Deutsche Bischöfe sollen Kardinal Marx als Vorsitzenden der DBK absetzen

Mathias von Gersdorff

Der deutsche Progressismus hat sich wohl in der Silvesternacht zum Vorsatz gemacht, die Gläubigen in einen Dauerzustand der Bestürzung zu versetzen: Zuerst plädierte  Bischof Franz-Josef Bode für die Segnungen homosexueller Partnerschaften. Dann folgte der Brief von Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzender der Bischofskonferenz, worin er die Arbeit von Donum Vitae würdigt. Schließlich befürwortete der Münchner Erzbischof eine Segnung homosexueller Paare „im Einzelfall“.

Nichts scheint dem deutschen Progressismus mehr heilig zu sein. Die Gläubigen müssen wohl in der Erwartung ständig neuer Angriffe auf  die kirchliche Glaubens- und Sittenlehre leben.

Allerdings sind nicht nur diese Vorstöße besorgniserregend, sondern auch das völlige Schweigen des deutschen Episkopats dazu.

Schon bei der ersten Stellungnahme Bodes hätten mehrere Bischöfe protestieren müssen. Möglicherweise hielten sie dessen Einsatz für die Homosegnung aber lediglich für einen neuen Versuch, sich bei der linksliberalen Presse beliebt zu machen. Seit langem versucht Bischof Bode, mit gezielten Tabubrüchen in die Schlagzeilen zu kommen.

Doch der Einsatz von Kardinal Marx für die Homo-Agenda hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

Die katholische Kirche in Deutschland skandalisiert die Gläubigen auf der ganzen Welt mit ihren ständigen Attacken auf den Glauben und die überlieferte Lehre. Diese unerträglichen Beleidigungen müssen endlich aufhören.

Die einzige vernünftige Reaktion der deutschen Bischöfe kann nur in der Absetzung von Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz (DBK) bestehen.

Auf diese Weise würde die Oberhirten in Deutschlands endlich ein Zeichen setzen, dass hierzulande die katholischen Glaubenslehren noch etwas wert sind und man diese nicht ständig mit den Füßen treten kann.

Deutschland, einst ein Land, das überallhin Missionare geschickt hat, ist zu einem Dauerherd von Angriffen gegen die christliche Glaubens- und Sittenlehre geworden.

Die Bischöfe müssen der Weltkirche zeigen, dass der katholische Glaube in Deutschland geschätzt wird. Mit der Absetzung von Kardinal Reinhard Marx bei der kommenden Frühjahreskonferenz in Ingolstadt (19. bis 22. Februar 2018) wäre ein erster Schritt getan.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und veröffentlicht seine aktuellen Artikel hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


33 Kommentare on “Deutsche Bischöfe sollen Kardinal Marx als Vorsitzenden der DBK absetzen”

  1. Christoph sagt:

    Kirchfahrter Archangelus, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Zeitschnur dagegen geht mir langsam auf den Keks. Ich kann es leider nicht anders bezeichnen.

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    • Sorge sagt:

      Ja. Aber Sie müssen Zeitschnur auch nicht unbedingt lesen. Sie nutzt diese Plattform, um ihre Unzufriedenheit zu ventilieren.

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    • "GsJC" sagt:

      @Christoph

      „Zeitschnur dagegen geht mir langsam auf den Keks.“

      ——————

      Ich glaube zu ahnen, was Sie mit dem „auf den Keks gehen“ meinen.

      Für meinen Teil halte ich es inzwischen so, dass ich die „Kommentare“ von „Zeitschnur“ anlese. Sollte ich nach den ersten Zeilen nicht eindeutig erkennen, wo sie kommentierend hin will, lese ich die oft umfassenden Texte nicht weiter. Den Restinhalt oder Kommentar lege ich dann für mich (!) unter persönliche Befindlichkeiten, Eigensicht oder Selbsterfahrung von „Zeitschnur“ ab, die inhaltlich wenig erbaulich, nur überaus kritisch und für mich ohne verwertbaren Lösungsansatz sind. Theoretisch vielleicht auf speziellen „Denkerabenden“ ab einem gewissen IQ ganz interessant erörtert zu werden – aber praktisch für mich wertlos.

      Trotzdem gab es bisher einige Kommentare von „Zeitschnur“, die ich persönlich geschätzt habe, was ich dann gerne schriftlich zustimmend mitgeteilt habe. Da bekommt man durchaus positive Impulse. Ich halte „Zeitschnur“ für sehr belesen und unterstelle ihr gerne aufklärende Absichten. Nur jeder hat so seine Sicht und nicht jeder wird etwas sehen, wo der besonders geschärfte Intellekt vielleicht auch etwas zu viel sieht, was dann eher verwirrend und verbittert wirkt, denn hilfreich und aufbauend für den Glauben.

      „Zeitschnur“ ist an vielen Themen interessiert und sehr wissbegierig. Dabei deckt sie ein großes Spektrum ab und aus meiner Sicht vergaloppiert sie sich dabei gelegentlich auch. Das sieht sie vielleicht oder bestimmt ganz anders. Ich denke dabei an die „dunklen Augenringe“ von Papst Benedikt XVI., wo ich mich ihr gegenüber in einigen nüchternen Deutungsversuchen versucht habe und wir die „Klingen“ kreuzten. „Zeitschnurs“ Ausflug über die „flache Erde“ ist bestimmt ein „Kommentar-Highlight“ der ganz besonderen Art in diesem Forum und für mich unvergesslich.

      So geht es mir mit „Zeitschnur“ inzwischen wie mit vielen Zeitgenossen und Menschen aus der digitalen und der realen Welt. Solange sie dann sind, nerven sie gelegentlich auch. Sind sie weg – vermisst man sie und all das Positive, was sie eingebracht haben.

      Konrad Adenauer sagte einmal: „Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht.“

      Ich halte es zusätzlich noch mit dem Bären Balu aus dem Film „Dschungelbuch“: „Probier`s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit!“

      Das fällt nicht immer leicht, klappt aber immer besser.

      MfG

      P.S.
      Ich nerve gelegentlich auch! Das wurde mir soeben aus berufenem Mund bestätigt.

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      • zeitschnur sagt:

        …ja: das ist es – man will nicht allzuviel nachdenken, man wagt nicht einmal etwas zu denken, das nicht durch einen Denkmainstream abgedeckt ist… Damit schwächen Sie sich allesamt selber und sind die hilflose Beute irgendwelcher Alphatiere (auch frommer Alphatiere), die Ihnen die intellektuellen Vorgaben machen. Sie rennen denen nach, die verkünden, wonach Ihnen die Ohren jucken. Ob das eine echte Wahrheitssuche ist?

        Und natürlich „nervt“ es, wenn dann einer kommt und die schönen Mainstreamkonstruktionen, die Ihre Idole Ihnen vorgegeben haben, ins Wanken bringt.

        Und bei dieser Einstellung, die sich gegenüber intellektuellen „Höhenflügen“ oder sagen wir: genauerem Nachdenken, verweigert, ja, ein solches sogar für „praktisch wertlos“ hält, halten Sie sich für gewappnet gegenüber den Geistern, die uns bedrohen?
        Ich sage Ihnen: damit sind Sie aus freien Stücken leichte Beute. Und das sage ich wissend darum, dass wir alle soweiso leichte Beute sind. Wovor hat der Herr uns gewarnt?
        Sie sollen ja nicht meine Überlegungen bzw mich (da Sie allesamt so verräterisch ad hominem schießen) als neues Idol auffassen, sondern sich – bei interesse – fragen und prüfen, ob ich vielleicht etwas Wahres ausspreche oder eben nicht.
        Aber genau das verweigern Sie, wie man lesen kann.
        man will nicht frei denken.
        Man braucht starke Parolen und eine Sammlung derer, die die gleichen Parolen favorisieren.
        Christlich ist das nicht.

        Und bei dieser Einstellung will man sich hier auch im Ernst, wie an anderer Stelle neulich in einem Artikel über eine NS-Mitläuferin, die sich über dieses Mitläufertum hinweggemogelt und sich – wie der sündhafte Mensch, auch wir, es immer tut – selbst belogen hat, erheben über irgendwelche unreifen Mitläufer im 3. Reich, die eben auch immer nach Idolen suchten, nach Männern, die Meinung vorgaben und sie stark vertraten und den Ohren gefielen?
        Ich sage es Ihnen: diese Mitläufer hatten dieselbe Struktur wie die, die hier in dieser peinlichen Debatte über meine Person bei den eifrigen Mitschwätzern zum Ausdruck kommt. Man kann Person und Sache hier offenbar nicht auseinanderhalten und bleibt in der Sache ohne Argumente. Um das zu kaschieren, propaiert man einen Antiintellektualismus, wie einst und heute immer noch der Faschismus es ja auch und auffallend tat: „Nur nicht zuviel nachdenken, das ist ungesund“ (Goebbels)

        Und GJsC: ich bin nicht verbittert, aber zunehmend sehr, sehr ernüchtert.
        Aber ich kann nicht sehenden Auges die Wahrheit begraben, um in einer seligen Illusion weiterzuleben. Die Menschen sind wie betäubt hinsichtlich ihrer kritischen Sicht gegenüber der Kirche. Sie vertrauen einer menschlichen, historisch v.a. gewalttätigen Institution, die von sich behauptet, sie repräsentiere Gott selbst. Wer das NT liest, kann unmöglich darin einen solchen Anspruch gerechtfertigt finden – im Gegenteil: es ist der Gegenspieler, der so auftritt. Sehen Sie doch, wie sanft und gewaltlos, wie friedfertig und ohne jeden Herrschaftsanspruch der Herr hinasuging aus der Stadt! Sehen Sie das nicht, dass diese schrecklichen Männer in ihren Prunkgewändern damit nichts, aber auch gar nichts zu tun haben?!
        Er sagte uns nur einen einzigen Beistand zu für die Zeit, bis er wiederkommt: den Hl. Geist.
        Nicht gewandelte Hostien, keine „Stellvertreter Gottes“ und keine „alteres Christi“. Letzteres sind menschliche Erfindungen, die keinerlei Anhalt am NT haben.
        Bedenken Sie, dass wir eines tages einstehen müssen dafür, wem wir gefolgt sind. ich zittere davor, dass ich Wölfen im Schafspelz gefolgt sein könnte. Jesus hat nichts verheißen von solchen Kirchenmännern – gerade das nicht!
        Andererseits bin ich Gott dankbar dafür, denn ich beginne zu erahnen, was der Herr wirklich durchgemacht hat auf Golgotha. Einen Zipfelchen dessen geht mit auf, und es ist, als würde einem etwas ins Herz gerammt und ich weiß, dass es meine Schuld ist und meine Blindheit, Einmal so getroffen kann ich diese Blindheit nicht verteidigen oder gar nähren. Es tut mir leid. Sie haben aber vielleicht, wenn auch noch nicht jetzt, später einmal Verständnis.

