Mehr als zwei Drittel der RAF-Terroristen waren protestantisch geprägt

MELDUNG der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Es sei „alles andere als Zufall“, dass viele Linksterroristen der Roten Armee Fraktion (RAF) evangelisch geprägt waren. Diese Ansicht vertritt der Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar in einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“  in Erinnerung an den sog. „Deutschen Terror-Herbst“ vor 40 Jahren. 

Evangelische Kirche in Augsburg

68 Prozent von ihnen seien protestantisch sozialisiert gewesen und nur 26 Prozent katholisch. Vom Gründerquartett der RAF  –  Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof, Horst Mahler und Andreas Baader  –  sei nur Baader katholisch aufgewachsen. Die anderen seien in protestantischen Elternhäusern groß geworden. Der Vater von Ensslin sei evangelischer Pastor gewesen.

Prof. Kraushaar bezog sich u.a. auf eine Untersuchung des Soziologen Gerhard Schmidtchen. Dieser sei davon ausgegangen, man  habe es „im linken Terrorismus auch zu tun gehabt mit einer Form der Wertetransformation“. Ein religiös inhaltsleer gewordener Protestantismus sei das „formale Erziehungsgefäß“ für Ideologen und politische Überzeugungstäter geworden.

Vor 40 Jahren erreichte der RAF-Terror seinen Höhepunkt. 1977 ermordeten die Terroristen den Generalbundesanwalt Siegfried Buback, den Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto und Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer.

Prof. Kraushaar ist Autor des Buches „Über die blinden Flecken der RAF“ (Verlag Klett-Cotta).

Vollständige Nachricht hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/politologe-kein-zufall-dass-viele-raf-terroristen-evangelisch-waren-102852.html


27 Kommentare on “Mehr als zwei Drittel der RAF-Terroristen waren protestantisch geprägt”

  1. antiprotestantismus sagt:

    Die Wahrheit über Luther wird vom Historiker Michael Hesemann sehr gut dargelegt. Sein Artikel wurde bereits verlinkt. Hier ist er nochmal:
    http://michaelhesemann.info/8_7.html

    Ein weiterer sehr guter Artikel, der uns den wahren Luther vor Augen führt, ist hier zu lesen:
    http://www.katholisches.info/2017/10/luthers-fuersten-protestantismus-und-die-schrecklichen-folgen/

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  2. zeitschnur sagt:

    Da ja nun das Reformationsjubiläum hier auf eigene Weise „gefeiert“ wird und eben doch suggestiv „rüberkommt“, dass der Protestantismus irgendwie brutaler als der Katholizismus sei oder eher Kriminelle erzeugt, möchte ich darauf hinweisen, dass Luther zwar ein wohl cholerischer und aufbrausender, auch leidenschaftlicher Charakter gewesen sein dürfte, allerdings auch ein universal hochbegabter Mann, dieser Charakter in seiner konkreten Ausprägung aber doch zeittypisch war.

    Dieses ganze Zeitalter war brutal und unzivilisiert. Menschen waren sehr wenig wert, wenn man sich anschaut, wie man mit ihnen umsprang.

    Stets erklärt die katholische Apologetik über die furchtbaren Zustände in der Kirche und durch die Kirche geprägten damaligen Gesellschaft: „Ja, das wurde eben damals alles anders empfunden“ oder „das sah man damals anders“ oder „das muss man im Zeitkontext beurteilen“ und am peinlichsten: „Egal, wie sündig die Hierarchie lebte, aber immerhin lehrte man keine Irrlehren und bleib der Lehre treu“. Na dann war ja alles in Ordnung – man lebt als schwerer Sünder, lehrt aber immerhin nichts Falsches… wirklich?
    Dass man sich damit gewaltig in den Frack lügt, liegt auf der Hand. Der Mensch ist der Mensch, und es wurde natürlich NICHT anders empfunden als heute, wenn man Menschen folterte, „Geständnisse“ aus ihnen herausleierte, sie verbrannte und dies öffentlich und wegen Pipifax, übelste Kriegszüge unternahm, die Ärmeren schamlos ausbeutete, während sich die Bischöfe riesige Residenzen vom Geld der Armen bauten, den Menschen Höllenängste einträufelte, um sie um noch mehr Geld zu erleichtern etc. etc. Todesangst weicht nicht zurück, bloß weil man massenhaft tötet. Angst vor Schmerzen versiegt nicht, bloß weil man massenhaft Schmerz zufügt… das waren im Prinzip Terrorregime – man kann das durchaus vergleichen mit dem, was wir heute so nennen. Aber wir haben uns angewöhnt, da mit zweierlei Maß zu messen.

    Wenn man sich diese Zeit und die politischen und kirchlichen Szenarien ansieht, dann ist das um einiges schlimmer und unmenschlicher gewesen als das, was wir heute erleben.
    Ich verstehe nicht, dass man sich heute lautstark für „das Lebensrecht“ einsetzt und über den brutalen Islam aufregt, zugleich aber einen Schleier der Milde und Verklärung über das massenhaft verletzte Lebensrecht und die maßlose staatliche und kirchliche Brutalität gerade im 16. Jh und auch im 15. Jh (das die „Entladung im 16. Jh ja erst vorantrieb) wirft.

    Lügen haben kurze Beine – auch in solchen Dingen.

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  3. francomacorisano sagt:

    ….und abgesehen von Bommi Baumann kam KEINER aus einem Arbeiterhaushalt….!!!

