Mohammed – ein Prophet für Christen?

Von Dr. Udo Hildenbrand

Vor einiger Zeit war in einer christlichen Wochenzeitschrift der Titel zu lesen: „Kann Mohammed auch ein Prophet für Christen sein?“

Bereits bei der Artikelüberschrift reibt man sich die Augen: Wie kann ein Christ diese Frage überhaupt ernsthaft stellen? Fehlt nur noch die Anschlussfrage: Sollten wir nicht umgehend beim Papst den Antrag stellen, Mohammed möglichst „subito“ zum Kirchenvater zu ernennen?

Bei dieser Fragestellung und den Ausführungen dieses Artikels gewinnt man den Eindruck, die Biographie Mohammeds sei völlig unbekannt. Hat er nicht zahlreiche Kriege geführt, ursprünglich christliche Regionen unterworfen und islamisiert, jüdische Stämme aus Medina vertrieben und ihr Vermögen an sich gerissen, seinem Ziehsohn die Frau „ausgespannt“, Frauen als Kriegsbeute in seinen Harem aufgenommen“ usw.?

Hat er nicht zentrale Inhalte des christlichen Glaubens geleugnet und bekämpft? Hat er nicht Juden und Christen als gottlos und als Lügner bezeichnet, sie (bestenfalls) zu Menschen zweiter Klasse deklassiert? Gibt es so nicht die Fülle unüberbrückbarer theologischer und ethischer Divergenzen zwischen Islam und Christentum?

Wird bei der Diskussion dieser Frage nicht auch die Lehrmeinung der Kirche völlig ignoriert, dass nämlich die Heilssendung der alttestamentlichen Propheten mit Jesus Christus abgeschlossen und in ihm vollkommen erfüllt ist?

„Unvereinbare Unterschiede“ – so lautet die Überschrift eines anderen Artikels in derselben Ausgabe dieser Wochenzeitung. Auf die Frage: „Kann Mohammed auch ein Prophet für Christen sein?“ begründet diese Überschrift die eindeutige Antwort: NEIN!

Ein christlicher Glaube mit Mohammed als Prophet wäre jedenfalls nicht mehr mein Glaube.

Unser Autor Dr. theol. Udo Hildenbrand aus Bühl in Baden ist katholischer Priester und Spiritual eines Klosters im Schwarzwald

Weitere aufschlußreiche Zitate und Infos zum Islam finden Sie in dem Buch “Wortmeldungen zum Islam” (siehe Abbildung) von Dr. Udo Hildenbrand; es ist für 11,80 € portofrei über seine Adresse erhältlich  – per Mail: udo.hildenbrand@gmx.de

 

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9 Kommentare on “Mohammed – ein Prophet für Christen?”

  1. Zunächst sind 800 Millionen durch den Islam versklavte Frauen zu befreien. Ist dieses Ziel erreicht, gibt es den Islam nicht mehr.

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  2. Brigitte sagt:

    Die Verfasserin des Artikels, Magdalena Ebertz, „Kann Mohammed auch ein Prophet für Christen sein“ schreibt als Fazit „Die Zeit ist reif für die Prophetenfrage“. Ja, in der Tat, ist es mal wieder an der Zeit, sich mit den Großen und den Kleinen Propheten des Alten Bundes und ihren Schriften zu beschäftigen und einen Transfer ins eigene Leben zu finden. Diese Schriften lesen sich leicht, aber ihre Inhalte wiegen schwer. Daneben auch nur den Koran zu stellen, grenzt für mich an Unwissenheit im geringsten Fall, stellt im schwerwiegendsten Fall eine Beleidigung unseres Gottes dar, der diese großen Männer auserwählt hat, seinem Volk zu dienen und es auf die Ankunft des Erlösers, Jesus Christus, vorzubereiten.
    Alles in allem: Die Schriften der Propheten des AT sind ausreichend für einen Christen – und einen Juden – damit hat er genug zu tun, zu lesen, zu überlegen, zu reflektieren. Ein Christ benötigt keine Koranlektüre zur Auferbauung, sondern dieses Buch ist lediglich geeignet, vom Islam abzuschrecken.

