CDL begrüßt CDU-Wahlspot mit Embryo und fordert wirksamen Lebensschutz

Unter dem Slogan „In welchem Deutschland wirst Du einmal leben?“ hat die CDU jetzt einen besonderen Wahlwerbespot veröffentlicht, in dem die Spitzenkandidatin und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel einem Embryo dessen mögliche Zukunft in Deutschland schildert.

Zur Veröffentlichung des Spots erklärt die CDU, sie arbeite „für ein Land mit starken Familien“. Für die Christdemokraten für das Leben (CDL) kommentiert die Vorsitzende Mechthild Löhr (siehe Foto):

Die CDL sieht in dem aktuellen Wahlwerbespot der CDU einen erfreulichen Beitrag von Wahlwerbung, die Würde und Kostbarkeit jedes Ungeborenen beeindruckend sichtbar zu machen.

Die Bundeskanzlerin fordert in diesem Spot zu Recht eine „Heimat, in der sich jeder frei und sicher fühlen“ und „jeder aus seinem Leben etwas machen kann“; sie will sich mit hohem persönlichen und politischen Einsatz „für ein Deutschland der Chancen“ einsetzen. Dabei ist jedoch die Chance, leben zu dürfen und geboren zu werden, die grundlegende Voraussetzung.

Dr. Merkel setzt sich für ein Deutschland ein, das „immer neue Lösungen für die Zukunft findet“. Das muß allerdings dann auch an erster Stelle für Frauen in Schwangerschaftskonflikten gelten, denn Abtreibung ist weder eine gute „Lösung“ für die Mutter noch für das ungeborene Kind.

Die bundesdeutsche Politik muss endlich ihre stumme Gleichgültigkeit gegenüber den hohen Abtreibungszahlen aufgeben. Seit 1972 sind deutschlandweit insgesamt 5,88 Millionen Abtreibungen statistisch registriert worden. Lebensschutz und Familienpolitik gehören zusammen!

Die im Spot angekündigte Politik, die „Familien respektiert und unterstützen will“, sollte gerade am Anfang des Lebens das Signal setzen, dass Kinder, Mütter und junge Familien in ihrer besonderen Schutzwürdigkeit nicht nur verbal, sondern tatsächlich im Zentrum zukunftsfähiger Politik stehen müssen.

Auch die noch Ungeborenen haben bereits ein Recht auf ein Deutschland, in dem „wir alle gut und gerne leben“ können. Wirksamer Lebensschutz sollte endlich genauso wichtig werden wie Klima-, Tier- oder Umweltschutz.“


AfD: Das Verbot der Antifa-Webseite „linksunten.indymedia“ war überfällig

Die AfD hat kürzlich ein Verbot der linksradikalen Antifa-Webseite  „linksunten.indymedia“ gefordert (siehe Pressemeldung hier: https://charismatismus.wordpress.com/2017/08/16/afd-linksextreme-online-plattform-indymedia-betreibt-rechtswidrige-agitation/)

Inzwischen wurde ein Verbot erlassen. Die Vorständsmitglieder Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto) und Paul Hampel äußern sich dazu folgendermaßen:

„Das Vorgehen gegen die linksextremistische Plattform linksunten.indymedia war lange überfällig. Unter anderem dürften auch die hunderte von Strafanzeigen nach der illegalen Veröffentlichung privater Daten von AfD-Mitgliedern den Druck auf Politik und Behörden nochmals verstärkt haben, hier endlich aktiv zu werden. Ich fordere das bereits seit über einem Jahr.

Nun, da der Wahltermin näher rückt, wird endlich medienwirksam gehandelt. Reichlich spät und sehr durchschaubar, aber immerhin zeigt es: Die AfD wirkt.“

AfD-Bundesvorstandsmitglied Paul Hampel ergänzt:

„Die Kartellparteien haben die Linksextremen, die hinter diesem Portal stehen, nicht nur viel zu lange geduldet, sie haben sie auch jahrelang als ihre kriminelle Putztruppe gegen die AfD vorgehen lassen. Von Aufrufen zu Straftaten  –  bis hin zum Mordaufruf –  lies man sich dabei nicht beeindrucken.

Nachdem Indymedia zu unserem Bundesparteitag in Stuttgart tausende von Privatadressen unserer Mitglieder  –  Indymedia rief hier zu ‚privaten Hausbesuchen‘ auf  –  veröffentlicht hatte, lehnte es der Generalbundesanwalt ab, gegen diese Kriminellen vorzugehen. Es ist schon ein starkes Stück, dass Innenminister Thomas de Maizière erst jetzt dessen Arbeit übernimmt.“

Foto: Felizitas Küble

 


Kreuze-Aktion: Ökumenischer Gebetszug für ungeborene Kinder in Fulda

Über hundert Lebensrechtler sind am Samstag, den 19. August, zwei Stunden lang durch die Innenstadt von Fulda gezogen, um für den Schutz der Kinder im Mutterleib zu beten und öffentlich dafür einzutreten.

