DW-Autorin Zhang Danhong kritisiert Asylpolitik und Realitätsferne in Deutschland

Im Auslandssender „Deutsche Welle“ äußert sich die aus China stammende DW-Redakteurin Zhang Danhong kritisch zur Asylpolitik Merkels und zur weitgehenden geistigen Gleichschaltung in den deutschen Medien.

Unter dem Titel „Mein Deutschland: Die Obergrenze – eine typisch deutsche Debatte“ schreibt sie in ihrer Kolumne vom 12. Oktober darüber, daß sie über die von scheinheiliger Moral geprägte Debatte in Deutschland nur den Kopf schütteln könne.

Das Wort Obergrenze sei mittlerweile „fast zum Schimpfwort“ geworden. Kaum ein Talkgast bekenne sich dazu: „Wer will sich schon im selben Lager wähnen mit Horst Seehofer?“

Die Gegner berufen sich gerne aufs Asylrecht:
„Dieses Grundrecht will aber gar niemand antasten, nicht einmal die AfD. Allerdings macht diese Gruppe von Menschen nicht mal ein Prozent der in Deutschland Ankommenden aus. In Zahlen ausgedrückt: Ganze 2120 Menschen haben im Jahr 2016 hierzulande politisches Asyl bekommen. Ihr Recht steht nicht zur Debatte.“
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Wenn die selbsternannten Lordsiegelbewahrer bundesdeutscher Asylmoral mit ihrer pseudo-humanitären Sprücheklopferei am Ende der Fahnenstange angelangt sind, fällt ihnen immer noch der Flüchtlingsstatus ein. Dazu schreibt die deutsch-chinesische Autorin: 
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„Die Genfer Flüchtlingskonvention hat aber nicht nur Deutschland unterschrieben, sondern fast alle Länder dieser Welt, insgesamt 194. Die Konvention verpflichtet die Unterzeichnerländer zu nichts. Jedem ist es freigestellt, sehr wenig bis sehr viel zu tun. Sie zwingt auf jeden Fall kein Land dazu, Kriegsflüchtlinge bis zur Selbstaufgabe aufzunehmen.“
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Merkel habe mit ihrer Grenzöffnung für alle „die Einheimischen überfordert“, stellt Danhong weiter fest: „Ein Chinese sagte mir neulich, das sei ein Akt der moralischen Geiselnahme.“
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Die Verfasserin erwähnt das als Einwanderungsland viel gerühmte Kanada, immerhin 28 mal so groß wie Deutschland. Der liberale Premierminister Trudeau setzt jährlich eine neue Obergrenze für Flüchtlinge, in diesem Jahr 7500. Frankreichs von den Medien hierzulande so gelobter und gepriesener Präsident Macron verkündete eine Obergrenze von 5000 Flüchtlingen.
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Und in Deutschland wandte sich die CDU (von den Linksparteien ganz zu schweigen) jahrelang bis zuletzt sogar vehement gegen eine Begrenzung auf jährlich sage und schreibe 200.000 Personen. Erst das Desaster bei der Bundestagswahl führte dazu, daß sich die CSU mit ihren völlig berechtigten Forderungen wenigstens teilweise durchsetzen konnte. 
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Zu Recht fürchtet die Verfasserin angesichts dieser Sachlage, „dass die deutsche Politik noch nicht in der Realität angekommen ist.“
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Quelle für die Zitate: http://www.dw.com/de/mein-deutschland-die-obergrenze-eine-typisch-deutsche-debatte/a-40913021#disqus_thread
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3 Kommentare on “DW-Autorin Zhang Danhong kritisiert Asylpolitik und Realitätsferne in Deutschland”

  1. Bernhard sagt:

    Über den Inhalt dieses Artikels kann man streiten. Ich stimme über weite Strecken zu.

    Was ich aber nicht „ab kann“, ist wenn Ausländer ankommen und uns versuchen zu belehren, wie wir unser Land zu führen haben. Ja, Zhang Danhong ist deutsche Staatsbürgerin. Aber gerade, wenn man sich freiwillig einem Land angeschlossen hat, sollte man mit Besserwisserei und „typisch deutsch“ vorsichtig sein.

    In ihrem eigenen Land verbitten sich viele Chinesen jede Kritik von außen.

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    • antiprotestantismus sagt:

      Hallo!
      Zhang Danghong belehrt niemanden, sondern schüttelt zurecht nur ihren Kopf über Merkels linke Asylpolitik … und äußert sich berechtigterweise dazu. Auch mit der von Ihnen unterstellten Besserwisserei hat das nichts zu tun! Jedoch liegt sie mit „typisch deutsch“ falsch und sollte damit sicherlich vorsichtig sein!

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  2. Cornelia Vogt sagt:

    Woanders schritten die Einheimischen zur Selbsthilfe in Form von Demonstrationen.
    Hier ist es verboten, auch nur annähernd ein Wort zu der fatalen Situation zu sagen.
    Mietwucher fällt mir da als Erstes auf, welcher ja d a d u r c h anwächst.
    Krankenkassen sind überlastet.
    Und wollen ab 2018 einen e t w a s niedrigeren Beitrag gestatten.
    Das ist doch gelogen.
    Für wie dumm hält man uns denn!!!
    Lebensmittel steigen STILLSCHWEIGEND immer etwas mehr…schleichend.
    Eine politische Sache nach der anderen liest man täglich neu.
    Kirche mischt mit.
    An wen soll man sich noch halten können, außer wirklich nachzudenken, sich BEWUßT zu entscheiden bei ALLEM, was täglich anliegt.
    Mein Vater sagte sehr oft früher zu mir___Hilf Dir SELBST, dann hilft dir GOTT.
    Und es stimmte. Ich wurde dadurch stark.
    Auch meine Mädels erzog ich so. Doch nahm Gott mir meine Älteste trotzdem .
    Die Zeit des Lichts, als MOTTO der Hunderjahrfeier von FATIMA HEUTE gibt mir Mut, daß der FRIEDEN BALD EINKEHREN MAG.
    Nichts im Leben geschieht umsonst.
    Wir lernen auf diese Weise d a z u.

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