Kardinal Marx folgt dem Vorschlag von Bischof Bode für eine Segnung von Homo-Paaren

Mathias von Gersdorff

In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk hat sich nun Kardinal Reinhard Marx offen für die Segnung von homosexuellen Paare ausgesprochen: „Da muss man auch ermutigen dazu, dass die Priester und Seelsorger den Menschen in den konkreten Situationen auch einen Zuspruch geben. Ich sehe da eigentlich keine Probleme.“

Als erster deutscher Bischof brachte Franz-Josef Bode von Osnabrück das Thema an die Öffentlichkeit.

In der Bischofskonferenz ist Bode wohl der liberalste Bischof, der stets Vorschläge unterbreitet, die der katholischen Sexualmoral widersprechen:

Die Kirche kann keinen Segen für eine Partnerschaft erteilen, deren Grundlage eine sündhafte Handlung ist. Dazu gehören sog. wilde Ehen, Partnerschaften wiederverheirateter Geschiedener, polygame Beziehungen und eben auch homosexuelle Partnerschaften.

Wäre Bischof Bode konsequent gewesen, hätte er Segnungen für alle möglichen Konstellationen von Paaren fordern können, doch dann wäre es zu offensichtlich gewesen, dass sein Ansinnen antikatholisch ist.

Nun macht sich auch Kardinal Marx, immerhin Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, für Segnungen homosexueller Paare stark. Kardinal Marx ist auch Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE) und Mitglied des von Papst Franziskus gebildeten Kardinalrates, der eine Reform der vatikanischen Kurie einleiten soll.

Jener, der diesen heterodoxen Vorschlag gemacht hat, ist also kein Leichtgewicht in der katholischen Kirche  – oder anders ausgedrückt: Wenn die katholische Kirche solche Prälaten hat, braucht sie keine Feinde mehr.

Kardinal Marx wollte nicht so weit wie Bischof Bode gehen, und sprach sich zugunsten von Segnungen im „Einzelfall“ aus. Doch das ist nichts anderes als ein Feigenblatt: Wenn Segnungen  bei homosexuellen Paaren im Einzelfall in Ordnung sind, so ist die (praktizierte) Homosexualität kein Hinderungsgrund mehr. Es müsste ein anderes bzw. weiteres Merkmal hinzukommen, um den Segen zu verweigern.

Dass gerade Kardinal Marx und Bischof Bode vorschlagen, homosexuelle Paare zu segnen (und damit Homosexualität de facto als moralisch unbedenklich anzusehen), kommt nicht unerwartet.

Im Vorfeld der Familiensynode im Herbst 2015 waren diese beiden (würdigen?) Würdenträger die wichtigsten Verbündeten von Kardinal Kasper im deutschen Episkopat.

Kardinal Kasper forderte in einem viel beachteten Vortrag an die Kardinäle Anfang 2014 die Öffnung der Sakramente für wiederverheiratete Geschiedene. Das würde im Grunde bedeuten, dass die Kirche sexuelle Akte außerhalb der Ehe als nicht mehr so gravierend ansieht – jedenfalls als nicht derart gravierend, dass sie den Empfang der Kommunion verhindern.

Falls aber wiederverheiratete Geschiedene die Kommunion nun empfangen dürfen, wieso dann nicht alle Personen, die in irgendeiner Art und Weise schwer gegen das sechste Gebot verstoßen?

Kein Wunder, dass kurz nach Kaspers Ansprache an die Kardinäle schon manche eine umfassende Reform bis hin zu einer Abschaffung der katholischen Sexualmoral forderten, als ob sich die göttlichen Gebote reformieren ließen. Mal wieder waren die deutschen Amtsträger an erster Stelle. Auch verlangte man eine moralische Neubewertung der Homosexualität, was aber die afrikanischen und viele osteuropäischen Bischöfe auf die Barrikaden brachte.

Speziell in Deutschland veröffentlichte das unselige „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ im Mai 2015 ein Positionspapier, in welchem eine radikale Abkehr von der katholischen Sexualmoral verlangt wird. Auch sollte praktizierte Homosexualität als unbedenklich eingestuft werden und gleichgeschlechtliche Paare den kirchlichen Segen erhalten dürfen.

Damals erkannte Kardinal Marx, dass diese Forderungen zu weit gingen und den Widerstand gegen jegliche Lockerung der Sexualmoral und der Lehre über die Ehe (wie eben die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zu Kommunion) verstärkte. Kardinal Marx lehnte damals Segnungen für homosexuelle Paare noch scharf ab.

Nach den neuesten Stellungnahmen wird sonnenklar, dass die damalige Positionierung bloße Taktik war. Nun sieht offensichtlich Kardinal Marx die Zeit für weitere „Neuerungen“ gekommen.

Was streben Kardinal Marx und Bischof Bode überhaupt an?

Im Vorgehen dieser beiden Prälaten lassen sich gewisse Grundlinien erkennen:

1. Die Sexualmoral der katholischen Kirche scheint für sie nicht etwas, das sich aus der Bibel ableiten lässt, sondern ein menschliches Werk zu sein, das man auch nach menschlichem Ermessen ändern kann.

2. Damit verbunden ist wohl die Auffassung, dass die Schöpfungsordnung bzw. das Naturrecht (zumindest) für die Sexualität (und für die Ehe) nicht gilt. Wenn das so ist, dann gibt es auch keine überzeitlichen und universellen Normen, die immer und für jeden gelten. Die Sexualethik wird bestenfalls zu einer Art Gewohnheitsrecht heruntergestuft.

Wenn die Sexualmoral aber nicht für immer und ewig definiert und unveränderbar ist, wonach richtet sie sich denn?

Für Kardinal Marx und für Bischof Bode steht fest: Die katholische Sexualmoral muss sich der sexuellen Revolution anpassen.

Die erwähnten Vorschläge dieser beiden Prälaten und jene aus dem deutschen Progressismus lassen sich so zusammenfassen: Die katholische Sexualmoral muss durch die Maximen der sexuellen Revolution ersetzt werden. Konkret bedeutet das: Es gibt keine in sich moralisch falsche sexuelle Handlungen, Wünsche, Vorstellungen. Alles ist erlaubt (solange keine Gewalt gegenüber Dritten angewendet wird).

Sie sagen das natürlich nicht so direkt, aber anders kann man die Auslassungen des deutschen Progressismus nicht interpretieren. Wann hat man zuletzt einen Vorschlag gehört, der mehr Disziplin, Abstinenz, Keuschheit, Anstand in den Moden etc. etc. verlangt?

Das Leitbild von Bischof Bode, von Kardinal Marx und generell des deutschen Progressismus ist die sexuelle Revolution nach den Maximen der 1968er-Revolution.

Wie diese Auseinandersetzung ausgehen wird, ist noch ungewiss. Vor allem stellt sich die Frage, wie stark der Widerstand im Kirchenvolk gegen dieses Zerstörungswerk sein wird.

