Unionsfraktion kritisiert Vertreibung muslimischer Rohingya aus Myanmar

Der UN-Sicherheitsrat hat sich mit der Lage der bis zu 370.000 vertriebenen muslimischen Rohingya im buddhistisch geprägten Myanmar (Burma) befasst.

Dazu erklärt der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

„Die Vertreibung von 370.000 muslimischen Rohingya durch das Militär in Myanmar muss von der dortigen Regierung sofort beendet werden. Es ist keine Lösung, im Kampf gegen eine islamistische Rebellengruppe die Religionsgemeinschaft der muslimischen Rohingya insgesamt in Mithaftung zu nehmen und brutal zu vertreiben. Die Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht und gilt auch für Muslime.

Unter der Militärregierung in Myanmar steht das Grundrecht auf Religionsfreiheit permanent unter großem Druck. Religiöse Minderheiten, darunter besonders Christen und Muslime, werden verfolgt und diskriminiert.

Doch nach wie vor sind es die muslimischen Rohingya, die in Myanmar den stärksten Restriktionen und Diskriminierungen ausgesetzt hin – bis zum Entzug der Staatsbürgerschaft. Damit haben sie kaum Zugang zu Bildung, dem Arbeitsmarkt oder zu einer gesundheitlichen Versorgung.

Im Kampf gegen den islamistischen Terror gilt es zu differenzieren – das muss auch die Regierung in Myanmar beherzigen und unmenschliches Leid verhindern.“

Hintergrund:
In Myanmar wird dem Buddhismus eine hervorgehobene Stellung eingeräumt, daneben werden Christentum, Islam, Hinduismus und Animismus als Religionen anerkannt, die bereits bei Inkrafttreten der Verfassung in Myanmar existierten. Keinen Schutz vor Diskriminierung genießen Religionsgemeinschaften, deren Mitglieder auf Grund des Staatsbürgerschaftsgesetzes von 1982 nicht als eine der 135 Ethnien Myanmars anerkannt werden. Davon betroffen sind insbesondere Muslime in Rahkine.

Wie in zahlreichen anderen Staaten überlagern sich in Myanmar ethnische und religiöse Identitäten und führen zu Formen der Ausgrenzung von ethnisch-religiösen Minderheiten, was einer Entrechtung gleichkommt.

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3 Kommentare on “Unionsfraktion kritisiert Vertreibung muslimischer Rohingya aus Myanmar”

  1. drs. Arnold Blondel sagt:

    Nur zum Nachdenken: wäre es für Mitglieder der CDU/CSU nicht die erste Pflicht sich mal um die Christlichen Mitbrüder zu kümmern, statt sich im Heiligenschein als Polizist der Welt zu profilieren?

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  2. Pumuckel sagt:

    Ach ja, das Parlament gibt sich wieder mal die Ehre, von kaum etwas Ahnung und fachliche Kompetenz, aber hier kann man ja mit geistigen Tie.. ähm Höhenflügen glänzen.

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  3. Schneewittchen sagt:

    Unser Land steht an der Schwelle eines Bürgerkrieges, dank unserer liebestollen Dummheit der Regierung, aber mit dem Finger auf andere Länder zeigen und Weltpolizist spielen, bravo. Tägliche Übergriffe, Gewalt auf unseren Straßen, das muss Toleranz aushalten, egal, ob die Opfer vor der eigenen Haustür leiden, Hauptsache, wir mischen uns überall ein, und plärren das Zauberwort Menschenrechte, das gibt uns einen scheinheiligen Heiligenschein.

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