Die Kirche als Abbruchunternehmen? – Zum fatalen Kommunionbeschluß der Bischöfe

Mathias von Gersdorff

Unmittelbar vor Beginn der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz erstaunte Kardinal Reinhard Marx die Öffentlichkeit mit seiner Aussage, er spreche sich keineswegs für kirchliche Segnungen homosexueller Paare aus. 

Einige Wochen davor hatte der Vorsitzende der Bischofskonferenz in einem Interview beim Bayerischen Rundfunk sehr wohl für Segnungen „im Einzelfall“ plädiert, was eine weltweite Welle der Empörung auslöste. Kurz vor der Vollversammlung äußerten sich auch die deutschen Bischöfe Gebhardt Fürst (Stuttgart-Rottenburg) und Stephan Burger (Freiburg) ablehnend gegenüber diesem Vorstoß.

Nun könnte eventuell geklärt sein, wieso der Kardinal diesen Rückzieher vornahm: Die Deutsche Bischofskonferenz hat beschlossen, dass evangelische Personen, die mit einem Katholiken verheiratet sind, unter bestimmten Umständen die Kommunion empfangen dürfen.

Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass diese  –  völlig unerwartete  –  Ankündigung viele Gläubige in einen Schockzustand versetzen wird.

Die Begründung der Oberhirten scheint wie ein Trick bzw. wie eine Zurechtbiegung des Kirchenrechtes: In extremen Notlagen sollen evangelische Ehepartner zu Kommunion zugelassen werden. Eine Notlage sieht die Bischofskonferenz dann als gegeben an, wenn die Ehe unter einem Ausschluss zur Kommunion erheblichen Schaden nehmen könnte. Das Kirchenrecht sähe diese Sonderfall vor.

BILD: Unser Autor Mathias von Gersdorff wird auf der Leipziger Buchmesse interviewt

Theologen und Kirchenrechtler müssen diesen schwerwiegenden Beschluss analysieren und beurteilen. Die deutschen Bischöfe haben eine eigentlich sakrilegische Kommunion unter bestimmten Umständen zugelassen.

Dies könnte weitreichende Konsequenzen für die Verortung der deutschen Bistümer in der Weltkirche und für das Verhältnis der Gläubigen zu ihren Oberhirten haben. Im Extremfall könnten sich die deutschen Bischöfe, die diesen Beschluss in ihren Bistümern einführen, im Schisma befinden.

Was aber schon festgestellt werden kann: Dass die Bischofskonferenz der Dekonstruktions-Strategie von Kardinal Marx folgt.

Die Instanz, die gegebenenfalls den evangelischen Ehepartner zur Kommunion zulassen soll, ist der Seelsorger, also normalerweise der Pfarrer vor Ort. Entsprechend seinem „Geist der Unterscheidung“ soll er prüfen, ob eine Erlaubnis gestattet werden kann.

Interessanterweise folgt diese dezentrale „Lösung vor Ort“ dem Muster, das sich Kardinal Marx für die Segnungen homosexueller Partnerschaften ausgedacht hatte: Keine allgemeinen Regeln, kein universelle Formel, sondern Einzelfall-Lösungen. Dies ist freilich unfair gegenüber den Pfarrern, denen damit der „Schwarze Peter“ zugeschoben wird.

Diese Einzellfall-Lösungen würden aber verbindlichen lehramtlichen Aussagen widersprechen. Die hl. Kommunion darf nämlich nur jemand empfangen, der bekennt, katholisch zu sein. Ansonsten ist er nicht in der katholischen Kirche.

Der Tisch des HERRN ist auch das sichtbare Zeichen der Verbundenheit mit der kirchlichen Gemeinschaft, der „Communio“.  Die Kommunion ist also kein reiner privater Akt, sondern hat etwas durchaus Gemeinschaftliches an sich. Die oft vorgebrachte Forderung aus der evangelischen Welt, auch Protestanten zur katholischen Kommunion zuzulassen, ignoriert systematisch diesen Sachverhalt.

Wie Kardinal Joseph Ratzinger in der Erklärung „Dominus Iesu“ ausführt, ist das katholische und das evangelische Verständnis grundlegend unterschiedlich.

Schon in der Frage der Zulassung von wiederverheirateten Personen zur Kommunion in Folge der Veröffentlichung des Apostolischen Schreiben Amoris Laetitia wählte man zum Teil den Weg der Einzelfallprüfung auf lokaler Eben.

Wie bereits mehrmals erläutert, führt diese Vorgehensweise zur Auflösung eines universal geltenden Lehramtes und einer allgemein geltenden Sittenlehre.

Dass sich auf diese Weise ein Sammelsurium von theologischen Ansichten und Praktiken bilden wird, ist offensichtlich. Was verbindet dann noch die Katholiken untereinander?

Dies umso mehr, weil es keinen vernünftigen Grund gibt, Ausnahmen allein für wiederverheiratete Geschiedene und protestantische Ehepartner zu erlauben. Die nun angewandte „Logik“ könnte man auf viele Konstellationen ausdehnen: Es gäbe dann  – so gesehen  – weitere Lebenssituationen, die scheinbar eine „Einzelfall-Lösung“ ermöglichen.

