Abstände zwischen Meinung und Wirklichkeit

Die eigene Einschätzung einer bestimmten Situation/Sachlage und die wirklichen Fakten sind nicht immer deckungsgleich. Das zeigt auch diese Übersichtsgrafik von „Statista“.

Besonders auffallend ist die Kluft zwischen Meinung und Wirklichkeit bei folgenden Punkten:

Es gibt weitaus weniger Teenagermütter als geglaubt. Auch die Häufigkeit der Diabetes-Erkrankung wird stark überschätzt. Weitaus weniger Deutsche sind bei Facebook als vermutet. Gottlob glauben mehr Deutsche an Gott (wenngleich mit 45% immer noch viel zu wenig), als sich die Befragten vorstellten.Quelle: https://de.statista.com/infografik/12150/wie-die-deutschen-ihr-land-einschaetzen-2017/


6 Kommentare on “Abstände zwischen Meinung und Wirklichkeit”

  1. Claus Stephan Merl sagt:

    Frau Jüngling,

    hier kommen Sie zu dem thread, in dem wir über Eucharistie geschrieben haben:

    https://charismatismus.wordpress.com/2017/11/09/dekret-des-erzbischofs-von-brindisi-verhaengt-kirchliche-massnahmen-gegen-seher-mario

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  2. Claus Stephan Merl sagt:

    Liebe Frau Küble,

    Sie schreiben:

    „Die eigene Einschätzung einer bestimmten Situation/Sachlage und die wirklichen Fakten sind nicht immer deckungsgleich.“

    Das ist natürlich eine Binsenwahrheit. Und es würde mich freuen, wenn man sich in diesem Forum mehr danach richten würde. 🙂

    Allerdings ist eine Aussage wie „45 % der Deutschen glauben an Gott“ komplett nichtssagend.

    Liebe Grüße

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  3. zeitschnur sagt:

    …wobei genaugenommen diese Statistik – neben der allgemeinen Fremdeinschätzung – zweierlei Arten von Items hat: solche, bei denen sich Menschen selbst einschätzen, und solche, die tatsächlich statistische Daten aufnehmen. In letztere Kategorie fällt die Selbsteinschätzung hinsichtlich des Glaubens und der eigenen Gesundheit. Diese Daten beinhalten leider keine validen Daten, weil die Tatsache, dass einer sich für gläubig hält oder für gesund, noch nichts darüber aussagt, ob er es oder inwiefern er es ist. In diesem Fall stehen also nur Fremdeinschätzung und Selbsteinschätzung gegeneinander und es ist durchaus nicht klar, was daran nun „wahrer“ ist.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Ja, Frau Jüngling, so ist das. Dazu kommt, dass vieles davon nur subjektives Empfinden ist und schon deshalb nur sehr begrenzt aussagekräftig.

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      • zeitschnur sagt:

        Es gibt allerdings auch den umgekehrten Fall – nämlich valide Daten, die aber ignoriert werden und zu bloßen „Meinungen“ herunternivelliert werden. Ich fand es zB abstrus, dass Frau Slomka samt einer ganzen Meute von politisch rechtgläubigen Alice Weidel unterstellte, „die falschen Zahen“ zu präsentieren, dabei hatte sie die Daten des Bundesinnenministeriums in der Hand … das ist das „postfaktische zeitalter“, in dem aber die Postfaktiker subjektiverweise auch gerne glauben, sie seien objektiv, wenn sie die objektiven Daten ignorieren… schwieriges Thema, aber lassen wir das – politisch verstehen wir uns (noch) nicht. Ich stehe oft zwischen den Gräben und meist verstehen mich dann alle nicht, sondern sortieren mich in ihre Feindlager ein.

        Ich wollte aber noch was anderes, mir viel Wichtigeres sagen. Ihren Kommentar zuletzt zur Eucharistie habe ich gelesen und wollte ihn eigentlich auch beantworten. Aber nun liegt das schon so lange zurück, dass ich den Artikel kaum nich finde und wegen dessen Unübersichtlichkeit bei 200 Kommentaren leicht überfordert bin.

        Trotzdem würde ich gerne mit Ihnen darüber weiter konferieren und Ihnen in jedem Fall noch eine Antwort zukommen lassen auf Ihre letzten Fragen und Ideen. Das Thema ist nämlich wichtig.

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Jüngling,

        ich glaube nicht, dass wir beide ein Problem damit haben, unterschiedlicher politischer Ansichten zu sein, sondern dass Politik für uns nur ein vordergründiges Schlachtfeld ist. Bitte missverstehen Sie das nicht als Kritik oder persönliche Unterstellung. Ich kann es ja auch selbst nicht genau fassen, was unsere Gegensätzlichkeit auf diesem Gebiet verursacht.

        Die prä- oder postfaktische Herangehensweise hat keine Seite für sich als Alleinstellungsmerkmal gepachtet. 🙂 Wir alle sind uns die meiste Zeit nicht darüber im Klaren, durch welche „Brillen“ wir das wahrnehmen, was wir Realität oder Fakten nennen. Es ist insgesamt eine wahnsinnige Schludrigkeit eingezogen; auch bei den Medien, indem wir uns nicht mehr um Objektivität bemühen und darum, herauszufinden, wie etwas wirklich ist. Sondern alles dient nur noch als Aufhänger, um vorgefasste Meinungen und Ideologien zu präsentieren und nicht selten andere diesbezüglich zu beeinflussen. Und das ist als Empfänger dieser Botschaften wahnsinnig anstrengend und frustrierend. Deshalb habe ich auch zunehmend die Lust an der Debatte verloren. Eine Debattenkultur gibt es in Deutschland ohnehin kaum.

        Danke dafür, dass Sie noch über die Eucharistiefrage nachsinnen.

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