ARD-Spielfilm „So auf Erden“ verunglimpft bibeltreue Gemeinden und Ansichten

Von Christa Meves

Wir erleben das nun bereits seit vielen Jahrzehnten: Unsere öffentlich-rechtlichen Fernsehsender haben die Position der vorherrschenden Meinungsmache übernommen. Dass es ein fantastisches Mittel ist, um Zuschauer nachhaltig zu beeinflussen, kennt bereits die uralte dramaturgische Erfahrung – besonders durch das Schauspiel.

Per Identifikation mit einer heldenhaften Schauspielerfigur ist der Mensch besonders nachhaltig beeindruckbar, ja unter Umständen – bei entsprechender Absicht – direkt verführbar. Die Heldenfigur des alten Dramas bildete durch ihre hervorragenden Eigenschaften ein starkes Vorbild für die Menschen, besonders für die jungen in den entsprechenden Gesellschaften.

Am Abend des 4. Oktober, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr, wurde dieses Muster in einer geradezu perfiden Weise mit dem Film „So auf Erden“ in der ARD bedient.

Den Helden dieses Machwerkes verkörperte ein drogensüchtiger schwuler Straßensänger. Er geriet unversehens in den Dunstkreis einer bibeltreuen, freien evangelischen Gemeinde. Hier entlarvte er – allein durch sein So-Sein – im Laufe der Geschichte das Glaubensleben des Leiters.

Dieser – so zeigte es sich – unterlag durch seine unaufgedeckte Lebenslüge einer bedenklichen Selbsttäuschung. Es war unverkennbar, dass die Tendenz dieses Filmes ganz im Sinne des mehrheitlichen Beschlusses im Bundestag vom 27. Juli 2017 zur „Ehe für alle“ war.

Diese durch Mehrheit im Parlament erreichte Maßnahme war zwar bereits schon bisher als Thema in ähnlichen Sendungen erkennbar gewesen, wurde in dieser neuen Sendung aber durch eine Story thematisiert, die jedes Maß des Geschmacks, ja der Toleranz gegenüber streng biblisch Glaubenden vermissen ließ.

Zwischen den Zeilen bildeten die Ausführungen sogar einen Verstoß gegen die bei uns so hoch gepriesene Religionsfreiheit: Die Glaubensstrenge des Leiters dieser erzbibeltreuen freien Gemeinde wurde eingangs markiert, indem er die Taufe eines Kindes als unbiblisch verweigerte. Der missionarische Eifer des Leiterpaares wurde dann durch eine sich lang hindehnende Hilfeleistung an dem hilflos aufgelesenen Straßensänger demonstriert. Sie nahmen ihn bei sich auf.

Doch dadurch wurde das Gastgeberpaar auf eine dramatische Probe gestellt; denn allmählich entwickelte sich in dem Sänger eine große, seiner Art entsprechende Liebe für seinen Wohltäter. Die direkten Zärtlichkeiten des Gastes entfachten bei dem Leiter eine Entlarvung seiner Lebenslüge; denn es wurde offensichtlich – das gestand er seiner Frau dann sogar direkt ein – dass er bereits als junger Mensch mit einem Kumpel ein Leben nach seiner Weise praktiziert hatte.

Zwar versuchte der nun mit sich selbst im Konflikt liegende Leiter durch einen dubiosen Exorzismus der erkannten Selbsttäuschung zu entrinnen. Das misslang. Aber dann war noch der Konflikt mit der Gemeinde zu besiegen. Zunächst versuchten nach paulinischem Muster gute Freunde, ihn auf die traditionelle Schiene zurückzubringen, aber schließlich sah er selbst ein, dass er bei der nun erkannten, ihm gemäßen Wahrheit bleiben müsse. Er trat von seinem Amt zurück.

In der Schlussszene wurde dann Hoffnung auf die neue Offenheit in der Gemeinde angedeutet. Die hochherzige Ehefrau übernahm mithilfe des Versöhnungsgebetes aus dem Evangelium einen Aufruf zu christlicher Toleranz.

Wenn diese bewusst gewollte, verführerische Tendenz mithilfe des als lächerlich dargestellten bibeltreuen Glaubenslebens nicht in so deutlich sichtbarer tendenziöser Absicht erfolgen würde, wäre jedes Wort über dieses Machwerk zu viel. Dann bliebe allein die Trauer über einen hier erkennbaren Verlust unserer einst so hervorragenden Theaterkultur.

Aber in der schamlosen Weise – besonders der unverblümten Darstellung einer Bettszene zwischen den beiden Männern – bleibt allein das Entsetzen über den Verlust der Würde des Menschen, die laut Bundesverfassung als Naturrecht allen, wirklich ALLEN zusteht.

Fazit:
Unsere in dieser Weise neu gesetzlich verstärkte Demokratie billigt zwar jedem Menschen zu, sein Leben nach der eigenen Maßgabe zu gestalten. Aber es ist im höchsten Maße undemokratisch, traditionelle Lebensformen – mögen sie noch so eng anmuten – abschaffen zu wollen, indem man sie  –  mit höhnischen Übertreibungen agierend  – als unecht und veraltet darstellt.