Mit der Frage nach der Verbindlichkeit eines universellen Lehramtes und einer universellen Sittenlehre stellt sich auch immer drängender die Frage, welche Autorität die deutschen Bischöfe in moraltheologischen Fragen noch in Anspruch nehmen wollen.

Was können die Oberhirten überhaupt noch vom Kirchenvolk hinsichtlich Glaube und Moral fordern? Kirchensteuer zahlen und nicht die AfD wählen?

So gesehen ist die nun getroffene Entscheidung auch eine Selbstdemontage des Bischofsamtes.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist katholischer Publizist und leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“; aktuelle Kommentare veröffentlicht er u.a. hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


27 Kommentare on “Die Kirche als Abbruchunternehmen? – Zum fatalen Kommunionbeschluß der Bischöfe”

  1. Wolfgang sagt:

    Zensur à la Vatikan: Ein manipulierter Brief und warum ein kritisches Internetportal schließen soll 18. März 2018 Politik Wirtschaft Soziales Leave a comment Der Glaubwürdigkeit des Vatikanischen Pressebüros wurde ein weiterer Schlag versetzt: Der Vatikan hat am 13. März das Bild eines Briefes von Papst em. Benedikt XVI. veröffentlicht, der unvollständig und gekürzt war. Der Brief sollte zur Förderung einer 11-bändigen „Theologie von Papst Franziskus“ dienen. Das veröffentlichte Bild zeigt die Sammlung von 11 Bändchen verschiedener theologischer Themen des Pontifikates […]

    http://www.pravda-tv.com/2018/03/zensur-a-la-vatikan-ein-manipulierter-brief-und-warum-ein-kritisches-internetportal-schliessen-soll/

    Vatikan: „Wahrscheinlich das katastrophalste Pontifikat der Kirchengeschichte“
    Read more at https://www.pravda-tv.com/#ufyXLB3zu8mMrfhG.99

    https://www.pravda-tv.com/2018/03/vatikan-wahrscheinlich-das-katastrophalste-pontifikat-der-kirchengeschichte/

    Großbritannien: Organisierter Missbrauch und Pädophilie seit 1981 – Polizei und Sozialarbeiter untätig
    Read more at https://www.pravda-tv.com/#98owRFR709vVTuHz.99

    https://www.pravda-tv.com/2018/03/grossbritannien-organisierter-missbrauch-und-paedophilie-seit-1981-polizei-und-sozialarbeiter-untaetig/

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  2. Warum wollen Protestanten die Heilige Kommunion, da sie doch keine Katholiken sind und nicht an die Wandlung und das Messopfer glauben? Mir scheint: Solche sind nicht ganz bei Sinnen!

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  3. zeitschnur sagt:

    Der Autor kennt sich nicht gut aus mit der Geschichte der Moraltheologie. Nach der Reformation kam sie erst auf, war fast ausschließlich von den Jesuiten und Redemptoristen geprägt und dreimal darf man raten, was ihr Markenzeichen ist?
    Eben: Einzelfall-Kasuistik.
    Heute hat man das vergessen, aber solange in der Kirche noch andere Kräfte als die SJ eine gewissen Macht hatten, gab es deswegen auch früher schon heftige Auseinandersetzungen. Wer konsequent dachte und handeln wollte, galt als „Jansenist“, und es wurde eifrig dagegen gehetzt, seit Pius IX. auch durch die Päpste und nie zurückgenommen.

    Hören Sie endlich auf zu jammern, Herr von Gersdorff und sehen Sie den Tatsachen ins Auge.
    Was Sie weinerlich anklagen, sind samt und sonders die faulen Früchte jahrhundertelanger Misswirtschaft in der ultramontan usurpierten Theologie und Kurie. Nein, es sind nicht immer die Laien oder die Freimaurer schuld!

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  4. Gerd sagt:

    >>Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass diese – völlig unerwartete – Ankündigung viele Gläubige in einen Schockzustand versetzen wird.<<

    Wer in diesem Zusammenhang sind "viele Gläubige"? Die hl. Kommunion, lieber Herr Gersdorff wird landauf landab von jedem empfangen, der, wenn überhaupt noch, den Weg in die Messe findet. Es wird de facto nicht mehr nach der Konfessionszugehörigkeit gefragt. Sondern: Alle die gern möchten, können auch. Selbst Anselm Grün, der Übervater des geistlichen Buches, gibt diese Praxis offen zu, ohne dass ein Bischof dagegen öffentlich vorgeht. Nein, der Schockzustand der Gläubigen wird sich in Grenzen halten, ein Schlafender kann nicht in Schockzustand versetzt werden.

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    • zeitschnur sagt:

      Das triffft die Sache genau! Ich stimme Ihnen voll und ganz zu.

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    • @Gerd

      Das ist richtig! – Wo aber liegt Herr Gersdorff falsch? Seine Kritik ist doch richtig!

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    • "GsJC" sagt:

      @ Gerd

      Um in Ihrem Bild zu bleiben.
      „Schlafende“ besuchen nicht „landauf landab“ die Messe. Ich kann mir aber denken, wie Sie es gemeint haben.

      So darf man sich auch denken, was M. von Gersdorff mit „Schockzustand“ und „ vielen Gläubigen“ gemeint haben kann, worauf und auf wen er sich bezieht. Für „Schockzustand“ kann man bei hoffentlich noch „vielen Gläubigen“ auch „kurzfristige Überraschung“ und noch kürzer „Sprachlosigkeit“ übersetzen.

