Israel: 2000 Jahre alte „Fabrik“ für Kelche und Schüsseln aus Stein entdeckt

Eine seltene Werkstatt zur Herstellung von Kalkstein-Gefäßen aus der Zeit der Römer wird derzeit in Reina im Unteren Galiläa entdeckt.

Die Ausgrabungen bringen eine kleine Höhle zutage, in der Archäologen tausende Gefäßüberreste gefunden haben, die bei der Produktion von Steinkelchen und Schüsseln als Ausschuss übergeblieben sind.
Fundstelle der Steinkelche (Foto: Samuel Magal/IAA)
„In antiker Zeit wurden Geschirr, Kochtöpfe und Krüge zur Aufbewahrung aus Ton hergestellt. Allerdings benutzten Juden im ersten Jahrhundert in ganz Judäa und Galiläa auch Geschirr und Gefäße aus weichem, örtlichen Kalkstein“, sagt Yonatan Adler, Leiter der Ausgrabungen im Auftrag der Israelischen Altertumsbehörde.

BILD: Fundstelle der Steinkelche (Foto: Samuel Magal/IAA)

Dies ist die vierte Fabrik ihrer Art, die je in Israel entdeckt wurde.

Der Grund für die ungewöhnliche Materialwahl scheint religiös begründet zu sein, glaubt Prof. Adler:

„Nach dem alten jüdischen Ritualgesetz sind Gefäße aus Ton leicht unrein und müssen dann zerbrochen werden. Stein hingegen galt als Material, das nie unrein werden konnte, weshalb Juden in der Antike begannen, einiges von ihrem Alltagsgeschirr aus Stein herzustellen.

Obwohl Kalkstein-Gefäße bereits im ganzen Land häufig entdeckt wurden, ist es außergewöhnlich, einen Ort zu finden, an dem die Gefäße tatsächlich produziert wurden. (…)

Die Einhaltung der Reinheitsgesetze war weit verbreitet – nicht nur in Jerusalem, sondern in ganz Judäa und Galiläa, mindestens bis zum Bar-Kochba-Aufstand im Jahr 135. Die gegenwärtigen Ausgrabungen werden uns hoffentlich helfen, die Frage zu beantworten, wie lange diese Vorschriften von den Juden in Galiläa während der Römer-Zeit befolgt wurden.“

Quelle: Israelische Altertumsbehörde


Israel Kristal, ältester Mensch der Welt und Holocaust-Überlebender verstorben

Der Auschwitz-Überlebende Israel Kristal, der als ältester Mensch der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde eingegangen war, ist verstorben. Kristal, der im kommenden Monat seinen 114. Geburtstag gefeiert hätte, sei am Mittwoch im israelischen Haifa verstorben, teilte seine Familie mit.

Er sei ein „wunderbarer Vater“ gewesen, so eine seiner Töchter nach seinem Tod: „Trotz allem, was er durchgemacht hat, und er hat ja seine gesamte Familie in der Shoah verloren, war er sehr optimistisch. In jeder Sache hat er immer nur das Positive gesehen.“

Kristal wurde 2014 als ältester noch lebender Holocaust-Überlebender anerkennt und war vor etwas anderthalb Jahren als ältester lebender Mensch ins Guinness-Buch aufgenommen worden.

Die Lebensgeschichte Kristals erstreckt sich über das gesamte 20. Jahrhundert. Er wurde am 15. September 1903 im polnischen Zarnow geboren. Zwischen den beiden Weltkriegen eröffnete in Lodz eine Süßigkeitenfabrik und heiratete. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte das Ehepaar bereits zwei Kinder, die beide verstarben, während die Familie im Ghetto Lodz lebte.

Das Zuckerbäckerhandwerk habe ihren Vater lange vor der Deportation ins Lager bewahrt, so erzählte seine Tochter in einem Interview mit „ynet“. Die Deutschen hätten für Geburtstage und Hochzeiten stets Süßigkeiten benötigt und deshalb nicht auf deren Produzenten verzichten wollen.

Kristal und seine Frau blieben bis zum Mai 1944 im Ghetto und wurden erst mit einem der letzten Transporte nach Auschwitz deportiert. Bei seiner Befreiung wog Israel Kristal 37 kg, seine Frau hatte die Zeit im Lager nicht überlebt.