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  4. Rübezahl sagt:

    Unsere EKD-Führungsriege wird der RAF immer ähnlicher, Scherz beiseite. Nach Martin Luther wurde der christliche Glaube mit allerlei linksideologischen Gedankengut gefüttert und in der DDR wurde Thomas Müntzer sehr verehrt und für eigene politische Klassenkämpfe instrumentalisiert.
    Luther hatte zwar diesen Traum, dass es den freien Christenmenschen gibt, aber er sagte selbst einmal, die Faust bleibe bei einem Streit in der Tasche. Er scheute die körperliche Auseinandersetzung, und in den Kreisen der adligen Gönner geborgen, widmete er sich voll und ganz der Wissenschaft und blendete die bittere Realität aus.
    Im theologischen Geiste waren Luther und Müntzer Brüder, aber Müntzer und Anhänger wollten sich gegen die unmenschliche Unterdrückung der leibeigenen Bauern wehren und so kam es zum Bauernkrieg 1525. Er wollte die Befreiung des Menschen von Unterdrückung und Knechtschaft nicht nur im geistigen Sinne.
    Aber im Gegensatz zu nachfolgenden Philosophen und Ideologen entwickelte er dazu keine eigene Ideologie, um die Bauern dazu zu gewinnen, sondern wollte nicht nur die geistige, sondern auch die praktische Befreiung gequälter Menschen umsetzen.
    Spätere Ideologen und Philosophen höhlten zunehmend den Protestantismus von innen aus und berühmtes Beispiel Käßmann, die derzeit mit Betbruder Bedford-Strohm den Protestantismus mit links grünen Ideologien verunstaltet und Protestanten sowie Luthers Lebenswerk verhöhnt.
    Diese Rockzipfeltheologen, die am Rockzipfel von Papst Franziskus hängen, unterstützen das Streben des Papstes nach der Welteinheitsreligion, wo das Christentum wieder in die Knechtschaft und Unterdrückung durch eine Obrigkeitselite geführt werden soll.
    Karl Marx wurde als Jude geboren, bekannte sich später zum Christentum und trotz atheistischer Lehre vermochte er es nicht, sich konsequent von der christlichen Religion zu trennen. Er war Urheber des Zwiespaltes zwischen Kulturmarxistischem Gedankengut und christlichen Glauben und sofern der christliche Glaube nur oberflächlich weiter gegeben wurde und in der Diktatur der DDR Marxismus-Leninismus Pflicht war und Christentum verpönt, konnte sich die Ideologisierung des Protestantismus nähren und wie eine Seuche die Herzen der Menschen vergiften.
    Jetzt alle Protestanten unter Generalverdacht zu stellen und Luther seine Lehre von der Freiheit des Christenmenschen in den Sumpf der Ideologisierung hinein zu ziehen, was falsch ist, sollte man lieber danach fragen, wie spätere Ideologen es geschafft haben, vor allem die Protestanten in ihrem Glauben zu entwurzeln.

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  5. zeitschnur sagt:

    „Protestantisch geprägt“ oder als formelle Protestanten von einem leeren Glauben unerfüllt?!
    Das sind zwei paar Stiefel.
    Ob ein Pietist Terrorist geworden wäre?!

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    • Guten Tag,
      wir haben hier die Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur übernommen.
      „Protestantisch“ geprägt heißt nicht „evangelikal“ bzw. pietistisch.
      Natürlich handelte es sich bei den RAF-lern nicht um fromme evangelische Christen.
      (Wir würden sowas Absurdes auch zuletzt unterstellen – immerhin arbeiten wir seit ca 40 Jahren gut mit Evangelikalen zusammen!)
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  6. gabi paulus sagt:

    Luther war ja auch ein Mörder, er hat einen Kommilitonen beim Duell ermordet.
    Da ist es normal, dass diese von der RAF auch Lutheraner waren.

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    • Rübezahl sagt:

      Im Mittelalter war es üblich, dass Studenten freiwillig Duelle austrugen, ein brutaler Brauch der aus den Fehdekämpfen der Ritter hervorging, wo Turniere für einen meist tödlich endete. Ist sicher nicht zu entschuldigen, aber es hätte auch Luther tödlich getroffen werden können. Nun eine Verbindung von Luther zur RAF herzustellen ist obstrus und an den Haaren herbei gezogen, einfach lächerlich. Luther sein Lebenswerk war die Übersetzung der Bibel, die stete Forschung nach neuen Quellen und die Lehre vom freien Christenmenschen, dem er auch nicht eine eigene Ideologie wie die RAF beigemengt hat. Er hat nicht zu Mord und Totschlag aufgerufen, das ist eine Verklärung, sondern er hat sich duelliert, leider mit tödlichem Ausgang. Es war ein mittelalterlicher Brauch unter Studenten, wo man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln kann aber Luther war nicht der Einzige der sich duelliert hat. Dabei spielt man, da es tödliche Waffen sind, auch mit dem eigenen Leben.

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      • Rübezahl sagt:

        Wenn unser klerikales Establishment uns wider besseren Wissens nicht integrierbare Muslime auf den Hals hetzen für ihre kranke Ideologie der Welteinheitsreligion, obwohl ihnen bei Kenntnis des Koran klar sein müsste, dass Christen und Juden als Affen und Schweine zum Abschlachten nach Mohammeds Glaubensbild freigegeben sind, dann hat das eher mit der RAF zu tun.
        Bischof Bedford-Strohm jubelte dereinst als Mitglied im Moscheebauverein über die Einweihung einer Moschee mitten in Deutschland, die den Namen eines Christenschlächters trägt, also ganz zynisch gesagt hat er nichts dagegen, wenn seine mohammedanischen Freunde tödliche Jagd auf Christen machen. Konnte man in einem älteren Artikel in Cicero genau nachlesen.