      MfG

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  5. Baldur sagt:

    Betrachtet man heute die Kirchen – und hier gibt es keine Ausnahmen – so muss mit großem Bedauern festgestellt werden, dass auf breiter Front eine Demontage des biblisch fundierten Glaubens im Gange ist.

    Die „so genannten Hirten“ sind eher als Verführer der ihnen anvertrauten Schafe zu bezeichnen.
    Dies beschreiben Jesus Christus sowie auch die Apostel an zahlreichen Stellen im NT. Diese Hirten legen wie in Jerusalem geschehen bei Bedarf einfach das Kreuz ab. Jesus hat es für uns bis zum bitteren Ende getragen!

    Und leider erliegen viele Menschen den Schalmeienklängen dieser falschen Hirten.

    Das einzige was uns bewahren kann ist die enge Bindung an Gottes lebendiges Wort und dazu die Gnade des Herrn Jesus Christus!

    * Hebr 13, 21 vollende euch in jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, in euch das bewirkend, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit.

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    • zeitschnur sagt:

      (bezogen auf die „Demontage“)…

      …glaube ich das nicht. Es stimmt nur hinsichtlich des 6. Gebotes und hinsichtlich der alten Lehrstreitigkeiten zwischen den Konfessionen, nicht aber hinsichtlich des biblisch fundierten Glaubens.

      Ich kann beim Studium der Geschichte absolut nicht sehen, dass das Dilemma mit den ungehorsamen und anmaßenden Hirten je anders gewesen wäre…

      Sie sind es, die in einem jahrhundertelangen Prozess das ganze Evangelium pervertiert haben, Sie und nur sie, auch wenn sie es geschickt immer auf Frauen und Laien zu schieben wissen und dieselben letzteres merkwürdigerweise immer eher glauben wollen, als dass das ganze System, der ganze Apparat stinkt…

      Die Christenheit war eben immer abergläubisch udn suchte in Systemen und Menschen ihr Heil und ihre Fundierung. Ich dachte ja lange genauso, bis mir dämmerte, dass das pures Heidentum ist.

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      • Sie schreiben:

        „Die Christenheit war eben immer abergläubisch udn suchte in Systemen und Menschen ihr Heil und ihre Fundierung. Ich dachte ja lange genauso, bis mir dämmerte, dass das pures Heidentum ist.“

        Oha, jetzt ist nicht mehr nur die Kirche pures Heidentum, sondern die Christenheit. Daraus ergibt sich: Sie, und nur Sie allein, haben die Lehre Christi. Sie stehen somit in größter Verantwortung, indem Sie die Kirche Christi neu gründen, einen eigenen Katechismus schreiben, indem Sie die wahre christliche Lehre wiedergeben und entfalten, und nach Jüngern sammeln, die ja ohne die wahre Lehre hoffnungslos verloren sind.

        Eine große Aufgabe steht Ihnen noch bevor!

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    • Sie schreiben, dass das einzige, „was uns bewahren“ könne, „die enge Bindung an Gottes lebendiges Wort“ sei. Nur, was ist „Gottes lebendiges Wort“? Jeder versteht etwas anderes unter Gottes Wort! Deshalb sind ja die Protestanten in inzwischen über 47.000 Demonationen zerspalten und zersplittert, weil jeder dort ein anderes „Gottes lebendiges Wort“ predigt! Vor 8 Jahren waren es noch 39.000 protestantische Demonitationen. Wer also sagt einem, was das wirkliche lebendige Wort Gottes ist? Die Bibel sagt in 1 Tim. 3,15: Die Kirche Gottes!

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      • zeitschnur sagt:

        …“im Anfang war das Wort…“… Sie kennen das? Kennen Sie auch die Bibel? …“und das Wort war bei Gott“…

        Jesus Christus IST das Wort.

        Nicht mal das wissen die Katholiken…
        Und viele Protestanten auch nicht…

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      • zeitschnur sagt:

        Der Poster oben hat übrigens nicht behauptet, dass die Protestanten Gottes lebendiges Wort predigen – das sollten Sie sorgsam differenzieren.

        Und Zersplitterung, – meine Güte, @antiprotestantismus! – , haben Sie unter dem dem undichten Dach der RKK doch genauso. Was kreucht da nicht alles herum und geht sich gegenseitig auf die Nerven oder spricht sich gegenseitig die Rechtgläubigkeit ab! Sind Sie völlig blind dafür, dass das Chaos unter diesem scheinbar so ehrwürdigen Dach noch wesentlich schlimmer ist, als in den durch die Zersplitterung ohne Dach ja auch schwächere und anfälligere protestantische Bewegung?!
        Jesus sagt: Ein Reich, das in sich gespalten ist, hat keinen Bestand – und er sagt das über den Satan und seinen Anhang… ER wird jede Spaltung in SEINEM bösen Reich unterbinden wollen… Das ist also als Motiv doppelbödig…

        „22 Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
        23 Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben?
        24 Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben.
        25 Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben.
        26 Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen.
        27 Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.“ (Mk 3)

        Sie erliegen mE einem großen Irrtum: die große theologische und geistige Verwirrung, die schon das NT ankündigt, KANN nicht dadurch behoben sein, dass ein „General“ die theologische Marschrichtung durch eine immer größere Engführung angibt und mit mehr oder weniger Gewalt und Drohungen die Leute „auf Kurs“ bringt. Genau DAS hat mit christlichem Glauben gar nichts zu tun. Es hat vielmehr etwas mit der Art des Bösen zu tun.