Auf eines muss man sich aber sicher vorbereiten: Die katholische Kirche in Deutschland geht turbulenten Zeiten entgegen.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und veröffentlicht seine aktuellen Beiträge u.a. hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Info-HINWEIS: Noch im Mai 2o15 erklärte Kardinal Marx wörtlich laut Kölner Domradio: „Die Deutsche Bischofskonferenz hat Forderungen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken nach einer Segnung homosexueller Paare gerügt. Diese sei mit der Lehre der Kirche nicht vereinbar, erklärte der Münchner Kardinal Marx.“ (Quelle: https://www.domradio.de/themen/bischofskonferenz/2015-05-15/streit-um-segnung-homosexueller-paare)

27 Kommentare on “Kardinal Marx folgt dem Vorschlag von Bischof Bode für eine Segnung von Homo-Paaren”

  1. Wolfgang sagt:

    Der Psychologe Wilhelm Reich diagnostizierte die Homosexualität als Neurose bzw. psychische Zwangsvorstellung und somit psychische Krankheit oder psychische Störung – siehe dazu auch Judith Reismans Websites und Artikel über Gender Ideologie und Gender Mainstreaming und Zwangs- und Frühsexualisierung von Kindern in der Schule und schon im Kindergarten und ihrer Kritik an den Pädophilen und wissenschaftlichen Betrügern bzw. unseriösen Wissenschaftler und Ideologen der Pädophilie Alfred Kinsey und John Money und ihrer Kritik der auf deren Daten aufbauenden (wie auch die deutsche Feministin Alice Schwarzer und die französische Feministin Simone DeBeauvoir als familien- und kinderfeindlichen Ideologinnen) Gender Ideologin Judith Butler – und siehe dazu den Amerikaner James DeMeo mit seiner Website und seinen Büchern und den deutschen Prof. Bernd Senf aus Berlin und seine Website usw.

    http://www.berndsenf.de

    Judith Reisman, Ph.D. – Institute for Media Education
    http://www.drjudithreisman.com/

    Judith Reisman, Ph.D., .. author, researcher, educator and expert witness, exposing fraud in sex science and education since 1977. JAR-5-book-banner. Dr. Reisman successfully spent much of her career laying the foundations for deconstructing both ’soft pornography‘ and ‚Kinsey myths‘.
    Her work, uncovering and …

    Kinseys pädophile und pansexuelle Daten – ein Einblick | DIJG

    http://www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/reisman-paedophil-pansexuell-kinsey/

    Judith A. Reismann. Der folgende Aufsatz ist ein längerer Abschnitt aus dem Forschungsbericht von Judith Reisman „Crafting Bi/Homosexual Youth“, in dem sie sich mit verschiedenen Aspekten der Sexualisierung des Lebens von Jugendlichen befasst. Unter anderem setzt sie sich mit dem Problem der Päderastie und der …

    Wer hat Angst vor Wilhelm Reich? – YouTube

    Video zu „wilhelm reich“▶ 1:34:12

    23.08.2011 – Hochgeladen von Dokusant1
    Reich hinterließ ein interdisziplinäres Werk, das weit über die Grenzen der Psychologie oder …

    Wilhelm Reich und Alfred Charles Kinsey « h0rusfalke

    https://h0rusfalke.wordpress.com/2012/12/06/wilhelm-reich-alfred-charles-kinsey/

    06.12.2012 – Wilhelm Reich und Alfred Charles Kinsey lebten ungefähr zur gleichen Zeit. Wer wird von den Matrixmedien gefördert und wer ist eher unbekannt ?

    https://infowars.wordpress.com/2013/01/08/missbrauch-fruh-sexualisierung-und-der-kinsey-report/

    In Defense of Wilhelm Reich – Orgonics

    http://www.orgonics.com/bookreview.htm

    For example, there is the refreshingly straightforward and unapologetic discussion of Reich’s findings on emotional and sexual health, i.e., on what Reich called genitality. DeMeo contrasts Reich’s findings with those of the famous sex-researcher Alfred Kinsey (whom Turner is very friendly to) detailing where Kinsey differed …
    Wilhelm Reich lebte etwa zur gleichen Zeit wie Kinsey … (Teil 1 …

    Video zu „wilhelm reich und alfred kinsey“▶ 14:47

    18.12.2012 – Hochgeladen von freigeistforum
    Einige weitere Informationen zu dem Thema hier: http://h0rusfalke.wordpress.com/2012/12/14

    Wilhelm Reich lebte etwa zur gleichen Zeit wie Kinsey … (Teil 1 …
    Video zu „wilhelm reich und alfred kinsey“▶ 14:47

    18.12.2012 – Hochgeladen von freigeistforum
    Einige weitere Informationen zu dem Thema hier: http://h0rusfalke.wordpress.com/2012/12/14

    Schulsexualerziehung? Ein Produkt der Pädophilen-Lobby …

    https://www.katholisches.info/2013/04/schulsexualerziehung-ein-produkt-der-padophilen-lobby/

    06.04.2013 – Die gesamte Sexualforschung beruht auf zwei herausragenden Gestalten: auf den Sex-Anarchisten Alfred Kinsey und den überzeugten Marxisten Wilhelm Reich von der Frankfurter Schule. Sexualisierung war im Denken beider, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise als Akt der „Befreiung“ ein …

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  2. Claus Stephan Merl sagt:

    Liebe Frau Küble,

    wenn Sie meinen, Sie kämen durch das Halten der 10 Gebote in den Himmel, dann wird sich diese Hoffnung nicht erfüllen. Auch Ihr Versuch, das jüdische Gesetz vom Dekalog zu trennen, ist aus der Luft gegriffen. Ich halte es da mit Paulus:

    „Im Übrigen, meine Brüder, freut euch in dem Herrn! Euch [immer wieder] dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig; euch aber macht es gewiss. 2 Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bösen Arbeiter, habt acht auf die Zerschneidung! 3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geist dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen, 4 obwohl auch ich mein Vertrauen auf Fleisch setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne auf Fleisch vertrauen, ich viel mehr: 5 beschnitten am achten Tag, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, im Hinblick auf das Gesetz ein Pharisäer, 6 im Hinblick auf den Eifer ein Verfolger der Gemeinde, IM HINBLICK AUF DIE GERECHTIGKEIT IM GESETZ UNTADELIG GEWESEN. 7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet; 8 ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne 9 und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens, 10 um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde, 11 damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange.“ ( Phil. 3, 1-11)

    Er war untadelig nach dem gesamten jüdischen Gesetz einschließlich dem Dekalog und erachtet dies nun als Schaden und als Dreck, um Christus zu gewinnen. Und gleich am Anfang wehrt er sich gegen die Judaisten, die meinten, auch die Christen müssten sich dem gesamten jüdischen Gesetz unterwerfen.

    Ich meine, dass leider die katholische Kirche diese unseelige judaistische Gesetzeshuberei übernommen und noch verstärkt hat.

    Vor meiner Bekehrung habe ich versucht, ein „guter Mensch“ zu sein, Frau Küble. Und ich bin damit gnadenlos gescheitert. Was für ein Glück und was für eine Gnade habe ich bekommen, dass es gar nicht darauf ankommt, dass ich es irgendwie schaffe, sondern dass es nur um Christus geht und seine Gerechtigkeit, die mir völlig ohne mein Zutun im Vertrauen auf Jesus zu Teil wird. Wer seinen Bankrott vor Gott nicht erlebt hat, weiß nicht wirklich, wovon ich spreche.

    Den reichen Jüngling nimmt Jesus an der Hand und führt ihn meisterhaft genau an diesen Punkt der Niederlage. „Da ging er traurig weg, weil er viele Güter hatte.“ Und Jesus stellt daraufhin fest, dass er, der reiche Jüngling, aus eigener Kraft nicht ins Reich Gottes gelangen kann. Auch das Halten der Gebote bewirkt das offensichtlich nicht.

    Es ist der Stolz des Menschen, der ihn dazu treibt, doch noch irgendwie sich die Gnade verdienen zu wollen bzw. daran „mitzuwirken“. Gott lässt sich darauf aber nicht ein.

    Schönen Abend noch.