4 Kommentare on “ARD-Spielfilm „So auf Erden“ verunglimpft bibeltreue Gemeinden und Ansichten”

  1. zeitschnur sagt:

    Die Art und Weise, in der Homosexualität heute gewissermaßen als die „größere Wahrheit“ propagiert wird, trägt selbst religiöse Züge.
    Man stellt die Leute nicht wegen ihrer Doppelmoral bloß (hier den Pastor), sondern als Leute, die sich bisher in einer Täuschung aufgehalten haben und nun die Wahrheit erkennen: dass nämlich der Homosex der Sex der Sexe ist und offenbar erstrebenswerter als der normale Mann-Frau-Sex. Im Grunde ist ja das die eigentliche und tiefliegende Botschaft.
    Ich habe daher allmählich den Verdacht, dass sie – in dieser Propaganda als „größerer Wahrheit“ über alle anderen Lebenskonzepte, zu denen auch ein freikirchliches ja gehört – Bestandteil einer übergeordneten elitären Pseudo-Religionsmatrix ist.
    Also: Homosexualität als konstituierendes Merkmal einer schleichend eingeführten Supra-Religion, deren Botschaft vielleicht einfach darin besteht, DASS man alles nach eigenem Gutdünken verändern kann, was der Mensch bisher über Jahrtausende weg als natürliche Vorgabe erlebt hat und darüber nicht mehr gewiss sein darf. Der Homosex kann aber sein mythisches Mega-Sex-Wahrheits-Getue nur aufrechthalten, wenn es nach wie vor genügend Heterosexuelle gibt, die man erniedrigen oder belächeln kann. Die „anderen“ werden zu Befriedigungspuppen einer narzisstische total gestörten homosexuellen Mentalität, die es einfach nicht aushält, halt einfach bloß ….homosexuell zu empfinden oder vielleicht auch sich darein verrannt zu haben. Auch das ist ja immerhin denkbar und möglich. Wenn es immer nur Heterosexuelle sind, die sich über sich täuschen – warum dann nicht auch mal Homosexuelle? Alleine an dem Detail sieht man, wie ideologisiert und totalitär diese Homo-Propaganda operiert. Der Homosexuelle solle der Allerbeste, eine Art Gigant sein. Da liegt der Hase im Pfeffer. Er will der Held unserer Tage sein. Oder auch sie (wenn auch viel seltener).
    Die Supra-Religion breitet ihre Schwingen über alle bestehenden Religionen aus (von denen keine einzige Homosexualität als „gleich“ oder gar „besser“ anerkennt!), die man nicht mehr einfach vernichtet, wie das so plump früher seitens totalitärer Systeme geschah, sondern fördert, aber unter der Leitung dieser… „Schwingen“…von denen man nicht greifen kann, zu welchem konkreten Körper sie gehören. Aber vielleicht zeigt sich uns das demnächst auch noch. Gewöhnliche homosexuelle Personen haben mit dieser Ideologie ja zunächst kaum etwas zu tun.

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  2. Cornelia Vogt sagt:

    Ich sah des Öfteren in letzten Wochen Filme, welche mich ebenso anekeln.
    Ich möchte Ihnen hier einmal den seit 15 Jahren schon bestehenden Kanal BIBEL-TV benennen.
    Er ist in keinem Programmheft zu finden.
    Man kann es sich kostenlos monatlich zuschicken lassen..abonnieren…gratis.
    Es ist dort Vielfältiges zu sehen.
    Spielfilme, welche auf wahre Begebenheiten beruhen…
    Es ist für jeden etwas dabei.
    Regelmäßige Messen ebenso.
    Dokumentationen über bekannte Persönlichkeiten wie aus der Bibel NT und AT.
    Ich gebe diese Empfehlung g e r n .
    Der Sender lebt durch Spendengelder.
    Schauen lohnt.

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  3. Dass es sich lohnt, sich einmal die medialen Manipulationen näher anzuschauen (https://kirchfahrter.wordpress.com/2017/03/01/kulturelle-hegemonie-und-mediale-beeinflussung/), ist sicher richtig.

    Aber um der Wahrheit die Ehre zu geben: Der Film wurde nicht von der berüchtigten degeto, sondern der EIKON SÜDWEST GmbH produziert, welche 1960 aus der evangelisch-kirchlich organisierten Filmvertriebs-Gesellschaft Matthias-Film in Stuttgart hervorging. Ihre Gesellschafter sind Evangelische Landeskirchen, Werke und die EKD
    (http://www.eikon-suedwest.de/ueber-uns.html). Nimmt man die damaligen Aussagen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens gegenüber Evangelikalen (https://kirchfahrter.wordpress.com/2016/07/21/landeskirche-bereiten-bibelgruppen-mehr-sorgen-als-islamisten-httpsjungefreiheit-dekulturgesellschaft2016landeskirche-bereiten-bibelgruppen-mehr-sorgen-als-islamisten/) dazu, macht dies doch nachdenklich…

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  4. Es gibt immer Menschen, die sich versuchen dadurch vor sich zu rechtfertigen, dass sie abartige Verhaltensformen Anderen unterstellen. Wenn ein Fernsehredakteur seine perversen Fantasien ausleben will, können wir das nach dem Pornografiegesetz wegen der Zugänglichkeit für Kinder und Jugendliche etwas einschränken. Das Einfachste ist, bevor man sich erbrechen muss, die Filmvorführung zu verlassen.

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