        SO wird das Reich Gottes nicht regiert!

        Es ist ein wenig komplizierter, was hier geschieht bei uns! Luthers große Problematik ist aus mS, dass er anfangs all die verwegenen und üblen Irrtümer entlarven lernte, die sich eingeschlichen hatten und dies mit Gewalt, Feuer und Schwert. Wenn man nicht bloß irgendwelche kath. Hetzliteratur über ihn liest, sondern mal ihn selber (bin froh, es endlich mal getan zu haben!), dann muss man zugeben, dass er in sehr vielem recht hat oder zumindest wunde Punkte mit Recht anspricht. Aber seine Hoffnung auf „Reform“ musste im Laufe dieses Prozesses zerschmelzen. Die Wahrheit, diese niederschmetternde Wahrheit ist, dass man nichts reformieren kann – es wird nur noch schlimmer. Und mit der Kirche ist es danach noch enger, noch „babylonischer“, noch abergläubischer und noch rigider geworden. Mit dieser Tragik sind auch all jene konfrontiert, die nach dem Vaticanum II dachten, jetzt sei es etwas reformiert worden – es ist nur noch schlimmer geworden – noch schlimmer als nach dem Tridentinum und noch übler als nach dem Vaticanum I, das übrigens „feierlich“ in Lumen gentium“ bestätigt wurde.

        Das Reich Gottes hat keinen Bestand durch Menschen oder Ämter, auch wenn es beim Mensch in seiner Sünde immer Ämter geben muss (aber keine „Gottes Stellvertreter“ – das ist absolut am NT vorbei!).

        Das Reich Gottes hat Bestand durch Christus und durch den Hl. Geist in den Herzen und das ist es, was er verheißen hat.

        Katholiken wie Protestanten bauen auf den Menschen und seine „Weisheit“ und „Kraft“. Die einen glauben an eine religiös angepinselte faschistische Struktur, die angeblich alles beisammen hält (aber das tun den Worten Jesu nach auch die Teufel genau so), die anderen glauben, man müsse sich am Buchstaben aufbauen udn wie der Mensch ihn als Buchstaben versteht, aber da führt uns der Islam vor Augen, dass dabei im Extremfall ein ähnlicher Wahn herauskommt.

        Sie werden damit leben müssen, dass das Reich Gottes nicht von dieser Welt ist und das „Offenbarwerden der Kinder Gottes“ noch aussteht (Röm 8).
        Wenn die wahren Kinder Gottes aber erst noch offenbarwerden müssen, dann erklären Sie mir bitte, wie Sie glauben können, diese Offenbarwerdung sei bereits in der Kirche geschehen!
        Da hat jemand das vorweggenommen, was Gott erst noch zu tun gedenkt…

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      • @zeitschnur

        Baldur spielt in seinem Kommentar nicht auf Christus als das lebendige Wort Gottes an, sondern, wie sonst immer, auf die Bibel als Gottes lebendiges Wort. Von daher reden Sie an dem von mir Geschriebenem vorbei und argumentieren daher gegen etwas, was ich gar nicht im Sinn hatte. Von daher erübrigt sich jeder Kommentar zu dem, was Sie anmerken.

        Daher ist meine Kritik nach wie vor richtig: Jeder versteht in Gottes lebendigem biblischen Wort etwas anderes. Es ist also undeutlich und kann aus diesem Grund nicht Maßstab sein. Das zeigt sich besonders bei den Paulusbriefen, über die sogar der Apostel Petrus sagte, sie seien schwer zu verstehen.

        Die Bibel ist somit keineswegs Wegweiserin. Um das zu verdeutlichen, nahm ich oben den Protestantismus als gutes Beispiel, da dieser das immer noch am deutlichsten zeigt, vor allem weil er sich ausdrücklich auf die Bibel bezieht.

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      • zeitschnur sagt:

        @ antiprotestantismus

        Ich finde nicht, dass „schwer zu verstehen“ dasselbe wie „undeutlich“ ist.
        Die Schrifttexte sind deutlich, aber sie lassen eine völlig andere Denkwelt erahnen als das Fleisch sie gewöhnt ist. Mich überwältigt das immer wieder.

        Ich verstehe zwar Ihre Argumentation insofern, als Sie mit Recht sagen, auf ein schwer verständliches Wort kann man schwer ohne „Erklärhilfe“ aufbauen.
        Auch der Äthiopier war nach Jerusalem gekommen und hat Jesaja gelesen, das dumme Geschwätz der damaligen Schriftgelehrten und Tempelpriester angehört (das ist also genauso wenig maßgeblich!!!) und zog unverrichterter Dinge wieder ab. Da schickt Gott den Apostel Philippus zu ihm, als er bereits auf dem Rückweg ist und in den Schriftrollen liest und nichts begreift… und Philippus schließt ihm die Schrift auf, und der Äthiopier versteht und kehrt nach einer Spontantaufe in einer Pfütze freudig nach Afrika zurück.

