Billy Graham mit 99 J. verstorben: größter evangelikaler Prediger des 20. Jahrhunderts

Der wohl am meisten prominente Evangelist des 20. Jahrhunderts, der US-amerikanische Baptistenprediger Billy Graham (siehe Fotos), ist am 21. Februar im Alter von 99 Jahren gestorben. Am 7. November wäre er 100 Jahre alt geworden.

In seinem mehr als 70-jährigen Verkündigungsdienst hat er vor rund 230 Millionen Menschen in 185 Ländern gepredigt, auch mehrfach in Deutschland. Säkulare Medien bezeichneten ihn auch als „Maschinengewehr Gottes“. In Meinungsumfragen in den USA zählte er häufig zu den beliebtesten und vertrauenswürdigsten Personen.

Grahams erste Großevangelisation fand 1949 in einem Zelt in Los Angeles statt. Sie war ursprünglich für drei Wochen geplant, erstreckte sich dann aber über acht Wochen, weil das Zelt jeden Abend überfüllt war. Die breite mediale Berichterstattung machte Graham bekannt.

1977 reiste er erstmals in ein kommunistisch geführtes Land: Ungarn. Es folgten Evangelisationen in den meisten Ländern des ehemaligen Ostblocks sowie in China und in Nordkorea. Graham setzte immer frühzeitig auf den Einsatz neuer Medien. Ab 1989 fanden seine Veranstaltungen durch die Verbreitung über Satellit ein noch größeres Publikum.

Er litt in den vergangenen Jahren u.a. an Schüttellähmung (Parkinson) und an Prostatakrebs. Mit seiner Ehefrau Ruth, die 2007 starb, hat er fünf Kinder. Hinzu kommen 19 Enkel und 41 Urenkel.

Präsident Trump: „Ein ganz besonderer Mann“

Grahams Tod löste weltweit Trauer aus. US-Präsident Donald Trump schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: „Der großartige Billy Graham ist tot. Keiner war wie er! Christen und alle Religionen werden ihn vermissen. Ein ganz besonderer Mann.“

Vizepräsident Mike Pence sagte, Graham habe das Leben von Millionen Menschen verändert. Grahams Sohn Franklin schrieb auf Facebook, dass sein Vater von vielen schmerzlich vermisst werde. Aber es werde für ihn eine Freude sein, von Gott willkommen geheißen zu werden „und wieder mit meiner Mutter in der Gegenwart Jesus vereint zu sein“.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.idea.de/nachrichten/detail/der-bedeutendste-prediger-des-20-jahrhunderts-ist-tot-104342.html


9 Kommentare on “Billy Graham mit 99 J. verstorben: größter evangelikaler Prediger des 20. Jahrhunderts”

  1. Vitellia sagt:

    Da hier Trump und seine großspurigen Worte erwähnt werden, schreibe ich zu diesem „Sonder-Präsidenten“ auch noch meine Meinung.
    Da gibt es einiges zu sagen (mal sehen, ob es hier veröffentlicht wird).

    Weil ausgerechnet Trump so fromm ist, der soll selber mal die Bibel lesen, anstatt (natürlich wieder auf Twitter!) so einen Schmarren der Übertreibung mitzuteilen:
    „Christen und alle Religionen werden ihn vermissen.“
    Nö, die anderen Religionen werden Graham insofern nicht vermissen, weil sie ihren eigenen Glauben für den einzig wahren halten.

    Wer aber wie Trump gegen den Islam ist und dann ausgerechnet mit den Saudis, wo es den strengsten Islam mit der Scharia gibt, auch noch Waffengeschäfte macht, der kann mir gestohlen bleiben.
    Die USA haben wahrlich genug Waffen. Aber Trump schmeißt das Geld der Steuerzahler raus. Dabei hat er seine eigenen Steuern nicht bezahlt, sonst hätte er sie offengelegt, wie in den USA üblich.
    Was hat er bis jetzt geleistet?
    Seine Dekrete, wer nicht einreisen darf, wurden damals zurecht von der Justiz kassiert.
    Es gibt Einwanderungsgesetze, an die er sich nicht gehalten hat. Dumm, wenn gerade ein Präsident nicht die Verfassung der USA kennt. Anstatt juristische Beratung zuvor einzuholen, nur eigenmächtig handeln, das ist Trump in seiner Überheblichkeit.
    Obamacare:
    Im Wahlkampf die große Klappe, er hätte ein besseres System für die Gesundheitsversorgung, Obamacare müsse weg.
    Nix hatte er später vorgelegt an besserem System. Seine eigenen Partei“freunde“ haben mehrheitlich gegen ihn gestimmt. Obamacare bleibt!

    Was hat er noch getrieben? Die Meisten haben schon vergessen, kaum war Trump im Amt, gab es Tote wegen ihm, auch Kinder, auch zwei US-Soldaten. Er hatte den Einmarsch in den Jemen angeordnet und ist auch bei vielen Republikanern auf Kritik gestoßen.