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  3. Gleichgültig, ob „Mohammed“ eine historische Person oder, wie es neuere Forschung nahelegt, eine spätere Fiktion ist – die Gestalt, die uns die islamische Lehre vorstellt, kann kein Prophet des Gottes sein, den uns Jesus Christus im Evangelium lehrt.

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  4. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Laut eigener Darstellung begreift sich die Zeitschrift „ökumenisch und weltoffen“ und „fördert den Dialog über ein modernes Christsein in einer modernen Welt“, ist „allen Reformkräften verbunden“, die für „Freimütigkeit und Glaubenserneuerung eintreten“. Übrigens spiele „Gesellschaftspolitik eine wichtige Rolle“. Zitiert nach http://www.christ-in-der-gegenwart.de/zeitschrift/philosophie_html.

    Danke, keine Fragen mehr.

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    • Brigitte sagt:

      „Und ein Blick in die Zukunft“
      CHRIST IN DER GEGENWART richtet sich an alle, die sich auch religiös kein X für ein U vormachen lassen. CHRIST IN DER GEGENWART wendet sich an jene, die um einen christlichen Lebensstil im Gespräch mit Wissenschaft, Kunst, Kultur, Politik ringen. CHRIST IN DER GEGENWART möchte ebenso jenen dienen, die sich von der Kirche verlassen fühlen. CHRIST IN DER GEGENWART will zu einem kritischen Christsein heute schon für morgen einladen: aufgeklärt, mystisch, hoffnungsvoll.“

      Dann frage ich den Herausgeber doch mal allen Ernstes, warum ein Christ ausgerechnet seinen Schreibkram abonnieren sollte?
      http://www.christ-in-der-gegenwart.de/zeitschrift/philosophie_html

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  5. Rabenstolz sagt:

    Papst Franziskus lässt munter für seine Weltherrschaft die Christenverfolgung nach Europa importieren und macht keinen Hehl daraus, das unser Christentum für ihn überlebt ist. Er hat weder den Christen im Irak geholfen, noch hat er die Kopten in Ägypten verteidigt – mit Allüren des Größenwahns in meinen Augen.
    Nun zu unseren unreifen Theologen wie Käßmann, die die 68er Hippieideologie derzeit mit dem christlichen Glauben zum gefährlichen Sprengsatz bis hin zur Unterwerfungsreligion vermischen und Bedford Strohm krönt das Ganze und meint, wir müssen uns daran gewöhnen, dass es auch menschliche Propheten gibt, oh ja, der Sklavenhalter, oder Feldherr Mohammed als Prophet.
    Natürlich gab es Menschen mit besonderem Gott-Bezug wie Mose, die ihr Wissen weiter reichten und nicht wie Diktatoren über das gläubige Volk befahlen. Die heilige Schrift soll vermutlich umgeschrieben werden mit ideologischen Brandsätzen, damit das klerikale Establishment wieder Macht über seine Herde Gläubiger bekommt, die ihm hörig ergeben zu sein hat, anstatt Luthers Bibelübersetzung und Thesen selbstständig zu durchdenken und der Botschaft zu vertrauen, dass man als Mensch Schöpfungskind Verantwortung für andere Schöpfungskinder hat, gegenüber der Schöpfung und vor allem vor Gottes jüngsten Gericht bestehen muss.
    In Deutschland soll der Turm zu Babylon neu gebaut werden und wenn nicht integrierbare Willkommensgäste unsere Christen abmurksen und bedrohen, Riten wie im finsteren Mittelalter einführen, auch gut. Gerade das steht nicht in der Bibel, sondern die Warnung vor dem Turmbau zu Babylon und auch im neuen Testament ist von Käßmanns linker Ideologie nicht die Rede, sondern steht die Warnung bei Matthäus, wo Pharisäer und Schriftgelehrte Gottes Werk verfälschen und damit ihnen der Weg zu Gottes Lichtwelt versperrt wird.
    Was rege ich mich darüber noch auf. Gutmenschen glauben eben, sie können sich einen Heiligenschein ohne kritisches Denken aufsetzen. Die Ursache für unsere höllischen Zustände auf Erden ist die Götzen Anbeterei, die jetzt wieder Hochkonjunktur hat. Hier werden Menschen aus der heiligen Schrift zu Propheten verklärt, wo nicht ihr Gott Bezug im Mittelpunkt steht, sondern ihnen Befehlsgewalt über die Gläubigen eingeräumt wird. Mose war kein Prophet in dem Sinne der heutigen 68er Theologen, er hatte eine Begegnung mit Gott auf dem Berge Sinai und überbrachte diese Botschaft den Menschen und führte sie aus der ägyptischen Versklavung. Auch sonst hielt er sich mit Visionen der 68er im Hippie-Drogenrauschkonsum mit eingebildetem Pfingstgeist zurück. Jesus Christus warnte im neuen Testament ausdrücklich vor solch einer Verklärung der Menschen zum Propheten, er lehrte, kein Schöpfungskind hat das Recht ein anderes Schöpfungskind zu unterdrücken – und was tut der zum Propheten verklärte Mohammed, er fordert die Versklavung aller, die seiner Person nicht huldigen, und verspricht ihnen für diese Unterwerfung Allahs Geschenke. Fundamentalistische Moslems, die nach Deutschland kommen, meinen nun als Analphabeten, sich mit Gewalt unsere Frauen und Kinder nehmen zu dürfen, aber ja, die 68er Hippies in ihrem Sexrausch nehmen das nicht so genau mit dem Respekt der Schöpfungskinder voreinander.