        Eines muss man dabei aber bedenken: die NT-Texte sind einigermaßen authentische Texte derer, die Jesus noch direkt kannten oder in einer direkten Linie zu ihm standen, etwa auch mystisch wie Paulus.

        Davon kann später keine Rede mehr sein!

        In Apg sagt Paulus in seiner Abscheidsrede:

        „29 Ich weiß, dass nach meinem Abschied grausame Wölfe zu euch hereinkommen werden, die die Herde nicht verschonen.
        30 Und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her.“

        „Aus eurer Mitte“ heißt hier: aus der Mitte der Gemeindevorsteher, der Hirten, denn seine Rede richtet sich an sie.

        Das heißt: man kann das, was Vorsteher danach von sich geben, zwar annehmen und prüfen, aber es hat nicht die Kraft und die Authentizität der Berichte und Briefe derer, die Jesus selbst noch persönlich erwählt und gesendet hat.

        Diese Worte des Anfangs sollten wir also in hohen Ehren halten!
        Und wer schließt sie uns auf?
        Es ist der Hl. Geist und es können Menschen sein, die Gott uns sendet, aber er sendet, wen ER will.
        Im wesentlichen aber ist es der Hl. Geist, der uns in die ganze Wahrheit führt – auf einem langen Weg des Lebens. Bei den Hirten aber sind wir durch solche Worte des Paulus zur Vorsicht und zum Misstrauen gemahnt, uns von niemandem verführen zu lassen.

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      • Hm, naja, liebe Zeitschnur, damit kann ich so nichts anfangen! Die Bibel versteht nun mal jeder, wie er will:

        Die Protestanten, die Katholiken, die Orthodoxen, die Protestanten, die Anglikaner, die Zeugen Jehovas …, so, wie sie wollen!

        Hach, was sagt die Bibel?

        Das, was Sie meinen?

        Das was ein anderer meint?

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      • zeitschnur sagt:

        …nicht so!
        Sondern:
        Was klärt der Hl. Geist in mir, in Ihnen, anhand dieser größtmöglich authentischen Textüberlieferung derer, die von Jesus erwählt, berufen und für ihn gewirkt haben?
        Das Schemenhafte formiert sich dann zu einer Gestalt, das ist dann die Erkenntnis, aber als „Stückwerk“.
        Darum kommt weder der Protesant noch der Katholik herum, das anzuerkennen.

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      • Ja, was klärt denn der Hl. Geist in Ihnen, in den Protestanten, in den Katholiken usw. „anhand dieser größtmöglichen authentischen Textüberlieferung“? das ist eine völlig falsche Frage, die zeigt, als wüssten Sie, dass der Hl. Geist in Ihnen, in den Protestanten, in den Katholiken …, in Allen, etwas klären würde. Er klärt nur in denen was, die in der apostolisch überlieferten Lehre sind, nicht in denen, die allein nach der Bibel gehen, die widersprechen sich allesamt, was anzeigt, dass in ihnen der Hl. Geist eben nichts klärt, sondern in ihnen nur ein Geist weht, der widersprpchliche „Bibel“-Lehren produziert und dadurch nur verwirrt, spaltet und andere davon abhält, die Bibel als Gottes Wort zu erkennen.

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    • zeitschnur sagt:

      Und nun noch zu Ihrer Behauptung, in 1. Tim 3, 15 stünde, dass die Kirche das „lebendige Wort Gottes“ sei. Mir stockte der Atem, als ich das las, was Sie da schrieben, denn alles im NT sagt uns, dass Jesus Christus das Wort ist,

      Schauen wir uns aber an, was in der Timotheusstelle steht:

      Erst die EÜ:

      „15 Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Haus Gottes verhalten muss, welches die Kirche des lebendigen Gottes ist, Säule und Fundament der Wahrheit.“

      Vulgata:

      „15 si autem tardavero, ut scias quomodo oporteat te in domo Dei conversari, quæ est ecclesia Dei vivi, columna et firmamentum veritatis.“

      Hier wird zuvor eine Haustafel der „Diener“ aufgestellt, also derer, die Gemeinden vorstehen sollen. Ihnen wird erklärt, wie sie sich zu verhalten haben, also etwa keine Gewalttäter sein, keine schläger und Verbrecher, sie sollen eine monogame Ehe führen und gute Väter und Ehemänner sein, weil einer, der das nicht ist, kaum einer Gemeinde vorstehen kann… (aber das nur am Rande, schauen wir uns das klägliche Bild unserer geweihten Zölibatäre an und dann diese Haustafel für „Hirten“…).

      Wird hier also gesagt, die „Kirche“ (es steht hier „ecclesia“, meint aber im damaligen Wortsinn die Versammlungen, denen die Vorsteher gut vorstehen sollen, nicht das, was dann spätere Jahrhunderte aus dem Wort gemacht haben) das „lebendige Wort“ sei?

      Nein!

      Hier wird gesagt, dass die Vorsteher ordentliche und wirklich gläubige Männer sein sollen, eben WEIL sie die Versammlungen der Christen nach außen hin, aber vielmehr noch nach innen hin entweder als positive oder negative Erscheinung kenntlich machen.

