Die Linkspartei verlangt eine komplette Abtreibungsfreiheit bis vor der Geburt

Mathias von Gersdorff

Der Artikel von Felizitas Küble „Sahra Wagenknecht und Co. fordern eine Abtreibungsfreiheit bis zum 9. Monat“ schlug hohe Wellen.

Nicht nur die Zugriffszahl war außerordentlich hoch. Auch viele Leser zeigten sich in Kommentaren im Blog, aber vor allem in Facebook über die Aussage Wagenknechts regelrecht erschrocken. Einige mutmaßten sogar, ein „Fake-News“, also eine Falschbehauptung würde hierbei verbreitet werden.

Was hat die Linkspolitikerin konkret behauptet, was zur Erschütterung so vieler Leser geführt hat?

In einem Schreiben an das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“, welches die Gegendemonstrationen gegen den „Marsch für das Leben“ in Berlin organisiert, schrieb Wagenknecht:

„Ich unterstütze das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, weil ich es elementar wichtig finde, dass Frauen über ihren Körper und eine Abtreibung selbst und frei entscheiden können. Der § 218 muss ersatzlos gestrichen werden.“

Was bedeutet die Forderung nach einer „ersatzlosen Streichung des § 218“ im Strafgesetzbuch konkret?

Dieser Paragraph stellt die Rechtswidrigkeit von Abtreibungen fest  – und zwar ohne Einschränkung, auch ohne zeitliche Einschränkung (mit Ausnahme der wenigen Indikationsfälle).

Die ersatzlose (!) Streichung des § 218 StGB würde also Abtreibungen nicht nur komplett als straffrei, sondern generell als rechtmäßig erklären  –  ohne jede Begrenzung des Zeitpunkts oder des Motivs.

Man könnte einwenden, Sarah Wagenknecht habe es so radikal nicht gemeint. Vielmehr wollte sie – so meinen manche –  in Wirklichkeit wohl sagen, dass Abtreibungen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt legal sein sollten.

Eine solche Interpretation ergibt aber keinen Sinn, weil Abtreibungen in Deutschland bis zum dritten Schwangerschaftsmonat sowieso straffrei sind, falls man einen sogenannten „Beratungsschein“ (von einer Schwangerschaftskonfliktberatung erteilt) besitzt. Eine solche Forderung hätte also gar keine praktischen Konsequenzen.

BILD: Wahlplakat der Linkspartei: „Flüchtlinge willkommen – Nazis raus!“ (Wer „Nazi“ ist, bestimmt dann die Partei, die bekanntlich immer recht hat)

Zudem sagt Wagenknecht, dass Frauen „über ihren Körper und eine Abtreibung selbst und frei entscheiden“ sollen. Sie setzt dieser vermeintlichen Selbstbestimmung keine Grenzen fest, vor allem keine zeitlichen.

Abgesehen davon ist die ersatzlose Streichung des Paragraphen 218 eine alte Forderung des Radikalfeminismus, die sich Wagenknecht zu eigen gemacht hat.

Die Spitzenkandidatin sagt übrigens nichts anderes, als was auch ihre Partei „Die Linke“ im Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2017 fordert:

„In diesem Sinne sind wir für die Streichung der Paragraphen 218 und 219 aus dem Strafgesetzbuch, die Schwangerschaftsabbruch weiterhin als Straftatbestand aufführen und nur unter der Bedingung einer Zwangsberatung in den ersten drei Monaten straffrei lässt.“

Damit würden sämtliche Abtreibungen für legal erklärt werden, also auch die Tötung eines Kindes unmittelbar vor der natürlichen Geburt.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ sowie die Initiative SOS LEBEN in Frankfurt


13 Kommentare on “Die Linkspartei verlangt eine komplette Abtreibungsfreiheit bis vor der Geburt”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Es soll also hiermit der Weg für die Euthanasie und Eugenik freigemacht werden, auch andere haben diese Entwicklung bei der sogenannten Sterbehilfe und Abtreibung in den Niederlanden usw. schon beobachtet – ich empfehle hiermit eine Stichwortsuche in folgenden Archiven:

    Bürgerrechtsbewegung Solidarität http://www.bueso.de EIR Nachrichtenagentur, siehe auch Zeitung „Neue Solidarität“ der BüSo und der internationalen LaRouche Bewegung usw.

