Warum ich aus der CDU ausgetreten bin

Von Dr. David Berger

Spätestens seitdem die CDU gestern auf dem Bundesparteitag mit in die jüngsten Vereinbarungen zu einer Regierungskoalition fast einstimmig eingewilligt hat, war mir klar, dass ich es mit meinem Gewissen nicht mehr länger vereinbaren kann, Mitglied dieser Partei zu sein.

Gleich nach dem Beschluss des Bundesparteitags habe ich nun die Konsequenzen gezogen und habe meine Austrittserklärung an die CDU abgeschickt. Hier der inhaltliche Teil meines Schreibens:

Hiermit erkläre ich meinen sofortigen Austritt aus der CDU. Ich habe diese Partei viele Jahre gewählt, bin dann verhältnismäßig spät in die Partei eingetreten. Zu einem Zeitpunkt, als die derzeitige schwere Krise unseres Vaterlandes immer deutlicher wurde und ich noch die große Hoffnung hatte, das Aufgreifen wichtiger Themen, die derzeit nur rechts von der Union oder im konsequent liberalen Spektrum vertreten werden, in der letzten verbliebenen Volkspartei zu unterstützen:

Einen gewissenhaften, von der Realität und nicht von Ideologien geprägten Umgang mit den schweren Gefahren der Masseneinwanderung
Damit verbunden einen konsequenten Einsatz für den Erhalt unserer Sozialsysteme
Einen Kampf gegen den fatalen Linksrutsch unserer Gesellschaft und eine Stärkung der bürgerlichen Mitte.
Einen kritischen Blick der Christ(!)demokraten auf die Islamisierung Europas
Den Schutz unseres Grundgesetzes und fundamentaler Bürgerrechte wie der Meinungsfreiheit
Das bedingungslose Ja zu Rechtsstaat und Demokratie

Zu meinen strategischen Hoffnungen: Schaut man sich die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl und besonders auch der jüngsten Sonntagsfragen an, muss man zunächst konstatieren, dass die CDU keine Volkspartei mehr ist. Und man muss kein Pessimist oder Politikwissenschaftler sein, um vorherzusagen, dass sie es nach dem gestrigen Parteitagsbeschluss auch nie mehr sein wird.

Dazu ist der unbedingte Wille dieser Partei, sich selbst aufzugeben, mit Merkel in den verdienten Untergang zu marschieren, viel zu ungebrochen. Wer also gesellschaftlich etwas erreichen möchte, dem wird dies ohnehin immer weniger über die Union gelingen.

Zu meinen inhaltlichen Hoffnungen: Natürlich wusste ich bereits bei meinem Eintritt in die CDU, dass all die genannten Punkte mit Merkel und den Ihren nicht zu erreichen waren.

Wie soll auch eine Frau den Rechtsstaat aufrecht erhalten helfen, die sich in den letzten Jahren, spätestens seit der Grenzöffnung 2015, immer wieder über geltendes Recht hinweggesetzt hat?

Aber ich hatte damals noch die Hoffnung, dass die CDU nicht Merkel ist. Diese Hoffnung rührte daher, dass ich vor allem mit merkelkritischen Kreisen in der CDU Kontakt hatte.

Sehr schnell wurde mir aber klar, dass diese nichts auszurichten vermögen, außer dass sie die wenigen verbliebenen konservativen Christdemokraten bei der Stange halten, indem sie ihnen und sich selbst immer wieder versichern, dass es bald eine bessere Zeit nach Merkel geben wird…

Quelle und Fortsetzung des Beitrags von Dr. Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2018/02/27/cdu-austritt-2/

 


10 Kommentare on “Warum ich aus der CDU ausgetreten bin”

  1. deutscher Patriot sagt:

    David Berger hat wohl sehr, sehr lange gemeint, mit seiner Mitgliedschaft in der CDU käme er irgendwie noch durch mit seinem Selbstbetrug wie viel andere auch. Durch sein jetziges Statement hat er wohl begriffen, dass dies in dieser Partei insbesondere mit Merkel – aber auch ohne — siehe A. Krampf-Karrenbauer bringt sich gerade in Stellung etc. Altmeier und seine Konsorten schleift schon lange eine Schleimspur hinter sich her, hat sich wieder in dieser Partei einen guten Job geangelt, Tragen den EU-Technokraten das Geld nach, und kapieren anscheinend nicht, was in diesem Deutschland gespielt wird. Man nennt dies Realitätsverdrängung oder absoluter Schwachsinn, regieren gegen das eigene Volk.