      Sie sollen untadelig sein (was die Kirche dogmatisch wegrationalisiert hat durch ihre ex opere operato-Ideologie, die erlaubt, dass die größten Harlunken Vorsteher angeblich ohne geistliche Folgen sein können!), weil das „Haus Gottes“, also die Sammlung der Gläubigen, der echten Gläubigen, derer, die selbst und ganz persönlich glauben und den Hl. Geist in Freiheit in sich tragen, nicht durch böse Hirten zerstört werden soll.

      Und wieder muss man drauf hinweisen, dass die EÜ tendenziös und falsch übersetzt:

      Es kann gehört doch wenig Lateinkenntnis dazu, um zu wissen, dass ein gewichtiger Unterschied ist zwischen „firmamentum“ und „fundamentum“. Warum machen aber die Übersetzer aus dem „firmamentum“ (also einer „Stütze“, ein Hilfsmittel zur Stütze) ein „fundamentum“ (also ein „Fundament“. eine Grundlage)

      Wer es nicht glauben will, sehe boitte auch als Nichtlateiner im Wörterbuch nach:
      https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/latein-deutsch/firmamentum
      https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung?q=fundamentum&l=dela&in=&lf=de

      Es wird also von dieser Kirche gelogen, dass sich die balken biegen. Die scheuen auch nicht vor Schrifttextmanipulationen zurück! das ist beängstigend.

      Was heißt es, dass die Versammlungen, die Kirche der Christen „Stützhilfe“ ist?
      Das eben, was das Wort sagt: Es soll dem Gläubigen eine Hilfe auf seinem Weg sein, eine Stütze, aber nicht ein Angeber, der den Ton angibt und die Gläubigen herumkommandiert und ständig bevormundet.

      Wenn Sie 1. Tim 3, 1-11 lesen, dann sollte jedem dämmern, dass die Kirche kaum ihren Namen verdient, wenn man diese Gestalten ansieht, die sich da als „episcopus und servus“ tummeln: sie erfüllen systemisch all das, was sie nach dem NT unterlassen sollen, wirklich alles restlos. Natürlich nicht jeder einzelne persönlich, aber es ist ein System geschaffen worden, dass all das begpünstigt, was NICHT SEIN SOLL.
      Furchtbar!

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      • @ zeitschnur:

        ja, das kann ich verstehen, dass Ihnen der Atem stockte. Mir im Übrigen auch, als ich feststellen musste, dass zu dem Zeitpunkt, als ich jene Zeilen schrieb, mein Rechner plötzlich verrückt spielte und alles durcheinader kam und der letzte Teil meines Beitrags unvollständig gepostet wurde – wie von Geisterhand. Ob ich mir einen Virus eingefangen habe?

        Im ursprünglichen Text, den ich posten wollte, stand jedenfalls nichts davon, dass die Kirche das lebendige Wort Gottes sei!

        Auf Ihr „firmamentum“ bin ich an anderer Stelle schon eingegangen. „Firmamentum“ ist eine falsche Übersetzung des entsprechenden griechischen Wortes, das einen festen Untergrund, ein Fundament, bezeichnet, das durchaus auch ein „firmamentum“ sein kann, aber nicht muss, je nach dem, um was für eine Art von Bau es sich handelt. Liegt ein Haus auf Stützen, so sind diese Stützen das Fundament des Hauses. Liegt das Haus auf dem Boden, so besteht das Fundament keineswegs auf Stützen.

        Es wird also von dieser Kirche gar nichts gelogen, nur in Ihrer Phantasie!

        Und nein, dass die Kirche den Gläubigen auf ihrem Weg helfen, sie stützen … soll, steht da in 1 Tim. 3,15 nicht. Da steht, dass die Kirche Pfeiler und Fundament der Wahrheit ist, was aber ihre Behauptung, die Sie hier willkürlich absolut setzen, mit beinhaltet.

        Doch, die Kirche verdient schon ihren Namen, weil die Sünden derer, die sie führen, mit ihr nichts zu tun haben, SIE an sich von deren Sünden unberührt bleibt! Die Kirche blieb auch dann Kirche und verdiente ihren Namen, als noch ein Judas Ischariot (Lügner, Betrüger, Dieb und Verräter) zu ihr gehörte! Und sie war auch dann die Kirche Gottes und verdiente ihren Namen, als jene Wölfe, von denen Paulus sprach und in sie eindrangen.

        Überlassen Sie die Scheidung dem Geist Gott; ER ist der Richter, nicht Sie! Sie haben die Christen in Gute und Böse nicht zu scheiden, sondern allein ER, der Richter!

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  6. Vitellia sagt:

    Meine Güte, sind das Probleme, bis sie ihre Dogmen alle beisammen haben.

    „Mit extremen Notlagen, wenn evangelische Ehepartner zu Kommunion wollen“, müssen sich die Bischöfe auch noch befassen.
    Wie viele Protestanten sind das?
    Dann würde ich als Protestantin eben zur Kommunion gehen, wenn ich sie so dringend von der kath. Kirche brauche. Das weiß doch kein Pfarrer, wer ich bin.
    Auf keinen Fall würde ich das zum Thema machen und mich in die Abhängigkeit der Kirchen-Oberen begeben. Was sind das für seltsame Protestanten, die damit den kath. Pfarrer konfrontieren?
    Aber hallo, auch Pfarrer und Bischöfe sind Menschen, nicht Gott spricht hier persönlich! Ich bin auch Mensch. Sonst dürften alle Protestanten später nicht zu Gott kommen.

