IGFM appelliert an Ägypten, die Christen vor muslimischen Extremisten zu schützen

Der muslimische Extremist, der bei einem Messerangriff am vergangenen Donnerstag, dem 12. Oktober 2017, einen christlichen Priester ermordet und einen weiteren koptischen Geistlichen verletzt hatte, ist angeblich geistig erkrankt. Sein genaues Tatmotiv sei unklar.       

Bei dem Opfer des tödlichen Messerattentats handelt es sich um einen koptischen Geistlichen aus dem oberägyptischen Beni Suef, der sich zu einer Konferenz in Kairo aufhielt. Über den Zustand des Verletzten ist derzeit nichts weiter bekannt.  

Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), kritisiert die Informationspolitik der ägyptischen Behörden. Die Zahl der Anschläge auf christliche Ägypter steige weiter. Die Regierung Al Sisi sei „ganz offensichtlich nicht in der Lage, christliche Ägypter vor systematischer Verfolgung durch muslimische Extremisten zu schützen“.

Dies gelte nicht nur für das Sinai-Gebiet und Oberägypten, sondern auch für Alexandria und die Hauptstadt Kairo.

„Um die vom muslimische Extremismus ausgehende Gefährdungslage für Christen zu bagatellisieren, werden die extremistischen Täter immer öfter als geisteskranke Einzeltäter hingestellt“, erklärt der IGFM-Sprecher (siehe Foto).

Tatsache sei aber, dass sich Kopten in Ägypten ihres Lebens nicht mehr sicher sein können. Dies gälte insbesondere bei religiösen Festen, Kirchenbesuchen und für Symbolpersonen wie christliche Lehrer, Bürgerrechtler und Geistliche.

Die Ursache für die Probleme der Kopten ist nach Auffassung der IGFM eine zunehmende islamische Radikalisierung, welche die Regierung ignoriere. Das rückwärtsgewandte islamische Gedankengut sei der Nährboden, auf dem der Extremismus immer stärker werde.

Das Regime bekämpfe jedoch ausschließlich die politischen Strömungen des Islamismus, die eine aktuelle Bedrohung der Macht des Militärs darstellen. Das sind vor allem die Muslimbrüder. Unpolitische, aber viel radikalere Gruppen verbreiten derweil mit Erfolg ihr menschenrechtsfeindliches Weltbild. 

Die koptische Minderheit gilt als Stütze der Regierung von Präsident Al Sisi und als Vertreterin westlicher Werte. Dies macht sie aus Sicht der Extremisten zu einem lohnenden Ziel.

Dennoch übt die koptische Kirche bisher nur verhalten Kritik am mangelnden Schutz der Christen durch den Staat. Bei der Trauerfeier für den ermordeten Priester appellierte Bischof Raphael von Kairo erstmals sehr deutlich an die ägyptischen Behörden, die „Kultur eines durch Gewalt, Terrorismus und Extremismus vergifteten Volkes“ zu verändern.

Die altorientalische koptische Kirche ist die größte christliche Gemeinschaft in Ägypten. Angaben über Mitgliederzahlen schwanken zwischen 7 und über 10 Millionen unter den rund 95 Millionen Einwohnern Ägyptens. Etwa eine weitere halbe Million Kopten lebt in anderen Ländern, davon schätzungsweise 12.000 in Deutschland. Als größte religiöse Minderheit sehen sich die Kopten in Ägypten vielfach als Opfer von Diskriminierungen, die des Öfteren auch in Gewalt münden.

Aus angeblichen Sicherheitsgründen seien in den vergangenen Monaten mindestens 58 Kirchen auf staatliche Anordnung geschlossen worden. Davon seien nur neun inzwischen wiedereröffnet. Die Behörden hätten den Kopten mehrfach zugesagt, sich um eine baldige Wiedereröffnung aller Kirchen zu bemühen.

BILD: Koptischer Gottesdienst in Münster

Dennoch fehlen laut dem koptischen Bischof Makarios in rund 70 Dörfern seines Bezirkes Kirchen, da sie keine Genehmigung zu deren Bau erhielten. Die Kopten treffen die Schließungen hart, da sie meist keine alternativen Orte für ihre Gottesdienste finden.

Bei einem Angriff von muslimischen Extremisten auf die St.-Georgs-Kirche in Al-Arisch (Sinai) wurden am vergangenen Montag (16. Oktober 2017) sieben Wachleute getötet. Rund ein Dutzend Angreifer beschossen am Montag die Kirche. Eine zweite Gruppe überfiel eine Bank, verlautete aus Sicherheitskreisen. Die Angreifer feuerten mit Granatwerfern und Sturmgewehren auf die Wachleute vor der Kirche im Zentrum von Al-Arisch.

