München: Erinnerungsort für die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 errichtet

Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin befindet sich derzeit auf Besuch in Deutschland. Gestern sprach er beim Gedenkakt zur Einweihung des Erinnerungsortes für die elf Opfer des Olympia-Attentats von 1972, das sich am 5. September zum 45. Mal gejährt hat.

Der neue israelische Botschafter Jeremy Issacharoff (siehe Foto) hat sich in einem Interview mit der „Nordwest-Zeitung“ u.a. zu der Errichtung des Erinnerungsortes in München geäußert.

Frage: 45 Jahre nach dem Olympia-Attentat palästinensischer Terroristen auf israelische Sportler wird an diesem Mittwoch in München ein Denkmal eingeweiht. Kommt das Gedenken zu spät?

Issacharoff:
Es ist niemals zu spät, an diesen schweren Terrorakt zu erinnern. Vor den letzten Olympischen Spielen wurde in München der elf israelischen Athleten gedacht, die bei dem chrecklichen Angriff 1972 ermordet worden waren. Dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den israelischen Präsidenten Reuven Rivlin jetzt zur Einweihungszeremonie des Denkmals eingeladen hat, wird in Israel als sehr positives Signal gesehen und gewürdigt.

Frage: Vertreter der jüdischen Gemeinde warnen vor wachsendem Antisemitismus in Deutschland, sprechen von der Gefahr, in einigen Stadtvierteln eine Kippa zu tragen. Sehen auch Sie diese Bedrohung?“

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3 Kommentare on “München: Erinnerungsort für die Opfer des Olympia-Attentats von 1972 errichtet”

  1. Y. Gulliver sagt:

    Wer ist denn hier, und besonders in Berlin, antisemitisch? Doch die immigrierten „Goldstücke“…

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  2. Y. Gulliver sagt:

    Im BR war dazu zu hören, daß es schon 2 Gedenktafeln gibt. Wenn das nicht ausreicht, muß dann an jedem Platz ein Monument aufgestellt werden, auf dem ein Opfer seinen Fuß setzte?
    Gedenken ist ja richtig, aber mit Maß und nicht uferlos. Wer gedenkt den Toten auf den Rheinwiesen? Da darf ein Bauer die beim pflügen hochkommenden Knochen nicht einmal in einem Sammelgrab am Rand bestatten (auf eigene Kosten), weil das ‚Störung der Totenruhe‘ sei. Dies wurde vor .. Jahren in der ARD berichtet. Der Bauer hatte schon ein Grabhügel mit Kreuz errichtet, um die Knochen darin abzulegen – doch das war ein Schwarzbau im Außenbereich.

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  3. Cornelia Vogt sagt:

    Entschuldigung…
    aber wenn für die ganzen Terroraktionen Denkmäler erstellt würden, wäre kein Platz mehr für die Lebenden.
    Wessen man gedenkt, soviel Tage hat das Jahr nicht.
    Kirchlicherseits….
    Kriegsgräber aus BEIDEN Weltkriegen…
    Mahnen sollten diese Monuments eigentlich!
    Aber wohl NEIN!

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