur und das müsse man respektieren.
      Hofreiter: ‚Es reicht, wenn die Deutschen nicht mehr grillen. Das ist ein erster wichtiger Beitrag zu Erhaltung der Polkappen'“ (Link: https://indexexpurgatorius.wordpress.com/2017/07/25/wegen-co2-gruene-wollen-grillverbot/).
      So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe!

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  2. Horst sagt:

    Es ist wichtig, dass die AfD bei der BRD-Wahl in das Parlament gewählt wird, um die Demokratie wieder herzustellen. Der Boykott gegen die AfD erklärt sich daraus, dass sie für das linke Parteienkartell aus DunkelrotRotGrünGelbSchwarz zur Gefahr werden könnte.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Na Horst,

      wenn wir keine funktionierende Demokratie hätten, dann würde es diesen Blog und Ihren Beitrag nicht geben. Und es würden nicht diverse Parteien mit unterschiedlichen Programmen zur Wahl stehen. Aber ich nehme an, Demokratie „funktioniert“ für Sie erst dann, wenn alles so läuft, wie Sie sich das vorstellen.

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  3. Rabenstolz sagt:

    Jetzt bleibt uns Angela Dorothea Merkel noch nicht einmal im Internet erspart, aber wir müssen ihr das zugestehen, wenn es fair sein soll. Der Boykott der AFD in den öffentlich rechtlichen Anstalten ist dagegen nicht fair. Wenn wir es schaffen Bürger, zum Nachdenken zu gewinnen, auch die Jugend, auf die unsere Göttliche abzielt, haben wir viel gewonnen, ob es für ein Umdenken reicht, sei dahin gestellt.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Wer boykottiert denn die AfD? Ich kenne niemanden. Es gibt aber kein Grundrecht auf Berichterstattung. Schon gewusst? Abgesehen davon hat die AfD jede Möglichkeit, sich selbst in der Öffentlichkeit zu inszenieren. Und davon macht sie ja reichlich Gebrauch.

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      • Thomas May sagt:

        „Abgesehen davon hat die AfD jede Möglichkeit, sich selbst in der Öffentlichkeit zu inszenieren. Und davon macht sie ja reichlich Gebrauch.“
        Meinen Sie das im Ernst? Wenn ja: In welchem Land leben Sie eigentlich?
        Wir erleben in Deutschland gerade den nahezu flächendeckenden Versuch, die AfD in absolut demokratiefeindlicher Weise zu diskreditieren, an (Wahlkampf- oder Fernseh-)Auftritten zu hindern, ihre Repräsentanten überhaupt nicht zu Wort und zu Gehör kommen zu lassen, sie schlicht mundtot zu machen und gesellschaftlich auszugrenzen, immer verbunden mit der Herabsetzung als etwas Unwertes, Auszumerzendes und der Botschaft: „Wenn du gesellschaftlich anschlussfähig bleiben willst, musst du gegen die AfD sein!“ (z. B. „Ganz Münster hasst die AfD“).
        Das beginnt beim Meinungskrieg fast aller Leidmedien gegen die AfD, über den Boykott ihrer Veranstaltungen, indem man in SA-Manier Hotelketten und Wirte einschüchtert und damit ihr Grundrecht der Versammlungsfreiheit massiv beeinträchtigt, bis hin zur systematischen Zerstörung ihrer Wahlplakate und Behinderung ihrer Infostände, ganz zu schweigen von dem Terror, dem Spitzenpolitiker durch Morddrohungen, Brandanschläge, Veröffentlichung ihrer Adressen im Internet u. Ä. ausgesetzt sind.
        Lesen Sie mal die „Aktionsanleitung“ des Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ mit dem Titel „So stoppen wir die AfD“ (Link: (Link: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/es-wird-in-diesem-konflikt-opfer-geben/).
        Vielleicht gehen Ihnen dann die Augen auf.

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