Der Rosenkranz an der polnischen Grenze und die Islamophobie-Keule in deutschen Medien

Vorige Woche haben wir hier im CHRISTLICHEN FORUM einen Bericht über die angekündigte polnische Rosenkranz-Initiative an der Grenze veröffentlicht.

Die Gebetsaktion hat stattgefunden und in der „veröffentlichten Meinung“ ein teils unsachliches bis schrilles Echo gefunden; dabei wurde auf den Vorwurf der Islamfeindlichkeit bzw. die Homophobie-Keule nicht verzichtet.

Der katholische Autor und Philosoph Dr. Josef Bordat hat auf seinem Jobo-Blog dazu – teils etwas ironisch –  Stellung bezogen: https://jobo72.wordpress.com/2017/10/08/ein-besonderes-rosenkranzgebet/

Mit seiner freundlichen Genehmigung zitieren wir einige Abschnitte daraus:

„Normalerweise ist es ja eher so, dass das Rosenkranzgebet eine eher unauffällige, stille Form des Gottesdienstes ist. Allein oder in kleiner Gruppe wird es gebetet, meditativ, kontemplativ, den Glauben reflektierend. Ich hatte das kürzlich erläutert.

Nun beteten “Zehntausende” (Tagesschau.de) Polen verabredungsgemäß gemeinsam den Rosenkranz…

Eigentlich ist die “Aktion” (Welt.de) nämlich eine “islamophobe”. Wenn Marek Jedraszewski, der Erzbischof von Krakau, etwa meint, die Menschen beteten im Vertrauen darauf, dass Gott ihnen helfen werde, “alle Schwierigkeiten zu überwinden”, dann meint er natürlich den Islam.

Und wenn die Initiatoren der Stiftung “Solo Dios Basta” meinen, sie wollten mit dem Gebetsaufruf “uns auch entschuldigen und jegliche Gotteslästerung wiedergutmachen”, dann meinen sie natürlich den Islam. Und wenn auf ihrer Website steht, das Rosenkranzgebet sei “eine mächtige Waffe im Kampf gegen das Böse”, dann meinen sie… Ich glaube, Sie haben das Prinzip verstanden…

Da ist es nur zu verständlich, dass die Qualitätspresse feststellt, einige Menschen sähen das Gebet “explizit gegen Muslime gerichtet” (Welt.de)…Gegen wen oder was soll es denn sonst gehen? Gut, vielleicht “gegen den Islam” (Tagesschau.de). Da können Polens Bischöfe “die Kundgebungen” (Tagesschau.de) noch dreidutzendmal als “Gebet für den Weltfrieden” tarnen.

Gut, dass Tagesschau.de und Welt.de und *.de insgesamt der Islamophobie der islamophoben Katholiken nicht auf den Leim gehen!“

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5 Kommentare on “Der Rosenkranz an der polnischen Grenze und die Islamophobie-Keule in deutschen Medien”

  1. Cornelia Vogt sagt:

    Eine Ausnahmesituation.
    Es ist in Folge vieler Extreme wohl doch ein HILFERUF an die – wie immer dann – Muttergottes.
    Der Islam überrollt ALLES.
    Politik ist überfordert.
    Und zwar KOMPLETT.
    Beten kann ein Jeder für sich allein, ja.
    Doch beim Untergang der Titanic ….
    Erst, als KEIN AUSWEG mehr sichtbar war,
    entstand PLÖTZLICH GEMEINSAMKEIT – wenn auch nur im Singen – mit dem Tod vor Augen.
    Es ist schade, daß immer NUR IN HÖCHSTER NOT an Gott plädiert wurde.
    Wenn es dem Esel wieder gut geht, verfällt er wieder ins Vorherige.
    Und Gott ist dann wieder überflüssig .
    Sie glauben doch nicht ernsthaft als KATHOLIKEN, daß Gott sich das alles nur anschaut und es so stehen läßt!
    Jesus sprach: „Schaut zu, es ist noch nicht das Ende“
    Vertrauen auf Gott, unseren Herrn,
    denn ER wird retten.
    Alles Liebe Ihnen Allen hier.

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  2. zeitschnur sagt:

    Die Qualitätspresse zeichnet sich v.a. durch Dummheit aus. Gnadenlose Dummheit.
    Und wenn einer nicht führungskadermäßig unterwürfig korrekt denkt, dann ist er entweder ein verkappter Rechtsradikaler oder … ja, er ist ein Verschwörungstheoretiker. Jeder, der überhaupt noch mehr als drei Sätze in einen inneren sinnvollen Zusammenhang bringen kann, muss ein verschwörungstheoretiker sein. Und das ist das ehemalige Volk der Dichter und Denker. Ich könnte heulen.
    Ich kann diesen Mist und Bullshit nicht mehr hören. Was immer man von der polnischen Rosenkranznummer halten mag, dennoch:
    Diese selbsternannte Kulturmeute ist nicht mal kreativ in der Erfindung ihrer Phantasmen. In Wahrheit wollen sie nur eine faschistische Einheitsdenke in ganz Deutschland, um damit die ganze Welt zu beglücken, diese linksfaschistischen Herrenmenschen einer reinen Moral. Die selbsternannte linke „Mitte“ ist die wirkliche neue Rechte, aber es fehlt den meisten der Grips zu begreifen, dass ihre dogmatische Paradigmatik sich in den letzten 80 Jahren verschoben haben könnte. Man müsste ja historisch und dynamisch denken können, Entwicklungen analysieren können, Strukturen jenseits der ideologischen Schmuddelfronten verstehen, aber da fehlt es. man kann nicht mehr denken – weil man nicht als Populist oder rechtsradikaler gelten will. Bis um die nächste Ecke denken ist heute gleichbedeutend mit „rechts“…Wir leben in einem wirklich halbverblödeten Land, wobei diese verblödete Hälfte auch noch ein groteskes Sendungsbewusstsein aufweist (wie alle Dummheit!) und die Produktionsmittel in Händen hält. Welche Tragik!
    Ganz Polen ist also zur AfD geworden – da weiß man doch, was man hat. da sind die deutschen Schmidtchen alle hellwach, ihre große Stunde hat geschlagen. Lasst uns die Welt vor den polnischen Rosenkränzen retten!
    Und nun auf auf, alle Anständigen und Mittigen, setzen wir den Schmuddelkindern, diesen „Rechtspopulisten“ was entgegen, und wenn dabei gelogen wird, dass sich die Balken biegen, ist doch für einen guten Zweck, ganz jesuitisch, der Zweck heiligt die Mittel.
    Um ehrlich zu sein: ich schaue mir weder das Fernsehen mehr an, noch höre ich mehr Radio, und Zeitung lese ich Internet nur noch selektiv und informiere mich ansonsten nur noch in den Alternativmedien und durch gezieltes Nachforschen im lebendigen Umfeld dessen, was ich wissen will.
    Dieses Tohuwabohu von gezielter Falschmeldung, Verzerrung und oft auch regelrechter Lüge, notorischer verleumdung, die selbst nach entsprechenden Gerichtsurteilen nicht abgestellt wird, False Flag-Gequatsche, Hysterie, sentimentaler Kitsch-Ethik, Verblödung und Kriecherei ist natürlich auch in den Alternativmedien spürbar, aber man muss sich einfach mehr Mühe geben, wenn man sich informieren will und darf sich nicht berieseln lassen von diesem Heer an Dumpfbacken, die sich um die beschwichtigende Deutungshoheit eines selbstverschuldeten Untergangs reißen, solange ihr Fressnapf gefüllt bleibt.
    Saul Friedländer hat den Faschismus als eine Politik des Kitsches analysiert. Genau das treffen wir heute an: dieser ganze alberne Flüchtlingshype ist faschistischer Kitsch, eine Neuauflage zwar und diesmal andersherum: so sehr man einst Fremde hasste, so sehr liebt man sie nun, aber es ist Kitsch und nur eine gnadenlose Verdummung der Deutschen erklärt, warum das kaum einer mehr begreift.

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  3. Selbstverständlich ist es in der heutigen, aufgeklärten Zeit hochpeinlich, wenn Menschen von ihrem Recht auf Versammlungs- und Religionsfreiheit öffentlich derart Gebrauch machen. Und dies dazu auch noch dreist mißbrauchen, für ihren Glauben einzustehen. Selbstredend hat jeder das Recht, den Rosenkranz zu beten – aber doch bitte nicht öffentlich.
    Und dann auch noch mit anderen.
    Ich bitte Sie, wenn sowas Schule macht – wo kommen wir denn da hin?
    Rosenkranzgebet ist, damit dies wirklich klar ist, etwas für grenzdebile Greisinnen, die versteckt in Kirchen etwas vor sich hinmurmeln. Wenn jüngere Menschen öffentlich (!) den Rosenkranz beten, können nur Angststörungen wie etwa Islamo-, Homo- oder Xenophobie dahinterstecken. Kann ja gar nicht anders sein. Sonst kommt am Ende noch jemand auf den Gedanken (das wäre schon per se schlecht), es könnte woanders in Europa noch so etwas wie katholisches Volkstum geben. Nein, der deutsche Durchschnittsbürger sollte weiterhin besser das „Supertalent“ gucken, da sieht man, wie schlichte Menschen öffentlich vorgeführt, fertiggemacht und ausgelacht werden: so etwas ist aufgeklärt, cool und zeitgeistig…

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    • ruedigerengelhardt sagt:

      @ Erzengel
      „für ihren Glauben einzustehen“ Das ist in der heutigen Zeit wieder wichtig geworden. Immerhin werden wir doch von unserer deutschen Bischofsschaft dabei im Stich gelassen. Diese sog. „Kirchenführer“, die selbst zu feige sind, für ihren Glauben (sofern sie überhaupt noch einen haben) einzustehen. Ich kann nur immer wieder an den Besuch des Tempelberges in Jerusalem vor rd. einem Jahr erinnern, als sie ihre Feigheit, das Amtskreuz zu tragen, „Höflichkeit“ nannten. Ist das Nachfolge Christi? Sieht so der Auftrag aus Mk 16,15 aus?
      Wenn die Jünger Christi, die Apostel, damals solche erbärmlichen Krämerseelen gewesen wären, dann gäbe es heute keine christliche Kirche. Wenn Christus solch ein Hasenfuß gewesen wär, gäbe es das Kreuz als Symbol der Christen heute nicht.
      Danke an all diejenigen, die an dem Gebet teilgenommen bzw. es unterstützt haben und jetzt durch unsere „Qualitätsmedien“, bes. Tagesschau und „Welt“, verunglimpft werden.

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