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      • zeitschnur sagt:

        Die Sache mit dem Duell ist mW nicht sauber geklärt. Graf Brandenstein-Zeppelin von der ominösen Akademie der Frau von Stockhausen verbreitet das auf K-TV und anderswo. Mit Wissenschaft hat das meiste wenig zu tun und mehr mit Verleumdung und Hetze.
        Es ist zeimlich peinlich, in welcher Weise auf seiten der Katholiken ein negativer Luther-Mythos zusammengezimmert wird. Habe neulich so ein Machwerk geschenkt bekommen. Aus irgendwelchen eigentlich gar nicht so zu verstehenden Sätzen unterstellt man ihm alles mögliche, etwa auch, er habe herumgehurt und Katharina gezwungen, eines seiner unehelichen Kinder aufzuziehen. Die genannten Quellen sind entweder zweifelhaft oder gleich gar nicht vorhanden.
        Man liest katholischerseits förmlich aus dem Kaffeesatz, übersieht dabei aber scheinheilig, welches Pack man in den eigenen Reihen gut und gerne auch im Kardinalspurpur oder gar auf dem Stuhl Petri über die beiden Jahrtausende so zusammengesammelt hat – Mörder waren auch dabei, Hurer ohne Ende, Fresser, Säufer, Kriegstreiber, Sklavenhändler und Diebe. Wir haben Pädophile ohne Ende, ein Homokartell im Vatikan, und zwar schon mindestens seit dem 19. Jh, wenn nicht schon länger. Pius IX. hat ohne Not Juden ihr Kind gestohlen und als seines aufgezogen etc. etc. und als geisteskrank wurde auch er gekennzeichnet – auch das eine beliebte Anti-Luther-Keule: Luther sei psychotisch gewesen – und selbst wenn – Pius IX. scheint es auch gewesen zu sein, aber den verehren dieselben, die Luther dafür ablehnen. Hören Sie mir also alle auf mit dieser albernen Lutherhetze – der Mann war nur einer von vielen widersprüchlichen katholischen Theologen. Sehen wir das klar und deutlich!

        Luther war in vielem sicherlich schwierig.
        Vor allem seine Gedankengänge sind oft sehr merkwürdig und irgendwie unlogisch oder so verschlungen, dass sie brüchig werden und unstimmig. Das finde ich viel relevanter.
        Aber das ist ein anderes Thema.
        Mit der RAF hat das jedenfalls null zu tun.

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      • antiprotestantismus sagt:

        @Zeitschnur
        Ja, genau, Luther hat sich nicht duelliert, und er war weder psychotisch noch be- und umsessen, er hat nicht herumgehurt und auch nicht zur Ausrottung der Bauern und Juden aufgerufen. Er ist fast schon ein Heiliger! Und das ganze Papst-Pack ist der Antichrist und die katholische Kirche die Hure Babylon und die Messe schlimmster Götzendienst! Wow! 😉

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      • ester sagt:

        Es gibt zwischen Heiligen und Teufeln in Menschengestalt noch eine ganze Menge anderer Stufen und Luther hat einfach das gehabt, was alle entflohenen Ordensleute und laisierte Priester haben.
        Die stellen sich selber unter einen ungeheuren Erfolgsdruck und müssen aller Welt zeigen, dass es sich gelohnt hat, ihr Wort zu brechen.
        Wiederverheiratete Geschiedene haben das,. wenn auch nicht so ausgeprägt auch:
        Gestehe dass ich glücklich bin, das wollen sie von allen Seiten bestätigt haben und je mehr das funktioniert, um so mehr packt den Gast das Grausen.

        Was nun die angeblich der Katharina de Bora untergeschobenen Kinder angeht, so handelt es ich um die 11 Kinder der mitsamt dem zugehörigen Mann verstorbenen Schwester des Dr. Luther und das finde ich gut von ihm.

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      • zeitschnur sagt:

        @ antiprotestantismus

        Da Ihr Name ja schon Bände spricht, erübrigt sich eigentlich jede Debatte. Aber mir tun katholische Eiferer immer auch leid. Kleiner Tipp: die Realität ist nicht schwarzweiß.
        Und lernen Sie lesen: Ich schrieb: Luther war schwierig. Aber wenn man diese unreflektierten prokatholischen Scheuklappen ablegt, werden einem die Augen überquellen über den Mist der katholischen Kirche. Ja, schlagen Sie die Geschichtsbücher, die Quellen auf – es ist ein Grausen!
        Ich weiß, wovon ich spreche – lügen wir uns nichts vor, so oder so nicht.
        Ein Luther war nur der grobe Keil auf den groben Klotz, den die Kirche damals darstellte und die bis heute kaum ein besseres Bild abgibt. Es sind nicht immer die andern schuld, wenn man selbst Mist baut.
        Was Hadrian VI. als einziger wahrhaftig aussprach, hat den Rest der Kirche einen feuchten Dreck gekümmert – und für einen Luther war es nach 100 Jahren moralischem und theologischem Sumpf auch nach Konstanz zu spät – die Kirche hat wirklich jede Chance zur inneren Reinigung verspielt und verschuldet damit auch aktiv Gestalten wie Luther!
        Halten Sie also die Luft an – der Protestantismus ist zwar selbst nicht besser als die Kirche, aber es hätte ihn nie gegeben, wäre die Kirche nicht so verkommen, dass es zum Himmel stinkt.
        Dieses Äon ist nicht Zeit für Illusionen.
        Und wenn Jesus sagt, er werde keinen Glauben mehr finden, wenn er kommt, dann ist das nicht schuld der Häretiker, sondern der Kirche, die den Glauben immer flacher und verzerrter verkündet. Und damit fing sie schon im Mittelalter an – nicht erst nach dem bösen Vaticanum II. Nicht der, der sowieso abfiel, ist das Problem, sondern der, der behauptet, der wahre Lehrer zu sein und doch nur Lüge verbreitet trotz beigemischten Wahrheitskörnern.