    Bischöfe entscheiden natürlich im Sinne des Papstes und des kath. Glaubens.

    Was fließt aber mit ein in ihre Entscheidungen? Auf jeden Fall ihr persönliches Leben, das sich erheblich von Normalbürgern unterscheidet.

    Bischöfe gehen jeden Tag zur Hl. Messe, beten dauernd und haben keine Kinder.

    Wer Kinder hat, ist jeden Tag mit ihnen beschäftigt und denkt nicht an die Lehre der Kirche.
    Sondern, wie es in der Schule aussieht. Kinder streiten, wie man sie erzieht, in der Pubertät sind sie schwierig. Kinder können krank werden. Auch schwer krank, was das für eine Sorge für die Eltern ist.
    Was kosten sie?
    Allein schon der Einkauf für Lebensmittel ist mit jedem Kind teurer. Sie sind im Wachstum und brauchen neue Bekleidung. Taschengeld gehört dazu, dass sie den Umgang mit Geld, wie man es einteilt, dass bis zum Monatsende reicht, lernen.
    Für die Schule braucht man Geld, wenn es eine Klassenfahrt gibt. Kindergeburtstage werden gefeiert.
    Wie geht es nach der Schule weiter, welche Ausbildung oder welches Studium?
    Das kostet auch.
    DAS ist es, was Eltern alles zu bewältigen haben!!
    Was interessiert das einen Bischof für sein eigenes Leben?

    Er hat ein hohes Einkommen und sein „Arbeitsplatz“ ist nie in Gefahr wie bei Normalbürgern.
    Wenn es zu einer Firmen-Insolvenz kommt, hat jeder Mitarbeiter große Sorge, wie es mit seinem Arbeitsplatz weitergeht.
    Wenn er dann als Protestant noch dringend die kath. Kommunion will??
    Also, Probleme sind das. Auf hoher intellektueller Ebene werden sie thematisiert, weit weg vom realen Leben draußen.
    Aber alle wollen später zu Gott kommen, egal welcher Glaubensgemeinschaft sie angehören.

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  7. Cornelia Vogt sagt:

    Da fehlen mir die WORTE .
    Evangelisch – wie kam es dazu ÜBERHAUPT.
    JESUS SPRACH nicht SO. UND FRAGEN, ob man den Leib CHRISTI empfangen DARF, ist eine Sache zwischen GOTT UND MENSCH.
    Keine Entscheidung weltlicher Machenschaften hat das Recht dazu.
    Diese QUERELEN VERUNSICHERTEN schon FRÜHER auch MICH. MISCHEHEN nannte man diese Art Verbindung.
    Ich mußte sogar DARUM KÄMPFEN, katholisch zu heiraten, die KINDER nach MEINEM GLAUBEN erziehen zu DÜRFEN.
    Ich kannte die ganze Geschichte der evangelischen Gläubigen nebst deren Zeremonien nie.
    Doch HEUTE denke ich ANDERS .
    GOTT LIEBT ALLE SEINE FOLGER, welche nach SEINEN Geboten leben.
    Die KIRCHE hat sich INS AUS GESCHOSSEN.
    DURCH ANPASSEN AN DIE JEWEILIGE ZEIT IMMER MEHR REFORMIERT, verwässert.
    DAS ist NICHT MEHR DIE LEHRE JESU.
    Sämtliche Predigten des Papstes auf die JETZIGE ZEIT BEZOGEN zitiert jedoch AUS JESU LEHRE EINST.
    DAS LÄßT ERKENNEN, daß es zu DER ZEIT EBENSO WIRR zugegangen ist.
    GOTTLOS mit Allem drum und dran, SODOM, BABYLON von A-Z, durch alle EPOCHEN hindurch, bis JESUS , der verkündete MESSIAS, dann AUCH WIRKLICH KAM.
    Menschen DAMALS glaubten nicht ALLE AN DIE VERKÜNDIGUNG.
    Doch sie wurden eines Besseren belehrt.
    In DIESER ZEIT wünsche ich PERSÖNLICH mir vom ganzem Herzen, daß sie Kirchen aus den Nähten platzen vor Freude darüber,daß GOTT AUS DER NOT HERAUSHILFT, ERRETTET und SOMIT die Menschen wieder zum Glauben führt durch NEUE ZEITZEUGEN.
    DAS sind meine Gedanken zu den Anstrengungen aller GLÄUBIGEN, die nicht mehr wissen, WER Gott WAR, weil ihnen STÄNDIG etwas ANDERES erzählt wird.

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  8. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    …und wie gewohnt dieselbe Platte: ermüdende Aufzählung aller Einzelheiten („Kardinal x fordert dies und Bischof Y sogar jenes!“), aufgeregtes Lamentieren über Einzelheiten, wieder Alarmmeldungen über einen „Schockzustand“ (der wievielte denn eigentlich, zählt da noch jemand mit?) und das war’s dann wieder für diesmal.
    Hauptsache, Foto in der „Macher-Pose“ am Mikro (vermittelt dem Leser: ein gefragter Mann!) und Namen des Autors sind deutlich erkennbar.

