NRW: Neue Landesregierung will Kitas auch nachts geöffnet sehen

Die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ist kaum im Amt, da überrascht sie mit dem Vorstoß, dass Kitas auch nachts geöffnet sein sollen. Der stellv. Ministerpräsident und Familienminister Joachim Stamp (FDP) sagte der Rheinischen Post, damit sollten Eltern „entlastet“ werden.

Zu welchen langfristigen Bindungsproblemen und Gefährdungen des Familienlebens aber diese schon zu DDR-Zeiten betriebene Familienpolitik führt, beschreibt die Soziologin Prof. Steinbach:

„Während in Westdeutschland immer noch eine sehr starke Kopplung von Heirat und Familiengründung besteht, ist dies in Ostdeutschland nicht der Fall. In Westdeutschland sind ein Drittel der Frauen bei Geburt des ersten Kindes nicht verheiratet. In Ostdeutschland sind es jedoch mehr als die Hälfte. . . .

Da die Trennungswahrscheinlichkeit ostdeutscher Mütter und Väter höher ist als diejenige westdeutscher Eltern, finden wir im Osten auch einen geringeren Anteil an Kernfamilien und einen höheren Anteil an Eineltern- und Stieffamilien.“

Die Kosten dieser fragwürdigen Familienpolitik sind immens: Zwischen 2008 und 2018 beteiligt sich der Bund mit 9,54 Milliarden Euro, weitere 1,126 Miliarden bewilligte der Bundestag im April dieses Jahres für die Errichtung weiterer 100.000 Kita-Plätze, zusammen also inzwischen 10,7 Milliarden Euro (!), ohne die Kosten der Kommunen. Die Betreuungsquote der unter Dreijährigen liegt inzwischen bei 33%, weitere 300.000 Kita-Plätze aber würden benötigt (Das Parlament 24.07.17).

Krippen aber schaden der Kindesentwicklung. Diese Petition wendet sich gegen 24h-Kitas.

Eine Folge der weitverbreiteten Fremdbetreuung wird auch im zunehmenden Anteil übergewichtiger Erstklässler vermutet: In Thüringen z.B. wog mehr als jeder zehnte Schulanfänger im vergangenen Jahr zu viel (12,1 %).

Es fällt auf, dass parallel zur zunehmenden Fremdbetreuung die Fehlzeiten aufgrund psychischer Probleme bei Auszubildenden überdurchschnittlich stark gestiegen sind:

Seit dem Jahr 2000 haben sich die Fehlzeiten der 16- bis 25-jährigen Berufsanfänger wegen Depressionen oder Anpassungs- und Belastungsstörungen um 108 % mehr als verdoppelt, so der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Über alle Altersgruppen hinweg betrug der Anstieg psychisch bedingter Fehlzeiten bei Arbeitnehmern 88 %.

Besorgniserregend ist es daher, dass die Sozialausgaben seit 2012 kontinuierlich stärker steigen als das Bruttoinlandsprodukt. Es wird mehr verteilt, als erwirtschaftet wurde, die Sozialausgaben steigen stärker als die Wirtschaftsleistung. 2017 beträgt die Sozialleistungsquote 29,8 %. Die Gesamtausgaben des Sozialstaats werden bis Ende der kommenden Legislaturperiode 2021 die Billionengrenze überschreiten (Handelsblatt 27.7.17).

Im Religionsunterricht  –  so berichten einige Eltern  –  werde sich mit dem Koran z.T. mehr bechäftigt als mit Inhalten der Bibel. Der islamischen Religion würden Schulaufgaben, Referate und viele Wochenstunden gewidmet. Sprechen Sie hierüber mit Ihren Kindern, dem Lehrer, anderen Eltern und informieren Sie den Elternrat. Eltern sind berechtigt, über Unterrichtsinhalte informiert zu werden.

So förderte Familienministerin Katarina Barley (SPD) mit über 18.000 Euro den politischen Islam in Form eines Workshops, welcher von der „Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands“ (IGS) veranstaltet wurde. 

Quelle: Verantwortung für die Familie e.V.

6 Kommentare on “NRW: Neue Landesregierung will Kitas auch nachts geöffnet sehen”

  1. francomacorisano sagt:

    Man könnte alle Kinder den Eltern auch ganz wegnehmen. Das sind die feuchten Träume der 68er!