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      • antiprotestantismus sagt:

        @Zeitschnur
        Na, was soll ich denn als Katholik sonst als antiprotestantisch sein ?! Da erübrigt sich wirklich jede Debatte!
        Und gerade weil Sie schrieben: „Luther war schwierig“, schrieb ich, dass er kein Heiliger, sondern fast schon ein Heiliger war! Also, bitte lesen lernen!
        Und wenn ich mich im Hass verfangen und mich auf die Sünden anderer fixieren würde, dann würde ich wie Sie einen Tunnelblick bekommen und die Realität nicht mehr sehen, sondern das für Realität halten, was einen der Tunnelblick zu sehen zwingt und alles für bare Münze halten, was somit einseitig, verzerrt und damit verfälscht und falsch gesehen wird. Dieses ist es, welches Sie das Gute, Schöne, Wahre, Wesentliche nicht mehr sehen und erkennen lässt! Sie sehen nur den Teufel an der Wand gemalt! Und falls Sie es nicht wissen sollten: Die Kirche ist das Fundament der Wahrheit, das Sie angreifen. Es bleibt von den Sünden ihrer Glieder unberührt! Und darauf kommt es in erster Linie an! Alles andere ist Schmarrn.

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      • zeitschnur sagt:

        @ antiprotestantismus

        O weh, nun kommt der Onkel Doktor und schmeißt einfach ein paar Vorwürfe zurück. Bisschen schwach, finden Sie nicht?!

        Wieso sollte bitteschön ein Katholik „Antiprotestant“ sein oder gar „was denn sonst als Antiprotestant“?! Ich habe selten etwas Selbstentlarvenderes gehört.
        Wie wäre es mit „Ich bin ein Kreuzesnachfolger, was denn sonst?“ oder „Ich bin Diener meines Herrn, und der heißt Jesus“ oder dergleichen? Ist für Sie vielleicht keine Perspektive, aber für mich schon.

        Das „Fundament der Wahrheit“ ist wohl kaum „die Kirche“ – wo steht das? Und was soll bitteschön die Kirche sein, wenn nicht die Gesamtheit ihrer Glieder unter dem Haupt Christi? Wo haben Sie gelesen, dass die Sünden der Glieder „sie nicht berühren“? Etwa bei Luther – der hätte so argumentiert: für ihn gab es diese „unsichtbare“, wirklich reine und heilige Kirche, die nicht identisch ist mit den hartnäckigen Sündern, die sich in ihr selbst inszenieren… Und natürlich wird die Kirche schwerst geschädigt und verwundet durch dieses Volk – geht’s eigentlich noch, das zu leugnen? Wieviel Zynismus muss man täglich tanken, um das nicht mehr wahrhaben zu können? Es heißt nicht zu Unrecht, die Liebe werde am Ende wegen der Gesetzlosigkeit in vielen erkalten.

        Kompliziertes Gefilde also, wer hat hier einen Tunnelblick – Sie oder ich? Ich sehe auch Schönes und Gutes, aber es ist leider nicht identisch mit dieser Machtkirche und ihrem Ränkespiel durch die Jahrhunderte, Verzeihung, das sind irgendwie doch zwei paar Stiefel, sonst wird man verrückt. es ist eher ein Wunder, dass das Evangelium trotzdem irgendwie noch verkündet wurde, etwas so, wie es ein Wunder war, dass die Juden dennoch wussten, wo der messias geboren werden würde… auch wenn sie ihn hassten…

        Wie verkommen ist der Katholizismus eigentlich, wenn er sich ob einiger schöner Dinge, die den Sinnen gefallen, wenn daneben Mord und Totschlag, Lug und Intrige, Geldgeschäfte und Satanismus fröhliche Urständ feiern, „freuen kann“?! Die Psalmen freuen sich am Herrn, aber nicht an Israel – da gibt es nichts zu freuen, auch nicht im neuen Israel. Über die Kirche kann man nur weinen – sehen Sie das wirklich nicht?

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      • antiprotestantismus sagt:

        @zeitschnur
        Ein Katholik wäre nicht Katholik, wenn er nicht gegen die Irrlehre Protestantismus wäre! Das ist simple Logik!
        Und dass ein Katholik – ein echter wohlgemerkt, ein gläubiger – ein Kreuzesnachfolger und Diener des Herrn ist, versteht sich ja auch von selbst! Auch simple Logik!

        Damit Sie es verstehen: Jedem gläubigen Katholiken hat der Herr eine ganz besondere Aufgabe zugeteilt. Mir hat Er die besondere Aufgabe zugeteilt, Protestanten aus dem Sumpf des Protestantismus herauszuholen und zum Katholizismus, zur Wahrheit, hinzuführen. Deshalb hat Er bereits drei Protestanten durch mich zum katholischen Glauben geführt. Ein vierter, ein Zeuge Jehova, ist auf dem Weg. Allein wegen dieser besonderen Aufgabe, die mir Gott zugeteilt hat, habe ich mir den User-Namen „Antiprotestantismus“ ausgewählt, um dem alle Ehre zu geben! Jetzt wissen Sie’s!

