Historiker Wolffsohn zum Mahnmal in Berlin: Islamistischen Täter nicht verschweigen

Politiker sollten die Hintergründe von Terroranschlägen nicht verschweigen, sondern klar benennen. Das fordert der deutsch-jüdische Historiker Prof. Michael Wolffsohn (siehe Foto) in einem Beitrag auf BILD-Online.

Anlass ist das bevorstehende Gedenken an den Terroranschlag vom 19. Dezember 2016 auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Ein Islamist hatte einen LKW in die Menschenmenge gesteuert und zwölf Menschen getötet. Jetzt soll ein Mahnmal eingeweiht werden.

Wie Dr. Wolffsohn schreibt, wird zwar der Terroranschlag benannt: „Unerwähnt bleibt allerdings die politisch-ideologische Herkunft des Täters: der Islamismus. Offenbar wird befürchtet, dass eine solche Erwähnung ‚die’, gar ‚alle’ Muslime provozieren könnte. Was für ein Unsinn.“

Gerade in der muslimischen Welt wisse die friedliche Mehrheit sehr genau, dass Islamisten die größten Feinde der Muslime sind. Wer das Umfeld der Terroristen nicht benenne, erkenne die Ursachen des Terrors nicht – oder wolle sie nicht erkennen. So lasse sich Terror nicht erfolgreich bekämpfen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/wolffsohn-islamismus-als-terrorgrund-klar-benennen-103379.html

Foto: Michaela Koller


2 Kommentare on “Historiker Wolffsohn zum Mahnmal in Berlin: Islamistischen Täter nicht verschweigen”

  1. Adolf Breitmeier sagt:

    Ich bin mal gespannt, ob Herr Steinmeier, Herr Schäuble, Frau Merkel, Herr Schäuble, Frau Roth etc einen Kranz am Tatort niederlegen und vor allem,, ob da auch die Muslimverbände incl. Graue Wölfe mitmachen.

    Gefällt mir

  2. zeitschnur sagt:

    1. Es kommt vielleicht hier drauf an, was das Mahnmal genau sein will: ein Denkmal für diesen einen Terrorangriff oder anlässlich dieses Terrorangriffes ein Mahnmal gegen jeglichen Terrorismus. Für den ersten Fall wäre Wolffsohn rechtzugeben, für den zweiten nicht unbedingt.

    2. Die Auseinanderlegung von „Islam“ und „islamismus“ ist bekanntermaßen umstritten – Hamed Abdel Samad hält davon nichts. Es ist der Islam als Ideologie selbst, der den Islamismus produziert und rechtfertigt. Man kann daher schwerlich sagen, dass er „den Muslimen“ schade. Ich kann aus einer Außenperspektive sagen, diese Religion schade den Menschen, aber das will Herr Wolffsohn ja auch nicht, weil er die Betroffenen nicht verletzen will. das sind falsche Skrupel. Niemand bezweifelt, dass sogar sehr viele Muslime besser sind als ihre Religion, zumal sie sich nicht aussuchen, da hineingeboren zu werden, und nach glaubwürdigen Zeugen wissen viele gar nicht soviel von ihrer Religion, vom Koran oder der Scharia, dass ihnen das Ausmaß an Gefährlichkeit dieses Gedankengutes geläufig oder gar angenehm wäre. Das ändert aber nichts dran, dass es in dieser Lehre, wenn man sie erst genauer kennenlernt, liegt, islamistisch zu sein, denn alles, was diese Leute tun, können sie mit dem Koran und dem Leben des Propheten ja rechtfertigen. Intuitiv wissen aber viele, dass das nicht von Gott kommen kann, haben aber nicht den Mut, sich davon zu distanzieren aufgrund der drakonischen Strafen darauf.

    3. Die ganze Sache mit dem Terrorangriff in Berlin stinkt gewaltig: Ebenso wie bei den NSU-Terrorakten war auch Amri mit dem Geheimdienst entweder per Du oder zumindest in engem Kontakt. Immer wieder kam aufgrund journalistischer Recherchen die Kenntnis auch ins Volk, dass er von einem V-Mann des Verfassungsschutzes nach Berlin gebracht worden sei. Die Vertreter des Innenministeriums leugneten das in Pressekonferenzen zwar nicht klar und deutlich, wenn Journalisten nachfragten (was ich sehr auffallend fand!), polemisierten aber so gegen den Gedanken, dass klar war: Hier wird eisern über etwas geschwiegen. Ebenso ungereimt wie gesagt Terror aus dem rechtsradikalen Umfeld. Offenbar scheinen unsere „Dienste“ diesen Terror selbst zu produzieren oder zu unterstützen. Diese Frage steht inzwischen mehr als einmal im Raum und würde auch erklären, warum Merkel nach Berlin weder eine große Betroffenheit zeigte (was etwa nach dem fernen Fukushima doch soooo viel anders war…) noch für nötig befunden hat, etwa ein Kondolenzschreiben an die Hinterbliebenen der polnischen Familie des LKW-Fahrers zu senden. Am Ende schrieb Vera Lengsfeld, was zwar ehrenwert war, aber übersah, dass die Sache hier vielleicht ganz anders war, als man es uns erzählt hat.

    4. Fazit: Auch wenns merkwürdig ist, aber ich finde ein neutrales Mahnmal hier auch angebrachter, weil nicht zuletzt v.a. der Staatsterrorismus seit mindestens zwei Jahrzehnten in der ganzen Welt wohl doch das größte Problem darstelllt und daher ruhig offen bleiben sollte, wer hier Akte verübt. Wir wissen heute, dass es beliebte zeitgenössische Strategie ist, „false flag“-Operationen zu inszenieren, um politische Veränderungen einzuleiten. Es ist also Vorsicht angebracht.

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s