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      • ester sagt:

        Zeitschnur, sorry, aber Einspruch, wenn Christus sagt, dass man sein Fleisch essen und sein Blut trinken (6. Kapitel, Johannes-Evangelium) soll, dann muss er dazu auch die Möglichkeit geben, und das ist nun mal die gewandelte Hostie, der gewandelte Wein.

        Der Herr kann ja nur deshalb so sanft, gewaltlos usw auftreten, weil ihm alles gehört, das ist es ja, er kann so schwach erscheinen, weil er der absolut Allmächtige ist.

        Es gibt in den Bünden, dem alten und dem neuen, ein seltsames Geheimnis, dass Gott solche Idioten Macht haben lässt und das ist auch das Geheimnis der Passion „du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre“, das sagt Christus zu Pilatus, und er stellt sich unter diese Macht, unter alle irdischen Mächte unter Hannanias und Kaiphas, dessen Legitimation er mit keinem Wort, keiner Geste in Frage stellt.
        Warum nur tut er das? Und warum nur lehrt er die Seinen n i c h t den Aufstand?

        Nun weil er weißm dass all das, um was wir uns zu streiten pflegen, nur WIndhauch ist, und es dennoch so ist, dass der Mensch diese ganzen Strukturen braucht, und die beständig seit der Steinzeit ungut werden, oder anders ausgedrückt, da oben lauter schwache Menschen hinkommen, die dann, eben weil sie schwach sind, durchdrehen.

        Wenn Paulus sagt, nach seinem Weggang werden reißende Wölfe in die Herde eindringen und im Buch Daniel gesagt wird, dass die einzige Hilfe der Frommen die ist, dass sich ihnen eine Menge Leute, aber nur zum Schein, anschließen werden, dann ist das halt so und es würde die Schrift Lügen strafen, wenn es anders wäre.

        Es ist doch gerade das Göttliche der Kirche, dass es sie trotz allem immer noch gibt, oder wie die Anekdote sagt, wenn es möglich wäre, die Kirche zu zerstören, dann hätten es ihre Führungskräfte schon längst erledigt!

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      • "GsJC" sagt:

        Vielen Dank für Ihre umfassende Antwort. Ich akzeptiere das soweit als Ihre ganz persönliche Sicht, die Ihrem Erfahrungshorizont geschuldet ist und die ich nicht in jedem Punkt teile und auch nicht teilen muss.

        Meinen Sie nicht, dass Sie Ihr „zittern vor den Wölfen im Schafpelz“ gegen ein klein wenig mehr Vertrauen in den HERRN eintauschen sollten? Dazu muss man auch nicht in einer „seligen Illusion“ leben, in der ich auch nicht lebe. In vielen Ihrer Texte zu kirchlichen Themen ist dieses „zittern vor“ sehr dominant. Zumindest empfinde ich es so.

        Sie schreiben:
        „Sehen Sie das nicht, dass diese schrecklichen Männer in ihren Prunkgewändern damit nichts, aber auch gar nichts zu tun haben?!“

        Meinen Sie nicht, sollten Sie noch der römisch katholischen Kirche angehören, dass Sie sich mit Ihrer Kritik und Ihren persönlichen Ansichten über „schreckliche Männer“ (wie pauschal abwertend das klingt) in einer anderen Glaubensgemeinschaft eher beheimatet finden?

        MfG

        P.S.

        Vielleicht noch etwas klärend, so ich mich missverständlich ausgedrückt haben sollte. Ihre Ausführungen über eine „flache Erde“ hatten für mich wirklich weder einen theoretischen noch einen praktischen Nutzen und deshalb würde ich mich nicht ernsthaft (!) an einer solchen Diskussion beteiligen.
        Mit Respekt vor Ihnen als Person beende ich das Thema für mich.

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      • zeitschnur sagt:

        @ Ester

        Jesus hat zwar das gesagt, was Sie zitieren, aber er hat die dazugehörige „Lesart“, die Sie voraussetzen als die seine, nicht dazugeliefert – sie ist eine Erfindung der Kirche.
        Die Probleme mit der Transsubstanziationslehre sind ja nun wirklich genugsam bekannt, und dass niemand außer in der römischen Kirche das glaubt (wobei auch hier sämtliche einigermaßen intelligenten und wissenschaftlich Geschulten, die nicht unehrlich sind und den Gläubigen A erzählen und selber B glauben, sehr wohl wissen, dass diese Lehre in sich selbst absurd ist und auch mit Aristoteles, auf den sie angeblich gründet, nicht erklärbar ist). Nicht die alten orentalischen Kirchen, nicht die Ostkirche, nicht die Protestanten, obwohl sie meistens an einer Realpräsenz ja durchaus festhalten.
        Die RKK ist ein Budenzauber, denn sie unterscheidet nicht mal sauber zwischen dem irdischen geopferten Leib Christi, indem sie Hostienwunder anerkennt (!), die sie auch noch wissenschaftlich untersuchen lässt, um feststellen zu lassen, dass das stets Herzmuskelgewebe sei, das noch lebt (!), zugleich aber behauptet, es handle sich dabei um den „verklärten“, also den Geistleib Christi. Einerseits redet sie vom „unblutigen Opfer“ (ein Begriff, der aus dem paganen Umfeld der römischen Kultur stammt (!), stellt aber zugleich blutende Hostien aus als Reliquien. Alleine hier sollte doch so etwas wie ein vernünftiger Selbsterhaltungsreflex einsetzen!
        Ich setze demnächst zu der vielfachen Problematik einen Artikel in meinen Blog, führe das also an dieser Stelle nicht weiter aus.

        Ihre Marginalisierung der Verzerrung der Wahrheit Christi kann ich unmöglich teilen, weil sie dem Herrn ins Gesicht schlägt. Die Alternative ist hier auch nicht „Perfektion“ bzw. „Revolution“ gegen die versaute menschliche Kirche, sondern innere Distanz zu allem, was vom Menschen kommt und vom Menschen beansprucht wird. Immer wenn der Mensch sich als Gott ausgibt, sollten doch alleine schon Vernunftgründen Alarmglocken läuten. Tun sie aber nicht – wie kommt das? Bei jeder anderen, kleineren Gruppe, die mit einem solchen Anspruch auftritt, steht sofort die RKK da und prangert an, es handelt sich um eine „Sekte“. Aber sie selbst tut all das, was sie bei anderen anklagt, noch vielmehr als jene…

        Für mich ist der Satz „Siehe ich sende euch wie Schafe mitten unter reißende Wölfe“ kein Fanal, falsche Hirten anzuerkennen, sondern eine ernsthafte Warnung.

        Was immer in dieser Welt aufgrund der Sünde Gesetz ist, Jesu Worte über die wahre Kirche lauten folgendermaßen:

        „42 Und Jesus rief sie zu sich und spricht zu ihnen: Ihr wisst, dass die, welche als Regenten der Nationen gelten, sie beherrschen und ihre Großen Gewalt gegen sie üben.
        43 So aber ist es nicht unter euch; sondern wer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein;
        44 und wer von euch der Erste sein will, soll aller Sklave sein.
        45 Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. (Mk 10)

        „So ist es nicht unter euch“ – das sind Worte des Erlösers. Wenn es aber unter uns doch so ist, dann sind wir nicht die wahre Kirche, ganz einfach. Da gibt es nichts, aber auch gar nichts zu beschönigen oder betulich zu verharmlosen.

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      • zeitschnur sagt:

        @ GJsC

        Dafür, dass Sie die Flat-Earth-Debatte für wertlos halten, wiederholen Sie sie hier aber ohne irgendeinen Anhaltspunkt auf meiner Seite überraschend und vielsagend oft… und Argumente haben Sie immer noch keine… Immerhin haben Sie sich mit der Grundlage der neuzeitliche Ideologie von der Ballerde noch nie ernsthaft befasst, haben also ein starres Vorurteil und plappern das nach, was ihnen der Mainstream als einzig denkbare Möglichkeit eingetrichtert hat. Bravo – das nenne ich mal einen kritischen Geist! Wenn Sie aber – wie es aufgrund Ihrer provokativen Mehrfacherwähnung vernutet werden kann – inkognito vielleicht doch interessiert daran sind, weil Sie ahnen, dass die Sache nicht ganz so vulgär ist, wie man es Ihnen einprogrammiert hat, wie und wann diese Ideologie aufkam und durch wen, hier ein Link – man muss sich aber intellektuell anstrengen, das sage ich gleich als Vorwarnung: http://zeitschnur.blogspot.de/2017/09/fake-heavens-i-betrachtungen-zur-flache.html

        Wie halten Sie es mit dem „Prüfet alles“?
        Prüfen Sie alles? Oder überlassen Sie das den „Apostelnachfolgern“?
        Schlucken Sie alles, was Ihnen irgendeiner als „rechtgläubig“ verkauft und wagen nicht mehr nachzudenken, sobald das Schildchen „Dogma“ draufgeklebt wurde, auch dann, wenn man Jahrhunderte, Jahrtausende lang so nicht geglaubt hat und vorher auc ohne das selig wurde!? Ist das echter Glaube?
        Sie wollen mich aus der Kirche draußen haben?
        Habe ich die zentrale Glaubenswahrheit geleugnet? Das, was uns in der Schrift überliefert wird? Ja oder nein?
        Wieso sollte ich, wo schon Paulus vor den reißenden Wölfen in der Kirche zu seiner Zeit warnt, auch davor, dass sie JETZT eindringen werden, wieso also sollte ich fraglos jeden Unsinn schlucken, der nach dem Jahr 312 in die Lehre eingedrungen ist?
        Und was ist mit Ihnen los, wenn Sie die wahre Kirche mit der verwechseln, die die meiste Macht an sich reißen konnte, als sei SIE aber allzeit gefeit vor den reißenden Wölfen?
        Wenn Sie mich draußen haben wollen, bestätigen Sie, dass das nicht die wahre Kirche ist.