        Wo es steht, dass die Kirche das Fundament der Wahrheit ist? Ja, in der Heiligen Schrift! Bitte lesen!

        Wenn nun die Kirche Christi, wie Sie schreiben, die Gesamtheit ihrer Glieder ist, wieso greifen Sie sie dann ständig an? Statt diese wegen ihrer Sünden anzuprangern, sollten sie den Balken aus Ihrem eigenen Auge herausnehmen und am Abbau Ihres Hasses arbeiten!

        Der Begriff „Kirche“ wird im NT für zwei verschiedene Dinge gebraucht, zum einen zur Bezeichnung des Reiches Gottes auf Erden, und zum anderen zur Bezeichnung seiner Bewohner, der „Glieder“. Einfach mal das NT studieren!

        Des Weiteren leugne ich gar nichts! Sondern ich wende mich gegen Ihre Verurteilungen und völlig falschen Darstellungen kirchlicher Würdenträger, die Sie zu Teufeln machen, an denen Sie nichts Gutes lassen …!

        Sebstverständlich wurde das Evangelium verkündet! Denn trotz persönlicher Sünden waren die Päpste etc. dem Herrn, seiner Kirche und seinem Evangelium treu und haben alles bewahrt!

        Der Katholizismus ist kein Mensch, dass er sich an irgendetwas freuen könnte! Wie kommen Sie also darauf, dass etwas, das kein Mensch ist, Freude empfinden könnte? Das ist doch Irrsinn! Der Katholizismus besteht aus den Sakramenten, Rosenkranz, Eucharistische Anbetung, Marien- und Heiligenverehrung, Reliquienverehrung etc. etc. und steht jeder Sünde entgegen, auch den Ihrigen! Was hat dieser also mit Mord, Intrigen, Lug und Trug zu tun? Nichts! Gar nichts!

        Über die katholische Kirche als Reich Gottes kann ich nicht weinen, denn sie ist immer gut und bleibt es auch! Weinen kann ich auch nicht über das Volk im Reiche Gottes, in der katholischen Kirche, da nicht alle im Volk verdorben sind! Weinen kann ich nur über die Bösen im Reiche, allen voran Franziskus, und das Böse, das sie tun! Aber ich weine und klage nicht nur (und ich prangere auch niemanden an), sondern ich bete auch, dass sich etwas ändert, und wirke dahingehend auch!

        Selbstverständlich ist es wichtig, das Böse aufzuzeigen (ohne Verurteilungen der jeweiligen Personen und ohne Hetze gegen sie), dem dann aber gleichsam das Gute (der Katholizismus mit allem drum und dran) dagegengehalten werden muss, zum einen, damit nicht noch andere in den bösen Sumpf geraten, und zum anderen, so viele wie möglich, die in diesem Sumpf stecken, da herausretten. Mit Einseitigkeiten und alles, was dazu gehört, habe ich nichts zu tun! Und das ist auch gut so!

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      • zeitschnur sagt:

        @ antiprotestantismus

        Da geht aber nun alles Kraut und Rüben durcheinander, tut mir leid.
        Das ist ein hochemotionales und leider auch sehr selbstgerechtes Posting. Da Sie ja nun alles richtig machen und nicht so sind wie ich, sollte es ja auch alles bestens sein, nicht wahr. Sie argumentieren rein ad personam, wobei Sie Ihre eigene Wenigkeit – in Ihrem persönlichen Übereifer – in das beste Licht zu setzen wissen. Sie als Führer von Protestanten zur katholischen Kirche – bravo! Und wer außer Ihnen selbst hat Sie gesandt?
        Ich glaube, Sie haben einfach meinen Kommentar nicht verstanden, sondern reagieren auf Reizwörter, und dies emotional und narzisstisch (selbstbezogen).
        Ich hoffe, dass ein aufmerksamer Leser das erfassen kann: ich spreche nicht von mir selbst oder behaupte gar, ich hätte keine Fehler. Niemand weiß besser, welche Fehler ich habe als ich. Sie stehen aber hier nicht zur Debatte, und ich bilde mir auch nicht ein, ich hätte ein offizielles oder – wie Sie – ein hausgemachtes geistliches Amt. Und mir ist auch bewusst, dass schwere Sünden, von mir begangen (potentiell und grundsätzlich), natürlich der Kirche schweren Schaden zufügen – das gilt für uns alle. Die Kirche ist keine Ente, an der jeder Dreck abläuft, sondern ein lebendiger Leib!!! Ihr Kirchenbild ist irgendwie unmenschlich. So eine Art „eiserner Lady“…