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  2. Hebel sagt:

    Für unsere Zukunft ist es unsinnig, die jungen Mütter für momentan scheinbar dringend benötigte Arbeitskräfte und um parteipolitisch gewollt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu dokumentieren, aus der Familie zu entfernen und dadurch den wichtigsten Schatz, den Deutschland besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt gegeben zu haben. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).

    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foetus im Mutterleib die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4]

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  3. Nach der herrschenden Lögik der Profitmaximierung und optimalen Recourcenausnutzung ein rationaler und auch zielführender Vorschlag. Der global agierenden Ökonomie hat sich der einzelne als Rädchen im Getriebe unterzuordnen und ebenso global zu agieren: Heute Frankfurt, morgen Budapest und übermorgen Shanghai. Wie dies mit Familie und Hauseigentum zu vereinbaren ist, ist ja nicht das Problem des Arbeitgebers. Und wenn Mami und Papi als Arbeitssklaven rund um die Uhr der Firma zur Verfügung stehen, hilft eine „bürgerliche“ Landesregierung halt mit 24-Stunden-Kitas aus. Ich vermisse noch den Kreißsaal in der Kita, der kommt aber sicherlich bald, nehme ich an…

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  4. F. M. sagt:

    Das ganze Elend begann eigentlich mit der schäbigen Lohndrückerei der Arbeitgeber.

    Ich erinnere mich sehr gut an meine Kindheit und Jugend in den späten fünfziger Jahren und sechziger Jahren, als der Lohn eines Facharbeiters oder gar das Gehalt eines Ingenieurs gut ausreichte, um eine mehrköpfige Familie über die Runden zu bringen; bestenfalls bequem und mit einem gewissen Wohlstand wie Mobilität durch eigenes Auto, Urlaub im Ausland, oder mit Eigenleistung ein eigenes Häuschen zu ersparen.
    Und heute stehen beim reichsten Autobauer des Landes in Stuttgart Leiharbeiter, besser sollte man sagen Tagelöhner am Band, deren Einkommen nicht einmal ausreicht, um bei den heutigen Mieten und anderen Lebenshaltungskosten eine Person über die Runden zu bringen, geschweige denn eine ganze Familie. Beide Elternteile MÜSSEN heute Einkommen erarbeiten, um sich oder gar Kinder zu versorgen. Und dann reichts noch nicht mal für Vorsorge fürs Alter oder einen gewissen Wohlstand.

    Sie bellen hier den falschen Baum an.

    Es gilt nicht gegen Kinderbetreuung ausser Haus zu protestieren, sondern gegen das MUSS, dass beide Elternteile Geld verdienen, um sich und Kinder so versorgen zu können, wie es optimal wäre.
    Vater zu Hause, betreut Kinder und Haushalt, Mutter bringt genügend Verdienst heim, um damit gut leben zu können. Oder umgekehrt. Aber für Menschen ein menschenwürdiges Einkommen zu verlangen ist ja sozialistisch und schmälert die Gehälter der Oberen, oder gar die Dividende der Aktionäre.
    Letztendlich beruht das ganze Elend auf der Heiligsprechung des Haifischkapitalismus durch die Kirche. DAGEGEN hätte man beizeiten anpredigen müssen und eindeutig Stellung beziehen müssen. Aber Oswald von Nell-Breuning war ja ein missachteter, oft genug verachteter Rufer in der Kirchenwüste. Die Bäuche der Frauen und die Befehlsgewalt der Ehemänner über sie war ja um sooo vieles wichtiger in der verlogenen Adenauer-Zeit und bis zum heutigen Tag.

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    • zeitschnur sagt:

      Naja, so ein ganz kleines bisschen hat die Kirche ja sozial getan, aber nur als Trostpflästerchen bei prinzipieller Bejahung sowohl feudalistischer Zustände und des Kapitalismus. Auch „Sozialpäpste“ wie Leo XIII. oder Benedikt XV. behaupteten fest und steif, es sei gottgewollt, dass es Reiche und Arme gebe und müsse daher so bleiben. Noch bis weit ins 20. Jh hinein hatten sie nichts anderes im Sinn als gegen die Demokratie und den Sozialismus zu wettern (auf ökonomischer Ebene!) und um jeden Preis überall „Ständestaaten“ zu errichten (Klerikalfaschismus), in dem zementiert wurde, dass es Ungleichheit und Ungerechtigkeit von Gottes Gnaden gibt, nicht zuletzt zwischen Mann und Frau. Wenn man das NT liest, kriegt man das nicht mehr zusammen.
      Die Kirche hat – da haben Sie recht – mit diesen Albernheiten, die letztendlich die Folgen der Sünde zu einer Ideologie umschmiedeten, alles, was sie gehabt hätte an heilsamen Möglichkeiten 8die aber ohne jede irdische Macht wie bei Jesus selbst!) verspielt und sitzt nun da wie eine Frau, die sich mit allem und jedem prostituiert hat in der Hoffnung, damit die eigene irdische Macht zu stabilisieren, die sie mit dem Mann am Kreuz verwechselt hat.