    Siehe auch das Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz von christlichen Humanisten und wertkonservativen Querdenkern und Zeibeobachtern und Zeitkritikern und Klagemauer.TV aus der Schweiz mit der Stichwortsuche im Archiv und den Weblog des Theologen David Berger als Journalisten und Philosophen. Auch die Ökologisch Demokratische Partei ÖDP in der ich Mitglied bin beschäftigt sich sehr stark mit der Thematik der Sterbehilfe und Abtreibung und Bioethik und wie auch die BüSo mit drohenden Entwicklungen Richtung Euthanasie und Eugenik. Auch die freimaurerisch-zionistische Paneuropa-Union basiert hinsichtlich ihren ideologischen Gedanken-Gutes auf rassischen und rassistischen und biologistischen Ideen und Idealen und Gedanken der Menschenzüchtung und Eugenik und Euthanasie und Sozialdarwinismus und Geopolitik und faschistischen anti-demokratischen Grundhaltungen!

    Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz http://www.zeit-fragen.ch

    Ökologisch Demokratische Partei ÖDP http://www.oedp.de

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  2. Schneewittchen sagt:

    Linke und Sozialisten hatten schon immer das Ziel, für ihre Ideologie die Welt zu entchristlichen. Das Christentum war in der DDR den Regierenden schon immer ein Dorn im Auge, da diese Menschen mit ihrem innerlichen Widerstand für die Politbonzen und deren Ideologie bedrohlich wirkten.
    Für die Linken dort war es unfassbar, dass die Christen nicht ihnen, ihrer Ideologie, sondern Gott vertrauten. Die Linken sind ideologisch so verrannt, dass sie meinen, der Weltkommunismus gleichgeschalteter Menschen wäre die Lösung für die Probleme auf der Welt, nicht die individuelle Entwicklung.
    Schüler hatten jeden Montag zum Fahnenappell zu erscheinen (die HJ früher auch), schön mit Pionierhemd oder FDJ-Hemd, wer es vergessen hatte, wurde gerügt.
    Für die Linken ist ihre Ideologie Gott-Ersatz, weil sie sich vermutlich teilweise auch innerlich vor dem Ende fürchten.
    Karl Marx hatte sogar ein Buch über Psychologie geschrieben, das war sehr interessant und hatte mehr Inhalt als die zur Geschwätz-Wissenschaft verkommene Psychologie, gepaart mit Genderwahn, aber es hatte den prägnanten Fehler seiner gottlosen Sichtweise.
    Schade, dass ich bei der Auflösung der Betriebsbücherei nicht aufgepasst habe. Paragraph 218 war im Osten damals schon ein heißes Thema, obwohl eine vergewaltigte Krankenschwester, die aus Angst vor Eltern und Umgebung ihr Kind abtrieb, in der DDR 8 Jahre Haft bekam. Kinder waren Eigentum des Staates und es war Planziel, dass genügend Kinder geboren wurden, so dass Kinderlose auch schon mal beschimpft wurden. Nun fällt die Linke in das andere Extrem, weil sie in Anbetracht der Überbevölkerung und Globalisierung meint, mit diesem Thema bis zum Ende spielen zu können.
    Es ist sehr wichtig, dass Vergewaltigungsopfer sehr zeitig und bis zur Verarbeitung des Traumas betreut werden und nicht im Stich gelassen. Dies würde verhindern, dass schon lebensfähige Föten noch abgetrieben würden und das Vergewaltigungsopfer sich früher zum Abbruch bekennt. Eine gute Variante war auch die ungarische Babyklappe.

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  3. ester sagt:

    Ich finde, einfach es bringt wenig, sich um solche Dinge zu streiten und es wäre nutzlicher, nüchtern festzustellen, dass in diesem unserem Land einfach schon länger was schief läuft, wovon der Kampf für oder gegen die Abtreibung nur die Spitze vom Eisberg ist.