        Mit dem, was im NT als „Kirche“ bezeichnet wird, hat das jedenfalls wenig zu tun.
        Es gibt dort weder ein „Reich Gottes auf Erden“ noch „gründet die Wahrheit auf der Kirche“.
        Sie pöbeln gerade ein bisschen herum von wegen, das könne man alles im NT lesen – bitte: wo lesen Sie das dort?! Zitate haben Sie ja bezeichnenderweise keine. Bitte genaue Schriftstellen angeben!
        Wie sollte – denken Sie doch mal nach – die Wahrheit, die doch Jesus selbst ist, „auf der Kirche gründen“? Das kehrt ja das Unterste zu oberst! Es ist aber Ihre falsche Ansicht bezeichnend dafür, wie der Katholizismus den Glauben förmlich auf den Kopf gestellt hat und sich dabei noch einbildet, er müsse andere zu diesen Irrtümern „bekehren“. Ich wäre an Ihrer Stelle vorsichtiger, denn die Umstände der Reformation sprechen überhaupt nicht, wirklich in keinster Weise für die Kirche. Das hat nichts mit „Hetze“ zu tun, sondern mit Geschichtskenntnissen und Redlichkeit. Hier ist wirklich ein sorgfältiges Quellenstudium und eine genaue geistesgeschichtliche Kenntnis notwendig, als dass hier jeder irgendwelche Vorrteile, die die jeweilige Seite verbreitet, nachplappern dürfte. Natürlich stellt jede Seite ihre Position als die einzig Wahre dar, aber das sollte man als Lüge durchschauen.
        Sie scheinen das nicht zu wissen, aber der einzige damalige Papst, den ich schätzen kann, ist Hadrian VI., und der hat auf dem Reichtag ein öffentliches Schuldbekenntnis für die ganze Hierarchie ablegen lassen, das ihresgleichen an Aufrichtigkeit sucht. Dagegen ist meine Kritik an der Kirche noch harmlos… Nur konnte man einen solchen Mann in der Macht-und Intrigen-Kirche nicht brauchen. Er starb überraschend früh und hatte keinerlei Getreue, denn unter ihm floss das Geld für all die Missstände nicht mehr, und das kommt immer schlecht… Ihr naiver Glaube, die Päpste seien immer „treu“ gewesen, kann mir nur ein fassungsloses Kopfschütteln abgewinnen. Sie sind einfach nur uninformiert und eifern aus Unwissenheit und vielleicht auch Unterwürfigkeit.

        Und das „Reich Gottes“, so sagte es Jesus, „sei jetzt schon „mitten unter (den Jüngern)“ – also bitte genau hinhören: „Mitten unter“. Das heißt, dieses Reich ist nicht von dieser Welt und kann daher auch in dieser Welt nicht in den Gewändern dieser Welt „gesehen“ werden. Es ist ein Reich in den Herzen der Gläubigen, das da und nur da anwesend ist, auch in der Verkündigung und Sakramentenspendung, aber nicht als irdisches Imperium. Die Kirche hat aber spätestens seit dem hohen Mittelalter unverhohlen ein Imperium in dieser Welt angestrebt und diesen Wunsch bis heute nicht aufgegeben. Und genau das konterkariert ihren Auftrag so total, dass der Protestantismus ein Waisenknabe dagegen ist! Das Vaticanum II hatte daher völlig recht, wenn es diesen katholischen Aberglauben und Widerspruch zum NT endlich korrigierte und davon sprach, dass „ecclesia subsistit in ecclesia catholica“ (Lumen gentium). Alles andere war und ist Anmaßung und Irrlehre. Niemals kann die Kirche aufgehen in diesem irdischen Machtapparat – das ist doch nach dem NT auch immer völlig klar gewesen! Nur hält sich die Kirche seither trotzdem nicht an ihre bessere Erkenntnis vom Konzil.

        Einfache Gemüter sehen die Widersprüche nicht und ergehen sich in einem vielleicht nicht gesunden Eifer „für die Kirche“.
        Es kann sein, dass Sie eines Tages diese Haltung revidieren müssen, weil Ihnen die Augen aufgehen werden über so manches, wenn Sie sich intentiv und aufgeschlossen mit den Dingen befassen, und dies möglichst vollständig.

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    • Lutheraner sagt:

      Es ist schon sehr erstaunlich, was man sich als protestantischer Christ so alles an den Kopf ballern lassen muss, da wäre der Vorwurf von Frau Käsmann, dass jeder mit deutschen Wurzeln gleichsam ein Nazi ist, dass man nach Ansicht der Geschwätz-Wissenschaftler und einiger Theologen Fundamentalist ist, dass man RAF-Terrorist nach Pauly ist, obwohl man sich an den Grundsatz „Du sollst nicht töten“ hält, wobei bei den Grünen, die tatsächlich Wurzeln in der RAF haben, und auch sonst die heilige Schrift verunglimpfen mit ihrem geistigen Sondermüll, man nicht sicher sein kann (Genderirrsinn, erotische Kinderliebe…) – und auch noch den Stempel Antisemit erhält, obwohl meine Oma in weit früheren Generationen jüdische Verwandte hatte und trotzdem Protestantin geworden ist, aber nicht, weil sie ihre Herkunft verdammt und meine Großeltern jüdische Freunde hatten.

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      • Stella sagt:

        @ Lutheraner:
        Trösten Sie sich,die Trennung zwischen Gut und Böse läuft quer durch alle Zeiten,alle Bekenntnisse,reich und arm,Mann und Frau.
        In diesen Zeiten höchster Verwirrung hilft eigentlich nur noch der innere Kompass und die Mahnung Jesu Christi,das festzuhalten,was man erhalten hat.

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      • zeitschnur sagt:

        Ja, da haben Sie recht, aber das ist umgekehrt nicht anders: es ist schon seltsam, was Protestanten Katholiken alles unterstellen. Ich bin die letzte, die sachliche Kritik nicht anerkennt, aber es wird vonseiten der Evangelischen bis heute hartnäckig alles mögliche unterstellt (etwa, dass man im Messopfer den Herrn immer wieder aufs Neue opfere), das nicht weniger infam ist als diese verlogene katholische Anti-Lutherhetze.