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      • ester sagt:

        also bitte, wenn das mit der gewandelten Hostie „Budenzauber“ ist, wie soll ich denn dann Christi Fleisch und Blut essen und trinken können?
        Im übrigen scheint mir, Sie kommen mit der Fehlerhaftigkeit der Menschen nicht zurande, was ich eigentlich verstehen kann.
        Ich habe irgendwann einmal versucht, meine eigene Sichtweise umzudrehen, indem ich mir gesagt habe: Gott selber ist allmächtig und Herr über die Herzen der Menschen und auch der, der ja weiß, wie die Dinge in Wirklichkeit funktionieren und sind.
        Wenn er nun all diese schrecklichen Leute in seiner Kirche zulässt, so wird er wissen, was er treibt. Es wäre für ihn ja ein leichtes, die Menschen anders zu machen, es wäre für ihn ein leichtes gewesen, einen Judas Iskarioth nicht geboren lassen zu werden bzw im KIndesalter sterben zu lassen usw., aber er hat es nicht getan, er, Gott, hat die Schlange geschaffen und nicht aus dem Garten Eden verbannt, er, Gott, ist nicht beim Gespräch Evas mit der Schlange vorbeigekommen und ist eingeschritten, er, Gott, lässt dem Menschen machen, auch ins Unglück rennen, er lässt es zu, dass an den verkehrten Wegen nur schwache moralinsaure, lächerliche Hinweisschilder, hochgehalten von seltsamen, bigotten, scheinheiligen Menschen stehen und so weiter und so weiter.
        Und dann habe ich mir gedacht, er, Gott, weiß doch, was er treibt, da muss ich mich nicht aufregen, wenn ich mal gestorben bin, werde ich ihn einfach fragen und vorher, da habe ich mich ausschließlich um meine eigenen Sünden zu bekümmern.
        Und noch was, nehmen wir der Einfachheit halber mal an, Sie haben mit Ihren Anklagen komplett recht, dann bleibt immer noch das Wort, dass all diese bösen Menschen in besseren Zeiten vielleicht bessere Menschen geworden wären, und wir deshalb auch hier das Urteil getrost dem lieben Gott überlassen können.

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      • "GsJC" sagt:

        Dank für den Link auf Ihren Blog.

        Nur eine Empfehlung. Bemühen Sie sich um einen Besuchstermin beim „DLR“.
        http://www.dlr.de
        Vielleicht haben Sie auch das Glück, einen deutschen Astronauten persönlich kennenzulernen.
        http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10366/

        Vielleicht denken Sie danach ein ganz klein wenig anders.

        —————

        Sie schreiben mehrfach und es klingt geradezu beunruhigt, dass ich Sie aus der Kirche haben will. Sollten Sie der Überzeugung sein, einer Kirche anzugehören, die außerhalb der von Ihnen (!) genannten „schrecklichen Männern in Prunkgewändern“ wirkt, so sollte die Frage, wo diese Kirche ohne die „schrecklichen Männer in Prunkgewändern“ zu finden ist, nicht unberechtigt sein. Aber wenn Sie die Frage nicht beantworten wollen und sich dazu nicht eindeutig erklären möchten, soll und darf es selbstverständlich Ihr Geheimnis bleiben.
        Solche Geheimnisse stecken oft tief im Innern des Menschen und können durchaus Ideale sein, die sich in der realen Welt noch nicht wirklich manifestiert haben.

        Vielleicht haben Menschen, die einen hohen Grad der geistigen Vollkommenheit und Einsicht erreicht haben, einen viel höheren Anspruch und wissen dann sehr auch genau, wann andere Menschen nur „nachplappern“ und wissen noch besser, wann und wo „nicht mehr nachgedacht“ wird.

        Liebe „Zeitschnur“, ich kann es ja verstehen, dass Sie darunter leiden, dass nicht jeder Ihre oftmals sehr speziellen Ansichten und Überlegungen nachvollziehen kann und teilt. Sie müssen einfach akzeptieren, sollte es gelegentlich bei Ihnen auch geistiges Unwohlsein verursachen, dass Menschen unterschiedlich denken und auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Ob die Erde nun rund oder flach ist, zählt bestimmt nicht zu den Überlegungen, die für die meisten Menschen überlebensnotwendig ist. Da denke ich besonders an die, die täglich um ihr Brot kämpfen müssen.

        Wichtig ist: Wir werden nur für das gerichtet, was wir in der Lage waren, mit unserem Verstand zu erkennen, unabhängig vom Gewissen, das uns eine gottgegebene innere Richtschnur ist. Sie haben bestimmt viel erkannt und sind an einem weiten Spektrum an Themen interessiert. Es wird Ihnen nicht jeder folgen können und auch nicht wollen, da er längst zu anderen Schlüssen gekommen ist.
        Hier schließt sich die interessante Frage an, wer von welchem Geist erleuchtet, zu welchem Schluss kommen durfte.

        Bei vielen Themen, die Sie sehr umfassend und in denen Sie oftmals pauschal abwertend kommentieren, überzeugen Sie mich nicht. Dazu aktuell ein Beispiel von Ihnen: “Da führt der Heilige Geist in die ganze Wahrheit – keine Männerkaste, die meint, sie sei was Besseres.“

        Quelle: https://charismatismus.wordpress.com/2018/02/17/zweifache-strategie-katholischer-progressisten-zur-veraenderung-der-kirche/#comment-60600

        Ich frage mich ernsthaft und besorgt, was Ihnen persönlich widerfahren sein muss, dass Sie sich derart abwertend über eine von Ihnen nicht näher beschriebene „Männerkaste“ auslassen, „die meint, etwas Besseres zu sein.“

        MfG und einen gesegneten Sonntag

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      • zeitschnur sagt:

        Ganz einfach, @ Ester – diese eitlen Philosophien sind Budenzauber, die aus dem „Brotbrechen“ ein unblutig-blutiges-wahres-irgendwo doch nicht wahres Opfer etc machen.

        Sie verstehen nicht: um an die Realpräsenz zu glauben, muss ich keine mechanistische Philosophie ersinnen!
        Sie werden diesen Einwand in allen orthodoxen Äußerungen dazu finden, aber auch in Luthers Schrift „De captivitate babylonica ecclesiae“ von 1520, deren Tenor ist, dass man ein „mysterium“ ja wohl kaum philosophisch erklären kann, noch dazu dermaßen unvernünftig und alchemistisch, wie die Kirche das leider tut.

        Ich habe keine pauschale Schwierigkeit mit der menschlichen Unvollkommenheit – wann glauben Sie mir das endlich!
        Und wieso glauben Sie, Gott hätte dieses aufgeblasene Gebilde, das von sich behauptet, es sei seine Kirche, tatsächlich so gewollt, wie sie ist?

        Er wollte mit Sicherheit nicht, dass wir Männern nachlaufen, die behaupten, sie seien ein „zweiter Christus“. Noch dazu, wenn diese Männer oft echter Abschaum der Menschheit waren und sind. Es ist der blanke Hohn, wenn solche Leute als „alter Christus“ verehrt und der Illusion erliegt, sie stünden „höher“. Wenn die Teufel „höher“ stehen als die Heiligen und sich „Christus“ nennen, dann sollte man vor solchen zurückweichen und nicht noch meinen, das habe Gott so gewollt.

        Gott wusste, dass es so kommt, aber GEWOLLT hat er das nicht!
        Nichts, aber auch gar nichts steht davon im NT.

        Es ist einfach ein Unterschied, ob einer ein grauenhafter Mann ist, der sich nicht als Herrscher aufspielt, sondern einfach nur als Unmensch aufführt, oder ob er sich als Amtsträger so aufführt und beansprucht, mich belehren zu sollen, weil er angeblich unter dem Beistand des Hl. Geistes so lehrt.

        Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass Gott nicht wollen kann, dass man Verbrechern folgt und sich einem verbrecherischen System GEISTLICH unterwirft. Und es IST leider ein verbrecherisches System, auch wenn nicht jeder, der darin eine Funktion hat, selbst ein Verbrecher ist, aber das System selbst hat keine noch so schwarze Tat ausgelassen bis zum heutigen Tag und dafür nie Genugtuung geleistet – ein einzigartiger Tatbestand in der Weltgeschichte! Was muss noch geschehen, bis Sie diesen so einfachen Gedanken, der einem natürlichen Selbstschutzinstinkt entspringen müsste, endlich verstehen?

        Seien Sie ein einfacher Sünder auf Augenhöhe mit mir Sünderin und ich werde Sie lieben.
        Behaupten Sie aber, wegen einer rein formalen, nichtigen Handauflegung anderer, oft zweifelhafter Männer seien Sie mein Gebieter IM HERRN, dann werde ich Ihnen ins Angesicht widerstehen, denn Sie haben mir nichts zu sagen aufgrund dieses rein bürokratischen Anspruchs.

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      • zeitschnur sagt:

        @ GJsC

        lassen wirs einstweilen gut sein, lesen Sie sich ein und hören Sie auf, mich zu psychologisieren. Ich habe weniger persönliche als sachliche und gedankliche Gründe für meine Position – lassen Sie das gefälligst so stehen! Und warum ich die habe, und welche, halte ich wahrlich nicht hinterm Berg. Lesen Sie doch einfach mal genau!
        Wenn Sie anfangen, meine Gedanken als solche zu verstehen und vielleicht selbst unabhängig denken, frei von aller Psychomasche, dann werden Sie mich verstehen.
        Aber niemand muss mich verstehen – Sie könne es auch einfach lassen, das ist auch okay.

        Ich lasse andere denken, was sie wollen, vorausgesetzt, es handelt sich dabei um „Denken“. Wenn es aber Rhetorik, Vorurteile, gefühlte Meinungen, sachlicher Unfug und dergl sind, habe ich das Recht, Fragen zu stellen und Kritik zu üben.
        Sie sollten das nicht damit verwechseln, dass Sie nicht denken dürften, wie Sie wollen: nur fangen Sie endlich damit an und rudern Sie nicht sofort psychomäßig um sich zeigend zurück, nur weil im ersten Moment das Argument fehlt.