    Dabei dürfte die Intelligenz eines durchschnittlichen Mitteleuropäers bereits ausreichen, um folgendes zu erkennen: Interkonfessioneller Religionsunterricht in NRW als Pilotprojekt, priesterloser Wortgottesfeier mit Gemeindereferentin als de-facto-Pfarrerin und laiengeführte Gemeinde (und nun halt noch die Interkommunion) sind Stationen einer längst beschlossenen, strukturellen Annäherung an die protestantischen Gemeinschaften, nachdem die liturgische ja bereits abgeschlossen ist. Das Ziel ist offen erkennbar die Verschmelzung der Struktur der katholischen Kirche in Deutschland mit den protestantischen Gemeinschaften. Eine umständliche Analyse von Theologen und Kirchenrechtlern ist weder erforderlich noch ist Zeit dafür. Vor allem: Wen würde das Ergebnis dieser Analyse denn kümmern? Glaubt jemand im Ernst, es hätte Einfluß auf die „Verortung der deutschen Bischöfe in der Weltkirche“? „Dezentrale Lösungen“ sind im kirchlichen Trend, bitte aufwachen!

    Was „Kardinal Joseph Ratzinger in der Erklärung „Dominus Iesu“ über das katholische und das evangelische Verständnis“ ausführt, ist doch vollkommen irrelevant. Relevant sind Fakten – und die werden von der DBK gerade geschaffen, mittels Strukturbeschlüsse und Steuermillionen. Es geht schlichtweg um Geld und Macht, Posten und persönliche Perspektive, die angemahnten „verbindlichen lehramtlichen Aussagen“ kann man getrost vergessen, interessiert die maßgeblichen Kreise nicht.

    Statt verdrossen über die „Zurechtbiegung des Kirchenrechtes“ zu nölen, gilt es nun zu analysieren, was der glaubenstreue Rest noch konkret tun kann, um diesen Glauben noch zu bewahren. Sichten, sammeln, organisieren, statt sich nur fortweg von Thema zu Thema zu hangeln und folgenlos über DBK-Beschlüsse herumzuräsonieren.

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    • zeitschnur sagt:

      Es kann aber auch noch was anderes sein:

      Die Lehrstreitereien sind beim Kirchenvolk welcher Konfession auch immer nie angekommen. Der sogenannte „Abendmahlsstreit, der im 9. Jh losgetreten wurde, nachdem man in der Kirche das zuvor schon problematisch als „Opfer“ erklärte „Sakrament“ unbedingt auch im materiellen Sinne verstehen wollte und damit mit der alten geistigen Tradition brach, wobei nie geklärt werden konnte, warum das überhaupt ein „Opfer“ sein soll. Das ewige Missverständnis darüber, ob es ein erneutes Opfer oder nur ein Gegenwärtigsetzen ist, resultiert nicht aus der Bosheit der Leute, sondern aus der Überzwerchheit dieser Vorstellung und die Debatte kam ja bei den Intelligenteren nie zur Ruhe, bis am Ende Odo Casel unfreiwillig aussprach, was Luther eigentlich bestätigt: es ist ein ins Heidnische gewendetes Verständnis des Abendmahles, das eigentlich eine Gedenkfeier sein soll nach den Worten Jesu. Damit hatte man all die Folgeprobleme im Topf, mit denen die Kirche bis heute nicht fertig wird. Odo Casel zog den Schluss, es müsse sich dabei um eine „Mysterienfeier“ im Sinne der paganen Riten handeln, die freilich dadurch erst „ideal verwirklicht würden“.

      Glaubt hier jemand, dass das Volk all diese Winkelzüge je verstanden hat?
      Und sobald man ihnen nicht mehr mit dem Tod oder Strafen droht, lassen sie auch das ganze dämliche Gedeutel der Theologen und Machthirten hochleben … und gehen eben zur Kommunion – da und da.

      Es kann auch so gesehen werden: es äußert sich ein gesunder Reflex im Hinblick auf eine überspannte Theologie…

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      • Gott animiert mit seinen Geheimnissen zum Nachdenken. Er serviert seiner Kirche nichts vor, wie Sie sich das wünschten, sondern macht sie aktiv – im Denken, Nachdenken und Tun. Alles andere ist sektiererisch! Von daher ergeben sich „Lehrstreitereien“, die unter der Führung des Heiligen Geistes zum richtigen Ergebnis führen, wie in diesem Fall:
        Es ist das Opfer von Golgotha, das auf dem Altar gegenwärtig gesetzt wird, worauf schon der Hebräerbrief 13,10-13 verweist. Mit Luthers Phantastereien hat das nichts zu tun!

        Des Weiteren: Als gläubiger und traditioneller Katholik muss man nicht alles verstehen! Denn Gottes Geheimnisse sind nie endgültig ergründbar bzw. verstehbar! Sie aber behaupten, dass Gottes Geheimnisse für jeden tradionellen Katholiken ergründbar und verstehbar sein müssten, das ist Unsinn!

        Hochmut ist es, zu meinen, man müsse jedes Geheimnis ergründen und verstehen können, und wenn man das nicht kann, dann sei es kein Geheimnis Gottes, sondern Quatsch! Kommen Sie mal herunter von Ihrem hohen Ross!

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  9. Zum Erfinder des katholischen Marxismus. Wie geruhte weiland unser Uralt-Bundeskanzler Adenauer zu bemerken: „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“.

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