Was ein katholischer Priester in Werl beim Einkaufen an der Kasse erlebte

Die katholische Propstei im westfälischen Werl berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe der Pfarrnachrichten (die zweiwöchentlich erscheinen) auf der Titelseite folgendes Ereignis:

„Einer unserer Gemeindepriester schreibt ein Erlebnis in Werl vom Oktober 2017 auf: 

„Ich stelle mich Samstag am frühen Nachmittag nach erfolgtem Einkauf an die Kasse im Lidl/Werl, um zu bezahlen. Bekleidet war ich mit der üblichen priesterlichen Alltagsdienstkleidung, also als Priester erkennbar.

Der Supermarkt war recht gut gefüllt und wenn ich richtig gesehen habe, waren alle Kassen geöffnet. Vor mir waren noch 3 Kunden und hinter mir noch ein weiterer Kunde.

Direkt vor mir war eine Dame, vermutlich (?) Herkunft, mit einem langen, beige-braunen Mantel bekleidet und einem dunkelbraunen Kopftuch.

Sie legte gerade die Ware auf das Kassenband. Plötzlich kam (offensichtlich) der Ehemann dieser Frau dazu. Als er mich sah, begann er, mich in seiner Muttersprache zu beschimpfen. Dass es eine Beschimpfung war, war eindeutig! 

Ich habe darauf in keiner Weise reagiert. Dann aber fasste der besagte Mann an meinem Einkaufswagen und schüttelte/schob selbigen hin und her, während er weiter schimpfte.

Daraufhin fühlte ich mich aufgefordert, zu reagieren und sagte dem Herrn mit normal höflichem Ton, dass er ruhig in deutscher Sprache mit mir sprechen könne, da ich die durchaus verstünde.

Er schaltete direkt um und schimpfte wie folgt: „Du Ungläubiger!“  – „Du Schwein!“  – Sofort wählte ich ohne Kommentar mit dem Handy die Nummer der Polizei, die sich nicht zuständig sah.

Von den Umstehenden hat niemand etwas dazu gesagt.“

HIER geht es zum BUSSGELD-Katalog bei BELEIDIGUNGEN: https://www.bussgeldkatalog.org/beleidigung-im-strassenverkehr/

 

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Kinder und Jugendliche beginnen mit Pornos per Internet immer früher

Kinder und Jugendliche werden über das Internet immer früher mit pornografischem Material konfrontiert. Das hat eine Online-Befragung durch Forscher der Universitäten Münster und Stuttgart-Hohenheim ergeben.

Demnach hat bereits die Hälfte der 14- bis 20-Jährigen harte Pornofilme gesehen. Jeder Zweite hatte bewusst danach gesucht. Die Befragten waren bei ihrem ersten Pornokonsum durchschnittlich 14 Jahre und zwei Monate.

Nach Worten des Kommunikationswissenschaftlers Thorsten Quandt von der Universität Münster geschieht es meist heimlich über Computer oder Smartphone.

Das bedeute, dass die Heranwachsenden auch allein mit den Inhalten zurechtkommen müssten, ohne dass Erwachsene ihnen dabei helfen könnten, sie einzuordnen. Jungen nutzten pornografische Angebote häufiger als Mädchen.

Befragt wurden 1058 Jugendliche.

Quelle: http://www.idea.de/gesellschaft/detail/umfrage-kinder-und-jugendliche-sehen-immer-frueher-pornos-102948.html


Protokolle von AfD-Politikern wurden gefälscht

Angebliche Gesprächsprotokolle von zwei AfD-Politkern mit rechtsextremem Inhalt haben sich als Fälschungen erwiesen. Laut Staatsanwaltschaft konnten die Verursacher jedoch nicht ermittelt werden, berichtete die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA).

Im Februar dieses Jahres hatte eine linksradikale Antifa-Gruppe aus Kassel ein vermeintliches Gespräch von Michael Werl, der die Kasseler AfD-Fraktion leitet, mit einem angeblichen Bekannten aus der rechten Szene dokumentiert.

Gleichzeitig waren auf der mittlerweile verbotenen Plattform „Linksunten Indymedia “ angebliche Facebook-Unterhaltungen zwischen dem Vorsitzenden des AfD-Kreisverbands Kassel-Land, Florian Kohlweg, und dem früheren NPD-Funktionär Marco Wruck publiziert worden.

Werl und Kohlweg hatten die im Internet veröffentlichten Protokolle als Fälschungen zurückgewiesen. „Ich bin entsetzt, daß solche Methoden angewandt werden, um politische Mitstreiter aus dem Weg zu räumen“, sagte Werl damals der HNA. Kohlweg sprach von „übelster Verleumdung“. Beide AfD-Funktionäre erstatteten Strafanzeige.

Quelle und FORTSETZUNG der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/nazi-dialoge-von-afd-politikern-waren-gefaelscht/


Soziologe Nassehi würdigt den CDU-Politiker Tillich und seinen Segenswunsch

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat bei seinem Rücktritt betont, dass er bei Gott Halt findet. Der Soziologe Armin Nassehi analysiert die Beweggründe des CDU-Politikers dafür.

„Gott schütze Sachsen und alle Menschen, die in unserem Land leben.“  – Mit diesen Worten hat Tillich seine Rücktrittsrede beendet. Die Wortwahl überrascht den Soziologen Armin Nassehi, erklärt er in einem Interview, das in „Christ und Welt“ zu lesen ist.