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    • Guten Tag,
      offenbar haben Sie weder meine Argumentation richtig verstanden noch kennen Sie die katholische Lehre zur Rechtfertigung, dabei wurde diese auf dem Konzil von Trient nochmal bekräftigt, aber bereits gegenüber dem Pelagianern in der Spätantike deutlich verteidigt, vor allem von Augustinus.
      Demzufolge ist Gottes Gnade und der Glaube an Christus die Grundlage aller Rechtfertigung. Es ist Dogma (Trient!), daß ohne diesen rettenden Glauben auch die Einhaltung der Gebote nicht rechtfertigt, also nicht zum ewigen Leben führt.
      Das Fundament ist also selbstverständlich – was dachten Sie wohl von der katholischen Seite?! – das Heilsopfer Christi.
      Zugleich gilt: Gottes GABEN werden in unseren Händen stets zu AUFGABEN – oder anders gesagt:
      Das WORT Gottes fordert uns zur ANT-WORT heraus – und das ist unsere VER-ANT-WORT-ung.
      Das Gleichnis Christi von den vergrabenen Talenten dürfte Ihnen nicht unbekannt sein, ebenso die Gleichnisse Jesu vom Sämann und dem unfruchtbaren Samen usw.
      Selbst Augustinus hat erklärt: Gott erschuf uns ohne uns, aber er heiligt uns nicht ohne uns (unser Mitwirken) – sonst wäre die Heiligung eine Zwangshandlung von oben.
      Vielleicht ist auch der Jakobusbrief nicht ganz spurlos an Ihnen vorübergegangen? Oder lesen Sie die Bibel selektiv?
      Weiter werde ich mich dazu nicht mehr äußern, es dreht sich endlos im Kreise – und Sie gehen vielfach auf meine Argumente sowieso nicht ein (z.B. auf meine mehrfachen Hinweise betr. der Lasterkataloge des Paulus, wobei die Laster vom Reiche Gottes ausschließen – keineswegs allein der Unglaube!)
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Küble,

        wahrscheinlich merken Sie es selbst gar nicht mehr, aber es ist emotional teilweise schon schwer, diese katholische Überheblichkeit und Besserwisserei zu ertragen. Wissen Sie eigentlich, wie egal es mir ist, ob in Trient irgendein Dogma verkündet wurde? Mein Fundament ist Jesus Christus und von ihm abgeleitet die Schrift.

        Paulus konnte noch dem angeblich ersten Papst Petrus ins Gesicht hinein widerstehen, als der sich mit den Judaisten gemein machte. Heute wäre das nicht mehr möglich, weil der Papst und sein System unantastbar geworden sind. Wenn man sieht, wie die katholische Kirche bewusst ohne Not den Konflikt mit Luther auf die Spitze getrieben hat, anstatt konstruktiv mit seiner durchaus berechtigten Kritik umzugehen, weiß man auch, weshalb diese Kirche schon längst jedes gesunde Maß und damit auch jede Kritikfähigkeit verloren hat.

        Sie sollten doch anhand von Frau Jünglings Ausführungen zur Kirchengeschichte, die ich hier nicht bewerten will, schon längst bemerkt haben, dass die INNERLICHE BINDUNG vieler Katholiken/Katholikinnen zu ihrer Kirche verloren gegangen ist bzw. sich in atemberaubendem Tempo auflöst. Die Früchte dieser Kirche; und speziell der päpstlichen Allmacht, die sie sich im Laufe der Zeit angemaßt hat, sind eindeutig.

        Ja, ich kenne den Unterschied zwischen Rechtfertigung und Heiligung. Die katholische Kirche hat aber beides zu einem ungenießbaren Brei vermengt, so dass man sich am Ende das geschenkte Heil NACHTRÄGLICH verdienen muss. Den Kampf gegen diesen Wahnsinn hat Paulus damals geführt. Und er ist auch heute notwendig.

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  3. Sorge sagt:

    Selbstverständlich stimme ich Herrn M. von Gersdorff zu.

    Es bedarf gar nicht so vieler Worte: die Katholische Kirche hat immer gelehrt, dass auch die Gebote 6 Und 9 für jeden und jede gelten, für Mönche und Nonnen bis hin zu Ehepaaren, für Katholiken, Juden und Heiden gleichfalls, für den Hl. Augustinus von Hippo bis Hugh Hefner. In der Ordnung Gottes ist der Sex-Akt allein zwischen Ehemann und Ehefrau in einer validen Ehe (und für Katholiken, innerhalb einer sakramentalen Ehe) zulässig. Außerhalb dieser Ehe ist er nie zulässig und ansonsten führt der Sex-Akt einfach zu einer Sünde.

    Die Idee, dass Sex so unabdingbar sei wie das Atmen, Essen und Trinken kam in unser Zeitalter durch Freud und dann die 68er-Bewegung. Aber egal, wann und wovon, Jesus sagt uns, WIE die Ordnung Gottes seit Anbeginn sein soll. Und das MUSS unser aller Maßstab sein.

    Und wenn man die Gebote Gottes nicht einhalten kann, aus welchem Grund auch immer, dann sündigt man. Und für uns Sünder hat Gott zahlreiche Heils-Mittel ersehen, damit wir nicht mehr sündigen und Wege finden können, die Sünden zu vermeiden.

    Es ist nicht vorgesehen, dass Gott Seine Gebote an die menschliche Schwachheit anpassen soll. Es ist auch nicht vorgesehen, dass das, was gestern eine Sünde war, morgen nicht mehr eine solche sei, nur weil der Mensch seine Denkweise geändert hat. Warum soll sich der ewige, zeitlose Schöpfer an Seine Geschöpfe, die an Zeit und Raum gebunden sind, anpassen? Warum eigentlich?

    Der einzige Fall, dass der Ewigzeitlose sich freiwillig der Beschränkung durch Zeit und Raum unterworfen hat, ist die Menschwerdung Gottes, um uns sterblichen, armseligen Seinen ewigen Heils-Akt kundzutun. Alles geht von diesem Punkt aus.

    Jeder soll sich aufrichtig fragen: Für wen halte ich Jesus Christus eigentlich?
    Als Sohn des allmächtigen Gottes? Dann wie verstehe ich die Worte „Sohn“, „allmächtig“ und „Gott“? Oder denke ich nichts dabei oder gar etwas anderes?
    Und wenn Er nur ein guter Lehrer, ein Prophet gewesen wäre, wie sind dann sein Verhalten, Sünden zu vergeben, und Seine Aussage: “Bevor Abraham war, bin Ich.“ mit Seiner Person vereinbar?

    Entweder Er ist der wahre gottgleiche Gottes Sohn oder ist Er der perverseste Lügner aller Zeiten. Anderes kann einfach nicht sein.

    Fakt ist, der Durchschnitt Katholik hat sich längst, spätestens seit dem Vatikanum II, an dem Zeitgeist angepasst. Und das nicht nur hinsichtlich der Sexualmoral, sondern auch an vielen anderen Bereichen.
    Das Problem, welches ich sehe, und das habe ich seit der 68er-Bewegung immer so gesehen: der Mensch von heute hört das Wort „Sünde“ ungern an und will es mit aller Gewalt abschaffen. Man will, dass die Katholische Kirche das Wort „Sünde“ umbenennt; noch besser, man will, dass die Kirche die „ehemalige Sünde“ nicht mehr als solche deklariert, und zwar feierlich und amtlich, damit man KEINEN STEICHEL IM FLEISCH spüren muss und sich WOHLFÜHLT.

    Fakt ist, die Eigenschaft der Sünde bleibt, und so die Sünden auch, unabhängig davon, wie man es anderweitig benennt oder gar nicht benennt. Selbsttäuschung ist eine uralte menschliche Beschäftigung und Schwäche.

    Fakt ist, man nimmt Jesus Christus nicht mehr als DIE Realität, wie ER sich in der Tradition der Kirche und in der Heiligen Schrift geoffenbart hat.

    „Our Lord was crucified by the nice people who held that religion was all right in its place so long as its place was not here, where it might demand of them a change of heart. The gravest error of the nice people in all ages is the denial of sin.
    Those who were aligned against Him were the nice people who stood high in the community- the worldly prosperous people, the men of big business, the judges of law courts who governed by expediency, the “civil-minded” individuals whose true selfishness was veneered over with public generosity. Such men as these opposed Him and sent Him to His death.”

    Fulton J. Sheen aus “Peace of Soul”

    Dennoch, im Angesicht des Todes trifft jeder und jede, sei er oder sie Christ (welcher Denomination auch immer zugehörig), Katholik, Hindu, Buddhist, Moslem, Atheist, Animalist, Pantheist… den dreifaltigen Gott und wird von Ihm beurteilt: Und es gibt dann 3 Möglichkeiten: Himmel, Purgatorium oder die Hölle. Im Übrigen, es gibt auch keinen buddhistischen, hinduistischen, atheistischen, moslemischen, homosexuellen, lesbischen, animalistischen oder was-auch-immer-Himmel, es gibt nur einen katholischen Himmel.

