Polizeichef Wendt von Linksradikalen in Köln beleidigt und niedergeschrieen

Von Dr. David Berger

„Wohin steuert Deutschland?“ war der Titel einer Podiums-Diskussion, die gestern Abend an der Universität Köln stattfand.

Eingeladen war der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt. Er ist dafür bekannt, dass er bezüglich der schweren Krise, die Deutschland derzeit heimsucht, kein Blatt vor den Mund nimmt. So wurde er schnell zu einer Hassfigur für Linke.

Es ist bereits bezeichnend, dass Wendt das Podium nur geschützt von zahlreichen Polizisten und Sicherheitsbeauftragten der Universität erreichen konnte. Auch dass in den ersten 30 Minuten einzelne Gruppen in dem stark gefüllten Hörsaal den Polizeichef mit Beleidigungen (Lieblingsruf: „Nazi!“) niederschrien, ist bezeichnend für die gewalttätige Radikalisierung des linken Aktivismus.

Für die Annahme des Gesprächsangebot an die Randalierer, Wendt doch kritische Fragen zu stellen, fehlte den Protestierenden allerdings dann der Mut.

Erst nachdem eine komplett durchdrehende Studentin aus dem Saal entfernt wurde, verbesserte sich das Klima leicht, so dass Wendt überhaupt erst zu Wort kam.

Dennoch kam es während der mehr als zwei Stunden anhaltenden Diskussion immer wieder zu Pöbeleien und Beleidigungen von Seiten der Gruppen, die ganz offen unter anderem Antifa-Banner hochhielten.

So gab der Verlauf der Veranstaltung die treffende Antwort auf die Frage, wohin Deutschland derzeit steuert.

Erstveröffentlichung des Beitrags von Dr. Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2017/11/24/universitaet-koeln/


2 Kommentare on “Polizeichef Wendt von Linksradikalen in Köln beleidigt und niedergeschrieen”

  1. zeitschnur sagt:

    Ich habe darüber auch hier gelesen: https://www.welt.de/politik/deutschland/article170918695/Sobald-etwas-Rassistisches-kommt-toben-Sie-und-wir-brechen-alles-ab.html

    So sehr ich das Auftreten der kleinen Randalierergruppe bei dieser Veranstaltung verabscheue – es handelte sich tatsächlich um eine lautstarke, verbal gewalttätige Minderheit und nicht die Mehrheit – so viele Bauchschmerzen habe ich bei dem ganzen Thema.

    Ich habe Wendt immer wieder als doppelzüngig und undurchsichtig erlebt. Ich weiß nicht, was hier gespielt wird.

    Der Vorwurf des zweiten Diskutanten auf der Bühne, die Polizei sei inzwischen selber partiell und faktisch kriminell, scheint mir nicht nur übertrieben. Irgendetwas stimmt nicht mehr. Wie genau, ist schwer zu sagen, aber es scheint, dass Teile der Polizei einer Instruktion folgen, die nicht dem Volk dient. Das wurde auf dem G20-Gipfel deutlich. Im letzten Ende dienen alle diese „Auswüchse“ strategisch dazu, eines Tages die Bundeswehr gegen das eigene Volk einzusetzen – immer unter der Rubrik, die Polizei werde nicht mehr fertig mit den Zuständen, und man müsse für die innere Sicherheit sorgen.

    Zitat:

    „…wie Sommer aus seinen Erfahrungen erzählt, dass für ihn die Polizei mittlerweile zu den unanständigen Berufen gehöre. Der Anwalt beklagt, bei den Beamten sei in den vergangenen Jahren der Respekt vor den Grundsätzen des Rechtsstaates verloren gegangen, Akten würden frisiert, es werde gelogen.

    Wendt hält dagegen, man dürfe kein Pauschalurteil über eine ganze Berufsgruppe treffen. Polizisten würden in der Bevölkerung als besonders vertrauenswürdig gelten. “

    Interessant war an dieser Szene, dass Wendt das nicht zurückwies – er schwächte es nur ab und wollte, dass kein „Pauschalurteil“ gefällt würde. Sein Verwies auf das Vertrauen in die Polizei bei der Bevölkerung weicht dem Vorwurf rhetorisch geschickt aus.
    Meine eigenen Erfahrungen mit der Polizei in den letzten drei Jahren sind ambivalent: Ich habe total gute und wohlwollende, gewissenhafte Männer erlebt, aber auch Typen, bei denen es mir angst und bange wurde.

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    • Guten Tag,
      Ihre Befürchtungen, die Bundeswehr könne für die „Innere Sicherheit“ eingesetzt (und womöglich auch einmal mißbraucht werden), wird gerade von den Polizeigewerkschaften geteilt – und zwar sowohl von der GdP (eher etwas liberal) wie auch von der konservativeren Polizeigewerkschaft des Herrn Wendt. Wir haben Stellungnahmen dazu hier im CF bereits vor längerer Zeit veröffentlicht:
      https://charismatismus.wordpress.com/2016/07/26/die-gewerkschaft-der-polizei-gdp-lehnt-bundeswehreinsatz-fuer-innere-sicherheit-ab/
      https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/02/gdp-soldaten-sind-keine-hilfspolizisten-und-terroristen-sind-moerder-keine-krieger/
      Klar hat Wendt recht, wenn er Pauschalurteile ablehnt – und daß er die Klagen eines Anwalts hinsichtlich dessen Erfahrungen mit der Polizei nicht „zurückweisen“ kann, ist nur logisch, weil er zum einen über dessen Eindrücke/Erlebnisse wohl konkret nichts wissen kann, es sich zum zweiten am Rande versteht, daß nicht alle Polizeibeamten wunderbare Persönlichkeiten seien, von denen alle angetan sind (das kann von keiner Bevölkerungsgruppe gesagt werden, dafür sorgt gewiß schon die Erbsünde!). Daß die Polizei bei Umfragen seit Jahrzehnten sehr beliebt ist, darf Wendt selbstverständlich erwähnen, was kein „Ausweichen“ ist, sondern ein berechtiger Verweis auf die Gesamtsituation.
      Meine persönlichen Erfahrungen mit der Polizei sind durchaus auch gemischt, wenngleich insgesamt überwiegend positiv. Das gilt besonders für die Beamten, welche die Anti-Abtreibungs-Gebetszüge und Lebensrechtler-Demos vor linksradikalen Randalen beschützen. Mir hätte ein solcher Chaot z.B. vor paar Jahren die Fotokamera geklaut, wenn nicht ein Polizist dies aufmerksam und energisch verhindert hätte.
      Übrigens hat sich die Polizeigewerkschaft bzw Wendt – obwohl bekanntlich CDU-Mitglied, woraus er auch kein Geheimnis macht – in seinen Pressemeldungen von Anfang an (!) kritisch mit der Asylpolitik der letzten zwei Jahre befaßt. Im Spätsommer und Herbst 2015 gab es außer dieser Gewerkschaft und der CSU (diese aber erst etwas später) keine bundesweit etablierten Institutionen, die sich skeptisch dazu äußerten – mir sind jedenfalls keine bekannt geworden.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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