Wer kann das Herz des Menschen ergründen?

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jer 17,5-10:

So spricht der HERR: Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt, und dessen Herz sich abwendet vom HERRN. Er ist wie ein kahler Strauch in der Steppe, der nie einen Regen kommen sieht; er bleibt auf dürrem Wüstenboden, im salzigen Land, wo niemand wohnt.

Gesegnet der Mann, der sich auf den HERRN verlässt und dessen Hoffnung der Ewige ist.

Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte.

Arglistig ohnegleichen ist das Herz und unverbesserlich. Wer kann es ergründen?

Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, um jedem zu vergelten, wie es sein Verhalten verdient, entsprechend der Frucht seiner Taten.

 


3 Kommentare on “Wer kann das Herz des Menschen ergründen?”

  1. Vitellia sagt:

    Rein menschlich gesehen gibt es ein schönes (französisches) Sprichwort:

    „Das Herz tut Dinge, von denen der Verstand nichts weiß.“

    Das gilt für die Liebe der Menschen.
    Man liebt mit dem Herzen, nicht mit dem Verstand.
    Gott liebt man auch mit dem Herzen!

    Das gilt auch für Kinder.
    Wir leben zuerst einmal hier in dieser Welt und nicht mit Bibelsprüchen der Bestrafung.

    Kinder hat man nicht zum Bestrafen.
    Man liebt seine Kinder – und ist so gut wie möglich sehr konsequent in dem, was sie tun müssen. Das wissen die Eltern, aber Kinder noch lange nicht.

    Ganz wichtig ist, dass man Kinder lobt, wenn sie eine Sache gut machen.

    Viel Lob bedeutet wenig Strafe und Ansporn, es auch das nächste Mal gut zu machen.
    Wenn sie in der Schule eine gute Note nach Hause brachten, wurden unsere zwei Lausbuben, die nicht immer so brav waren, ordentlich gelobt.

    Gott ist die Liebe!!
    Das ist für mich entscheidend. Danke für alle Belehrungen, wann Gott straft.

    Diesen Straf-Gott brauche ich nicht, den heute viele Menschen gerne verkündigen.

    Man kann sich in der Bibel immer einen Spruch aussuchen, der passt, wie diesen im Beitrag:
    „Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut, auf schwaches Fleisch sich stützt …“
    Nix verflucht!
    Wenn man an Gott glaubt und zu ihm betet und seine Sünden bereut, brauche ich keinen
    Straf-Gott.
    Gott ist die Liebe!

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    • zeitschnur sagt:

      Finde ich zu oberflächlich, was Sie da so herunterrasseln, @ Vitellia, sorry.
      Ein Herz, das nichts vom Verstand weiß, ist einfach kein Herz, sondern noch tiefer angesiedelt als der dumpfeste Instinkt. Selbst das Tier ist da rationaler…

      Quatsch mit Soße also: Gefühle resultieren immer aus Verstandestätigkeit, bleiben aber vielen, weil sie zu oberflächlich sind und zu bequem oder auch zu ungebildet, unerkannt. Wer etwa gefühlte Vorurteile hat, hat ja irgendwelche unerkannten Einstellungen, die durchaus als Verstandes- oder Willens oder Urteilsaktion anzusehen sind, aber er überprüft sie nicht und benutzt sein Gefühl als Ausrede, als ob Gefühle eine Art Orakel und höherwertig als die vernunft wären.

      Gefühlen liegen also immer Aktionen des Willens, bereits gebildeter Meinungen/Urteile und gezielter Wünsche/Absichten zugrunde.

      In Gott ist alles Geist und geistig geformt, und zwar so gewaltig, dass in ihm keine noch so geringe Halbheit erscheinen oder auch aushalten kann. In ihm ist alles Potenz und nicht bloß aktual.

      Das aber übersteigt unser Verstehen.
      Halten wir also am besten die Klappe, wenn es um ihn geht.
      Verstummen wir ehrfürchtig vor dem großen Opfer, das er selbst für uns gebracht hat, anstatt aus ihm einen albernen Kerl zu machen, der inkonsequent, sentimental oder gefühlsduselig wäre, nur damit wir uns selber nicht seinem scharfen Geist aussetzen müssen.
      Ich kann das nicht zulassen, so über ihn zu quasseln!

      Aber eines sagt uns dieses Wort oben: Verflucht ist der Mann und die Frau, die die sich auf Menchen verlassen.
      Das ist doch klar – da sind auch angeblich bevollmächtigte Menschen mit gemeint!

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  2. Baldur sagt:

    Ja Jeremia hat es in Kapitel treffend ausgedrückt. Der HERR allein kennt unser Herz. Schon nach dem Sündenfall sagte ER:

    1 Mose 8,21b Das Herz des Menschen ist böse von seiner Jugend an.

    Und der Herr Jesus Christus sagte es auch ganz klar was im Menschen, auch in den Gutmenschen steckt.

    * Matthäus 15,19 Denn aus dem Herzen kommen hervor böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lästerungen.

    Deshalb:

    * Psalm 62,9: Vertraut auf IHN allezeit, o Volk! Schüttet vor ihm aus euer Herz! Gott ist unsere Zuflucht.

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