    Ich habe mal viel von Christa Meves und anderen katholischen Erziehungsratgebern zu lesen bekommen und am Ende der Lektüre habe ich mich gefragt, warum die eigentlich alle so vehement gegen Abtreibung sind?
    Einfach wenn man so drei, vier Bücher gelesen hat und sich bewusst macht, was man selber alles falsch gemacht hat, falsch machen kann, notgedrungen falsch machen muss, weil z.B keine Großeltern da sind, der Vater auf Montage ist, die Räumlichkeiten so nicht sind, eine richtig gute, wie empfohlen, katholische Erziehung nicht möglich ist, und man selber diese oder jene Einschränkung und ganz schlimme Schwierigkeit hat, die laut diesen Büchern zu ganz, ganz schlimmen Folgen führen muss…. dann kommt man schon drauf, es wäre besser, dieses armen, kleinen Kinder wären gar nicht da.
    Was flächendeckend fehlt, ist die christliche Hoffnung, die Ermunterung, ein fröhliches, auf tiefster Seele kommendes mutmachendes gutes Wort.

    So sehr ich immer finde, man soll nicht alles auf die Kirche schieben, so sehr hat doch gerade in gut katholischen Kreisen ein gewisser unguter Perfektionismus Wurzeln geschlagen, der einfach mutlos macht und zu so Sätzen führt wie „Ich bin ja gegen Abtreibung, aber des soundso…..“
    Vielleicht sollten wir die Welt einfach sich selber überlassen, festhalten, dass Deutschland seit 1972, ganz ohne Zwangsmaßnahmen, eine niedrigere Geburtenrate als das Zwangseinkindfamilie habende China und dass es von daher echt egal ist, ob man den 218 nun formal beibehält oder streicht,

    Aber was wir tun sollten, ist, nicht einfach die Abtreibung geißeln, sondern selber aufhören, vor lauter Perfektionismus es der Welt zeigen wollen, wie man es richtig macht, genauso kinderfeindlich, sogar noch kinderfeindlicher zu sein, als die Welt.
    Es tut mir immer noch leid, es sagen zu müssen, aber soviel Abneigung gegen schreiende kleine, imperfekte Kinder habe ich seltenst erlebt.
    Ich habe mich oft und oft gefragt, was geschehen würde, wenn das Jesuskind an Weihnachten in der Krippe lebendig werden würde, anfangen würde zu schreien und die zugehörige Krippenmuttergottes auch lebendig werden würde, es stillen würde und es dann dennoch keine Ruhe geben würde.
    Ich bin davon überzeugt, man würde das Jesuskind aus der KIrche hinausexpedieren, da es stört und das an Weihnachten!

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    • Gerd sagt:

      @ester
      Die Tatsache, dass schreiende Kinder z.B. in Gottesdiensten stören könnten, sagt genau was über das Lebensrecht des ungeborenen Kindes aus? Ich rege mich auch über etwas ältere Kinder auf, die mir den Stinkefinger zeigen, nachdem sie mir teilweise den Vorgarten verwüstet haben. Warum komme ich nicht auf den Gedanken, dass diese armen kleinen Kinder besser nicht da wären? Mal darüber nachdenken.

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    • zeitschnur sagt:

      @ esther

      Ich gebe Ihnen hier recht – so spricht man, wenn man selbst Mutter ist und erfahren hat, wie es einem unter Katholiken gehen kann und dass diese Lebensrechtsbewegung in sich schizophren sein kann bzw nicht erfasst, dass das gesamte Gefüge, das sie ansonsten doch stützen, schief hängt. Ich schrieb in dem Artikel neulich, auf den Herr Gersdorf Bezug nimmt, bereits davon.
      Sahra Wagenknecht hat v.a. die ungerechte Situation der Frauen vor Augen. Das ist zwar auch einseitig (klar!), aber dieselbe Problematik der Frauen hat Katholiken noch nie und einen Dreck interessiert. Man spielt(e) sogar die Kinder gegen die Mütter aus, soweit konnte das gehen und die am meisten schreien, sind selbst kinderlose Frauen.
      Es gab allerdings in der ganz frühen Zeit Väter, die sehr genau sahen, wie ungerecht und entwürdigend das Los der Frau ist und rieten mit dieser Begründung zum zölibatären Leben.