    Wann schafft er Arbeitsplätze, wie im Wahlkampf versprochen? Viele haben ihn auch deshalb gewählt – und können lange warten!
    Das bestimmt die Wirtschaft. Wenn sie neue Arbeitsplätze schafft, gibt es in jedem Unternehmen den Personaler, der bestimmt, wer eingestellt wird und nicht der Trump.
    Gerade Leute mit geringer Qualifizierung und schon lange raus aus dem Job, wollen sie am wenigsten.
    Ich gehe davon aus, dass seine Wähler mit Job-Erwartung und mehr Geld für ihr Leben leider auch weiterhin Geringverdiener bleiben werden.
    Jede Firma braucht den Reinigungsdienst. Dort können sie einen Job bekommen.

    Wer hat Trump nicht gewählt?
    Leute mit Bildung und hohem Wissen haben sich öffentlich gegen ihn ausgesprochen:
    Physiker und Ingenieure der großen Raumfahrt waren gegen Trump.
    Die Professoren der vielen Unis in den USA bis hin zur Elite-University Harvard brauchen keinen Trump für ihren guten Beruf.
    Leute mit Geld, aber ohne Pleiten, Bill Gates und Warren Buffett, haben sich öffentlich gegen Trump ausgesprochen.

    Seine Tochter Ivanka gefällt mir! Eine freundliche Frau mit gutem Benehmen und Auftreten, eine intelligente Frau mit einem guten Studienabschluss der Wirtschaftswissenschaften! Nie eine Angeberin, die auf den Putz haut.
    Vater Trump könnte von Ivanka lernen, wie man sich benimmt – und auch nicht nur auf Twitter austeilt gegen Leute mit anderer Meinung und die gegen ihn sind. Austeilen kann er, aber nichts einstecken.
    Trump soll sich nicht einbilden, dass ihn alle ganz toll finden müssen.

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  2. Vitellia sagt:

    Zum Tod von Billy Graham wurde auch mitgeteilt, dass er diesem Watergate-Nixon damals widersprach.
    Ein paar Jahre nach dem längst überfälligen Rücktritt von Nixon aus dem höchsten Amt der USA wurden Tonbandaufzeichnungen veröffentlicht, auf denen Grahams Stimme zu hören war, wie er Nixon ins Gewissen redete!

    Graham sprach immer wieder von falschen Propheten. Da er mutig gegen den Kommunismus kämpfte, gehe ich davon aus, dass es auch Atheisten waren, die er mit „falschen Propheten“ meinte.

    Mir stellt sich aber auch die Frage nach den „falschen“ biblischen Propheten!

    Ich begreife es nicht, dass es mit EINER Bibel dermaßen viele unterschiedliche Glaubensgemeinschaften gibt.
    Graham war kein Katholik oder Protestant (allein schon diese beiden Glaubensrichtungen mit und ohne Papst und noch mehr Unterschiede der Lehre gibt es für die Gläubigen).

    Es gibt aber noch mehr Glaubensgemeinschaften, gerade in den USA.
    Billy Graham war Baptist.

    Es gibt auch Mormonen, Adventisten, Altkatholiken, Pius-Brüder, Neuapostolische, Die Kirche der Heiligen der Letzten Tage (ein paar Scheinheilige sind auch dabei) und die besonders Erleuchteten, die Zeugen Jehovas mit ihrem unmöglichen Charles Taze Russell als geistiger Vater.

    Nicht nur, dass er das Neue Testament ablehnte, verkündete er mehrmals – ernsthaft mit Datum – den Weltuntergang, den Armageddon.
    Wie kann man nur so dumm sein? Menschen sind keine Hellseher und wissen NICHTS über die Zukunft. Das weiß nur Gott, aber wir Menschen wissen nicht einmal, was im nächsten Jahr alles auf dieser Welt passiert.

    Aber jeder legt die Bibel aus, wie es ihm passt!
    Das interessiert mich nicht.
    Ich glaube an Gott und bemühe mich, nach den 10 Geboten zu leben. Das ist alles und das reicht.

    Billy Graham durfte ein hohes Alter erreichen für sein christliches Wirken.
    Nun hat er den ewigen Frieden gefunden und ist bei Gott.

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    • zeitschnur sagt:

      Viel Bluff – Alexander Solschenizyn beschwerte sich damals bitter über Grahams Opportunismus, als er in der UdSSR war. Die nicht-registrierten christlichen Gemeinschaften interessierten ihn nicht, als vor seinen Augen eine Frau von der Geheimpolizei verhaftet wurde, die ein christliches Transparent hochhielt. Auch leugnete er, dass es eine harte Verfolgung von Christen in der UdSSR gab und wand sich geschickt heraus, wenn Rückfragen kamen. Er war Antikommunist, solange das auf der US-Speisekarte stand. Als das Eis schmolz, wusste er nichts mehr von seinem Antikommunismus.
      Hören Sie mir doch auf!
      „Strebt nicht nach hohen Dingen!“ schrieb Paulus.
      Man wird immer korrumpiert, wenn man sich an der Spitze halten will. Immer.

