Bayern: Erinnerung an Holcoaust und NS-Euthanasie – Warnung vor neuem Judenhaß

CSU-Politiker haben beim bayerischen Trauerakt zum Holocaust-Gedenktag dazu aufgerufen, die Erinnerung an die NS-Diktatur wach zu halten. Die Veranstaltung erinnerte an das Euthanasie-Programm der Nationalsozialisten und fand im schwäbischen Ursberg statt. 

Aus der Behinderteneinrichtung in Ursberg wurden bis zum Ende des 2. Weltkrieges 519 Menschen deportiert, 379 von ihnen wurden ermordet.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bezeichnete die deutsche Erinnerungspolitik als bleibende Aufgabe: „Wir dürfen das dunkelste Kapitel unserer Geschichte nie vergessen. Das unvorstellbare Unheil des Holocausts und der Euthanasie-Morde dürfen sich in Deutschland niemals wiederholen.“

Gleichzeitig betonte Herrmann: Rechtsradikales Gedankengut sowie linksextremer Antisemitismus dürften keinerlei Platz in Deutschland finden. Außerdem dürfe man nicht zulassen, dass muslimische Migranten Judenhaß ungehindert mit nach Deutschland bringen. 

Bayerns Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) erklärte, die systematische Ermordung von behinderten Menschen sei damals „ein Schritt hin zu weiteren Gräueltaten“ gewesen. Das Euthanasie-Programm habe in großen Teilen „als Muster für den späteren Massenmord in den Vernichtungslagern“ gedient.

Quelle: Bericht in http://www.csu.de


9 Kommentare on “Bayern: Erinnerung an Holcoaust und NS-Euthanasie – Warnung vor neuem Judenhaß”

  1. Vitellia sagt:

    „Wir dürfen das dunkelste Kapitel unserer Geschichte nie vergessen. Das unvorstellbare Unheil des Holocausts und der Euthanasie-Morde dürfen sich in Deutschland niemals wiederholen.“

    Diesen Sätzen kann ich nur zustimmen!

    Es gibt viele Holocaust-Leugner. Widerlich, was haben sie nur davon?
    Was den AfD-Höcke angeht. Viel eher ist ER eine Schande als das Mahnmal!
    Wenn man an die Toten erinnert und nie wieder Krieg – dafür steht das Mahnmal – dann muss er auch noch dagegen kläffen.
    Was die Juden und die Muslime angeht. Nein, Freunde sind sie garantiert nicht.
    Es gibt auch Muslime, die gegen die Juden hetzen. Wahrscheinlich umgekehrt auch bei den orthodoxen Juden gegen Muslime.
    Jeder will den einzig wahren Glauben haben.
    Es ist immer so, je sturer und strenger eine Religion gelebt wird, je weniger Toleranz gibt es Andersgläubigen gegenüber.
    Aber nicht bei den Katholiken (abgesehen von diesen Typen namens Piusbrüder, die zum Glück offiziell nichts zu sagen haben und relativ wenige sind).
    Papst Franziskus ist ein sehr versöhnlicher und bescheidener Mensch und Papst. Von ihm halte ich viel!
    Katholiken sollten niemals gegen Andere hetzen, das kann ich mir auch nicht vorstellen.
    Es reicht, dass Deutschland bis heute diese widerlichen Neonazis hat!
    Große Aufmärsche vor einiger Zeit wieder – am Todestag von dem Kerl Rudolf Heß, der Stellvertreter vom Führer.
    Was haben die Kerls nur in ihrem braunen Hirn?
    Hitler war ein Verbrecher für Deutschland! Niemand hätte diesen Krieg erleben wollen, auch die dummen Neonazis nicht.

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    • Guten Tag,
      man muß kein Freund von Höcke sein, aber er hat das Recht auf korrekte Zitierung. Er hat nämlich eben nicht gesagt, das Holocaust-Mahnmal als solches sei eine Schande, sondern es sei ein „Mahnmal der Schande“, also ein Denkmal, das die Schande Deutschlands (die Judenvernichtung) darstelle. Im übrigen hat er sich dazu ähnlich geäußert wie früher Rudolf Augstein, seines Zeichens linksgerichteter Herausgeber des „Spiegel“. Aber wenn zwei dasselbe sagen, ist es bekanntlich noch lange nicht dasselbe – vor allem angesichts unserer größtenteils einseitig rotgrünen Medien.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Vitellia sagt:

        Ach, das ist ja ganz rührend und ich muss mich bei Frau Küble für die Mühe bedanken, mir die Worte des Herrn Höcke zu erklären.

        Ich kenne aber das Original seiner Worte.
        Was passt Höcke an dem Denkmal nicht, das GEGEN Adolf Hitler und seine Gräueltaten ist?
        Dieses Mahnmal, nie wieder Krieg und das Gedenken an die vielen Toten BLEIBT!

        Höcke ist ein Aufwiegler. Nennt er das Politik und fürs Volk etwas zu tun, weil ihm das „Denkmal der Schande“, ins „Herz seiner Hauptstadt gepflanzt“ (selten so pathetisch-dumme Worte gelesen) nicht passt?
        Es WAR auch eine Schande, die sich nie wiederholen darf. Wehret den Demagogen!

        Ja Frau Küble, Ihr Eingangssatz ist richtig, man muss kein Freund von Björn Höcke sein – und deshalb weder gegen Sie und Ihr Schreiben, das IHR gutes Recht ist, noch muss man deshalb links sein!