        Für mich ist nichts ernüchternder und bereichernder als die vertiefung in die Quellen und die Fakten. ich kann das jedem nur raten. Aber es ist wohl nur was für starke Frauen und Männer…

        Warum die Kosmologie sogar ganz entscheidend ist für Christen, habe ich in meiner Fake- Heavens-Serie dargelegt. Lesen Sie das erst mal und dann wägen Sie ab und wenn Sie gute Gegenargumente haben: gerne.
        Andernfalls: Nein – erst sorgfältig nachdenken, prüfen und abwägen.

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      • ester sagt:

        Also wir fassen zusammen: An dem fake heavens ist was dran, weil es kaum einer thematisiert und wir da alle auf mainstream eingestimmt sind,
        Aber an der kath. Lehre von der Realpräsenz Christi in der Hostie kann nichts dran sein, weil das ja kein ernsthafter Mensch glaubt und der ganze Mainstream genau das sagt, dass das Unfug ist.

        Im übrigen sagt Christus, dass die Geheimnisse des Reiches den Weisen und Klugen verborgen sind, den Unmündigen aber offenbart wurden, von daher können wir durch Nachdenken, Abwägen und Argumentieren gar nicht zur göttlichen Wahrheit vordringen, ontologisch nicht.
        Von daher glaube ich Ihnen schon, dass die Kirche seit 312 ein Sauhaufen ist, aber gerade das ist für mich Beweis ihrer Gottgewolltheit, ist er doch gekommen, Sünder zu rufen.

        Um hier mal Martin Luther zu zitieren: Wir erhalten die Kirche nicht aufrecht, auch unsere Väter haben das nicht getan, sondern alleine der, der sagt „Ich bleibe bei euch alle Zeit, bis ans Ende der Welt“!

        Bitte, Frau Zeitschnur, ich habe immer das Gefühl, Sie wollen sicher wissen, was nicht zu wissen ist.
        Natürlich ist Kirchengeschichte ein Graus, nicht besser und nicht schlechter als Profangeschichte, aber es ist, wenn wir uns nicht an manchen schwierigen Stellen aus der Apokalypse aufhängen wollen, doch genau das, was in der Schrift steht und ich denke mir oft und oft, es ist eben die Demut, die Christus erwartet, dass wir, die wir uns einbilden, es besser zu wissen, in die Reihe dieser Idioten zu stellen

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      • "GsJC" sagt:

        @ Zeitschnur
        Ihre Sachlichkeit zeigt sich sehr offen, wenn Sie von „Budenzauber“, „schrecklichen Männern“, „Abschaum“ usw. sprechen.

        Da hat es wenig mit „Psychologisieren“ zu tun, wenn so eine Entwicklung hinterfragt wird – oder haben Sie schon immer so gedacht? Es gibt immer einen Auslöser. Sie legen sehr gerne deftig vor. Aber behalten Sie Ihre Antworten für sich.

        Sie schrecken eher ab, als dass Sie mich überzeugen könnten. Vielleicht haben Sie bei anderen Lesern mehr Erfolg.

        MfG

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      • zeitschnur sagt:

        @ GJsC

        Es gibt da draußen eine „Welt“, die sehr genau beobachtet, was sich in der Kirche abspielt! Und was man da sieht seit Jahrhunderten – das schreckt die Leute ab!
        Ich überbringe Ihnen eine Botschaft von etwas, das Sie eigentlich selbst sehen können müssten, aber vielleicht aus Solidarität meinen ausblenden zu sollen. Wir sollen aber nicht Verbrechen und Lästerungen decken!
        Ich habe sehr genau erklärt, was ich mit „Budenzauber“ und den „schrecklichen Männern“ meine. Wollen oder können Sie inhaltlich nicht verstehen, wovon ich spreche?
        Anders herum wird ein Schuh draus: Katholiken, die selber total ausrasten verbal, wenn es um Abtreibung und andere Sexthemen geht, aber plötzlich den Schwanz einklemmen und sich in Heiligenscheinen verschleiern, wenn es um die verheerenden, mindestens genauso schlimmen Sünden ihrer allerhochwürdigsten Kirchenmänner, die sich unverschämterweise auch noch mit Christus gleichsetzen, geht, sind unglaubwürdig, weil sie mit zweierlei Maß messen. Stört Sie das denn nicht, dass ausschweifend Lebende, Trinker, Habgierige, Mörder, Massenmörder, Kinderschänder, Betrüger, Diebe und Irrlehrer und was sonst noch alles die Geschichte zu bieten hat bis heute, uneingeschränkt dennoch als „zweite Christusse“ bezeichnet werden? Qua Amt, und eine Lehre der formellen Unangreifbarkeit hat man uns gleich noch mitgeliefert, damit wir schachmatt sind und die Brüder weithin unangefochten machen können, was sie wollen?!
        Sie sind sich dessen vielleicht nicht bewusst: aber gerade diese heuchlerische Haltung der Katholiken stößt alle Welt ab! es gehört nur wenig IQ dazu, dieses abscheuliche System der Lüge und Erzwingung der Unterwerfung der Gläubigen zu durchschauen. Die draußen fragen sich, wie intelligente Menschen sich freiwillig so etwas bieten lassen!
        Nicht ich, die ich sage, was ohnehin jeder wissen müsste, der mal ein Geschichtsbuch aufgeschlagen hat und heute aufmerksam Zeitung liest, stoße hier irgendwen ab, sondern das, was ich berichte, ist so ungeheuerlich und so unbestreitbar, dass eigentlich jeder Katholik, wenn es recht stünde mit ihm, sich von einer solchen Institution distanzieren müsste, um nicht teilzuhaben an diesen schwersten Sünden.
        Im Prinzip verhalten Sie sich nach der „Ich bin doch kein Nestbeschmutzer“-Logik.
        Das mag menschlich verständlich sein, aber recht ist es nicht und christlich schon gar nicht.

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      • "GsJC" sagt:

        @ Zeitschnur

        „Es gibt da draußen eine „Welt“, die sehr genau beobachtet, was sich in der Kirche abspielt! […]. Nicht ich, die ich sage, was ohnehin jeder wissen müsste, der mal ein Geschichtsbuch aufgeschlagen hat und heute aufmerksam Zeitung liest, stoße hier irgendwen ab, sondern das, was ich berichte, ist so ungeheuerlich und so unbestreitbar, dass eigentlich jeder Katholik, wenn es recht stünde mit ihm, sich von einer solchen Institution distanzieren müsste, um nicht teilzuhaben an diesen schwersten Sünden.
        Im Prinzip verhalten Sie sich nach der „Ich bin doch kein Nestbeschmutzer“-Logik.
        Das mag menschlich verständlich sein, aber recht ist es nicht und christlich schon gar nicht.“

        ————–
        Darf ich Ihren zitierten Text als Distanzierung von der römisch katholischen Kirche verstehen, den Sie mit dem entsprechenden Schritt auch formal vollzogen haben?
        Wenn ich so sehen und lesen würde, wie Sie lesen und wahrnehmen, würde ich auch aus dieser „versauten menschlichen Kirche“ austreten, um „nicht an den schwersten Sünden teilzuhaben“, damit es wieder „richtig stehen“ kann. Nicht dazugehören, sollte dann wahrhaft eine Befreiung sein. Wie könnte ich noch mit freudigem Herzen und Sinn die Messe mitfeiern, wenn im Hinterkopf die Vorstellung von einer „versauten menschlichen Kirche“ omnipräsent ist?

        Sie und ich werden nicht von einer Welt gerichtet, die uns „sehr genau beobachtet.“ Auch werden Sie und ich nicht für die „schwersten Sünden“ derer gerichtet, die sich im Verrat geübt haben. Oder würden Sie sich auch von Ihren Kindern distanzieren, so sie „schwer gesündigt“ hätten und sich deshalb von der Gemeinschaft der Familie distanzieren?

        Und – wer ist denn diese sehr „genau beobachtende Welt“ überhaupt, die über alle Maßen Dreck und Müll auf dutzenden Kanälen in Wort, Bild und Text produziert, dass einem nur schlecht wird, so man mal darein zappt oder sich dem beruflich nicht entziehen kann? Auf diese „genau beobachtende Welt“ pfeife ich. Diese „genau beobachtende Welt“ soll schön darauf achten, dass sie sich nicht selbst aus dem Blick verliert.

        Die von Ihnen genannten Ungeheuerlichkeiten, die so unbestreitbar sind, gab es dokumentiert auch schon vor 304 und nicht nur in Gestalt von Petrus und Judas.
        Dieses Unwesen des Verrats, der sich in den verschiedensten Verfehlungen (Sünden) der Mitglieder durch alle Zeiten zeigt und gezeigt hat, in seinen Auswirkungen unterschiedlichste Wirkung und Gestalt angenommen hat, hat sich mit der Entwicklung, Größe, Ausdehnung der Kirche über die Welt und Anzahl der Mitglieder nicht geändert – im Gegenteil! Versuchung, Fall, Widerstand und Versagen wird uns allen bis zum Ende unserer persönlichen Lebenszeit und bis zum Ende aller Zeit leider treu bleiben. Dass das so in unserer Natur liegt – damit sage ich Ihnen bestimmt nichts, was Sie nicht wissen dürften.

        Nur – nehmen wir einmal an, dass ich so denken und die Entwicklung nach 304 so wie Sie wahrnehmen würde, mich in der Konsequenz von der Gemeinschaft der Sünder trenne, um keine „Teilhabe an den schwersten Sünden“ zu haben. Wer hätte sich aus meiner Sicht getrennt? Ein selbst unbeflecktes und reines Mitglied der Gemeinschaft? Eher nicht! Von daher trifft Ihre „Nestbeschmutzer“-Logik nicht, denn mit mir hätte kein Heiliger eine „menschlich versaute Kirche“ verlassen, in die ich auch so nicht eingetreten bin. – Mit Ihnen?

        MfG

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      • zeitschnur sagt:

        @ Ester und @ GJsC mal gemeinsam.