      @ Gerd

      Da haben wir gerade ein gutes Beispiel: für das, was Esther sagt!
      Ich bin Mutter und habe beruflich sehr viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Man muss zwar eine klare Linie fahren gegenüber Kindern, aber man muss sie auch mit großem Wohlwollen und manchmal auch Erbarmen ansehen und sich nicht an ihnen stören! Sie sehnen sich nach Wegweisung und bekommen sie nicht – auch nicht von katholiken. Dort haben sie auch nur Abweisung oder Moralismus zu erwarten.

      Wie war Jesus zu all diesen Ausgestoßenen und „Störern“? Er sprach mit ihnen, wenige Sätze, die voller Kraft und Liebe waren – und das Leben dieser Kleinen erhielt einen entscheidenden Impuls.

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      • Gerd sagt:

        @zeitschnur:
        Ach, man muss eine klare Linie fahren gegenüber Kindern? Dazu müssten sie erst mal geboren werden.

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      • zeitschnur sagt:

        @ Gerd und @ esther

        Es gibt immer noch Geborene. Die Welt besteht nicht nur aus Ungeborenen…
        Und mein Eindruck ist, dass die Ungeborenen, gerade weil sie – außer für ihre Mutter – noch nicht in Erscheinung getreten sind, Lieblingsobjekt moralisierender Christen sind. Das kostet nichts. Wenn es aber um die Unterstützung der realen Kinder und Mütter geht und Toleranz gegenüber der „Unordnung“ und Überraschungen, die sie eben in die Gartenzwergidyllen oder die abgezirkelte Arbeitswelt bringen, sieht es mau aus.
        Das stört mich. Mich stören auch Buchtitel wie „Muttertier“. Sie sind eines Katholiken wirklich nicht würdig.

        Das Gebären wurde auch unter Katholiken ziemlich tief abgewertet, außer bei Maria, aber das ist ja auch weit genug weg und kann schwärmerisch überhöht werden.

        Ich möchte daran erinnern oder überhaupt erst mal in den Mittelpunkt stellen, dass gerade die Frau, weil sie als Geistwesen nicht nur zeugen, sondern auch gebären kann, in einer ganz besonderen Weise das darstellt, was den Menschen ebenbildlich zu Gott macht, der aus sich den Sohn gezeugt und geboren hat („Genitus non factus…ex patre natus“ – gezeugt und nicht geschaffen…aus dem Vater geboren,“ante omnia saecula“ – vor aller Zeit).

        Das ist das, was unter den anderen Geistwesen nur der Mensch, genauer in der Vollständigkeit sogar nur die Frau so kann, und was vor allem den Engeln gar nicht zukommt. Sie sind Geistwesen, aber Gott hat sie nicht an der gegenseitigen Zeugung und Geburt beteiligt. Das kommt nur dem Menschen zu, aus dessen erstem Gott das ganze Menschengeschlecht hervorgehen ließ und immer noch lässt, ahnungsweise und entfernt ähnlich so, wie aus dem Vater die ganze trinitarische Gottheit stammt.

        Das ist es, was den Menschen mit Gott wie ein Abbild verbindet: die Menschheit „reproduziert“ sich nicht, sondern sie gebiert sich aus dem eigenen Bestand. Und das ist wunderbar, wie es nicht wunderbarer sein könnte. Und noch einmal abbildlich vollzieht sich in der ganzen Erdenschöpfung jede Fortpflanzung so, abbildlich zum Menschen, der als Geistwesen dieser nicht-geistigen Natur vorsteht und sie hütet bzw. hüten sollte.