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    • Rabenstolz sagt:

      Bevor Herr Merl wieder auf Luther und sein menschliches Sündenregister losschimpft, auch ich lehne dessen antisemitistische Haltung im hohen Alter ab, sollte er doch Luthers Thesen studieren, wo er eindeutig abgeklärt hat, dass auch er sich als sündiges Menschenkind sich dem göttlichen Gericht stellen muss. Wir Menschen sind nun mal kleine Sünderlein, sang Willy Millowitsch einsichtig und das schmälert nicht die Dinge, die wir richtig gemacht haben. Es ist eine theologische Schande, das Reformationsjahr zum Politikum aus wuchern zu lassen und als Trittbrett der Vermischung einer Ideologie mit der christlichen Religion zu benutzen. Wir begeben uns damit auf das Niveau des Menschenverächters Mohammed, der leidvollen Kindesmissbrauch zu Allahs Willen verklärt, bei Sexverkifften Grünen mit ihrem Bildungsniveau kann man nichts anderes erwarten, von Christen schon. Luther hat in einer politisch anderen Zeit gelebt, das ist richtig, jedoch seine Thesen beziehen sich ausschließlich auf das neue Testament und den Missbrauch des Klerus der christlichen Religion. Luther hat sich übrigens auch nicht zum Propheten verklären lassen. .

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  6. zeitschnur sagt:

    Die islamische Apologetik behauptet, „Mohammed“ sei der „Paraklet“, den Jesus angekündigt hatte, wenn er in den Himmel gefahren sein werde. Und damit suggeriert sie, sie befinde sich im Rahmen der alttestamentlichen und neutestamentlichen Prophetie, die dann mit dem Islam endgültig abgeschlossen sei. Der Islam ersetzt also den „Geist, der lebendig macht“ durch einen in sich gespaltenen, sexbesessenen und grausamen Mann… das muss einem Christen eigentlich das Herz brechen.