        Ich verstehe es nicht, wie man so permanent zwischen den argumentativen Ebenen oszillieren kann… Was soll ich da noch sagen und erklären, offenbar heißt „Katholischsein“ für viele, dass sie nicht unterscheiden können zwischen gutem und bösem Willen, zwischen Sünde, der man erliegt und Sünde, die man will, zwischen Christus und Antichristus (denn das blenden Sie beide in der Konsequenz aus).
        Sie beide blenden total aus, dass der Antichristus sich als Christus ausgeben wird und einerseits wie ein Lamm tun wird und andererseits durch seine Großschnäuzigkeit auffallen wird. Und die, die das aus welch fadenscheinigen Gründen auch immer träge anerkennen, dass er sich als Christus ausgibt, werden mit ihm verloren sein. Bitte: das sind ernste Worte in der Apk.

        Es geht nicht darum, ob ich „besser“ bin – haben Sie denn nicht begriffen, was ich geschrieben habe?!

        Das NT unterscheidet ganz klar in allen Texten zwischen Menschen, die Christus aufnehmen und sich vom Hl. Geist ganz durchwirken lassen und eine wirklich „neue Kreatur“ sind, auch wenn sie gelegentlich wieder fallen, und Menschen, die die Dinge des Glaubens bewusst oder halbbewusst, auf jeden Fall aber beratungsresistant ausbeuten für ihre bösen Absichten und dem Hl. Geist widerstehen aus reiner Bosheit und Arroganz.
        Das sind nicht nur arme Sünder wie Sie und ich, sondern „reißende Wölfe“, die die Kirche regelrecht verderben. Jesus nennt solche Leute in Israel Schriftgelehrte, die den „Satan zum Vater“ haben. Nun trifft eine solche Beschreibung nicht auf jeden Sünder zu, sondern auf die von mir zuletzt gezeichnete Gruppe.

        Warum wohl, Sie beide seien das gefragt, hat Jesus gewarnt vor Irrlehrern und den „reißenden Wölfen“, die die Herde verderben werden?

        Begreifen Sie das denn beide nicht?
        Es geht darum, dass Sie, ich, wir, wenn wir diesen Leuten und dem bösen System, das sie entwickelt haben, unkritisch folgen, mit verderben.
        Es geht nicht drum, ob Sie sich besser fühlen und dergleichen Blödsinn – es geht darum, ob wir uns kontaminieren lassen mit der Bosheit des Antichristen.

        Und an GJsC: Eltern werden sich aus ihrer Position gegenüber dem Kind nicht von ihren Kindern distanzieren müssen in dem Sinn, dass die Tür immer offen bleibt und mein Kind mein Kind sein wird in Ewigkeit. Seine Bosheiten werde ich aber nicht anerkennen – natürlich nicht! Und das Schlimmste wäre, mitansehen zu müssen, wie das eigene Kind verloren geht für immer.
        Wenn ich aber als Mutter (und das ist der korrekte Vergleich!) in meiner Position mein Kind zum Bösen verführe und in die Irre führe und ausbeute, dann muss mein Kind sich von mir distanzieren, um nicht durch mich verloren zu gehen. So schlimm das ist, aber das wäre die einzige Möglichkeit. Wollen Sie der Kirche zuliebe in die Hölle gehen (um es mal drastisch zu sagen – vielleicht begreifen Sie dann, worum es mir geht)?.

        Wissen Sie es nicht?
        Christus sagte, er bringe nicht den Frieden, sondern das Schwert – zwischen Mutter und Tochter, Bruder und Schwester.

        Und Ihre Arroganz gegenüber der Welt da draußen spricht vielleicht Bände: da draußen sind zwar viele Böse, aber auch viele Suchende, Einzelpersonen, die keine Bestandteile und willigen Sklaven eines desaströsen Systems sind, sondern „Schafe, die keinen Hirten haben“, denen wir etwas schuldig sind! Wenn wir mit dieser Kirche dafür sorgen, dass sie Christus nicht finden können, werden Sie Ihre „Ich pfeife auf die da draußen“-Worte eines Tages schwer bereuen müssen.
        Wissen Sie auch nicht, dass Jesus damals schon den Pharisäern sagte, sie sorgten dafür, dass nicht nur sie nicht in den Himmel kämen, sondern dass damit auch die, die eigentlich hineinwollen, vom Himmelreich abgetrieben werden?
        DAS ist das eigentliche und schlimme Abtreibungsdrama unserer Tage und auch der vergangenen Jahrhunderte!
        Für Sie alles eine Kleinigkeit?

        Aber vielleicht ist es wirklich eine schwerwiegende Indoktrination, die Katholiken durchlaufen, so dass sie nicht mehr fähig sind, die Situation mit nüchternem und wachsamem Blick zu erkennen.
        Letztendlich höre ich aus Ihren Worten eine gewisse Bequemlichkeit heraus: Ich habe mich eingerichtet in meiner Kirche, weil die schließlich unangreifbar ist, auch wenn sie pervertiert sein sollte.
        Diese Haltung ist fahrlässig, aber was soll man machen.

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      • "GsJC" sagt:

        @ Zeitschnur

        Es überrascht bei Ihnen nicht, dass gerade Sie meine Kommentare sehr einseitig und eigenwillig deuten.

        Selbstverständlich gibt es auch Suchende in der Welt. Um es nicht zu lang zu machen. Sie haben eine ganz spezielle und bevorzugte Sicht. Dabei haben Sie mit großer Leidenschaft besonders das von Ihnen nicht verursachte Böse im Focus. Verlieren Sie bei all Ihrem schriftlichen „Gepolter“ gegen dieses Böse nach 3 0 4 nicht das Gute und den verheißenen Beistand aus dem Blick.

        Irgendwann sieht man sonst vor lauter Klug- und Belesenheit nur noch schwarz und es besteht die Gefahr, dass das permanent geistig ventilierte negative Moment überwiegt.

        MfG

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      • zeitschnur sagt:

        @ GsJC

        Theoretisch ja, ganz pauschal gesehen… Praktisch aber müssen wir immer abwägen. Es gibt auch Leute, die finden, man soll bei Hitler nicht nur das Negative sehen, weil er ja immerhin den Hausfrauen wieder ein Huhn in den Sonntagstopf brachte und die Autobahnen gebaut hat… Sie merken selbst, dass das also kein Argument sein kann. Die Frage wäre hier: was ist das „Positive“, das es ohne den Kirchenzinnober nicht gäbe, und ist es soviel wert, dass man all das Teuflische und Bösartige, was ein historisches Faktum sondergleichen ist, inkaufnehmen könnte.
        Sie werden also um eine genaue und ehrliche Analyse nicht herumkommen.
        Die Rettung in pauschale Bonmots hilft nicht…
        Der Beistand des Hl. Geistes aber – ja wem ist er verheißen. Ihnen zum Beispiel, wenn Sie aufrichtig den Willen des Vaters tun wollen – Ihnen ganz persönlich! Dem „Papst“ im NT (den es dort nicht gibt!) jedenfalls nicht oder nicht besonders oder nicht anders als Ihnen auch.

        Warum lassen Sie sich so von der Kirche in Leibeigenschaft bannen, wo Sie doch ausersehen sind zur Freiheit? Für ein paar Glasperlen sind Sie wirklich bereit, Ihre Freiheit in Christus wieder für die Knechtschaft einzutauschen?!
        Ich verstehe Sie sehr gut, aber glauben Sie mir, je mehr ich las und erkannte, je mehr die Worte der Evangelien und Briefe (aber nicht nach der EÜ!) mich durchwirkten und durchwirken, desto mehr begriff ich, dass es sich hier um die gigantischste und infamste Täuschung handelt, die denkbar ist. Mit Hokuspokus und Drohungen und der Behauptung, wenn Sie da alles nicht „schlucken“, kämen Sie in die Hölle oder in ein langes Fegefeuer, hat man Sie und so viele gefügig gemacht und für einen lebendigen geistigen Glauben total versinnlicht.

        Lesen Sie das NT – Sie werden das, was die institutionalisierte Kirche sich zuschreibt, dort nicht finden.

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      • "GsJC" sagt:

        @ Zeitschnur
        Für „Glasperlen“ bereit sein, die „Freiheit in Christus“ aufzugeben. An der Stelle habe ich ein wenig geschmunzelt.

        Aber – vielleicht merken die Glasperlenbesitzer auch nicht, dass sie ihrer „Freiheit in Christus“ beraubt wurden und sind mit der „Knechtschaft“ zufrieden. Die Befreiung kam bei Ihnen durch intensives Studium der Schrift. Erst danach konnten Sie die Fesseln der Knechtschaft abgelegen und Ihre „Glasperlen“ zurückgegeben und gegen das eintauschen, was bei Ihnen zu einigen schriftlichen Vorwürfen führte.

        Je mehr Sie gelesen haben, umso mehr haben Sie erkannt. Nur – wie setzen Sie diesen Erkenntnisgewinn in der realen Welt ein und um? So, wie Sie hier im Forum von „Budenzauber, schrecklichen Männern in Prunkgewändern, echtem Abschaum, Kirchenzinnober“ usw. … schreiben, werden Sie in der realen Welt für die Kirche, die, wie Sie schreiben, sehr genau beobachtet wird, nur schwerlich werben können. Es bleibt rätselhaft, für welche Einrichtung Sie wirklich werben, begeistern können und auf welcher Mission Sie sich befinden.
        Die von Ihnen genannten Suchenden, die es in der Welt gibt und die sehr genau beobachten, was sich in der Kirche abspielt, werden Sie nur schwerlich überzeugen. Sie werden die vordergründige, allgemeine und oberflächliche Wahrnehmung von Kirche in der Welt eher stützen und bestätigen. Das, was Sie als „Budenzauber“ usw. … bezeichnen, ist mir aus meiner Zeit der Suche wohl bekannt. Die Bezeichnung „Hokuspokus“ für die Beichte ist mir aus jener Zeit noch gut in Erinnerung.

        Dann sind Sie beizeiten ausgetreten, haben „Abschaum“ und „Kirchenzinnober“ die rote Karte gezeigt und sich der „Knechtschaft“ entledigt. Das wäre auf der Grundlage Ihrer Erkenntnisse konsequent und auch nachvollziehbar. Aus der Wahl Ihrer Worte ziehe ich den Schluss, dass in Ihnen eine tiefe und andauernde Abneigung gegen jede Ebene der Hierarchie der Kirche nach 304 besteht.
        Wenn ich Ihre Einsichten hätte, die mir bisher verwehrt sind, würde ich wahrscheinlich auch so denken und handeln. Ich muss wirklich mehr lesen und noch mehr lernen zu verstehen. Vielleicht kann ich Ihnen dann eines Tages zustimmen.
        Im Augenblick bin ich noch nicht da, wo Sie schon längst sind, die Sie Ihre „Glasperlen“ gegen eine mir noch unbekannte „Freiheit“ eintauschen konnten.