    Aus unerfindlichen Gründen ist auch Thilo Sarazzin immer noch in der SPD, obwohl sie bereits eher einer Sekte gleicht, ebenso auf Merkelkurs ist. Vielleicht meint auch er trotz enormer Kritik an der SPD, er könnte etwas von innen bewirken, obwohl er längst gedanklich der AFD näher steht. Irgendwann sollte man sich entscheiden, wohin man gehört – doch bei vielen, die etwas bewirken hätten könnten, ist es schon zu spät. Sie sind weder Fisch noch Fleisch, solange sie nicht ganz vorne beim Widerstand gegen diese Deutschlandabschaffer mitmarschieren. Spätesten seit Merkel wurde von LINksrotschwarzgrün+Gelb Deutschland an die Wand gefahren, dem Islam Tür und Tor geöffnet, Deutschland eine einmalige erbärmliche Hypermoral eingeimpft. Wer dagegen ist, ist „Nazi“. Mir wird kotzübel. David Berger, wo stehen Sie nun?

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  2. Vitellia sagt:

    Egal, was mir Einer erzählt, ich möchte immer wissen, mit WEM ich es zu tun habe.

    Auch wenn Berger den Austritt aus der CDU gut begründet hat, aus der Kirche ist er auch ausgetreten, das hatte Gründe!

    Mal wieder Wikpedia (n i c h t s ist falsch, sonst soll Berger anwaltlich dagegen vorgehen).

    Auszüge aus seiner Vita, der ganze Beitrag ist umfangreicher:

    “ David Berger (* 8. März 1968 in Würzburg) ist ein römisch-katholischer Theologe und Publizist.

    Seine theologischen Arbeitsschwerpunkte waren Geschichte und Doktrin des Thomismus.

    Von 2013 bis 2015 wirkte Berger als Chefredakteur der deutschsprachigen schwulen Monatszeitschrift Männer.[1] 
    Heute betreibt er unter anderem das BlogPhilosophia perennis.

    Er lebt mit seinem langjährigen Lebenspartner seit August 2012 in Berlin.[33]

    Sofort nach Erscheinen seines Buches „Der heilige Schein“ (November 2010) prüfte die Erzdiözese Köln, ob ihm die Lehrerlaubnis als Religionslehrer zu entziehen sei.
    Am 2. Mai 2011 entzog der Erzbischof von Köln ihm diese mit sofortiger Wirkung.[15] …

    Berger ist inzwischen „aus Protest … aus der römisch-katholischen Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts ausgetreten“, betrachtet sich selbst aber weiterhin als Katholik.[17]

    David Berger ist ein Vertreter des Neuthomismus[34][35][36] und galt eine Zeit lang als vehementer Gegner der Theologie Karl Rahners und seiner Schüler. “
    …………

    Fazit:
    Bergers Meinung und Selbstdarstellung interessiert mich nicht.
    Ich weiß selber, was ich von der Merkel zu halten habe, das weiß jeder hier!!

    Außerdem habe ich schon oft Leute mit kompetenter Meinung gegen Merkels Flüchtlingspolitik gehört. Auch im Rundfunk/Deutschlandfunk schon öfters.

    Was ich nicht mag, sind einseitige Berichte, wie den von Herrn Berger, wie toll er ist, nur weil er aus der CDU ausgetreten ist.

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    • WalfischSchnucki sagt:

      Rundfunk/Radio > DeutschlandFunk : Da kam vor Jahren doch eine Sendung über die Parteien, besonders CDU: Die ganze Sendung sprachen die Experten und Aussteiger immer wieder von „Gehirnwäsche“ in den untersten ParteiGremien….

      Erst als Kanzler oder Parteichef hätte man persönlichen Spielraum und Persönlichkeit zur Verfügung.

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  3. Schneewittchen sagt:

    Wenn eine Kanzlerin, die die Union vereinnahmt hat für ihren globalen Weltkommunismus, die Essener Tafel unter Generalverdacht stellt, wo ehrenamtliche Mitarbeiter den Ärmsten der Gesellschaft, die schon länger hier leben, helfen wollen, mit oder ohne Migrationshintergrund, und sich weigern, Merkels Goldschätze, die voll alimentiert werden, zu bedienen, dann spricht das Bände.