    Leider gibt es ja auch – von höchster Stelle im Vatikan angestoßen und in den theologischen Fakultäten so gelehrt – die Bestrebung, das Purgatorium und die Hölle abzuschaffen; damit sich ja alle in ihrem Verhalten wohl fühlen. Ja, Man schafft die Sünde weg, dann ist das Kreuzestod Jesu überflüssig. Somit brauchen wir auch den Himmel nicht mehr. Weg mit all dem. Was bleibt uns dann als wertvoll übrig? Sagen Sie mir, Jorge Bergoglio und Reinhard Marx! Sagen Sie mir, Bode und Genn!

    Gemäß Heiligem Evangelium nach Lukas 8, 4-15 über den Sämann, das Säen der Samen und die Böden, auf die diese fallen, können wir uns auch fragen: Zu welchem Boden gehören wir? Ich bin nicht perfekt und weiß mich wohl einzuordnen, was ist und was sein soll.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Hallo Sorge,

      auch wenn ich Ihnen in vielem zustimme, möchte ich doch zwei Punkte hervorheben:

      1. Es geht nicht darum „in den Himmel zu kommen“..
      2. Es geht nicht um Sündenvermeidung.

      Vielmehr geht es um das Evangelium vom Reich Gottes. Gottes Reich ist mit Jesu Kommen angebrochen und wird mit seiner Wiederkunft vollendet werden. Und die einzige Frage besteht darin, ob wir daran teilhaben oder nicht.

      Die Unzüchtigen, die Ehebrecher usw. usf. haben kein Teil am Reich Gottes. Mehrfach ist es uns in der Bibel gesagt. Weiterer „Tradition“ bedarf es für diese Botschaft nicht.

      Teilhaben werden die, die wiedergeboren sind UND das ausleben, indem sie Jesus im Vertrauen auf ihn, sein Werk und seine Worte nachfolgen, egal, was es kostet.

      Wer verneint, dass man dieses Ziel der Teilhabe an Gottes ewiger Herrschaft verfehlen kann,, also sündigen kann, der lebt nicht nur in der Lüge, sondern verbaut anderen den Weg. Dabei geht es – wie gesagt – nicht darum, in ängstlicher Nabelschau jegliche Sünde zu vermeiden. Sondern es geht darum, auf Jesus zu schauen, den Anfänger und Vollender des Glaubens, und so in der tätigen Liebe zu wachsen. Wahre Liebe sündigt nämlich nicht.

      Das Evangelium vom Reich Gottes ist nicht dazu da, uns zu dienen, sondern uns zu verändern, so dass wir gleichsam Liebe werden. Das ist ein Prozess. Wenn wir ihn gehen, selbst langsam und stolpernd, und nicht aufgeben, ist uns verheißen, dass Jesus Christus uns ans Ziel bringen wird.

      Schönen Tag noch.

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      • Guten Tag,
        die Frage, wie man „in den Himmel kommen kann“, hat schon der reiche Jüngling an Christus gestellt – und ER hat ihm nicht erklärt, darum „geht es nicht“, ER hat seine Fragestellung durchaus nicht bekrittelt, sondern geantwortet: „Willst Du ins Leben eingehen, so halte die Gebote!“
        Das gehört zur Nachfolge Christi also selbstverständlich dazu, ebenso zum „Reich Gottes“, nach dem wir uns ausstrecken sollen.
        Sodann zu Ihrer weiteren Aussage: „Es geht nicht um Sündenvermeidung“.
        Die Aufforderung, Sünden zu meiden, findet man bei Paulus allenthalben, auch im Kontext seiner Lasterkataloge – zudem heißt es: „Meidet das Böse in jeder Gestalt.“ (1.Thess 5,22)
        Daß dabei aber keine ängstliche oder gar panische Sündenfurcht aufkommen soll, ist richtig – das hat aber hier auch vorher keiner behauptet.
        Es gibt keinen ersichtlichen Grund, wichtige Aufgaben, Anliegen und Herausforderungen für Christen (Sündenvermeidung, Himmelswunsch, Reich Gottes, Nachfolge Christi etc.) gegeneinander auszuspielen, obwohl sie sich ergänzen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Küble,

        das hatten wir schon. Warum verkürzen Sie diese wichtige Geschichte? Bitte beachten Sie den gesamten Kontext!

        Jesus spricht zunächst vom „ins Leben eingehen“ und nicht vom „in den Himmel kommen“. Und das Halten der Gebote war eben NICHT die endgültige Antwort Jesu! Nein, der Jüngling sollte weit „mehr“ tun als das. Er sollte seine Güter den Armen schenken und Jesus nachfolgen. Sein Reichtum war ihm im Weg, Jesus bedingungslos nachzufolgen und nicht fehlende alttestamentarische Gesetzesobservanz. Jesus drückt es in Markus 10, 25 so aus:

        „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das REICH GOTTES komme.“

        Es geht also um das Evangelium vom Reich Gottes.

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      • Guten Tag,
        natürlich ist mit dem „ins Leben eingehen“ der Himmel gemeint – was sonst bitteschön? – Der Jüngling hatte Christus doch zuvor gefragt, was er tun müsse, um das „ewige Leben“ zu erlangen. Ich habe die Antwort Christi auf genau diese Frage keineswegs verkürzt.
        DANACH erklärte Christus dem Manne, wenn er VOLLKOMMEN sein wolle, solle er alles verkaufen und ihm nachfolgen.
        Das Einhalten der Zehn Gebote ist keine „alttestamentarische Gesetzesobservanz“, sondern wurde von Christus eindeutig bestätigt, ebenso von Paulus bei seiner Aufzählung der Laster (die vom Himmelreich ausschließen!).
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Frau Küble,

        das Meiden des Bösen steht im 1. Thess. 5 im Kontext des Prüfens. Man soll alles prüfen, das Gute behalten, das Böse aber meiden. Es geht also nicht darum, dass Zweck und Ziel des christlichen Lebens die Sündenvermeidung ist. Natürlich soll man nicht sündigen Aber das christliche Leben besteht aus weit mehr als aus Sündenvermeidung. Es dreht sich eben um Nachfolge, also um positives Tun und nicht nur um Unterlassen des Bösen. Bei dem/der Autor/in Sorge hörte sich das so an, als müsse man, um „in den Himmel zu kommen“, Sünde vermeiden. Und das ist so verkürzt einfach falsch. Auf diese Engführung wollte ich hinweisen.

        Ich weiß, dass das Katholische einen gewissen Rückfall in alttestamentarische Gesetzestheologie gebracht hat, wobei man sich aber nicht scheut, die ach so heiligen 10 Gebote zu ändern, wo es einem opportun erscheint. sei es das Sabbatgebot oder das Verbot, sich Bilder von irgendetwas zu machen; geschweige denn diese anzubeten. Ich weiß, der Trick heißt dann „veneratio“. Besser wird es aber davon nicht.