        MfG vom „Glasperlenbesitzer“

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  2. Vitellia sagt:

    Das Ei sollte nicht klüger sein als die Henne. Ich bin auch nur ein Ei, lach.
    Die letzte Entscheidung liegt nämlich beim Papst!
    Auch Bode und Marx sind dem Papst unterstellt.

    Also sollte man abwarten, bis P. Franziskus dazu Stellung genommen hat – und erst dann einen Beitrag bringen. Es gab schon so viele Beiträge zu diesem Thema, nur deshalb habe ich mich gemeldet.
    Wenn Franziskus nichts sagt, ist das auch in Ordnung!
    Er ist nicht nur ein sehr vernünftiger und menschlicher Papst (was mir gut gefällt!), er ist auch weit weg und hat sehr viele Aufgaben, bis er sich auch mal um 2 deutsche Bischöfe kümmern kann.
    Das haben schon manche besonders „Heiligen“ aus den USA gemacht. Da frage ich mich, ob sie in ihrem riesigen Land keine anderen Aufgaben und kirchlichen Pflichten haben, als sich um Bischof Marx und Bode zu kümmern.

    Es bleibt dabei, Liebe ist stärker als jedes Dogma! Das würde mir genauso gehen.
    Ich bin doch keine Nonne, die ebenfalls im Zölibat lebt, wenn ich lesbisch wäre mit Freundin.

    Aber klar, wenn die katholische Kirche j e d e Sexualität, außer nach einer Hetero-Eheschließung, ablehnt.
    Vor der Eheschließung ist Sexualität auch eine Sünde, obwohl man sich liebt, aber aus vielen Gründen nicht gleich heiraten kann.
    Die Wenigsten halten sich daran, „keusch“ in die Ehe zu gehen. Wir auch nicht!
    In dem Fall haben wir es mit Martin Luther gehalten, der sinngemäß sagte:
    Wenn Zwei sich lieben und sich in ihrem Kämmerlein vereinen, beginnt die Ehe.

    Die Protestanten, die mich sonst nicht interessieren, wollen auch zu Gott kommen.
    Fazit: Ich bin gläubig, aber längst nicht immer kirchengläubig!

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  3. zeitschnur sagt:

    Meine Güte! Wenn der deutsche Episkopat schweigt zu all dem, dann stimmt er ihm auch letztendlich zu (über die einzelnen Fragen würde ich ohnehin nicht pauschal urteilen wollen – aber das nur nebenbei). Was soll es also nützen, wenn ein Episkopat, der seinem Vorsitzenden zustimmt, ihn absetzt?
    Auch die ewig olle Kamelle vom „Progressismus“ ist so abgelutscht, dass sie keine Konturen mehr hat. Hätte jetzt nur noch der „Modernismus-Vorwurf gefehlt und ein dezenter Hinweis auf die bösen Freimaurer, die an allem Schuld sind oder gar die Juden? Dann hätten wir die gute alte katholische Sammlung der allzeit Schuldigen ja beisammen…
    Was, wenn die Homoagenda eine vatikanische Agenda ist?
    Schon vergessen, was sich in Rom alles zusammengebraut hat?
    Und nicht nur Homo, sondern v.a. ….
    Mit der Kirche stimmt es schlicht und einfach nicht mehr, schon lange nicht mehr, und zwar so lange nicht, dass das weit vor die Reformation reicht, denn die Homoagenda im Vatikan ist schon aus dem 15. Jh ganz gut belegt. Und wenn Sie kurz nachdenken und in die restliche Welt schauen, sehen Sie, dass zölibatäre Männerkasten IMMER entweder Ausdruck einer Homoagenda SINd oder es irgendwann notgedrungen werden. Ja, schauen Sie in andere Kulturen, da werden Sie ganz exakt dasselbe Bild finden. Der gesammelte sexuelle Schmutz sammelte sich allerdings in der Kirche und der Welt eigentlich eher in den restaurativen Kreisen. Und das ist wissenschaftlich ausgiebig beforscht. das ist bis heute so etwa auch in Amerika, wo es stets die Republikaner sind, die in solche Geheimbünde (etwa im Bohemian Grove) verstrickt sind. Und auch dort drängt man Frauen raus und legt das offene Bekenntnis dazu ab, mit dem „Wertvolleren“, nämlich dem Mann, sexuell zu verkehren.
    Wachen Sie endlich auf! Ich verstehe Ihre Besorgnisse, aber Sie ordnen Sie der falschen Seite zu und gehen von Frontlinien aus, die es nicht gibt. Es gibt keinen „Progressismus“ (wo denn und wie ist er charakterisiert?) und keinen „Konservativismus“. Das erzählt man uns und lacht sich in den Hinterzimmern darüber kaputt.
    Der wahre katholische Glaube – was ist das?
    Man hat in Nizäa „absolut“ vefügt, dass Geistliche nicht mit Frauen, also auch nicht mit ihren legitimen Ehefrauen lebten. Woher diese Obsession, Herr von Gersdorff? Woher, wo sich in der Schrift nicht ein Wort findet, das diesen Greuel befürworten würde? Plötzlich galt die angebliche „eheliche Pflicht“ nicht mehr? Warum dieser Hass gegen die normale Sexualität mit der Frau? Meinen Sie, das hat keine mentalen Folgen?
    Ich wünschte, Sie alle, die Sie sich am falschen Platz verkämpfen, wachten endlich auf – es ist mit Händen zu greifen, was hier wirklich vorliegt, aber Sie sehen es alle nicht.
    Und hören Sie endlich auf, Deutschkland zu beleidigen, bitte – das Problem ist weltweit zu verzeichnen, zwar nicht in jedem Land, aber doch weltweit, und es hat seine Zentrale v.a in Rom.
    Was ist angesichts dieser Tatsache der „wahre katholische“ Glaube, der nach konservativer und dogmentreuer Sicht, vom Papst repräsentiert wird?

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    • Ester sagt:

      nur mal so eine Bibelstelle: Matthäus 19,12.
      Im übrigen, denke ich, wäre viel geholfen, wenn die normalen Leute ihre Sexualität normal leben würden, d.h, so dass dabei das herauskommt und angenommen wird, was natürlicherweise dabei herauskommt.
      Und dass mit der Kirche, die in der Welt ist, etwas nicht stimmt, das lehrt uns die Schrift.
      Es sollte nicht so sein, ist aber, besonders nach dem ersten Kapitel des Johannes Evangelium nun mal genau so.
      Man kann nicht immer nur auf die Kirche schimpfen, sie ist und bleibt Christi, also Gottes Werk und wenn sie hoffnungslos verdorben ist, ist das Ende der Welt da und auch das wird kommen.

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      • zeitschnur sagt:

        Dort steht – nachdem Jesus männliche Anmaßung gegen die Frau zurückgewiesen hat:

        „10 Da sagten seine Jünger zu ihm: Wenn das Verhältnis des Mannes zur Frau so ist, dann ist es nicht gut zu heiraten.
        11 Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist.
        12 Denn manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer es erfassen kann, der erfasse es.“

        Und nun denken Sie selbst darüber nach, warum die Kirche ihrer „Elite“ abzwingt, dass es für sie pauschal „nicht gut (ist) zu heiraten“… es entspringt der ersten Reaktion der Jünger, der sündhaften und anmaßenden Haltung…
        Nicht weil „manche sich selbst zur Ehe unfähig machen“ – und nur das qualifiziert zum „um des Himmelreiches willen“, sondern „weil sie von Menschen dazu gemacht werden“, haben wir dieses satanische Desaster.
        Zölibat kann und darf nur und ausschließlich eine individuelle Berufung und Willensbekundung eines Menschen sein – nicht ein Gebot der „Kirche“.
        „Wer es erfassen kann, der erfasse es“ bezieht sich nicht auf den Zwangszölibat, sondern auf die Ehe, wie Gott sie vorgesehen hat: zwischen einem Mann und einer Frau, unauflöslich und OHNE Herrschaftsverhältnisse.

        Woher wissen Sie eigentlich, dass dieses kirchenimitierende Gebilde mit seiner wahrlich schlimmen realen Geschichte von Christus „gegründet“ würde oder gar „Gottes Werk“ ist? Wenn DAS Gottes Werk ist, dann muss man sich mit Recht fragen, ob Gott Gott ist…

        Merken Sie denn nicht, dass mit genau demselben Argument auch die Muslims stur ihrer „Religion“ anhängen – obwohl doch auch dort mit Händen zu greifen ist, dass DAS nicht von Gott stammen kann, was sie real darstellt?! Und es geht dabei nicht nur um „Heilige Bücher“, sondern die reale Phänomenologie.

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      • zeitschnur sagt:

        Noch ein Nachtrag, Ester:

        Es geht nicht drum, „auf die Kirche zu schimpfen“. Wenn das der Grund für meine Worte wäre, hätten Sie recht und man sollte sich das sparen.
        Es geht darum, wem man gefolgt ist und wen man gestützt hat – dem Herrn, der sich gewiss nicht von einer verdorbenen Kirche fesseln und einfangen lässt oder seinem Gegenspieler, der sich in den Tempel Gottes setzt und Christus spielt (wie lange schon?)… Und vor allem – Sie haben doch die Bibel gelesen von Buchdeckel zu Buchdeckel – ist es nicht unser erstes Gebot, in allem der Kirche bzw dieses Gebilde, das sich dafür ausgibt, bedingungslos zu folgen, sondern uU ihr nicht, weil man damit automatisch ihre Sünden deckt und den herrn beleidigt. man muss sich überlegen, wen man liebt. man kann nicht zweien Herren dienen.
        Ich weiß, wir haben es alle gerne bequem, und es hat was, zur „Weltkirche“ zu gehören und in ihrem Mainstream zu schwimmen, und sei er noch dreckiger als der Ganges, ich bezweifle aber, ob man mit einer solchen Haltung vor Gott durchkommt.
        Sagte Simeon maria nicht, dass sich an ihm die Geister würden scheiden?
        Gilt das heute nicht mehr, weil es okay ist, sich im Unkraut zu verbergen?
        Die Distanznahme bedeutet ja nicht, dass man etwas „ausreißt“. Aber ich kann mich beim besten Willen nicht mit erkennbar antichristlichen Dingen identifizieren. Es wundert mich, dass andere das offenbar mit Leichtigkeit können und sich für keine noch so seichte oder sophistische Entschuldigung zu schade sind.
        Aber auch das ist ja schon im NT vorhergesagt.
        Wie lange wollen wir schlafen?