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    • Anonymous sagt:

      Mmh, nicht eher Globaler Weltkapitalismus?

      P.S.: Alles mit Globalisierung – ist ein rein amerikanisches Projekt!! oder deren politische Ambitionen ihrer Oligarchie-Regierung inklusive Silicon Valley.

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  4. Niemand sagt:

    Man kann Dr. Berger dazu nur gratulieren und hoffen, dass auch andere aufwachen oder die Basis Merkel und ihren Größenwahn in die Schranken weist. Die hörigen Klatschhasen a la Merkel sollten nicht rumbarmen, die Bürger haben all ihr Wissen und Zeit gegeben, um Schlimmes zu verhindern. Zugegeben, auch ich war manchmal Irrwegen gefolgt. Ich wusste auch nicht, dass Deutschland zwei wichtige Posten in der EU besetzt und unsere Militär Uschi, deren Bundeswehr man nur belächelt, ist entschlossen, ein europäisches zentralistisches Militär auf zu bauen, und da werden sicher keine modernen Waffen mehr fehlen. Ich habe Angst um den Frieden und wenn ich dann noch an das Versprechen Merkels denke, wie sie vor der UNO 2015 bis 2030 die NWO versprochen hat, wird mir schlecht. Wann hört dieser Alptraum Merkel und Diktatur-EU auf?

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  5. Bernd.L.Mueller sagt:

    Traurig, aber so ist es.
    “ …die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt der Volksmund, aber man muss auch Realist sein und bleiben.

    Offensichtlich ist Karriere und – trügerische – Sicherheit auf gutes Einkommen über Mitgliedschaft und / oder Tätigkeit in einer – ehemals – großen Volkspartei wie CDU größer als Verantwortung für die Deutschen Bürger/innen.

    Dieses Denken ist „….ein Schuss in den Ofen“ .
    So ist es jedenfalls bei uns im Unternehmen ein geflügeltes Wort, wenn etwas daneben ging.

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    • Valentino sagt:

      Es ist ein falscher Vorwurf gegen CDU-Basis-Mitglieder, sie alle mitschuldig zu sprechen, die auf Merkels Lügen und Strategie mit der Wahrheit reingefallen sind. Ich habe auch aus persönlichen Schicksalsschlägen und Unkenntnis heraus 2013 das letzte Mal Merkel gewählt. Bei der SPD waren die nicht Bürgernahen Entscheidungen zu auffällig, ideal, damit Merkel ablenken konnte mit ihrem Farbenspiel. Dadurch dass ich technische Probleme mit dem Fernsehen habe, bin ich dem Lügenfunk entgangen und musste mich per Internet informieren. Die Gehirnwäsche der Medien hat funktioniert, hätte auch bei mir so sein können. Merkel hat eine Parteihierarchie geschaffen, die für die Basis undurchschaubar ist und der Lügenfunk hat dabei geholfen. Lasst uns alle mit Aufklärung helfen, diesen Alptraum einer CDU, die keine mehr ist, wo rote Pünktchen nach der Wende die Regentschaft übernommen haben, zu stoppen.

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      • Baldur sagt:

        Ich beobachte das Parteienspektrum schon seit vielen Jahren. Was hier geschah und bis heute geschieht, betrachte ich aus der Sicht der Bibel. Diese ist mein Maßstab. Und durch diesem Maßstab können die Früchte eindeutig erkannt werden.
        Persönlich werde ich aus dieser CDU nicht austreten – schon allein deshalb – da ich nie eingetreten bin! :-)))

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  6. Marienzweig sagt:

    Wie man als konservativ eingestellter Bürger die CDU wählen oder gar Parteimitglied sein kann, ist mir sowieso unerklärlich.
    „C“ – das war einmal!
    Aber selbst wenn man zum „C“ keinen Bezug hat: Auch das, was übrig bleibt, lässt den Eindruck aufkommen, dass die Konservativen nicht wirklich willkommen sind, zumindest nicht als Partei-Politiker.
    Als Beispiel möge die 9 Minuten-Rede von Eugen Abler aus Baden-Württemberg auf dem Parteitag anno 2016 dienen.
    Wie sehr dieser Mann und was er zu sagen hatte ignoriert wurde, ist geradezu schockierend und sagt mehr über die Delegierten und damit über die Richtung der CDU aus, als ihnen bewusst sein mag.

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