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      • Guten Tag,
        Sie wissen sicherlich aus den Johannesbriefen, wie oft dort die Aufforderung, nicht zu sündigen, zu lesen ist. Zudem ist auch bei Paulus mit dem Meiden des Bösen das Vermeiden der Sünde mitgemeint, zumal sich solche Appelle bei ihm öfter finden.
        Natürlich dreht sich das christliche Leben nicht allein um die Vermeidung von Sünden (hat auch keiner behauptet), aber es gehört wesentlich dazu. Sicherlich geht es auch um „positives Tun“ (wem erzählen Sie das?), kann man gerne auch als gute Werke oder Taten der Nächstenliebe bezeichnen – oder (um wieder mit Paulus zu sprechen) um den Glauben, „der durch die Liebe wirksam wird“.
        Ihren Vorwurf, das Katholische habe einen „gewissen Rückfall in alttestamentariscahe Gesetzestheologie“ gebracht, ergänzen Sie damit, man habe sich aber nicht gescheut, die „ach so heiligen 10 Gebote zu ändern, sei es das Sabbatgebot“ oder das Bilderverbot:
        Hallo, Herr Merl, was hat das speziell mit „katholisch“ zu tun? Es dürfte unbestritten sein, daß haargenau diese beiden Änderungen inhaltlich auch von Luther übernommen wurden: Weder hat er am Sabbat festgehalten noch am Bilderverbot (er hat sogar die „Bilderstürmer“ ausdrücklich bekämpft).
        Zudem kennen Sie offenbar die wichtigste Begründung dafür nicht, die keineswegs in erster Linie im „Trick“ der „veneratio“ (warum nicht gleich der deutsche Begriff der Verehrung?!) besteht.
        Vielmehr ist Christus selbst nicht nur „Bild“ (sichtbar!), sondern Fleisch geworden: wahrer Mensch als wahrer Gott!
        Folglich wurde Gott durch Christus sichtbar und damit hat GOTT selbst das vorher berechtigte Bilderverbot überwunden, überhöht.
        Dazu kommt tatsächlich, daß z.B. das Konzil von Trient ausdrücklich lehrte, nicht die Bilder als solche (!) dürften verehrt werden (kein Fetischismus), sondern nur das, was sie DARSTELLEN.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Küble,

        da werden wir nicht zusammen kommen. Wieso sollte mit „ins Leben eingehen“ „in den Himmel kommen“ gemeint sein? Wo in der ganzen Bibel nichts davon drin steht, „in den Himmel zu kommen“. „Ewiges Leben“ hat bereits im Hier und Jetzt der, der Christus und den Vater kennt. Das hat mit einem jenseitigen „in den Himmel kommen“ nichts zu tun. Es ist vielmehr so, dass der „Himmel“ = „Gottes Herrschaft“ bereits jetzt „auf die Erde kommen soll“, wenngleich das jetzt erst stückweise der Fall ist, dann aber auf der neuen Erde so geschehen wird. N.T. Wright erklärt es hier sehr schön:

        Was das Verhältnis des Christen zum Gesetz des AT angeht, empfehle ich dringend, Paulus zu studieren. Er sagt nichts Anderes dazu als Christus selbst. Im Galaterbrief sagt er, dass diejenigen, die versuchen, die Christen auf die Thora zu verpflichten, ein anderes Evangelium lehren und verflucht sind. Er betont damit ausdrücklich, dass die Christen dem jüdischen Gesetz nicht mehr verpflichtet sind. Ja, das Gesetz ist heilig und gut. Aber wenn man sich bemüht, danach zu leben, zeigt es nur das eigene Unvermögen dazu, den elendigen Zustand dessen, was Paulus „Fleisch“ nennt. Nun kommt die Rettung ohne das Gesetz bzw. außerhalb des Gesetzes, weil es uns nicht gerecht vor Gott machen kann.

        Deshalb sind wir frei vom Gesetz des AT, dem wir gestorben sind mit Christus. Er hat es für uns erfüllt. ER ist unsere Gerechtigkeit. Das Gesetz ist nicht mehr unser Gegenüber, dem wir verpflichtet wären. Sondern unser Gegenüber ist Christus und sein „Gesetz der Liebe“. Denn wer liebt, erfüllt auch die Gebote. Das Essen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse hat uns den Tod = die Trennung von Gott gebracht. Jetzt sind wir davon befreit durch Christi Tod am Kreuz und dürfen wieder vom Baum des Lebens, das ist Christus, leben.

        Sie kennen mein Beispiel:

        Ich schlage und betrüge mein Frau nicht; und zwar nicht deshalb, weil ich ständig an der Schlafzimmertüre die entsprechenden Gebote des Dekalog lesen muss, die mich gerade noch zurückhalten, weil ich Angst vor Gottes Strafe hätte. Was für ein ungeheurer Blödsinn! Ich habe mich verpflichtet, sie zu lieben und zu ehren und deshalb tue ich das nicht. Aber diese Liebe fordert mich zu weit mehr auf als zu einem „Du sollst nicht …“ Das wäre doch sehr armselig, finden Sie nicht auch?

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      • Guten Tag,
        es wäre sinnvoll, wenn Sie zwischen den Geboten Gottes (dem Dekalog) und dem „jüdischen Gesetz“, dem wir natürlch nicht verpflichtet sind, unterscheiden würden.
        Es war schon Luthers grundsätzliches Problem, diese beiden wesentlich verschiedenen Ebenen zu vermengen.
        Wir sind den Geboten Gottes sehr wohl nach wie vor verpflichtet: auch im Neuen Bund – und zum x-ten Mal erinnere ich an Pauli „Lasterkataloge“.
        Natürlich beginnt Gottes ewiges Reich (Matthäus spricht diesbezüglich mehrfach vom „Himmelreich“!) anfanghaft hier auf Erden durch Nachfolge Christi, aber das ändert doch nichts daran, daß die eigentliche Vollendung für die Gläubigen nach dem Tod beginnt.
        Christus sagte: „Nicht jeder, der HERR, HERR sagt, wird ins Himmelreich (!) eingehen, sondern wer den Willen des himmlischen Vaters erfüllt…“ (Mt 7:21)
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  4. Claus Stephan Merl sagt:

    Sehr geehrte Frau Jüngling,

    derzeit befasse ich mich verstärkt mit Kirchengeschichte. Ausgangspunkt ist die katholische Behauptung, die römisch-katholische Kirche sei doch schon im ersten Jahrhundert „vorgebildet“ bei den Kirchenvätern und das Papsttum ergäbe sich fast zwangsläufig aus der Berufung Petri usw. usf.

    Was mir bis jetzt auffällt, ist nicht nur, dass aus katholischer Sicht niemand auch nur erörtert, ob da bei dieser „Entwicklung“ auch etwas schief gelaufen sein könnte. Was mir vor allem ins Auge sticht – wenn es um das Papsttum geht – ist die Tatsache, dass alle Schismen, vor allem die beiden bedeutenden 1054 und die Reformation, sich immer um die Frage von Macht und Autorität drehten. Wer immer im Laufe der Kirchengeschichte die Autorität des Papstes anzweifelte oder in Frage stellte, war ein Häretiker und durfte brutalst verfolgt werden.

    Dass das mit Jesus nichts zu tun haben kann, liegt auf der Hand. Da kann sich Franziskus für die Verfolgung der Waldenser entschuldigen, so viel er will, das strukturelle Problem beseitigt er damit nicht.

    Man konnte zweifelhafte esoterische Züge haben wie Franziskus von Assisi. Solange man dabei papsttreu war, interessierte das niemanden. Wehe aber, man hatte pantheistische Anflüge wie Wyclif und wandte sich gegen die Autorität des Papstes, dann wurden noch die Gebeine ausgegraben und verbrannt, weil man ihn zu seinen Lebzeiten nicht habhaft werden konnte. Das nenne ich Fanatismus.

    Oder anders gesagt: Die schlimmste Sünde bestand immer darin, die Autorität des Papstes zu bestreiten. Und um das zu bekämpfen, durfte man jede Schandtat begehen, die man sich ausdenken kann.

    Natürlich ist es keineswegs so, dass die Gegner des Katholizismus immer nur die braven Opfer waren. Beispielhaft kann man Luthers Antijudaismus oder Calvins Blutherrschaft nennen. Das aber exkulpiert den Katholizismus nicht.

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  5. Dorrotee sagt:

    Kardinal Marx ist sicherlich keine unbedeutende Person in Deutschland. Jedoch bin ich mir sicher, es ist ein Sturm im Wasserglas.