Nach Kriegsende kehrte Kristal zunächst nach Lodz zurück und gründete seine Süßigkeitenfabrik neu. Er lernte seine zukünftige zweite Ehefrau kennen, die ebenfalls ihre Familie in der Shoah verloren hatte. 1950 wanderte das Paar nach Israel aus und gründeten in Haifa ebenfalls eine Fabrik für Süßigkeiten.

Das Ehepaar Kristal bekam drei gemeinsame Kinder, von denen allerdings eines noch im Säuglingsalter verstarb. Israel Kristal hinterlässt neben einer Tochter und einem Sohn zahlreiche Enkel und Urenkel.

Quelle: Israelische Botschaft / Ynet


NRW: Neue Landesregierung will Kitas auch nachts geöffnet sehen

Die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ist kaum im Amt, da überrascht sie mit dem Vorstoß, dass Kitas auch nachts geöffnet sein sollen. Der stellv. Ministerpräsident und Familienminister Joachim Stamp (FDP) sagte der Rheinischen Post, damit sollten Eltern „entlastet“ werden.

Zu welchen langfristigen Bindungsproblemen und Gefährdungen des Familienlebens aber diese schon zu DDR-Zeiten betriebene Familienpolitik führt, beschreibt die Soziologin Prof. Steinbach:

„Während in Westdeutschland immer noch eine sehr starke Kopplung von Heirat und Familiengründung besteht, ist dies in Ostdeutschland nicht der Fall. In Westdeutschland sind ein Drittel der Frauen bei Geburt des ersten Kindes nicht verheiratet. In Ostdeutschland sind es jedoch mehr als die Hälfte. . . .

Da die Trennungswahrscheinlichkeit ostdeutscher Mütter und Väter höher ist als diejenige westdeutscher Eltern, finden wir im Osten auch einen geringeren Anteil an Kernfamilien und einen höheren Anteil an Eineltern- und Stieffamilien.“

Die Kosten dieser fragwürdigen Familienpolitik sind immens: Zwischen 2008 und 2018 beteiligt sich der Bund mit 9,54 Milliarden Euro, weitere 1,126 Miliarden bewilligte der Bundestag im April dieses Jahres für die Errichtung weiterer 100.000 Kita-Plätze, zusammen also inzwischen 10,7 Milliarden Euro (!), ohne die Kosten der Kommunen. Die Betreuungsquote der unter Dreijährigen liegt inzwischen bei 33%, weitere 300.000 Kita-Plätze aber würden benötigt (Das Parlament 24.07.17).

Krippen aber schaden der Kindesentwicklung. Diese Petition wendet sich gegen 24h-Kitas.

Eine Folge der weitverbreiteten Fremdbetreuung wird auch im zunehmenden Anteil übergewichtiger Erstklässler vermutet: In Thüringen z.B. wog mehr als jeder zehnte Schulanfänger im vergangenen Jahr zu viel (12,1 %).

Es fällt auf, dass parallel zur zunehmenden Fremdbetreuung die Fehlzeiten aufgrund psychischer Probleme bei Auszubildenden überdurchschnittlich stark gestiegen sind:

Seit dem Jahr 2000 haben sich die Fehlzeiten der 16- bis 25-jährigen Berufsanfänger wegen Depressionen oder Anpassungs- und Belastungsstörungen um 108 % mehr als verdoppelt, so der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Über alle Altersgruppen hinweg betrug der Anstieg psychisch bedingter Fehlzeiten bei Arbeitnehmern 88 %.

Besorgniserregend ist es daher, dass die Sozialausgaben seit 2012 kontinuierlich stärker steigen als das Bruttoinlandsprodukt. Es wird mehr verteilt, als erwirtschaftet wurde, die Sozialausgaben steigen stärker als die Wirtschaftsleistung. 2017 beträgt die Sozialleistungsquote 29,8 %. Die Gesamtausgaben des Sozialstaats werden bis Ende der kommenden Legislaturperiode 2021 die Billionengrenze überschreiten (Handelsblatt 27.7.17).