        Der Protestantismus und der Katholizismus sind die beiden Seiten ein und derselben unguten Medaille – soviel ist mir inzwischen klar geworden. Und sie gehören beide in dieses „Offenbarwerden des Geheimnisses des Bösen“. Und jede Seite stilisiert sich selbst zur „Rettung der Wahrheit“ – alleine das ist wirklich nur abzulehnen, denn die Wahrheit ist Person und heißt Jesus, und auf ihn hört man auf beiden Seiten immer weniger.
        Wenn Jesus am Ende keinen Glauben mehr finden wird, wie er es gesagt hat, liegt es nicht an Ungläubigen und Härteikern (denn wer nicht glaubt, muss auch nicht den Glauben repräsentieren!), sondern primär an einer völlig verwirrten Verkündigung – und die verantwortet in der Hauptsache, wenn nicht sogar ganz alleine das Lehramt.
        Es ist katholische Verblendung, ausgerechnet dieses Lehramt sakrosankt gesetzt zu haben, denn von nirgends sonst als vom Lehramt geht der Abfall aus, und dies seit Jahrhunderten schon. Er kann auch von niemand anderem ausgehen – von wem denn? Jesus findet bei denen keinen Glauben mehr, die naturgemäß doch glauben oder den Glauben bewahren sollten. Nach der katholischen Logik könnte der Herr nie wiederkommen und das Geheimnis des Bösen nie ausreifen, weil das heldenhafte, unfehlbare Lehramt ja bis in alle Ewigkeit die hehre Wahrheit wachsend in aller Unschuld und Reinheit verbreiten würde – das aber widerspricht dem biblischen Befund so krass ins Angesicht, dass alleine schon diese falsche Lehre offenbart, dass es an sich nur das Lehramt selbst sein kann, das die Lehre zunehmend verfälscht. Das ergibt sich aus der Logik der Sache. Wer denn sonst mit dieser einflussreichen Folge? Es wären ja sonst immer nur feststellbare Häretiker, und das Reine bliebe im Lehramt sichtbar stehen. Genau das aber, sagt das NT einhellig, wird nicht der Fall sein. Und genau das erzeugt auch diese irrsinnige Verwirrung. Nun müsste aber auch der Protestant darin begreifen, dass er sich nicht dadurch retten kann, dass er sich an etwas klammert, das es nicht außerhalb einer konkreten Tradition gibt. Der Protestantismus hat in vielem die übelsten katholischen Exzesse nur noch verstärkt und verabsolutiert. Die Sache ist einfach viel komplizerter, und unser Gewährsmann ist im Zweifelsfall alleine Jesus Christus, der mit uns geht und der heilige Geist, der uns erleuchtet, auch dann, wenn die Institution völlig versagt. Trotzdem kann man andererseits nicht sagen: es geht auch ohne Kirche. Es ging auch nicht ohne Israel, obwohl es total verdorben und verkommen war. Damit müssen wir irgendwie fertig werden, oder es in scharfer Kritik und Differenz, aber eben doch in Demut annehmen (Demut heißt: nicht weglaufen, es sei denn, der Herr selbst befiehlt es eindeutig).

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    • Lutheraner sagt:

      Man muss sich über Luthers Treue zu Katharina von Bora keine Sorgen machen, diese Spur habe ich bei meinen Reisen durch Mitteldeutschland in Torgau gefunden. Als Beweis dafür gibt es seine Briefe an Freunde, wie sehr er sie vermisste, als er allein reisen musste, seine vielen Liebesbriefe an Katharina und meist hat sie ihn auf Reisen begleitet, und obwohl es nicht üblich war, dass Frauen an Treffen der Gelehrten im Mittelalter teil nahmen, Katharina von Bora durfte das an der Seite von Martin Luther. Da kann Käßmann noch so wie eine Furie wüten, vorzeitig vor Ende des Lutherjahres im November schon im September die Wittenberger Großausstellung zu Luther schließen lassen, weil ihr sachliche Recherchen der ostdeutschen Historiker zu weit gehen und sie endlich zum Zuge kommen will, die christlich protestantische Religion mit linksgrünen ideologischen Gedankengut zu vergiften vor Wut platzen. Am liebsten würde sie vermutlich die Zeugnisse von Luthers Liebesbeweisen an Katharina von Bora sicher im Kamin verfeuern, da sie selbst dieses erfüllte Familienglück nie gefunden hat. Luthers Erbe ist nicht sein Sündenregister, dazu hatte er sich in seinen Thesen bekannt, dass er sich dem jüngsten Gericht Gottes stellen muss (die EKD-Pfaffen nicht), sondern seine Forschungen bezüglich der christlichen Lehre und die Weitergabe an seine Studenten, denen er die Botschaft des freien Christenmenschen lehrte. Katholiken und Protestanten unterscheidet in dem Erbe der christlichen Lehre lediglich der Bezug zur Leitfigur, was für die Protestanten vermehrt Jesus ist, auch in Luthers Liedtexten nachvollziehbar, ist für Katholiken mehrheitlich die Gottesmutter, die aber von Luther auch verehrt wurde.