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    • zeitschnur sagt:

      Was Nixon betrifft soll Graham in dem vertraulichen Gespräch ein paar antijüdische Sprüche vom Stapel gelassen haben:

      „Auszüge aus einem vertraulichen Gespräch mit dem ehemaligen Präsidenten Richard Nixon, die 2002 veröffentlicht wurden, lösten Kritik an Graham aus. Er äußerte sich darin abfällig über Juden, sagte unter anderem, liberale Juden hätten die Medien im Griff und könnten die USA den Bach hinab schicken. Später sagte er, er könne sich nicht an diese Aussagen erinnern. Dennoch entschuldigte er sich für sie.“

      http://www.spiegel.de/panorama/billy-graham-einflussreicher-us-prediger-ist-tot-a-1194697.html

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    • Wolfgang sagt:

      Die sogenannten „Zeugen Jehovas“ mit ihrer vollkommen verfälschten und der Sekten-Idelogie gemäß zurechtgedrehten „Neue Welt“ Übersetzung der Bibel lehnen auch das Kreuz Christi als christliches Symbol und Zeichen ab. Obwohl doch im Neuen Testament der Bibel u.a. auch ausdrücklich steht: „Wer nicht mein Kreuz (auf sich) nimmt und mir (nicht) nachfolgt, (der) kann nicht mein Jünger sein!“ Demnach können die selbsternannten angeblichen „Zeugen Jehovas“ laut Neuem Testament der Bibel und Jesu Christi eigenen Worten darin wohl keine Jünger Christi mehr sein. Sondern sind stattdessen vielmehr Irrlehrer und Irregeleitete und Irregeführte, die einem falschen Propheten folgen, dessen Prophezeiungen nachweislich bislang überhaupt nicht eingetroffen sind (echte Propheten erkennt man laut Bibel nämlich daran, dass ihre Prophezeiungen eintreffen). Die vorgeblichen sich selbst so nennenden „Zeugen Jehovas“ verleugnen ja auch unbiblischerweise die Heilige Dreifaltigkeit Gottes bzw. die göttliche Trinität und die Logos-Theologie der Bibel und die Verschwisterung der christlichen Theologie mit der griechischen Philosophie, siehe dazu auch die Septuaginta des Alten Testamentes der Bibel und Elias Erdmanns Texte zum jüdischen Theologen und Philosophen Philon von Alexandrien und zu Justin dem Märtyrer als Kirchenvater und Kirchenlehrer und zum Heiligen Irenäus von Lyon und Clemens von Alexandrien als Heiligen Klemens und seinem Schüler Origenes und zu Dionysios Areopagita und zu Lactantius als Laktanz und zur 4 bzw. 5 Elemente-Lehre der griechischen Philosophie und der Hermetik usw. Viele angeblich so schrifttreue Protestanten kennen die theologischen Hintergründe und Zusammenhänge der Bibel gar nicht richtig. Deswegen studiert man ja auch Theologie extra.

      Kritik eines Mitgliedes einer christlichen Freikirche an den Evangelikalen zur Diskussion:

      http://bitflow.dyndns.org/german/GeorgWalter/Der_Angriff_Auf_Die_Wahrheit_2009.pdf

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  3. zeitschnur sagt:

    De mortuis nihil nisi bene, sagten die Römer, aber meine Begeisterung für diesen Mann hält sich in engsten Grenzen.
    Ich kenne jemanden, der in den 50ern in eine seiner Erweckungsveranstaltungen in Deutschland ging. Er berichtete mir, dass dieser Mann aus seiner Sicht ein Scharlatan und Massenhypnotiseur war. Er habe die Leute mit Rhetorik, Propaganda und einer entsprechenden charismatischen Performance dermaßen betäubt, dass ein großer Teil der Besucher nach vorne gegangen sei, um sich öffentlich zu bekehren und segnen zu lassen.
    Von all jenen Massen habe man aber später nirgends, in keiner Kirche mehr jemanden gesehen. Ich verstehe nicht, wie man auf diesem Blog so bemüht um „Aufklärung“ ist bei solchen Zauberern, Graham aber immer nur völlig unkritisch und lobend bespricht.

    Graham war aber ein politischer Strippenzieher und Propagandist, der überall, wo Entscheidendes passierte, auch entscheidend mitmischte.
    Ein sehr kritischer Bericht, der aber nicht ganz daneben liegt, findet sich hier https://www.theologe.de/billy_graham.htm

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