    Die jüdischen und christlichen Überlieferungen der beiden Testamente nennen sie „verfälscht“ – wir hätten die wahren Zusammenhänge absichtsvoll verzerrt. In Wahrheit sei Ismael der verheißene Sohn Abrahams gewesen, schließlich sei er der Erstgeborene gewesen, und da die Frage nach der Legitimität einer Frau für diese „Religion“ ohnehin ohne Rang ist, interessiert sie nur, dass Gott Abram etwas verheißen hat – ob er es dem Abram ausschließlich mit Sarai verheißen hat, interessiert diese Leute nicht. Frauen gelten nichts. Dass Gott selbst Sarai später umbenennt in „Sara“ (Herrin, Befehlshaberin) und die Heilslinie in der Ausschließlichkeit nur über sie eindeutig, über Abraham, den er „Vater der Vielen“ nennt (also der Freien und der Sklaven!), dagegen nur gebrochen führt, wollen diese Leute nicht wahrhaben.
    Dabei bezieht sich Paulus im Galaterbrief ausdrücklich noch einmal auf diese beiden Frauen und ihre Söhne und stellt klar, dass die Heilslinie Gottes ausschließlich über Sara und ihren Sohn Isaak ging und NICHT über die Sklavin Hagar und deren Sohn Ismael.

    Das heißt, die Heilslinie wird in der Schrift wesentlich über die Frau bestimmt: Nur wer Saras Sohn oder Tochter ist, ist ein wahres Kind Abrahams im geistlichen Sinne. Wer Kind einer seiner Sklavinnen ist, gehört nicht dazu. Paulus begründet das ausdrücklich damit, dass nur Sara frei war, und die Kinder Gottes Kinder der Freien sind und niemals der Sklavin sein können.
    Hier liegt auch der Hund begraben, warum der Islam die Frau so hasst und erniedrigt: weil Gott die Heilslinie primär über sie gesetzt hat, weil an der Freiheit der Frau hängt, ob die Nachkommen frei sind und ein Glaube wahr ist und von Gott kommt. Was von Gott kommt, ehrt die Frau wieder. In der Erzählung um Sara, die die Herrin und Befehlshaberin ist nach Gottes Setzung, wird bereits die Frau an ihren Platz zurückgestellt. Sie ist Vorläuferin Marias, in der dieses Modell noch „getoppt“ wird.
    Das hat Ismael nie verkraftet, deswegen hasst er die Kinder Isaaks, uns deshalb behauptet der Islam auch, Ismael sei der wahre Heilsträger, und Abraham habe mit Ismael an der Kaaba lange vor den Israeliten den Eingottglauben verkündet.
    Dass diese narzistische Kränkung sich allerdings auch bei den Juden in einer geradezu besessenen Abrahamskinder-Selbstuzuschreibung auswuchs, berichtet das NT an vielen Stellen. Paulus nennt das damalige Jerusalem ebenfalls „Kind der Sklavin“ (!) – es kommt auf das geistige Verständnis an. Und Johannes der Täufer sagt, Gott werde aus Steinen Kinder Abrahams machen und spricht den Juden ab, lebendige Kinder A.s zu sein: „Meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen.“ (Mt 3, 9) Und Jesus hebelt die zentrale Gestalt Abrahams um ein weiteres in dieser Absolutheit, wie sie gesetzt wid von den Juden, aus, als er den Juden sagt: „Ehe Abraham war, BIN ich.“ Die Szene ist ein Schlüssel auch zum verständnis der Lage heute zwischen Islam und Christentum:

    „(Die Juden fragen Jesus:) Bist du etwa größer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?
    54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts; mein Vater ist es, der mich ehrt, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott.
    55 Und ihr habt ihn nicht erkannt, ich aber kenne ihn; und wenn ich sagte: Ich kenne ihn nicht, so würde ich euch gleich sein: ein Lügner. Aber ich kenne ihn, und ich bewahre sein Wort.
    56 Abraham, euer Vater, jubelte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.
    57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?
    58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.“ (Joh 8)

    Abraham sah den Tag Jesu und freute sich…

    Dieses falsche Gerede davon, wir seien alle Kinder Abrahams, das sich die Christen seit Jahrzehnten nun zurechtgelegt haben, geht jedenfalls an der Schrift vollkommen vorbei.
    Man muss aber wissen, dass der Islam höchstwahrscheinlich – es gibt darüber inzwischen ausführliche Studien – eine christliche Häresie ist, denn das Mittelalter kennt diese „Religion“ erst seit den Kreuzzügen und nennt sie nicht „Islam“, sondern „haeresis Saracenorum“.

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