    Die afrikanischen und osteuropäischen und auch teils amerikanischen Bischhöfe werden diese Verwässerung des Glaubens und vor allem einer Segnung homosexueller Paare ernsthaft widersprechen.
    Marx meint, sich für diese kleine Gruppe einsetzen zu müssen. Ich denke, Politiker haben ihn vor ihren Karren gespannt, ebenso den (eher unbedeutenden) Bischof Bode.

    Wenn schon mal Marx und Bode in Deutschland sich für eine Segnung aussprechen, so laufen die Gläubigen nicht mehr den Parteien, die solche Partnerschaften als „Ehe für alle“ bezeichnen, davon.
    In meinem Umkreis hörte ich oft, daß wegen der Einführung der „Ehe für alle“ eine andere Partei gewählt wurde.
    Deswegen müssen nun erstmal zwei Bischöfe sich für die Segnung aussprechen, damit nicht polit. abgewandert wird. Weitere können folgen.

    Leider ein Armutszeugnis dieser zwei Bischöfe in Deutschland.

    Verantworten müssen diese sich einmal vor Gott!

    Beten wir für die anderen, bisher standhaften Bischöfe in unserem Land, dass diese zur Lehre der Kirche stehen, und ihre Kollegen wieder auf den rechten Weg bringen.

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  6. Claus Stephan Merl sagt:

    Hallo zeitschnur,

    ich denke, dass außerhalb der katholischen Kirche das Risiko für Kinder, missbraucht zu werden, noch höher ist. Nichtsdestotrotz dürfte kein einziger Priester einem Kind etwas antun. Kein Einziger. Für mich ist das Problem der Pflichtzölibat. Den können halt Schwule und Päderasten einfach formal besser einhalten.

    Die Aussage von Franziskus, er habe kein Recht, einen Homosexuellen zu verurteilen, der sich in der Nachfolge bemühe, war eindeutig für schwule Priester gedacht. Die Botschaft ist klar: Wenn Ihr Euch ansonsten einigermaßen anständig benehmt, werde ich nichts gegen euch unternehmen. Mit denen will er sich offensichtlich nicht anlegen.

    Zu Franziskus, und warum es hier zum Thema passt:

    Im Jahr 2014 fand eine Konferenz der KCM (Kenneth Copeland Ministries) statt, an der sehr viele Leiter extrempfingstlerischer Gemeinden und Werke teilnahmen. Kenneth Copeland (gleiches Alter wie Franziskus) ist ein Veteran des Wohlstandsevangeliums, was vor allem seinem eigenen Wohlstand zu Gute kam und kommt, und er vertritt als Schüler von Kenneth Hagin eine völlig abstruse Theologie zur Kreuzigung Jesu. Das ist schlicht ein anderes Evangelium.

    Auf dieser Konferenz trat ein gewisser Tony Palmer auf. Palmer, der zwischenzeitlich bei einem Motorradunfall verstarb, war ein anglikanischer Bischof. Und jetzt wird es spannend:

    Palmer trat im Auftrag seines Freundes Papst Franziskus auf, um für die Einheit der Christen zu werben, da auch diese Extrempfingstler Brüder und Scxhwestern und katholisch seien. Um diese Botschaft zu bekräftigen, wurde eine Videobotschaft von Franziskus eingespielt, in der er das, was Palmer sagte, bestätigte und gleichzeitig sehr raffiniert die Einheit im päpstlichen Sinne beschwor. Dabei verwendete er gleichnishaft die Geschichte von Josef und seinen Brüdern. Unschwer zu erkennen ist, wer in den Augen des Papstes für Josef steht. Franziskus verfolgt die klare jesuitische Agenda, die abtrünnigen Protestanten wieder unter den Primat des Papstes zu bringen.

    Quellen:
    Langversion: https://www.youtube.com/watch?v=uA4EPOfic5A
    Nur Ansprache des Papstes: https://www.youtube.com/watch?v=TsEJVP_eDAE

    Damit ist die Marschrichtung klar: Die katholische Kirche wird so „aufgehübscht“ und „modern“ präsentiert – unter Umgehung jeglicher grundlegender theologischer Fragen – damit die In Folge der Reformation entstandenen Gemeinden und Denominationen den Köder schlucken und heimkehren nach Rom.

    Und genau zum Thema „Segnung Homosexueller“ passt auch der nunmehrige „Kurswechsel“ der Herren Bode und Marx. Auch hier geht es darum, die RKK „präsentabel“ umzugestalten.

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    • zeitschnur sagt:

      Hallo Herr Merl,

      diese isolierte Aussage F. („Wer bin ich…“) mag tatsächlich das gemeint haben, was Sie sagen. ich habe diese Aussage F.s übrigens auch nie beanstandet. Sie ist für sich genommen ja auch rechtens.

      Ich meinte, dass das ganze „System“ RKK; auf das Sie ja selber dann zu sprechen kommen, in sich verkehrt ist und in seinem Ziel der universalen Herrschaft (die ja unverhohlen und sogar in Form eines Dogmas seit 1870 unzweideutig und nie mehr rücknehmbar) vorläufige Scheinkompromisse eingeht, aber nicht nur „irgendwie“ die Weltherrschaft anstrebt und beansprucht, sondern gerade in dieser männerbündischen Priesterkaste, deren Priestertum eher heidnischen Konzepten folgt, als sonst etwas anderen, zumal das NT kein Priestertum und erst recht keine „Stellvertretung“ und schon gar keinen „alter Christus“ (anderer/zweiter Christus) kennt, ihren genuinen Ausdruck findet.

      Diese Verbindung von Zölibat mit Macht IST und bleibt definitiv babylonisch, götzendienerisch. Auch an dieser Stelle verstehe ich überhaupt nicht, dass die Gläubigen, v.a. wenn sie fromm sind, das nicht sofort erkennen. Dieser Zölibat wird wie eine heilige Kuh veehert, als hinge daran auch nur irgendetwas! Dabei hat Paulus doch gesagt, jeder habe seine Gnadengabe, der eine so, der andere anders, und nirgends schreibt er, dass es so etwas wie „Priester“ gibt und nirgends, dass sie, wenn es so etwas gäbe, zölibatär leben müssten.

      Herr Merl, wir wissen als Verheiratete beide sehr gut, was passiert, wenn man ein Geschlecht auf einem Haufen unter Ausschluss des anderen zusammendrängt, daraus eine Kaste an angeblichen Gottesstellvertretern macht und diese Kaste dann auch noch zum Zölibat zwingt. Jedes Mädchenpensionat hat bereits diese leicht perverse Struktur, und hier handelt es sich um Unmündige…
      „Um Unzucht zu vermeiden“, schrieb Paulus, „Soll jeder Mann seine Fraru haben und jede Frau ihren Mann“.
      Nun der Rückschluss: Wenn man verhindert, das jeder Mann seine Frau hat, wird man WAS nicht vermeiden, wenn Paulus, von Gott inspiriert, die Sache recht ansah?
      Richtig!
      Man wird damit die Unzucht geradezu heraufbeschwören!
      Wie hirnverbrannt ist man eigentlich auch unter den Laien, dass man diesen einfachen Zusammenhang nicht erkennt? Seit Jahrhunderten sind die sexuellen Perversionen in den Klöstern aktenkundig! Und die im Klerus sowieso. Und man beharrt weiterhin auf dem Zölibat? Was läuft da in den Köpfen eigentlich schief?
      Es geht hier nicht um Homosexualität – es geht um jede erdenkiche Perversion. Denn was die Kirche ja unterbindet, ist beim Klerus vor allem eines: den normalen Verkehr mit der Frau.
      Am Ende wird man eine Kaste haben, die ein total gestörtes Verhältnis zur Frau aufweist und ihre unterdrückte und damit unendlich aufgestachelte sexuelle Gier auf Männer und Kinder richtet. Zählen wir einfach nur 1+1 zusammen. Und genau so sieht es ja auch auch, von den wilden Priesterehen einmal abgesehen.

