CDL fordert klares Profil der Unionsparteien

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Mechthild Löhr (siehe Foto), die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), fordert: Die Bedeutung von Familie, Bioethik und Lebensrecht muss schon in Sondierungsgesprächen durch die Union auf die Tagesordnung:
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„Die bittere Wahlniederlage der CDU/CSU mit dem historisch schlechtesten Wahlergebnis von 33 % ist ein unüberhörbares Signal, dass die Union leider inzwischen das Vertrauen insbesondere wert-konservativer und christlicher Wähler verloren hat.
Wir sind dennoch froh und dankbar dafür, dass der klare Auftrag zur Regierungsbildung wieder bei der CDU/CSU liegt und beglückwünschen alle neuen und wiedergewählten Mandatsträger der Union, die einen sehr schwierigen Wahlkampf bestanden haben.
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Gleichwohl sind wir entsetzt über die erkennbar starke Abwanderung ehemaliger CDU/CSU-Wähler und Mitglieder zur AfD. Dieses schockierende Signal sollte in der Konsequenz die CDU und CSU-Parteispitzen zu einer gründlichen Analyse, Revision und zu neuem Überdenken ihrer Politik und der künftigen Ausrichtung der Unionsparteien auf das bürgerliche Wählerlager bewegen.
Dabei sollten sich die Christdemokraten auf ihre christlichen, sozialen und konservativen Wurzeln und ihre eigene, immer noch aktuellen Grundsatzprogramme stärker rückbesinnen.
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Es ist bezeichnend, dass CDU/CSU-Kandidaten, die auch im Wahlkampf klare konservative Kernpunkte ihrer Partei vertreten haben, in ihren Wahlkreisen jeweils gute Erfolge und  Direktergebnisse erzielen konnten und so den Neu- oder Wiedereinzug durch Direktmandate gesichert haben.
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Auch der langjährige stellv. CDL-Bundesvorsitzende Hubert Hüppe (siehe Foto) aus Nordrhein Westfalen konnte in seinem Wahlkreis, einer leider sicheren SPD-Hochburg, einen wachsenden Achtungserfolg erringen. Aufgrund des schlechten Abschneidens der CDU wird aber bedauerlicherweise gerade er, der das Gesicht vieler bioethischer Debatten im Bundestag maßgeblich mit seiner Kompetenz und Klarheit mit prägte, nicht wieder dem neuen Deutschen Bundestag angehören. Dies ist mehr als bedauerlich.
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Wir danken insbesondere Hubert Hüppe, aber auch allen anderen Unionsvertretern wie Johannes Singhammer (CSU), die sich in der vergangenen Legislaturperiode für das Lebensrecht aller Menschen eingesetzt haben. Diese Arbeit muss jetzt dringend und werteorientiert weitergehen, wenn nicht noch mehr Wähler zu anderen Parteien abwandern sollen.
CDU und CSU müssen wieder verstärkt als Parteien wahrgenommen werden können, die wertkonservativen und christlichen Bürgern eine politische Heimat geben können.
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Für die bevorstehenden Sondierungsgespräche erwarten wir daher von der Union, dass gerade auch die Themen des Lebensrechts und der Bioethik neu auf der Tagesordnung stehen, sowie die – auch im Wahlkampf mehrfach angekündigte – wirksame Stärkung junger Familien.
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Dazu gehört für uns zweifelsfrei, dass bei einer Regierungsbildung wichtige Ministerien, wie das Familienministerium und das Sozialministerium unter die Führung von CDU/CSU-Minister/innen gestellt werden.
Die CDU muss sich schützend vor unser Grundgesetz stellen, damit es nicht weiter durch Umdeutung von Begriffen (wie Recht auf Abtreibung, verbrauchender Embryonenforschung, Selektion und Genmanipulation an Embryonen, das Recht auf Suizidbehilfe oder Gleichstellung der Ehe für Alle) weiter schleichend verändert wird.
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Eine wichtige Aufgabe wird auch sein, zu verteidigen, dass unser weltweit hervorragendes Embryonenschutzgesetz nicht verändert wird. Der große Bereich der Reproduktionsmedizin wird ebenfalls eine große Herausforderung, bei der die Unionsparteien ein zuverlässiges, wertorientiertes und  christliches Profil zeigen müssen.
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Dies sollte Thema der Regierungsverhandlungen werden, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die FDP in ihrem Regierungsprogramm sich u.a. eindeutig für die Aufhebung des Embryonenschutzes und die Einführung der Leihmutterschaft ausgesprochen hat.
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Jetzt müssen die Weichen gestellt werden, die Union zu erneuern, um das dramatisch verloren gegangene Vertrauen bei den Wählern durch ein klares, eigenes Profil zurückzugewinnen . Dazu wollen wir als Christdemokraten für das Leben konstruktiv unseren Beitrag leisten.“
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Mechthild Löhr beim diesjährigen „Marsch für das Leben“:
https://www.youtube.com/watch?v=vdEFcO7Tzuk&index=17&list=PLyk0j1wI__5kxZfMcd1ch4d4sI07m72Xk

 


2 Kommentare on “CDL fordert klares Profil der Unionsparteien”

  1. Joachim Walter sagt:

    Die CDL am Scheideweg. Viele sahen die CDL immer als Alibi-Verein in der CDU/CSU an, obwohl das ja so nicht stimmt. Es ist eine Sammlung der letzten Konservativen in der CDU/CSU.
    Was nun geschieht, hat mit Profil stärken nichts zu tun. Hier soll Unvereinbares vereint werden.
    Ich fordere alle guten Willens in der CDL auf, sich der AfD anzuschließen, hier werden Menschen gebraucht, die Positionen vertreten und nicht das Nischendasein als Alibiduldung in der CDU/CSU. Wenn ihr den Pakt mit den Grünen mit allem Gender und allem, was dazu gehört, mit macht, habt ihr die letzte Glaubwürdigkeit verloren. Die CDU/CSU gleicht einer politischen Hure wie die FDP, sie machens für die Macht mit jedem.

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  2. Sehr geehrte Frau Löhr,

    Ihre Äußerung „Gleichwohl sind wir entsetzt über die erkennbar starke Abwanderung ehemaliger CDU/CSU-Wähler und Mitglieder zur AfD“ bestätigt nicht nur undemokratisches Verhalten, sondern auch die Richtigkeit meiner Entscheidung zur Beendigung meiner CDL-Mitgliedschaft. Sie glauben doch nicht etwa im Traum daran, dass die CDU – im gemeinsamen Joch mit der FDP und den Grünen (oder doch noch in einer Großen Koalition mit der SPD) – in Bezug auf den Lebensschutz ihre Zielrichtung ändern wird? Viele Wähler und Mitglieder der Alternative für Deutschland (AfD) unterstützen den Marsch für das Leben in Berlin sowie den jährlichen Schweigemarsch für das Leben in Sachsen. Die AfD ist die einzige Partei im neu gewählten Bundestag, die sich klar und deutlich für die Ehe zwischen Mann und Frau – gegen Gender Mainstreaming und gegen die CDU-geförderte gotteslästerliche Ehe für alle – und für den Schutz des ungeborenen Lebens einsetzt. – Die von Ihnen veröffentlichten Pressemitteilungen enttäuschen zunehmend mehr und ermutigen zur Unterstützung der AfD.

    Mit freundlichen Grüßen

    Thomas Schneider

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