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      • Ester sagt:

        Frau Zeitschnur, nachdem die Jünger erkannt haben, was es für den Mann heißt, zu verheiratet zu sein, haben sie festgestellt, dass es, unter den Bedingungen, die halt so sind, wie sie in dieser gefallenen Welt sind, besser ist, nicht zu heiraten.
        Paulus hat es dann als erster, nach Christus himself, gelebt und für besser befunden und in der Offenbarung 14,4 wird es dann nochmal gelobt.
        Weiter bezeichnet Christus die unverheiratete Lebensweise als die Lebensweise der Engel und es ist gut, sehr gut, dass es Leute gibt, die das leben, auch und wenn es nicht normal (im Wortsinn) ist und sein kann.
        Ich habe bei Ihnen das Gefühl, Sie verzweifeln regelrecht am Zustand der Kirche, die aus fehlbaren, sündhaften Menschen besteht und hätten sie gerne als moderner Acker, wo nur Weizen wächst und alle anderen davor stehen bleiben und sagen: „Oh wie toll, wollen wir auch so haben“
        Dabei ist dem nicht so, kann dem nicht so sein, weil „durch vielerlei Drangsale gelangen wir in das Reich Gottes“ und mit falschen Brüdern mussten sich schon die Apostel selber rumärgern und selbst die, die doch mit Christus selber umherzogen, sind alle weggerannt, haben ihn verraten (Judas) und verleugnet (Petrus).
        Von daher was soll ich mich denn aufregen, wenn es halt so ist, wie es ist.
        Um einen Edelstein zu finden, muss ich ziemlich viel taubes Gestein abbauen, um Ertrag im Garten zu haben, muss ich ziemlich viel Mist verarbeiten, viel Unkrauf hacken, immer wieder usw, usw., um aus Flachs den Leinfaden (der ja in der Schrift als das reinste Gewebe gilt) zu erhalten, muss ich viel Mühe aufwenden, der ist zu Beginn grau, und muss noch und noch gebleicht werden und wenn ich dann das Leintuch habe, besteht die Gefahr, dass es stockfleckig wird.
        Und dann soll ich mich drüber aufregen, dass die Kirchenfürsten halt schon immer so sind, wie sie nun mal sind? Nichts wie erlösungsbedürftige Menschen wie ich auch?
        Es ist doch gerade der Irrtum des modernen Menschen, dass er, wenn er denn an Christus glaubt, sich selber nicht für erlösungsbedürftig – und schon gar nicht durch so eine brutale Passion wie die Christi – hält.

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      • zeitschnur sagt:

        @ Ester

        1. Jesus sagte folgendes:

        „29 Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes;
        30 denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. (Mt 22)

        Vielleicht bequemen wir uns, genau das zu lesen, was da steht: Es steht da nicht, dass wir in diesem Äon bereits im „Schauen“ leben könnten, wie es den Engeln zukommt, sondern „in der Auferstehung“. Die steht noch aus! Diese Schriftstelle ist daher für Ihre Ziele hinfällig. Die Beauftragung zur Fortpflanzung ist offenbar noch nicht erloschen, sonst wäe die Welt schon untergegangen!

        2. Den Engeln kommt es nicht zu, sexuell zu leben. Das geht aus Gen 6 hervor, aber sie neideten es den Menschen, DASS es den Menschen zukommt und sogar deren regelrechter Auftrag ist, sexuell zu leben und am Schöpfungsakt beteiligt zu werden (!) und materialisierten sich daher und verkehrten mit den Menschentöchtern – und erzeugten „Riesen“, also Monster, Missgeburten, wenn auch unheimliche Missgeburten. Die Sexualität ist tatsächlich das Zeichen des Menschen, das ihn über die Engel erhebt, denn sie sind nicht schöpferisch – in gar keiner Weise, weder physisch noch geistig. Zumindest gibt es keinerlei Hinweis darauf, dass ihnen das zukäme. Darum heißt es auch nirgends, dass ein Engel „Ebenbild Gottes“ sei – nur vom Menschen wird das gesagt.
        So erzeugt die Verlästerung der gottgewollten menschlichen Sexualität immer das Monströse – auch in der Kirche. Ausnahme ist die gesonderte, individuelle Berufung zur Abstinenz.

        Denken Sie scharf darüber nach, was es bedeuten könnte, wenn gefallene Engel dem Menschen seinen göttlichen Auftrag regelrecht neiden – eine Weise ist es, den Menschen sexuell zu missbrauchen seitens der Engel, wie es vor der Sintflut geschah, eine andere ist es, dem Menschen die Sexualität zur Hölle und zum Brandmal zum machen und sie ihm derart zu verleiden, dass er nicht mehr wagt, sie normal zu leben.

        3. Die Erlösung annulliert nicht die Schöpfungsordnung. Was Gott gut geschaffen hat – auch die Sexualität – wird durch den Sieg Jesu am Kreuz instand gesetzt. Wie anders sollte Paulus jedes Kind, das wenigstens einen christlichen Elternteil hat, als „heilig“ bezeichnen?
        paulus fordert niemanden zum Zölibat auf, obwohl er es für das Bessere hält. Im Gegenteil: er fordert massiv allesamt auf zu heiraten, weil das, was beim Zölibat herauskommt, noch perverser ist als das, was in Ehen schieflaufen kann, um seine Worte mal in saloppe Sprache zu übersetzen.

        4. Jesus nennt als Grund für die Unfähigkeit der Männer, eine gottgewollte Ehe zu führen, deren „Herzenshärtigkeit“. Ich finde, es ist ein Armutszeugnis, wenn Sie im Ernst als Chjristin deklarieren, die Kraft der Erneuerung in den Herzen könne NICHT bewirken, dass ein Mann dazu in Christus befähigt wird.

        5. Jesus war Gottes Sohn und lebte ehelos. Warum er das tat, liegt in einem Geheimnis. Allerdings hielten die Juden ihn für einen „Mamser“ (einen unehelich Gezeugten). Bis heute steht das so im Talmud und bis heute wird Jesus von den Juden deswegen verachtet. Nach dem jüdischen Recht dürfen Maserim nicht heiraten – jedenfalls keinen „reinen“ Israeliten. Man denkt zunächst, dass der Sohn Gottes als solcher nicht verheiratet gewesen sein kann, eben weil er Gott war und auch eine harte Mission hatte, aber es kann dafür auch noch profane, allzu profane Gründe gegeben haben. Dies liegt aber, wie gesagt, im Dunkeln. Und da lassen wir es auch!

        6. Die Stelle in der Apk bezieht sich auf 144000 Auserwählte Israels und ist für die bisherige Auslegung nicht klar entschlüsselt worden. In jedem Fall haben sich diese Männer nicht mit einer „einer Frau“ nicht befleckt, sondern „nicht mit Frauen im Plural“. Wie alles Visionäre dürfte dies aber metaphorisch sein, denn nirgends in der ganzen Schrift steht, dass es eine Befleckung sei, eine Ehefrau zu haben – was Gott beauftragt hat, kann keine Befleckung sein! Verdrehen wir doch bitte nicht das Schriftwort!

        6. Sie reden so, wie Lots Frau gedacht haben dürfte: wenn Sodom nun mal so ist, wie es ist, so what – dann leben wir da halt, wir können es auch nicht ändern.
        Sie können erstarren in dieser Haltung – ich kriege sie nicht zusammen mit der Liebe zu dem, der hinausging vor die Tore Jerusalems, wie Paulus schrieb, und der unsere Nachfolge sucht:

        „13 Deshalb lasst uns zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen!“ (Hebr 13)

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      • Guten Tag,
        Sie schreiben:
        „5. Jesus war Gottes Sohn und lebte ehelos. Warum er das tat, liegt in einem Geheimnis. Allerdings hielten die Juden ihn für einen „Mamser“ (einen unehelich Gezeugten). Bis heute steht das so im Talmud und bis heute wird Jesus von den Juden deswegen verachtet. Nach dem jüdischen Recht dürfen Maserim nicht heiraten – jedenfalls keinen „reinen“ Israeliten. Man denkt zunächst, dass der Sohn Gottes als solcher nicht verheiratet gewesen sein kann, eben weil er Gott war und auch eine harte Mission hatte, aber es kann dafür auch noch profane, allzu profane Gründe gegeben haben. Dies liegt aber, wie gesagt, im Dunkeln. Und da lassen wir es auch!“
        Dazu möchte ich gerne einiges anmerken:
        1. Ein Mamser/Maserim ist nach jüdischem Recht keineswegs das uneheliche Kind, sondern stammt aus einer illegitimen bzw. ungültigen Ehe (vor allem bei Blutsverwandtschaft).
        2. „Die Juden“ hielten Jesus damals keineswegs für einen „Mamser (einen unehelich Gezeugten)“, sonst hätte es nicht geheißen: „Ist das nicht eines Zimmermanns Sohn?“ usw. Jesus wurde zudem sowohl gezeugt wie geboren, als Maria bereits mit Josef anverlobt war – und damit nach jüdischem Religionsgesetz verheiratet. Die Ehe begann mit dem Ehevertrag (Anverlobung), ein Jahr später war die feierliche Hochzeit und das Paar zog unter ein Dach. Die damalige „Verlobung“ war also nicht wie heute lediglich ein Heiratsversprechen, sondern der gesetzliche Ehe-Beginn.
        3. Was der Talmud s p ä t e r gegen Christus vorbringt, um auf den christlichen Anspruch zu re-agieren, die Anti-Jesus-Legenden und-so-weiter, steht auf einem anderen Blatt. Man kann nicht so tun, als könne man jene späteren Polemiken auf die Zeit Jesu zurückbeamen.
        3. Sie schreiben betr. Unehelicher: „Nach dem jüdischen Recht dürfen Maserim nicht heiraten – jedenfalls keinen „reinen“ Israeliten“. – Nach jüdischem Recht dürfen uneheliche Kinder sehr wohl heiraten, auch einen „reinen“ Israeliten, da sie keine Maserim sind.
        4. Sie schreiben, es könne für die Ehelosigkeit Jesu nebst Gottheit und „harter Mission“ auch noch „profane, allzu profane Gründe“ gegeben haben – und dies liege aber „im Dunkeln. Und da lassen wir es auch!“ – Nein, da lassen wir es nicht, es liegt hier nichts im „Dunkeln“, weil Christi religionsgesetzliche Situation nicht unehelich war – und zudem selbst dann, wenn es so gewesen wäre, er sehr wohl hätte heiraten können. Das ist eine ganz „helle“ Angelegenheit! Folglich gab es für seine Ehelosigkeit keine „allzu profanen“ Gründe.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • zeitschnur sagt:

        Über den Status und die Definition des „Mamser“ informieren Sie sich bitte an den dafür auch kompetenten Stellen! Etwa hier: http://www.juedisches-recht.de/lex_fam_memser.php Und dann bitte auch genau verstehen, was da steht! Für „Hurensöhne“ gab es dem Recht nach kein Pardon, aber natürlich vermied man auch alles, um einen solchen kenntnlich zu machen. Und es handelte sich NICHT v.a. um Blutschande, wenngleich auch das natürlich eine Rolle spielt.

        Es gibt im NT auch Hinweise drauf, dass die Gelehrten wussten, dass Jesu Geburt fragwürdig aus Sicht der Juden war. Denn irgendwoher wissen ja auch wir heute, dass er NICHT Josefs Sohn war. Vielleicht beziehen Sie auch diesen einfachen Tatbestand in Ihre Überlegungen ein. Das wude mitnichten erst nachher bekannt! Aber wie immer hatte sich die Nachricht der wundersamen Geburt Jesu nicht überall durchgetrommelt und das harmlose Volk dachte natürlich, er sei Josefs Sohn. Das dachten aber deshalb nicht alle, v.a. nicht die Schriftgelehrten. Ob einer im Rahmen einer bestehenden Ehe geboren wird, macht ihn noch nicht „legitim“. Wenn ein Mann ein Kind seiner Frau anerkennt, lässt sich von außen nichts „beweisen“. Aber ein Verdacht kann dennoch auch nach außen hin bestehen bleiben.

        Im heftigen Streit der Gelehrten mit Jesus über die ihre Herkunft, in dem Jesus ihnen vorwirft, die seien nicht Abrahams wahre Kinder und vielmehr Satanskinder, werfen sie ihm schließlich den härtesten Vorwurf an den Kopf, der damals denkbar war im jüdischen Kontext: „Dixerunt itaque ei : Nos ex fornicatione non sumus nati : unum patrem habemus Deum.“ (Joh 8, 41) Deutsch: „Da sagten sie ihm: WIR sind nicht aus einem Ehebruch heraus geboren: wir haben Gott als den einen Vater.“
        Der Hinweis auf einen Ehebruch ergibt hier keinerlei Sinn, wenn er nicht ad hominem fällt.
        Jesus hat vorher auf sich selbst als Person verwiesen: „Nunc autem quæritis me interficere, hominem, qui veritatem vobis locutus sum, quam audivi a Deo : hoc Abraham non fecit.“ Deutsch: „Nun wollt ihr mich töten, DEN MENSCHEN; DER euch die Wahrheit gesagt hat, die er von Gott gehört hat…“ und darauf hin sagen sie, SIE stammten nicht aus einem Ehebruch, um damit seine Herkunft von Gott zu annullieren, die er behauptet.
        daraus folgt, dass man wusste, dass er Gottes Sohn ist. Aber die Juden wollten das nicht stehenlassen und „ernüchterten“ einen solchen Glauben durch die menschlich gewiss nachvollziehbare Aussage, er sei vielmehr schlicht ein Kind aus einem Ehebruch…

        Ihre Meinung, die Idee der Juden, dass Jesus ein Mamser sei, habe sich wundersamerweise irgendwann später eingestellt, sollten Sie entweder beweisen können oder ansonsten nüchtern denken und sich vor Augen halten, dass solche Unterstellungen nie Produkte einer späteren Zeit sind, sondern aus der Zeit selbst stammen, zumal sie ja in der Schrift schon erwähnt werden und im übrigen ja – menschlich gesprochen – auch naheliegen.

        Über diese Angelegenheit wurde im übrigen auch aufseiten der theologischen Forschung einiges erörtet. Etwa von Peter Schäfer:

        https://books.google.de/books?id=30In6G1aiTcC&pg=PA37&lpg=PA37&dq=Peter+Sch%C3%A4fer+mamser+jesus&source=bl&ots=LbongWVLMU&sig=5hnGgOQySHHHnbA4n-c1_y0kmAA&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiSgdfyyqrZAhXNzqQKHVWRB_0Q6AEIVzAN#v=onepage&q=Peter%20Sch%C3%A4fer%20mamser%20jesus&f=false

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  4. Ester sagt:

    ich finde die Forderung nicht gut, so eine Bischofskonferenz ist nichts wie ein informelles Gremium.
    Jeder Bischof ist in seiner Diözese Nachfolger der Apostel, das sollten die Bischöfe leben und sich nicht hinter den nationalen Bischofskonferenzen verstecken.
    Anstatt sich aufzuregen, sollten wir anfangen diese Dinge gar ned amol zu ignorieren und den Vorsitzenden der Bischofskonferenz als das betrachten was er ist, als Vorsitzender eines überflüssigen Schwätzvereins.
    Alles andere verschlingt viel zu viel Energie.
    Die Realität in den Gemeinden zeigt ja, dass die paar Gläubigen, die wir noch haben, die Sache genauso sieht, bei jeder Pfarrgemeinderatswahl werden händeringend Kandidaten gesucht, weil die Gläubigen auf diese Schwätzgremien doch gar keine Lust haben.

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  5. Vitellia sagt:

    Oh meine Güte, ist das ein Hin- und Her-Gezeter wegen der Segnung von homosexuellen Paaren. Es hat eben nicht jeder die gleiche Meinung!
    Wem will man vorschreiben, dass er kein eigenes Denken mehr haben darf?
    Die Bischöfe Marx und Bode sind eben großzügiger und nicht so engherzig wie die Dogmen-Bischöfe.
    Zitat: „Die Gläubigen müssen wohl in der Erwartung ständig neuer Angriffe auf die kirchliche Glaubens- und Sittenlehre leben.“
    Was juckt das die Gläubigen, die gar nicht davon betroffen sind? Sie beten in ihren Kirchen und denken nicht daran, wer welchen Segen bekommt.
    So geht es mir jedenfalls, mir ist das egal, wer einen Segen bekommt.
    Allerdings hat Frau Küble neulich schon richtig mitgeteilt, dass jeder Mensch, auch ein Homosexueller, als MENSCH den (Einzel-)Segen bekommen kann.
    Dann sagt das doch Marx und Bode – und fertig diese Diskussion. Mir geht sie auf den Wecker.

    Die kath. Kirche hat Wichtigeres zu tun. Das könnte ich nennen, vielleicht weiß jeder selber, was ich meine. Weil es neulich den Bericht aus Regensburg und die dortigen Vorkommnisse gab.

    Bei Marx gibt es eine andere Sache viel mehr zu bemängeln:
    Er fordert Familiennachzug bei den Neubürgern, obwohl über 430.000 Wohnungen fehlen (war mehrmals mit Quellenangabe zu lesen).
    Außerdem, wer bezahlt dann wieder die teuren Sprachkurse? Wer bezahlt die vielen Hartz 4-Empfänger?
    Ohne Sprache keine Arbeit, den ganzen Tag hier arbeitslos herum hängen.
    DAS sollte Bischof Marx mal erklären.

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  6. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Ein Beitrag, der die ärgerliche, weil selbstverschuldete Weltfremdheit großer Teile des konservativen Laienkatholizismus schlaglichtartig beleuchtet. Denn wer ob des Treibens der DBK erst in der Silvesternacht „in einem Dauerzustand der Bestürzung“ lebt, muß schon über die Maßen weltfremd sein. Ob „Frauenpriestertum“, ob Interkommunion, Kommunion für „wiederverheiratete Geschiedene“, „Sensibilität für gleichgeschlechtliche Gemeinschaften“: Alle Themen werden vom deutschen Episkopat seit Jahren und Jahrzehnten bewußt am Köcheln gehalten, indem man deren Zulässigkeit „vertieft prüft“ und „Spielräume auslotet“.

    Die Vermutung, die Gläubigen „müssen wohl in der Erwartung ständig neuer Angriffe auf die kirchliche Glaubens- und Sittenlehre leben“ ist daher höchstens Realsatire – vom Autor anscheinend unbemerkt, nimmt man mit dem interkonfessionellen Religionsunterricht in NRW bereits gemeinsame pastorale Strukturen mit protestantischen Gemeinschaften in Angriff. Mit dem semantischen Kniff der „Wort-Gottes-Feier“ agiert die (ihren Schal wie eine liturgische Stola tragende) Gemeindereferentin wie eine „Pfarrerin“: hält eine „Predigt“ und teilt Kommunion aus (vorher vom Priester konsekriert, aber wen kümmert’s denn?). Katholische Pfarreien sollen kirchenrechtlich unter Laienführung gestellt werden, der Pfarrer gerät vollends zum Animationskasper für Gottesdienste – der evangelische „Kirchenvorstand“ läßt grüßen…

    Die Forderung nach Amtsabsetzung von Kardinal Reinhard Marx als Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz (DBK) – so geboten diese zweifelsfrei ist – setzt blauäugig voraus, dass dieser mit seiner Abbrucharbeit eine Mehrheit der DBK gegen sich hätte – und zudem dieser Mehrheit der Bischöfe sein Treiben bisher unbekannt war. Lebt der Autor noch in den 80ern? Wann plant er seine Ankunft in die Gegenwart?

    Der Artikel paßt in die närrische Zeit…

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