Im Religionsunterricht  –  so berichten einige Eltern  –  werde sich mit dem Koran z.T. mehr bechäftigt als mit Inhalten der Bibel. Der islamischen Religion würden Schulaufgaben, Referate und viele Wochenstunden gewidmet. Sprechen Sie hierüber mit Ihren Kindern, dem Lehrer, anderen Eltern und informieren Sie den Elternrat. Eltern sind berechtigt, über Unterrichtsinhalte informiert zu werden.

So förderte Familienministerin Katarina Barley (SPD) mit über 18.000 Euro den politischen Islam in Form eines Workshops, welcher von der „Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands“ (IGS) veranstaltet wurde. 

Quelle: Verantwortung für die Familie e.V.

CSU-Parlamentarier Alexander Hoffmann gegen Einführung der „Ehe für alle“

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann (siehe Foto) hat sich in mehreren Stellungnahmen gegen die „Ehe für alle“ ausgesprochen, z.B. in einer Rede am 8.3.2017 im Deutschen Bundestag.

Der Jurist und christsoziale Parlamentarier aus Mainfranken konfrontierte die grüne Fraktion dabei mit einer Aussage ihres Parteikollegen Winfried Kretschmann, der in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 6.10.2016 erklärt hatte: „So ist und bleibt die klassische Ehe die bevorzugte Lebensform der meisten Menschen – und das ist auch gut so.“

Ende Juni 2017 schrieb ich (Felizitas Küble) einen Brief an den CSU-Politiker mit einem Appell, gegen die völlige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe zu stimmen. Am 30.6. bekam ich hierauf eine Stellungnahme, worin der Bundestagsabgeordnete berichtet, daß er innerhalb „kurzer Zeit hunderte Zuschriften“ erhalten habe.

Zudem heißt es in seinem Schreiben:

„Ich habe bei der namentlichen Abstimmung gegen die „Ehe für alle“ gestimmt. Meine Meinung hierzu ist nicht neu. Ich habe zu diesem Thema in dieser Legislaturperiode nicht weniger als 7 Reden im Plenum des Deutschen Bundestages gehalten. Auf meinem Abgeordnetenprofil bei http://www.bundestag.de können Sie jederzeit alle diese Reden im jeweiligen Plenar-Protokoll nachlesen oder sich die Video-Mitschnitte ansehen.“

Hoffmann wendet sich sodann gegen die weitverbreitete Homophobie-Keule:

„Meinen CDU/CSU-Kollegen und mir wurde in den Debatten stets vorgeworfen, dass wir keine Ahnung hätten, dass wir von einer herzlosen Haltung geprägt seien, homophob oder nicht aufgeklärt. Ich glaube nicht, dass diese persönlichen Angriffe angemessen sind, sie tun dem Thema auch keinen Gefallen. Gerade die Politik sollte sich davor hüten, in emotionalen Debatten, die ideologisch geführt werden, Gräben aufzuwerfen.“

Zur Sache selbst schreibt er Folgendes:

„Ich lehne die Bezeichnung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften als „Ehe“ ab, denn es handelt sich dabei um etwas Unterschiedliches. Aus einer Ehe, der Verbindung zwischen Mann und Frau, können potenziell Kinder hervorgehen – deswegen steht sie unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes. Denn die Ehe ist damit unverzichtbare Säule für den Fortbestand unserer Gesellschaft.

Das Bundesverfassungsgericht hat diese Auffassung stets bestätigt: „Die Ehe als allein der Verbindung zwischen Mann und Frau vorbehaltenes Institut (…) erfährt durch Artikel 6 Absatz 1 Grundgesetz einen eigenständigen verfassungsrechtlichen Schutz.“ –  Dieser Satz der obersten deutschen Richter ist nicht uralt, sondern vom 7. Mai 2013.

Das bedeutet: Wenn wir daran etwas ändern wollten, bräuchten wir eine konsistente Grundgesetzänderung – das sah auch das SPD-geführte Bundesjustizministerium zumindest bis vor kurzem noch so.

Um es noch einmal zu betonen: Auch ich will die Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlichen Paaren – aber ich bin dagegen, eine Lebenspartnerschaft und die Ehe auch gleich zu bezeichnen. Eine offene Gesellschaft zeichnet sich nicht durch oberflächliche Gleichmacherei aus, sondern dadurch, dass man Verschiedenes auch verschieden bezeichnet.“

Foto-Quelle: http://www.alexander-hoffmann.org/startseite.html