        Viele Grüße an Sie
        Vitellia (gehört zu Mozart)
        Ellen-Maria Fischer

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      • Guten Tag,
        da Sie doch den Höcke-Wortlaut so gut kennen, werden Sie auch wissen, daß „Spiegel“-Gründer Augstein sogar von einem „Schandmal“ sprach, das „gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet“ sei – also schärfer als Höcke kritisierte – aber ich schrieb ja schon: Linke dürfen das, bei anderen ist sogar weniger scharfe Kritik bähbäh!
        Was Ihnen wohl auch nicht klar ist:
        Wenn jemand Beanstandungen an einem Mahnmal vorbringt, bedeutet es noch lange nicht, daß er grundsätzlich das Gedenken an den NS-Massenmord an Juden ablehnt. Es kann künstlerische, finanzielle oder ästhetische Gründe geben, die Bedenken hervorrufen.
        Zu den Gegnern des Mahnmals gehört der jüdische Schriftsteller Henryk M. Broder (seine Sachbücher gegen Antisemitismus sind Ihnen wohl wohl bekannt? – Mir jedenfalls und zwar durch gründliche Lektüre).
        Broder sprach von Geldverschwendung, denn mit den Millionen hätte man „vielen Holocaust-Überlebenden, die heute in Polen, Tschechien und woanders am Existenzminimum leben, wirklich helfen können“.
        Sogar der damalige jüdische Zentralrats-Vorsitzende Ignatz Bubis – nicht gerade irgendwer – distanzierte sich seierzeit von dem Berliner Mahnmal und betonte, der Zentralrat sei weder im Förderkreis noch in der Jury dort vertreten.
        Ich empfehle also, Ihren Empörungspegel zu senken – oder ihn andernfalls fairneßhalber auch gegen die anderen Kritiker auszuweiten.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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    • truckeropa66 sagt:

      Sie haben mit einigen Punkten Recht, Hr. Höcke sollte als gebildeter Mensch mehr diplomatisches Fingerspitzengefühl besitzen. Trotz allem ist es Tatsache, dass er im Endefekt einen anderen zitiert hat, ohne dass er darauf hingewiesen hat. Offiziell wurde die andere Aussage nicht mit Urheberrecht versehen und ist somit nicht Zitat-Hinweispflichtig.
      Und was den Papst betrifft, sehe ich hier jemanden mit Doppelmoral, der sehr schwer einzuschätzen ist. Und ob hier nicht falsche Dinge zugrunde liegen, muss sich noch erweißen.
      Anderen Glauben zu akzeptieren, heist aber nicht, alles andere niedermachen. Und hier hat die rk Kirche sehr wohl ein großes Problem, ebenso wie Islam, Gott sei dank nicht ganz so radikal wie der Islam. Aber beide müssten sich dringend der realen Zeit anpassen, und vor allem aus der Politik raushalten.

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  2. Baldur sagt:

    Sind hier die „CSU Granden“ nicht etwas zu kurz gesprungen? Wer sind denn die aktiven Antisemiten im Land? Es sind doch gerade unsere neuen Gäste aus dem muslimischen Bereich und nicht nicht die Deutschen. Warum getraut man sich nicht dies zu sagen?

    Abtreibung ist in unserem Land im Gegensatz zur Sterbehilfe/Euthanasie jedoch leider noch immer erlaubt. Jetzt wird sogar gegen den Paragraph 219b gekämpft, der die Werbung für dieses Verbrechen verbietet! Sind 8 Millionen abgetriebene Kinder seit 1971 nicht genug?

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    • Guten Tag,
      der bayerische Innenminister hat doch (wie im Artikel nachzulesen) erklärt:
      Außerdem dürfe man nicht zulassen, dass muslimische Migranten Judenhaß ungehindert mit nach Deutschland bringen.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

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      • Vitellia sagt:

        Ja, das ist bekannt, dass die Religion „des Friedens“ (in der es bis heute „Ehren“morde gibt. Erst neulich wieder von einem in Anatolien gelesen) auch gegen Juden hetzt.
        Hetze, egal von welcher Seite ist widerlich. So löst man nie Probleme.

        Außerdem, was geht das fremde Leute an, was ich für einen Glauben habe, auch wenn ich den jüdischen Glauben hätte?
        Gehässige Muslime – aber dauernd in der Moschee und zu Allah beten. Wie passt das?

        Liebe Frau Küble,
        ich schreibe Ihnen noch eine Antwort zu Höcke. Hier, weil ich oben kein Antwortfeld finde.
        Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch für sein eigenes Handeln und seine Worte verantwortlich ist und nicht als Rechtfertigung einen Augstein oder Broder bringen kann, die zurecht auch Kritik bekamen.
        Ist Höcke geistig so arm, dass er kein eigenes Denken hat?
        Was interessiert ihn Augstein und seine Aussagen über das Denkmal? Das glaube ich gar nicht, dass es daran lag, sondern in seinem eigenen Kopf war.
        Wegen Augstein oder Broder macht das Höckes Aussage jedenfalls nicht besser.

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  3. truckeropa66 sagt:

    Und wann klärt man endlich mal die Zusammenhänge einer linksradikalen Partei namens NSDAP dieser Zeit mit dem deutschen Adel, gewissen Industriemogulen usw.? Und zeigt wahre Hintergründe auf???

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