        Gott hat der Frau nach dem Sündenfall gesagt, er selbst werde ihr diesen Vorzug schwer machen. Nichts wurde und wird mehr verkannt als diese Potenz der Frau – als Sündenfolge und weil der Satan die Frau deswegen besonders hasst und deswegen ja auch so hundsgemein reingeritten hat am Anfang. Er ist auch ein Engel gewesen und es kam ihm das nicht zu, was Eva zukam.

        In Gen 6 lesen wir, dass die Engel sich erneut leidsahen an dieser Fähigkeit der Menschen und sich einfach Frauen von den Menschen nahmen, um auch zu „zeugen“. Wenigstens zu zeugen, auch wenn sie nicht gebären konnten. Sie erzeugten „Riesen“, wie es dort heißt. Und wegen dieses Treibens kam die Sintflut. Es brachte die ganze Menschheit durcheinander und zerstörte die menschliche Substanz fast bis auf den Grund, gebar geistig Okkultismus, Gewalt, Mord, Brutalität, Ausschweifung und Fresserei. Das ist der Grund, warum Gott dieses Geschlecht vernichtete – es waren zu großen Teilen keine echten Menschen mehr, sondern Monster. Der Böse griff diese Fähigkeit des Mensch so an, dass er seine Substanz verfremdete und ihm so die Potenz zur Ebenbildlichkeit rauben wollte.
        Es ist furchtbar.

        Und danach?
        Danach verachtete die Menschheit mit wachsender Grausamkeit die Frau, gerade weil sie gebären konnte. Man beutete sie aus, machte sie abhängig und wertete sie ab, als wäre sie gar kein Mensch, sondern nur eine externe Gebärfunktion des herrscherlichen Mannes, der sich für zu großartig und fein für ein solches Werk hielt. Auch die frühe Kirche hat es einfach nicht kapiert, dass das satanisch war und ist. Nur ganz wenige erfassten es, dass es diese Fähigkeit ist, die den Menschen als Geistwesen überhaupt erst vollständig gottebenbildlich macht. Das wahre Leben war das der Männer: Geld verdienen, malochen und den Ton angeben…Kinder störten und wurden nicht sehr nett behandelt. Sie hatten zu spuren und waren Mäuler, die man füttern musste. Wenn Paulus schreibt, die Frau erziehe ihre Kinder in Nüchternheit zu Gott hin und werde auf diese Weise durch Kindergebären selig, dann ist das wirklich das Filetstück des Menschseins – allein: die Kirche hat das nur teilweise erfasst.

        Heute?
        Heute klagt man zurecht die verfahrene Situation an. Aber man begreift erst recht nicht, dass dieses wunderbare Bild der Muttergottes mit dem Kind auf dem Arm DAS Ebenbild Gottes darstellt, das der Mensch IST. Noch immer ist so eine Frau mit Kindern nervig und lebt nicht wirklich. Leben tut man auch heute erst nur dann, wenn man Kohle verdient, malocht und den Ton angeben kann…
        Es wird sein wie in den Tagen Noachs, sagt Jesus, ja, es geht wieder durch die bösen Engel gegen die Frau und deren Nachkommen, aber es sind nicht nur diese weltlichen anderen, die daran systematisch arbeiteten, sondern auch leider viele Christen aller Konfessionen.

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      • Gerd sagt:

        „Lieblingsobjekt moralisierender Christen sind. Das kostet nichts.“

        @zeitschnur
        War Gott ein Moralist als er den Menschen aufgab nicht zu töten?

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      • ester sagt:

        was Frau zeitscnnur und ich meinen, ist was anderes, nämlich solange du schwanger bist, sind sie die ganzen Superfrommen auf deiner Seite,
        sobald du nicht mehr schwanger bist und das Kind da ist, stehst du als Mutter ganz alleine auf weiter Flur,
        und sobald irgendwas nicht rund läuft, fängst du dir von all denen, die dir, solange du noch schwanger warst, die wunderbarsten Geschichten erzählt haben, nix als Vorwürfe ein.
        Wobei das „SOwas hat es bei uns nicht gegeben“ noch fast positiv zu nennen ist.