      Die Wahrscheinlichkeit, außerhalb der Kirche eher missbraucht zu werden, müssen Sie mir erst mal nachweisen. Ich weiß nur, dass im angelsächsischen Raum die Rede von einem Prozentsatz von 10% pädophiler Kleriker die Rede war. Das war das, was man offen hörte. Niemand sagt uns, was in Wahrheit läuft, denn die Kirche hat alles getan, um diese Entschleierungen zu vertuschen und auch das Ausmaß.
      Das Thema ist alt und war auch vor dem Konzil ein Dauerbrenner, der Eltern unruhig machte. Spektakulär war der Fall des Schweizer Priesters und Schriftstellers Federer, der wegen einer zwielichtigen Episode mit einem Jungen amtsenthoben wurde. Pirmin Meier hat den Fall aufgearbeitet. Das war vor über 100 Jahren! https://www.perlentaucher.de/buch/pirmin-meier/der-fall-federer.html

      Ich denke inzwischen, dass das ein System der Perversion ist, nicht bloß viele unverbundene Unglücksfälle. Die Alpträume, die Malachi Martin in Romanform kundtat, sind wahrscheinlich im Kern alle wahr. das einzige, was verlogen ist, ist seine Darstellung, dass das alles erst „nachkonziliar“ sei. es ist nachkonziliar UND vorkonziliar! Das offenbaren Forschungen wie etwa „Die Nonnen von sant’Ambrogio von Hubert Wolf u.a. Arbeiten, die grauenhafte Perversionen gerade der Geistlichekt auch kange vorher aufedecken – stets im Umfeld der Konservativen und „Frommen“.
      Und dieses perverse System hängt wohl zweifellos mit dem Sodalitium Pianum, dem vatikanischen Geheimdienst, der mehrbödig aufgebaut ist, zusammen, das die ganze Welt wie in einem Spinnenetz gefangen hält, das einst der „heilige“ Pius X. begonnen hat aufzubauen mithilfe Umberto Benignis, der auch die Faschisten geheimbündisch aufbaute.
      Es gibt keinen Fleck auf dieser Erde, der nicht besetzt ist von katholischen Zuarbeiter, nach Rom. Schauen Sie sich den Supreme Court an – er wird bei neun Mitgliedern von drei jüdischen Richtern und sechs katholischen Richtern geführt. Mit den letzten Ernennungen wurde das Gleichgewicht immer weiter zugunsten katholischer und auch katholsich sozialisierter Leute verschoben. Soweit ich gehört habe, sind einige von ihnen auch Mitglieder der Knights of Malta. das heißt auf Deutsch: sie befolgen allesamt die Direktiven aus Rom. Täten sie es nicht, erginge es ihnen wie JFK.

      Ich kenne diese Inszenierung mit Palmer und F. und habe das damals verfolgt. Was für ein ekelhafter Kitsch das war! Aber das hören die Leute gerne und das Spinnennetz zieht sich weiter zu.

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  7. Claus Stephan Merl sagt:

    Marx spricht hier nicht für die Bischofskonferenz. Daher besteht formal kein Widerspruch zur Erklärung vom Mai 2015.

    Dennoch sieht man sehr „schön“, wie zeitgeistanfällig die RKK geworden ist. Den hohen Herren geht die Düse, weil ihnen massenhaft die Kirchenmitglieder abhanden kommen.

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  8. Vitellia sagt:

    Nie haben mich Schwule und Lesben gestört, ich habe keinerlei Nachteile durch sie.

    Wenn ich selber lesbisch wäre mit Partnerin und die kath. Kirche würde uns den Segen verweigern, wäre ich weg aus dieser Kirche.
    An Gott kann man auch ohne Kirche glauben, beten zu ihm auch.
    Wenn sie mich ausgrenzen, dann brauche ich diese Kirche nicht mehr und sie nicht mehr meine Kirchensteuern. Ein Segen ist nicht das Sakrament der Ehe!

    Gott hat auch die Homosexuellen erschaffen. Seine Neigung sucht sich niemand aus und kann sie nicht dauerhaft unterdrücken.
    Liebe, zu der auch Sexualität gehört, ist besser als der Zölibat, den die Priester oft nicht durchhalten.
    Die kath. Kirche bezahlt genug Alimente für heimliche Priesterkinder, die keinen Vater haben!
    Solche Probleme haben die Protestanten nicht, mit dem Segen auch nicht.
    Da auch Homosexuelle zu ihrer Kirche gehören, bekommen sie bei den Protestanten den Segen.

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    • Herta Hürkey sagt:

      Soll das ein Witz sein? Das Internet ist voll von Ex-Homos!
      Selbst von krassen Fällen! Von wegen so „erschaffen“! Das
      nächste Mal behaupten Polygamisten und Sadomasos, Gott
      habe sie so erschaffen…
      Nicht alles glauben, was das Fernsehen oder die Homolobby sagt!

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Hallo Vitellia,

      es geht im christlichen Glauben überhaupt nicht um Sie und ob Sie sich gestört fühlen. Genauso wenig wie es um mich geht. Es geht allein um Jesus Christus, darum, wer er ist und was er will. Wenn die Kirche zu einem Dienstleister verkommt, der Ihnen für Ihre Kirchensteuern etwas zu liefern hat, dann ist etwas fundamental falsch gelaufen. Dann sollte man besser austreten.

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    • Baldur sagt:

      @ Frau Vitellia,

      Sie verbreiten hier schon recht seltsame Theorien. „Gott hat auch die Homosexuellen erschaffen“. Steht das irgendwo in Seinem Wort? Sie verbreiten hier lediglich die obskuren Behauptungen der Homo-Lobby. Das sollten Sie uns wirklich hier ersparen!

      Die Genderisten behaupten nun, dass man sein Geschlecht im Laufe seine Lebens auch ändern kann. Nun, tatsächlich, es gibt sowohl Frauen als auch Männer, die, obwohl sie Mütter und Väter geworden sind, plötzlich homosexuelle Neigungen entwickeln und eine Homopartnerschaft eingehen. Hat dies nun wohl auch Gott nachträglich geschaffen?

      In der Heiligen Schrift steht eindeutig, dass Gott Mann und Frau erschuf. ER konnte sagen: „Es war alles sehr gut!“ Vom Sündenfall haben Sie wohl noch nie gelesen?

      Sie schreiben: „Nie haben mich Schwule und Lesben gestört, ich habe keinerlei Nachteile durch sie“.

      Jedoch haben die Kinder, die jetzt in den Kitas und Schulen den Sexunterricht gezwungenermaßen über sich ergehen lassen müssen, keinen Schaden? Hier wird das natürliche Empfinden der Kinder mit staatlicher Hilfe bewusst zerstört. Und die Kirchen sind mit von der Partie! KiKa von ARD und ZDF ist jetzt schon über das Fernsehen dabei, jede Schamgrenze aufzuheben.

      Dass sich jetzt auch die Römisch Katholische Kirche der EKD anpasst, ist mehr als erschütternd. Verwunderlich allerdings nicht, da die Wahrheit der Schrift, die Gebote Gottes, die Aussagen des HERRN JESUS CHRISTUS und der Apostel ignoriert werden.
      Kardinäle, Bischöfe, Pfarrer beider Groß-Konfessionen sind heute wie Papst Franziskus Mitglieder des freimaurerischen Rotary Club. Auch Frau Merkel und viele Politiker sind in diesem Umfeld zu finden.
      Ich empfehle Ihnen dringend, doch einmal Ihre Ansichten anhand der Heiligen Schrift zu überdenken!

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    • Marienzweig sagt:

      Wenn jemand homosexuell bzw. lesbisch ist und davon überzeugt ist, dass dies „stimmig“ für ihn ist, so ist das seine ureigene Sache.
      Es gibt aber Leute, die unter ihrem „Anderssein“ ehrlich leiden, die nie einen engeren Kontakt mit dem anderen Geschlecht pflegten -aus Unsicherheit, aus familiären Gründen, aus Erziehungsfehlern oder was auch immer.
      Doch wieviele mag es geben, die sich im Grunde ihres Herzens nach Veränderung sehnen, nach einer Liebesbeziehung zu einem Menschen des anderen Geschlechts, aber diesbezüglich blockiert sind und nicht genau wissen, wie sie diese Veränderung konkret herbeiführen sollen?
      Diese sollten eine Therapie machen dürfen, die ihnen Unsicherheiten und Ängste nehmen könnte.
      Aber selbst diese Möglichkeit wird von der Homolobby strikt abgelehnt. Sie sollen für immer bleiben, was sie sind: homosexuell.
      Ich finde das schlimm für die Betroffenen, bevormundend sowieso.