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      • ester sagt:

        alles gut, aber es bleibt, dass beide ihrer ersten Liebe untreu geworden sind, und ja es ist nun mal so, wir erleben es beständig und laufend, dass man gerade in so einem Fall von aller Welt die Bestätigung braucht: „Gestehe, dass ich glücklich bin“
        Genau das zieht sich durch die Geschichte der gebrochenen Versprechen vor dem lieben Gott.
        Mir tun die Luthers leid, und ihr Leben als Ehepaar steht, wenn man genau hinguckt, unter dem Zwang, es aller Welt zeigen zu müssen, dass es sich lohnt, das Gelübde zu brechen und damit sind sie nicht alleine, beileibe nicht.
        Und diesen Druck haben sie sozusagen in viele evangelische Pfarrhäuser weiter gegeben.
        Es ist in der Tat so gewesen, dass viele der Protagonisten und Mitläufer der 68’er aus evangelischen Pfarrhäusern kamen, aber nicht, weil Luther so böse war, sondern weil sie alle unter einem unerträglichen Druck aufgewachsen, sind, nämlich dem auf dem Präsentierteller der Gemeinde und unter deren wachsamen, tratschsüchtigen Auge, was kein Mensch aushält.
        Genau deshalb finde ich den Zölibat sehr gut, zwar nicht unbedingt für den Pfarrer, aber für seine glücklicherweise nicht vorhandenen Kinder und die zugehörige Frau.

        Dennoch und da haben Sie sicher recht, ist so ein Artikel mit seinem Grundtenor irgendwie wenig zielführend.
        Hat doch auch und gerade, so krude wie es rüberkam, auch die 68’er Bewegung genau dieses Drama thematisiert unter dem Begriff ekklesiogene Neurose

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    • antiprotestantismus sagt:

      @gabi paulus

      Richtig! Luther war ein Mörder! Aber nicht wegen dem Duell, in dem er einen anderen Studenten tötete (war ein Unfall), sondern wegen seiner Forderung nach der Ausrottung der aufständischen Bauern und der Unterdrückung von Juden! Vor Gott ist man nämlich schon Mörder, wenn man das schon wünscht! Was das Duell betrifft: Solche Duelle waren gesetzlich verboten. Dennoch duellierte sich Luther, was ihn somit zum Straftäter macht. Ein Bauern-, Juden- und Katholikenhasser und Mörder und Krimineller wird dieses Jahr von Protestanten und Katholiken gefeiert! Ein Wahnsinn ist das!!!

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      • ester sagt:

        Bitte, geht es auch noch eine Nummer kleiner?
        Duelle waren, nach der Literatur, bis ins 19. Jahrhundert gang und gäbe, auch und wenn sich eigentlich nur Adelige und Mitglieder der Elite, wie immer man das definierte, duellierten.
        .
        Wie gesagt, zwischen schwarz und weiß gibt es noch viele andere Farben und Grautöne.

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      • antiprotestantismus sagt:

        @ester
        Wie? Eine Nummer kleiner? Darf man jetzt nicht mehr die Wahrheit sagen, auch wenn ich in der Eile in einem unwesentlichen Punkt etwas verwechselt habe, nämlich dass das Duellieren verboten gewesen sei. Es war tatsächlich nicht verboten, sondern jede Tötung bei einem Duell, ob versehntlich oder nicht, galt vor dem Gesetz als Totschlag, worauf die Todesstrafe stand. Deshalb flüchtete Luther vor dem Gesetz und ins Kloster: „Ich bin zum Mönch gemacht worden, damit sie mich nicht gefangennehmen. Andernfalls wäre ich nämlich sehr leicht gefasst worden. So aber konnten sie es nicht, weil sich der ganze Orden meiner annahm“. (Tischreden 1532)

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      • ester sagt:

        Luther war, soweit man es beurteilen kann, ein armer cholerischer Mann, der sich dennoch nach Reinheit sehnte, der mit seinen Skrupeln nicht klar kam, weil sie im Kloster permanent gefüttert wurden usw.
        Luther hat großen Schaden an der Kirche angerichtet, sein engster Mitarbeiter Melanchthron hat mit der confessia augusta versucht, das Ruder heurmzureisen, aber es war zu spät.
        Luther war für die Fürsten der nützliche Idiot, der ihnen die Begründung lieferte, ihr eigenes DIng zu machen und von der Reformation führt eine direkte Linie zum dreißigjährigen Krieg, der ungeheure Gräuel gebracht hat. Das weiß ich, aber ich halte Luther einfach zugute, dass er, wenn er gewusst hätte, wozu das alles führt, sich wohl lieber mit seinen Skrupeln und den Folgen seines schlechten Vaters weiter rumgeplagt hätte.
        Ich halte es mit Erich Kästner: An allem Unfug, der geschieht, sind nicht nur die schuld, die ihn begehen, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.
        Was nun das Duell angeht, so ist das aus heutiger Sicht natürlich absolut dummes, blödsinniges, gefährliches Zeug.
        Damals war es cool, besonders für NIchtangehörige des Adels, gehörten sie doch dadurch dazu zur Welt der Ritter, wo Ehre noch was galt, was natürlich völlig verklärt gesehen wurde.
        Der Erfinder des Rosenkranzes, Dominikus von Essen, hat übrigens, was die Duelliererei angeht, eine ähnliche Vita wie Dr Martin Luther…

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      • zeitschnur sagt:

        Die Geschichte von dem Duell ist ungeklärt! Selbst ein beinharter katholischer Luther-Kritiker wie Michael Hesemann ist so ehrlich, das zuzugeben, obwohl auch er so viele „Könnte“ oder „Dürfte“ bemüht, um trotzdem jedes nur erdenkliche schlechte Licht auf Luther zu werfen, dass es als wirklich unredlicher Stil zu bezeichnen ist. http://michaelhesemann.info/8_7.html

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