        Ich kenne sehr, sehr fromme Leute, die haben gebetet, offiziell gebetet, dass die schwangere Tochter damals nicht hat abtreiben lassen, das weiß ich von den Leuten.
        Ich weiß aber von der Tochter, dass die gleichen, sehr vermögenden Eltern den nicht abgetriebenen Kindern noch nicht mal zu Ostern oder gar zu Weihnachten jemals was geschenkt haben, noch der Tochter in ihrer finanziell prekären Lage jemals irgendeine Hilfe gewährt haben, weil „heutzutage ja alle so verwöhnt sind und es uns ja allen so gut geht! und man ja nicht auf das Materielle gucken soll!“

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    • ester sagt:

      @ Gerd irgendwie haben Sie nicht verstanden, was ich Ihnen sagen wollte.

      Versuchen wir es andersherum, ich halte auch nix von Abtreibung, aber man muss einfach sehen, dass die Welt da ehrlicher ist als manche, nicht alle Katholiken.
      Mütter tragen nun mal eine schwere Last, können, im Gegensatz zu den Männern, nicht einfach davon laufen und egal, wie progressiv man formal ist, die Last trägt die Mutter.

      Dazu kommt diese schreckliche Erwartungshaltung in frommen Kreisen, die Kleinen sollen ruhig sein, hat es bei uns auch nicht gegeben, bei uns ist die Mutter in die Frühmesse, die Oma hat auf das Kind aufgepasst, überhaupt muss man ja erst ab 8 oder 9 oder 13 oder 18, auf jeden Fall erst dann, wenn man nicht stört.
      Gehen etwas ältere Kinder mit, wird kritisiert Haltung, Frisur, Kleidung, nicht oder gar falsch mitsingen, schwätzen und dass das Kind nicht ministriert, nicht mit Sternsingert und die selbsternannten Honoratioren nicht kniefällig grüßt,
      gibt es selbst da nichts zu meckern, so bestimmt, dass das Kind nicht zu jeder Andacht, Rosenkranz und dergl. kommt und nicht noch andere KInder, Jugendliche mitbringt, weil der Heilige Soundso hat das ja gemacht… Das ist jetzt alles etwas karikaturenhaft und nicht vollständig , aber es ist doch so.

      Der große Witz an der Sache ist, dass die, die so vehement wissen, wie man es richtig macht, nun ja, was das Ergebnis des eigenen Bemühungen angeht, nicht gerade überzeugend sind, meist keine Kinder haben, oder welche, die sich längst abgewandt haben, um auch das etwas über einen Kamm zu scheren.
      Was aber überhaupt nicht gesehen wird, ist, dass man eine Erwartungshaltung an sich selber und an andere hat, die absolut unmenschlich und unmöglich ist, was gar nicht wahrgenommen wird.
      Dass dann Leute in ihrer Verzweiflung die Abtreibung für die bessere Lösung halten, dass wird dann gar nicht mehr begriffen, weil bei uns hat es das ja nicht gegeben, unsere Mutter war nicht so kränklich wie du, hatte auch ein eigenes, gutes Vermögen, eine rüstige Mutter, die den Hof mit geschmissen hat und überhaupt unser Pfarrer, unser Vater…ach wie schön, ach wie toll, und das wird einem so lange um die Ohren geschlagen, bis man sicher ist, dass man es eh nicht kann.

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      • Gerd sagt:

        @ester
        Ich bemühe mal meine Großmutter (deren Mann nicht weggelaufen, sondern im Krieg gefallen war), die in Zeiten gelebt hat, die nun wahrlich nicht einfach waren: „Besser Sieben auf dem Kissen, als eins auf dem Gewissen!“ Dem füge ich nichts mehr hinzu.

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      • ester sagt:

        Gerd, ich stimme Ihnen ja zu, aber dennoch bleibt, dass die Frauen früher kaum eine andere Wahl hatten und auch mit ihrem Schicksal nicht alleine waren.
        Während man heutzutage mit seinen „10 auf dem Kissen“ durchaus alleine dasteht und es einem dann ungemein hilft, wenn man mit frommen Sprüchen abgefertigt wird (Letzteres ist ironisch gemeint, auch ein bisschen verbittert)

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