      Wenn also – das ist an Frau Küble gerichtet – die Frau aller Völker strahlend und fürstlich vor dem Kreuz posierend den Mann am Kreuz verdeckt, so, dass man Jesus nicht mehr sieht, dafür aber sie als Powerfrau, die gesiegt hat und den Fuß nicht auf dem Mond (wie im Bild der Apokalypse), sondern auf dem „Erdball“ stehen hat, dann ist das punktgenau das pervertierte Bild der Kirche, die sich zwischen die Seelen und den leidenden Herrn stellt und selbst anbeten lässt und den totalitären Gehorsam der Menschen einfordert, anstatt endlich selbst dem Herrn gehorsam zu sein. Hier haben Sie eine Antwort auf die Frage, wie es zu einem solchen „visionären“ Bild kommen konnte: diese „Frau aller Völker“ ist die antichristliche Kirche, die die Nachfolge verweigert und sogar annulliert hat und selber – ohne Jesus Christus – in dieser Welt herrschen will bis in alle Ewigkeit. Mit dem Jahr 2000 ist auch im Klerus jede Hemmung gefallen, dies schamlos und offen zuzugeben.

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  5. zeitschnur sagt:

    Das wird mir jetzt keiner glauben, aber als ich junge Mutter war – und das ist nicht lang her! – hätte ich manchmal auch eine flexiblere Kita-Zeit gebraucht. So dachte ich damals, selbst noch umnachtet von der politischen Propaganda. Meist aber wurde ab 14.00 Uhr die Kita geschlossen, die Betreuungen an der Schule um 18.00 Uhr. Im Kindergarten sagten mir die Kindergartenleiterinnen, es bestehe kein Bedarf. Man behaupte das immer, aber sie hätten einige Zeit längere Öffnungszeiten gehabt, die aber von so wenigen Leuten genutzt worden seien, dass sie sich wieder dem Bedarf angepasst hätten – also 14.00 Uhr Schluss. Man sagte mir, die Eltern holten ihre Kinder schließlich immer so bald wie möglich ab und vermieden es eher, die Kinder zu lange in der Kita zu lassen. Kaum glaublich, aber so war es tatsächlich in meinem Umfeld. Und tatsächlich kannte ich niemanden, der Bedarf an Nachtkitas hatte, fast alle Mütter (und Väter) sahen zu, dass die Kinder so bald wie möglich wieder bei ihnen waren.
    Ich wurde folglich eine Mutter, die ihr Kind mit sich nahm, wohin auch immer und stellte fest, dass das eigentlich gut geht. Ich stellte fest, dass es für Kinder weniger schlimm ist, wenn sie mit Mama auf einer Probe sind und lernen müssen, sich einigermaßen ordentlich zu benehmen, als Kilometer weit weg getrennt von den Eltern sein zu müssen und irgendein Standard-„Bildungs-Programm“ über sich gescannt zu bekommen.
    Ich lehne das als Grundmodell jedenfalls ab. Kitas nur für den Notfall, aber nicht als Dauereinrichtung.
    Dafür eine kinderfreundliche Gesellschaft, die nicht gleich durchdreht, wenn einer oder eine mit ihren Kindern ankommt.
    Kleine Kinder wollen und gehören zu den Eltern, vor allem zur Mutter, und das sollte vor jeder anderen Überlegung berücksichtigt werden. Da wir heute alle arbeiten müssen, sollte man dieselben Umstände wie in früheren Zeiten wieder errichten, in denen Kinder selbstverständlich mit auf dem Feld waren, in Papas oder Mamas Werkstatt spielten oder sonst sich in der Nähe der Eltern einrichten mussten. Vermutlich lernen sie dabei fürs Leben auch wesentlich mehr und freier als in diesen staatlich finanzierten Manipulationskitas!
    Große Firmen bieten bereits Kindergärten an für Arbeitsplätze, an denen Kinder kaum integrierbar sind – das finde ich an sich für den Notfall auch nicht schlecht.
    NICHT ABER dieses Propaganda-Institut namens „Kita“, das unsere Kinder programmieren will.

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