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    • zeitschnur sagt:

      Gott hat mit ganzer Gewissheit jeden Menschen erschaffen, natürlich auch die, die von sich glauben, sie seien homosexuell.

      Sie ziehen aber hier zwei Ebenen zusammen:
      Wenn einer, der etwa im Rahmen einer Psycholose glaubt, er sei ein Zarensohn, obwohl er vielleicht aus Afrika stammt, dann hat Gott diesen Mann ebenso lieb wie jeden anderen, denn er ist Sein Geschöpf.
      Aber denken Sie doch mal selbst logisch nach: Hat Gott den Mann als „Zarensohn“ geschaffen?
      Das ist der Punkt: Gott hat uns als „Mann und Frau“ geschaffen und in diesen Zweierkonstellation zur Sexualität begabt – nicht anders. Sie finden das zweimal ausdrücklich gesagt in Gen 1 und in Gen 5.

      All das wiederum bleibt von der Frage unberührt, ob Homosexuelle Sie stören – dreht sich bei Ihnen alles um Sie selbst?!
      Homosexuelle stören mich auch nicht – warum auch? Es sind Menschen, und möglicherweise stört mich mal einer oder eine, aber dann kaum wegen dieser Neigung, sondern wegen menschlicher Unstimmigkeiten. Na und? Geht es darum denn?

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  9. zeitschnur sagt:

    Während brave Katholiken sich ecchauffieren über die offene „Sexualisierung“ ihrer Kinder in der staatlichen Schule, wurden diese unsere Kinder, die wir seit Generationen arglos zu unseren Priestern schickten, dort längst „sexualisiert“, und das so massenhaft, dass ich es immer noch nicht glauben kann, aber es ist leider wahr. Und weil die Hochwürden immun waren, war es fast nicht möglich, ihre Verbrechen an diesen unseren Kindern aufzudecken. Das Kirchenrecht sieht ausdrücklich vor, dass man sie nicht der weltlichen Justiz ausliefert und dass man sich vorbehält, ob man einem Opfer glaubt oder nicht (also: nicht – das warf man ja auch Bischof Dyba vor…).
    Kurz vor Benedikts Rücktritt trat zutage, dass es im Vatikan offenbar ein Homosexuellen-Kartell gibt. Er ließ ein Dossier erstellen, das er F. übergab, und seither ist es verschwunden. Am besagten Kartell, über das auch sämtliche weltlichen Medien mit bestürzendem Erfolg berichteten, das ungezählte Aussteiger und Erfahrungsberichte Betroffener nach sich zog, änderte sich nichts. Offenbar werden homosexuelle Handlungen mit dem Vollzug der hl. Messe verknüpft. Ein schockierender Film zeigte sogar Aufnahmen einer versteckten Kamera über solche Szenen. Aber wen wundert es? Schon Savonarola benannte solche Dinge und andeutungsweise auch Luther.
    Als David Kertzer offenlegte in seiner Forschung über die maßgebliche Rolle der Kirche beim Aufbau des italienischen Faschismus, dass auch damals im Vatikan offenbar ein Päderastennetzwerk aktiv war, das Pius XI. nur teilweise eindämmte, war für mich am schlimmsten die reaktion einer Frau, die sein Buch besprach: Dumme katholische Autorinnen von heute wollen also DASnatürlich nicht hören und finden, dass dieses Thema angeblich nichts zur Sache tue beim Thema Pius XI. und Mussolini. Frauen also wieder in der Rolle der Vertuscherinnen männlicher Verbrechen. Frauen aufseiten der Täter – nicht der Opfer. Ich könnte schreien…
    Herr Gersdorf, zählen Sie doch 1+1 zusammen: Wie kommt es, dass Bode sich so äußern kann, ohne dass ihm ein Haar gekrümmt würde? Wie kommt das wohl in einer SOLCHEN Kirche?!
    Ich frage Sie: Ist die Kirche, von der Sie reden, wirklich die Kirche, wie sie leibt und lebt?
    Oder leben wir armen Tröpfe, die ohnehin bloß den Mund zu halten haben, in einer albernen Fiktion von „Kirche“, während die, die sich selbst zu unseren „Hirten ernannt haben, nicht nur unsere Kinder und Frauen missbrauchen, sondern mithilfe unseres Geldes immer unverschämter den Herrn lästern?

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    • neuhamsterdam sagt:

      Das grundlegende Paradigma für solche Äußerungen der Bischöfe ist wohl, daß es sich auf ein Weltbild mit den drei Dimensionen des Raumes und der Zeitdimension bezieht. Wenn es nicht mehr gibt, dann ist es nur folgerichtig, es den Mitmenschen möglichst einfach zu machen, daß sie sich wohlfühlen und ihre diversen Bedürfnisse, ohne Schaden anzurichten, ausleben können und dafür die Erlaubnis und die Anerkennung und die wohlwollenden Gesten zu bekommen.

      Eine Kirche, die damit lebt, daß es diese Welt gibt UND darüberhinaus noch dieses Unbekannte, das man mit weltlichen Sinnen nicht wahrnehmen kann, würde möglicherweise nicht viel anders sein, wie das, was heute als Kirche existiert, nur wäre man sich nicht dermaßen sicher, das richtige zu tun, ob diese „Entwicklung“ denn auch dem Herrn recht ist.

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      • zeitschnur sagt:

        Historisch gesehen geht es in der Kirche spätestens seit der Reformation darum, um jeden Preis die Menschen in ihre Fänge zurückzulocken oder bei sich zu behalten.

        Der Vorwurf, sie würde die moralischen Hürden dabei extrem herabsetzen, ist daher auch alt. Genau der Vorwurf, den Sie formulieren, wurde Jahrhunderte lang dem jesuitenorden vorgeworfen: er setze die hemmschwellen herab, weil er in seiner unsägliche Kasuistik am Ende jeden für alles und ohne Not absolviere, selbst Mord, Totschlag und Ehebruch rechtfertige man dort. Immer wieder kam das Thema auf, dass die katholische Kirche durch diese Leute und ihren verderblichen Einfluss die Jugend verderbe und zu einem Sittenverfall brächte.
        Wenn Sie nun die besagten Moraltheologien lesen, werden Sie kaum umhin kommen, diese Vorwurfe als berechtigt anzusehen.
        Und auch damals sagte man: es geht nur um die Macht!
        Die berüchtigte Rücknahme etwa des Toleranzediktes von Nantes, das der entsprechende Beichtvater Ludwig XIV. abschwätzen konnte, weil der allerhand schwerste Schandtaten auf dem Gewissen hatte und sie so „aufwiegen“ sollte, in dem er das Edikt aufhob und daraufhin grausame Verfolgungen von Nichtkatholiken in frankreich erneut loslegten, also viele Ermordungen und Vertreibungen zu verzeichnen sind im katholischen Namen – dsas ist nmöglich. Der besagte Beichtvater brüstete sich sogar noch öffentlich dafür, dass er dem König die Aufhebung im Beichtstuhl abzwingen konnte. Das alles hat natürlich mit Moral, echter Buße und echter Absolution null zu tun gehabt, sondern mit der Nutzung der Sünde, um fromm verbrämt noch schwerere Sünden zu initiieren.
        Sagen wir es doch so, wie es ist: für die RKK ist die Sünde ein Milliardengeschäft und Garant der ewigen Macht auf Erden.

        Heute nicht anders als früher, aber immer „aggiorniert“.

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