Bischof Bode erntet den wohlverdienten Beifall von Gegnern und „Reformern“ der Kirche

Mathias von Gersdorff

Wenn Bischof Franz-Josef Bode mit seinem Vorschlag, Homo-Paare segnen zu lassen, Applaus von den Feinden der Kirche ernten wollte, so hat er sein Ziel erreicht.

So kommentierte das „Neue Deutschland“, ehem. Organ der SED in der DDR: „Ein gewichtiges Wort. Immerhin ist der Niedersachse stellvertretender Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und dienstältester Bischof in Deutschland.“

Das Internetportal „Queer“, das sich selbst als das „Zentralorgan der Homo-Lobby“ bezeichnet, gab der Nachricht zwar Bedeutung, hielt sich aber mit einer Bewertung zurück. 

In den Kommentaren zum Queer-Artikel wurde aber betont, dass es sich um eine Revolution und eine Abkehr von der katholischen Lehre handelt: „Wir reden hier von der katholischen Kirche! Da ist das eine Revolution, die Herrn Bode unter Ratzinger den Kopf gekostet hätte. In seinem (und Wojtylas) Volkswartbund-Sprech der 40er Jahre ginge es hier um die Segnung der ‚Legalisierung des Bösen‘.“

Ein anderer Schreiber fordert, dass die Homo-Community diesen Kirchenmann unterstützt: „Bischof Bode war immer schon liberal und weltoffen, auch gegenüber Schwulen und Lesben, weswegen er von Steinzeitkatholiken immer mal wieder angegriffen wurde. Seine jetzige Forderung sollte man uneingeschränkt unterstützen und nicht sofort Maximalforderung stellen. Schritt für Schritt!“

Markus Gutfleisch, Sprecher der „Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche“ meint: „Bischof Bode bringt neuen Wind in die katholische Kirche.“

Begeistert äußert sich auch das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK). Dessen Präsident Thomas Sternberg erklärt: „Wir brauchen ein Signal der kirchlichen Wertschätzung für gleichgeschlechtliche Paare“.

Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann macht sich in Katholisch.de sogar schon Gedanken, wie eine solche „Segnung“ liturgisch aussehen könnte.

Die ultralinken Katholiken von „Wir sind Kirche“ fordern sogar von der Bischofskonferenz Leitlinien für die Segnung homosexueller Paare.

An diese Reaktionen wird klar: Auf der Seite Bischof Bodes versammeln sich all diejenigen, die seit eh und je gegen die Kirche wettern und das katholische Lehramt ablehnen. Sie haben sofort verstanden, dass es hier um eine Demontage der katholischen Lehre über Ehe und Familie und damit auch um eine Schwächung der katholischen Kirche insgesamt geht. 

Auf der anderen Seite stößt Bischof Bode gerade diejenigen vor den Kopf, die in einer zunehmend säkularisierten Welt der Kirche treu bleiben. Und noch schlimmer: Just zu einem Zeitpunkt, in dem sich viele Muslime dem katholischen Glauben zuwenden, verdunkelt Bischof Bode die Strahlkraft der Kirche Christi.

Zu meinen, Bischof Bode würde das Ausmaß seines Handelns nicht ermessen, ist naiv. Seit langem kämpft er gegen die katholische Lehre über Ehe, Familie und Sexualität. Vor der Bischofssynode im Herbst 2015 gehörte er zu den Liberalsten überhaupt. Er musste wissen, dass er Jubel bei den Kirchenfeinden erzeugen würde.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ in Frankfurt und veröffentlicht seine aktuellen Stellungnahmen u.a. auf diesem Weblog: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

5 Kommentare on “Bischof Bode erntet den wohlverdienten Beifall von Gegnern und „Reformern“ der Kirche”

  1. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei unseren Politikern um ein etabliertes Netzwerk aus freimaurerischen Vorfeld Organisationen wie den Rotary-Clubs der Lions und Kiwanis und Rounnd-Table Clubs und Service-Clubs und Odd-Fellow-Orden handelt…brauchen wird drigend neue Quereinsteiger. Aber rational Denkende eben…!

    Über den Filz von Freimaurerei, Rotary-, Lions-, Kiwanis- und Round-Table-Klubs.

    Wissen Sie, dass in Deutschland
    96 % aller Landräte
    über 90 % der Bürgermeister in Orten mit über 5000 Einwohnern
    über 60 % aller Notare
    84 % aller Chefärzte von Kreiskrankenhäusern
    etwa 90 % aller Direktoren der Gymnasien
    etwa 70 % aller Direktoren der Amtsgerichte
    zahlreiche Pfarrer und Pastoren
    fast alle höheren Polizeichefs
    fast alle Staranwälte
    und fast alle Bundeswehroffiziere vom Kommandeur aufwärts …
    den Rotariern oder dem Lions-Club mit Hauptsitz in Chikago angehören? –

    Quellennachweis: Glaubensnachrichten

    Rotary-, Lions-, Kiwanis- und Round Table Clubs beherrschen also indirekt Deutschland…ebenso diverse Odd-Fellow Orden.

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  2. Zeit-Fragen > 2012 > Nr.25 vom 11.6.2012 > Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Angriffsziel Schule und Kirche
    von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2012/nr25-vom-1162012/moechten-sie-zu-schule-und-bildung-eine-kleine-neurolinguistische-seelenmassage.html

    11. Aug. 2017 – Artikel:
    Der Kaiser ist nackt​
    Selbst Google kann Professor Jordan Peterson
    nicht mundtot machen

    https://www.die-tagespost.de/feuilleton/Der-Kaiser-ist-nackt;art310,180874

    Der Verlust des Weltenlogos

    http://www.geolitico.de/2018/01/10/der-verlust-des-weltenlogos/

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  3. Dorrotee sagt:

    Ein guter und ausführlicher Artikel.
    Jedoch ein kleiner Kritikpunkt sei erlaubt.
    Die Muslime, die sich zur Zeit zum katholischen Glauben hinwenden, sind zahlenmäßig sehr gering. In der evangelischen Kirche geht es mit der Taufe und der Annahme des christl. Glaubens schneller. Manche Rechtsanwälte empfehlen Asyl-Muslimen, sich taufen zu lassen, um ein Bleiberecht zu erwirken.
    Der katholische Glaube und die Taufe kann nicht ohne weiteres angenommen und gespendet werden. Zur Taufe müssen diese Personen eine Schulung in kathol. Glaubenslehre mitmachen.

    Deswegen ist es mit Vorsicht zu geniessen, ob ein Moslem wirklich Christ werden will oder ob er sein Aufenthaltsrecht verbessern will.
    Ob dieser Personenkreis sich überhaupt für die Segnung homosexueller Paare interressiert, wage ich zu bezweifeln.

    Ehr könnten sich evangel. Konvertiten davon erneut wieder abschrecken lassen. Und diejenigen, die überlegen, zu konvertieren. Innerlich mit der evangelischen Kirche zutiefst unzufrieden – und nun will der kath. Bischof Bode eine Diskussion über diese Segnung der Homos für seine Kirche.
    Bald erkennen wir keine Unterschiede mehr.

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  4. francomacorisano sagt:

    Ich habe immer Angst, wenn der Gegner einen lobt, dann hat man den sicheren Beweis, die sichere Quittung, dass man auf dem falschen Wege ist.
    Bundeskanzler Konrad Adenauer auf dem CDU-Bundesparteitag 26.04.1960, Karlsruhe.

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