Zu der ökumenischen Gebetsprozession der Initiative „EuroProLife“ hatte auch diesmal wieder der Aktionskreis Fulda in der „Aktion Leben“ eingeladen. Die Teilnehmer trugen weiße Holzkreuze, sangen Kirchenlieder und hielten an verschiedenen Stationen wie der Stadtpfarrkirche oder dem Bonifatiusdenkmal, um zu beten.

Die 1000-Kreuze-Aktion erinnerte an die rechtsstaatlichen Regeln der Demokratie, wozu die Respektierung des Lebensrechts aller Menschen gehört. Dieser Rechtsschutz ist durch die weitgehende Liberalisierung des §218 für die ungeborenen Kinder ausgehöhlt worden.

Wolfgang Hering aus München, der Leiter von EuroProLife, wies in seiner Ansprache auf die hohen Abtreibungszahlen in Deutschland hin und erinnerte an die Gebote Gottes und die Würde des Menschen.

Otto Spahn, der Sprecher des Aktionskreises Fulda, bezeichnete es als besonders verwerflich, dass EU-Staaten jene Zuschüsse für Abtreibungsorganisationen übernommen hätten, welche die amerikanische Regierung ihnen zuvor gestrichen hatte. Zudem kritisierte er, dass die seinerzeit von den westlichen Industriestaaten zugesicherten Gelder für Flüchtlingslager in Libanon und Jemen nicht gezahlt wurden, so dass dort die Menschen weder ausreichend Nahrung noch Decken erhielten.

Die Lebensrechts-Prozession bei der Mariensäule am Frauenberg in Fulda, im Volksmund auch „Pestsäule“ genannt, um damit symbolkräftig an die heutige Pest in unserem Land zu erinnern, nämlich die massenhafte Tötung ungeborener Kinder, die zudem in den meisten Fällen vom Staat finanziert werden.

In einem Gedenkakt legten die Teilnehmer 100 Rosen als Zeichen der Trauer nieder. Dabei wurde jeweils ein Vorname genannt und eine Totenglocke geläutet, um damit an die abgetriebenen Babys zu erinnern.


Die Abschieds-Erklärung des israelischen Botschafters in Deutschland

„Deutschland steht heute an der Spitze der westlichen Welt“

Am 27. August 2017 endet nach über fünf Jahren die Amtszeit des israelischen Botschafters in Deutschland, Yakov Hadas Handelsman (siehe Foto). Sein eigener Vater sowie der Vater seiner Frau Ida überlebten jeweils als einzige in ihrer Familie die nationalsozialistische Vernichtungspolitik gegen die Juden . In seiner öffentlichen Abschiedserklärung heißt es daher:  

„Wer hätte vor diesem Hintergrund jemals gedacht, dass ich einmal als israelischer Botschafter nach Deutschland kommen würde? Für mich werden jedenfalls die positive Entwicklung und die heutige Dynamik der israelisch-deutschen Zusammenarbeit und Freundschaft niemals zu einer Selbstverständlichkeit werden.“

Danach schreibt der scheidende Diplomat:

„Was nehme ich mit aus Deutschland? Neben dem Wissen, dass unsere Beziehungen heute auf politischer Ebene sowohl einzigartig als auch strategisch sind, auch die Überzeugung, dass sie diesen Status ebenso in der Zukunft behalten werden.

Ich habe den Wandel, den Deutschland in den vergangenen Jahren durchlaufen hat, aufmerksam verfolgt. Deutschland steht heute an der Spitze der westlichen Welt und übernimmt auch über Europa hinaus immer neue Führungsaufgaben.

Es bleibt nicht aus, dass sich Deutschlands neue außenpolitische Machtposition auch auf die deutsch-israelischen Beziehungen auswirkt. Was jedoch nicht vergessen werden darf, ist, dass sich Deutschland nur eine neue Identität aufbauen und einen Platz in der internationalen Gemeinschaft erarbeiten konnte, indem es sich zu seiner Vergangenheit bekannte und die notwendigen Konsequenzen zog. In andern Worten: Einen „Schlussstrich“ unter die Shoa kann und wird es nicht geben.“

Der israelische Botschafter würdigt besonders das Jubiläumsjahr 2015 (50 Jahre diplomatische Beziehungen Deutschland-Israel); er berichtet zudem, daß er von März 2012 bis August 2017 in so viele Städte und Orte in Deutschland gereist sei, wie er nur konnte:

„Ich habe versucht, auch die Seiten meines Landes zu zeigen, die nicht so bekannt sind und Verbindungen zwischen Akteuren auf beiden Seiten zu knüpfen, die unsere florierenden Beziehungen gemeinsam weiter voranbringen können. Mir werden die vielen Begegnungen mit engagierten Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft in sehr guter Erinnerung bleiben, für die aus der Vergangenheit ganz offensichtlich Verantwortung erwächst.“

Der Abschiedsbrief von Yakov Hadas Handelsman endet mit den Worten:

Heute möchte ich mich nun mit einem herzlichen Dankeschön für die Unterstützung, das Vertrauen, die kreative Zusammenarbeit und die Freundschaft verabschieden. Lehitraot – auf Wiedersehen!“

Quelle: Israelische Botschaft in Deutschland – Foto: Boaz Arad