Diese St. Georgs-Kirche im Stadtzentrum von Al-Arisch ist auf behördliche Anordnung seit Monaten geschlossen. Dennoch bestreiten offizielle ägyptische Stellen, dass es eine systematische Bedrohung und Gefährdung der christlichen Minderheit gäbe, kritisiert Lessenthin.

Weitere Infos: http://www.igfm.de/aegypten


4 Kommentare on “IGFM appelliert an Ägypten, die Christen vor muslimischen Extremisten zu schützen”

  1. Die Kopten aus Alexandria begründeten auch die iro-keltische Johannes-Kirche bzw. das iro-schottische Johannes-Christentum auf den britischen Inseln und in der Bretagne in Frankreich und in Galizien in Spanien nach dem Apostel Johannes mit den Johannes-Christen als koptisch-pelagianische Kirche, die lange Zeit unabhängig von Rom und eigenständig war und doch in bischöflicher Sukzession und Tradition und traditionaler Nachfolge der Apostel stand. Diese iro-keltische Johannes-Kirche als koptisch-pelagianische Kirche nach dem Apostel Johannes ging dann später in der römisch-katholischen Kirche nach dem Apostel Petrus auf. Und so teilen die römisch-katholische Kirche Roms unter dem Papst als Nachfolger des Apostels Petrus und auch die koptische Kirche durch die einstige iro-keltische bzw. iro-schottische koptisch-pelagianische Johannes-Kirche nach dem Apostel Johannes durchaus viele Heilige und Seelige und Märtyrer und bedeutende Mystiker und Theologen. So etwa den Heiligen St. Patrick als Missionar Irlands und den Theologen und Philosophen Johannes „Scottus“ Eriugena.
    Die Kopten und Katholiken haben also theologisch sehr vieles gemeinsam und es gibt sehr wohl theologische Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen und Schnittpunkte zwischen diesen und gemeinsame Heilige und heiligmäßige Männer und Frauen und Mystiker usw.

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  2. Rabenstolz sagt:

    Unser politisch klerikales Establishment will die 10 Gebote des Christentums durch die 50 Gebote der UNO ersetzen und damit den freien Christenmenschen, der sich einer Elite unterwerfen soll, ausradieren. Deshalb schwingen Käßmann und Co. so fürchterlich gerne die Antisemitismus-Keule gegen Luther, während sie auf der anderen Seite den Antisemitismus von Muslimen fördern. Luther war nicht von Anfang an antisemitisch, er forschte und lehrte die heilige Schrift der freien Christenmenschen und damit entmachtet er den Klerus, wo die Menschen anfingen, sich zu weigern, auf die Drohungen mit dem Höllenfeuer noch länger Taler für den Ablasshandel springen zu lassen. Ich weiß von mir persönlich auch, wenn man sehr schwer verletzt wird, wie leicht es ist, dass die Wut in Hass umschlagen kann. Von daher war Luther, der die Lehre vom freien Christenmenschen verbreitete, auch Hoffnungsträger für die Juden und die Vermutung liegt nahe, dass ein Streit am Ende seines Lebens zwischen den Gelehrten, sowohl Rabbiner, die Jesus nicht an erkannten, und Klerus, die Luthers Lebenswerk der Lehre des freien Gott verantwortlichen Christenmenschen bekämpften. Der Klerus, der eigentlich immer von Liebe und Barmherzigkeit schwafelte, brachte es fertig, Luthers Witwe Katharina von Bora, die wesentlich das Lutherhaus in Wittenberg mit aufgebaut hatte, zu enteignen und zu vertreiben. Gerade heute stehen wir wieder an dieser Schwelle, wo der freie Christenmensch durch eine klerikale Elite wieder unterworfen und geknechtet werden soll, für die Welteinheitsreligion der UNO.

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    • Rabenstolz sagt:

      Ergänzung: Luthers Antisemitismus ist nicht entschuldbar, aber er hatte seine Ursache in der Zerstörung seines Lebenswerkes durch den Klerus, der seine Macht auf die Gläubigen zurück wollte. In seinen Thesen ist auch deutlich erkennbar, dass er sich als sündiger Mensch der nicht vollkommen ist sich seiner Verantwortung vor dem jüngsten Gericht stellt, während Käßmann und Co. fleißig Gottes jüngstes Gericht leugnen und sich selber in den göttlichen Stand erheben.

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  3. Graf Dracula sagt:

    Dann sollte man das mal Papst Franziskus sagen, der für seine linke Welteinheitsreligion die Christen den Muslimen auf dem Silbertablett serviert, denn anders kann man sein Interview bei einer italienischen Zeitschrift nicht mehr verstehen. Wenn sich die Menschen, die globalistisch zusammen gepfercht werden, obwohl sie nicht in andere Kulturen integrierbar sind, gegenseitig ein Gemetzel liefern, irgendwann müssen sie sich vertragen. So einfältig sind normalerweise nur Kinder oder stecken beim Papst andere Überlegungen dahinter?

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