Nassehi erkennt in dem klaren Bekenntnis des sorbischen katholischen CDU-Politikers einen Versuch, sich innerhalb der CDU als Konservativer zu verorten. Der scheidende Ministerpräsident habe damit seinen eigenen Wertekern verdeutlicht.

An solche öffentlichen Glaubensbekenntnisse von Politikern sei die deutsche Gesellschaft nicht gewöhnt.

Im ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck sieht der Wissenschaftler dagegen eher einen „Chefsprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland“ als einen bekennenden Gläubigen.

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2017/10/26/authentisches-oeffentliches-glaubensbekenntnis/


Das charismatische Umkehrungsprinzip stellt die bewährte Ordnung auf den Kopf

Von Felizitas Küble

Ein typisches  – allerdings eher verborgenes  –   Merkmal irrgeistiger Erscheinungen und Visionen ist das Verdrängungs-Prinzip: Diese „Botschaften“ aus dem Jenseits werben für fromme Anmutungen, Sonder-Andachten, Extra-Rosenkränze, wobei letzten Endes das Bewährte (z.B. der klassische Rosenkranz, wie er überliefert ist) verdrängt wird. 

Zumindest gerät das wirklich Wichtige durch etwas weniger Wichtiges oder gar Fragwürdiges in den Hintergrund, etwa auch dann, wenn durch bestimmte Gebetsanrufungen oder sehr fromm klingende Verehrungsforme(l)n mehr oder weniger der Eindruck entsteht, die Beichte bzw. das Bußsakrament sei in diesem Falle (wo doch angeblich der „Himmel“ selber spricht) nicht mehr nötig.

Während dieser Verdrängungsvorgang ein unterschwelliges, aber weitverbreitetes Kennzeichen der Falschmystik ist, steht in der charismatischen Bewegung das Umkehrungs-Prinzip im Hintergrund  – auch hier ist es oft erst auf den zweiten Blick erkennbar.

Nehmen wir als Beispiel einige Segnungs-Praktiken in schwarmgeistigen Kreisen.

Im neutestamentlichen Brief an die Hebräer heißt es, daß der Höhergestellte jener ist, der den Segen erteilt (vgl. Hebr 7,7)  –  was ja auch logisch ist. Zuvor wird erläutert, wie der geheimnisvoll-erhabene Priester-König Melchisedech einst Abraham segnete.

Es mag Ausnahmen geben, doch dies beinhaltet zunächst die gute Ordnung, gilt als grundsätzliche Regel. Bei allgemeinen Segenwünschen ist es etwas anderes; es geht hier um rituelle Segenshandlungen.

Daher segnen  Eltern ihre Kinder, Priester die Gläubigen, Bischöfe wiederum segnen ihre Priester. Natürlich „überkreuzen“ sich zuweilen die Ebenen, etwa wenn ein Bischof den  – besonders geschätzten – Primiz-Segen eines neugeweihten Priesters erhält  – oder wenn Eltern ihren priesterlichen Sohn segnen. Natürlich ist es letztlich Christus selber, der den Segen erteilt.

Doch in der charismatischen Szene wird das biblische Prinzip, dass der Höhergestellte den Segen erteilt, unmerklich zur Seite gerückt und umgedreht: Der Höhere spendet dann nicht den Segen, sondern er empfängt ihn.

Hierzu drei Beispiele:

  1. Die irische Nonne Briege McKenna reist weltweit durch die Lande und gibt Exerzitien, vor allem für Pfarrer. Auf Großversammlungen nimmt sie über Tausende von Priestern eine Art charismatische „Geistausgießung“ vor; so geschah dies mehrfach bei jährlichen „Priestertagen“ in Ars. (Nähere Infos zu ihrem Wirken hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/09/%e2%80%9evisionen%e2%80%9c-der-charismatischen-nonne-briege-mc-kenna/)
  2. Die aus Indien stammende Ordensfrau Sr. Margaritha Valappila erteilte bei ihren Gebetstagen im „Haus Raphael“ mehrfach dem katholischen Pfarrer Ekkehard Edel öffentlich ihren Einzelsegen. (Daß dieser dabei sogar in Trance nach hinten umkippte, steht auf einem anderen  Blatt – und läßt den Vorgang insoweit noch problematischer erscheinen.)
  3. Ein Ruhestands-Pfarrer berichtete mir vor einigen Jahren, wie er von der „Gemeinschaft Emmanuel“ zu einer Pilgerfahrt nach Paray le Monial in Frankreich eingeladen wurde. Als die Gruppe dort eintraf, kamen einige Jugendliche auf ihn zu, die ihm  –  dem Priester  –  durch ihre Segensgesten eine charismatische „Geistausgießung“ vermitteln wollten. Der erstaunte Pfarrer lehnte dies ab und suchte das Weite.

Die fixe Idee mit der „Geistausgießung“ zum Empfang von außergewöhnlichen „Geistesgaben“ ist ohnehin theologisch unsinnig.

Katholiken wissen, daß sie den Hl. Geist bereits mit der Taufe empfangen  – und dann durch das Sakrament der Firmung die (in der Hl. Schrift erwähnten) Sieben Gaben des Hl. Geistes erhalten: den Geist der Weisheit, des Verstandes, des Rates, der Stärke, der Wissenschaft, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht.  –  Darauf kommt es an, nicht auf aufsehenerregende Phänomene, die zwar der Wundersucht entgegenkommen, nicht jedoch dem Gottesreich dienen.