Homo-Ehe: CSU verzichtet auf Klage und paßt sich den Linksideologen an

Mathias von Gersdorff

Der Verzicht der CSU auf eine Klage gegen die sog. „Ehe für alle“ ist die letzte Episode einer längeren Liste von Kapitulationen gegenüber der linksgrünen Gesellschaftspolitik.

Kampflos übergibt die C-Partei aus Bayern die Deutungshoheit über Ehe und Familie den Grünen, die maßgeblich in den letzten Jahrzehnten die Anti-Ehe-Revolution im Geiste der 1968er gesteuert haben.

Aufgrund der Tatsache, dass die Ehe zwischen Mann und Frau (und die christliche Familie) in der christlichen Gesellschaftsethik einen zentralen Platz einnimmt, ist die de facto Akzeptanz des atheistischen und absurden Ehebegriffes der Grünen ein wahrhaft historischer Schritt der CSU in die Dekadenz.

Selbst Kardinal Reinhard Marx, der zum liberalsten Flügel der katholischen Kirche gehört, kritisierte die „Ehe für alle“ und forderte eine Klage beim Verfassungsgericht. „Die Ehe sollte auf die Beziehung zwischen Mann und Frau bezogen bleiben.“ Der Staat dürfe den Ehebegriff nicht umdefinieren, „denn er basiert ja auf der Tatsache, dass die Ehe als Verbindung von Mann und Frau und auf Weitergabe des Lebens ausgerichtet schon vor ihm da ist, sie ist gewissermaßen die Voraussetzung dafür, dass es den Staat überhaupt gibt“, so der Kardinal gegenüber der „Welt am Sonntag“ am 24. Dezember 2017.

Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die sich in gesellschaftspolitischen Themen längst nicht mehr eindeutig christlich oder konservativ positioniert, kommentierte am 7. März irritiert die Haltung der CSU: „Auch diese Lehre gehört zur Identität der CSU: Aus dick aufgeblasenen Backen kommt auch nur heiße Luft. . . . Unbestreitbar kann der Gesetzgeber die Ehe neu definieren. . . . Aber hier wäre eine Änderung des Grundgesetzes geboten – und ehrlich gewesen. Doch was schert das die Christliche Union noch?“

Die Entscheidung der CSU, nicht gegen die „Ehe für alle“ klagen zu wollen, hat mitnichten lediglich juristische Konsequenzen. Wie Anfangs erwähnt, ist das der Verzicht, für den wahren Begriff der Ehe kämpfen zu wollen. Der Begriff der Ehe wird de facto den linksgrünen Gesellschaftsideologen und Politikern überlassen.

Für diese ist ein kultureller Sieg viel wichtiger als ein juristischer. Für rotgrüne Spät-68er ist der juristische Kampf gegen die Ehe im Grunde ein getarnter Kulturkampf.

Dieser Umstand wird besonders deutlich in der Argumentation, mit der der Bundesjustizminister in der letzten Legislaturperiode, Heiko Maas (SPD), die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare ohne eine vorherige Grundgesetzänderung verteidigte.

In einem Kommentar für die „Welt“ vom 7. Juli 2017 erklärte er: „Nirgendwo im Grundgesetz steht, dass nur Mann und Frau eine Ehe eingehen können. Es kommt allein auf das Begriffsverständnis von „Ehe“ an. Auch der Ehe-Begriff ist entwicklungsoffen. Weil er sich gewandelt hat und Ehe heute die dauerhafte Lebensgemeinschaft zweier Menschen beliebigen Geschlechts ist, brauchen wir keine Änderung des Grundgesetzes, damit gleichgeschlechtliche Paare in Zukunft heiraten können.“

Heiko Maas behauptet im Grunde, dass der Begriff „Ehe“ gar nicht eindeutig definiert ist und sich ständig verändert. Konsequenterweise müsste er fordern, dass der Bundestag ständig das Ehegesetz dem sich neu etablierenden Begriff von „Ehe“ anpassen müsste. Sollte nächstes Jahr beispielsweise das Volk der Auffassung sein, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann, so müsste der Bundestag das Gesetz vom 30. Juni rückgängig machen.

Die Argumentation von Heiko Maas kennt man auch aus einem anderen Bereich: Gender. Hier ist selbst die menschliche Natur in ständiger Veränderung. Der Einzelne ist unentwegt dabei, seine sexuelle Orientierung zu verändern. Mal ist er Mann, mal ist er Frau, mal ist er eine Mischung von beidem in unterschiedlichen Proportionen.

Wer so denkt, braucht gar keine Verfassung. Für ihn ist die Kultur oder besser gesagt der Zeitgeist die absolute Richtschnur für politisches und gesellschaftliches Leben.

Daraus ergeben sich zwei weitere Fragen: 

1. Wer definiert, was die herrschende Kultur ist?
Die Zeitungen? Das Fernsehen? Die Kulturbranche? Die Demoskopen? Der „Volkswille“? Die wissenschaftliche Dialektik wie im Kommunismus?

Sei es, wie es sei: Recht wird in dieser Welt von demjenigen definiert, der die Deutungshoheit über die Kultur besitzt. Kultureller Einfluss ersetzt geradezu das Recht. Wer gesellschaftlichen Einfluss besitzt, der definiert auch, was Recht ist. Er definiert also, was die Ehe ist, was Eigentum ist, was „Recht auf Leben“ ist etc. 

2. Wie kann sich der einzelne Bürger gegenüber einem Kultur-Hegemon schützen?
Eigentlich gar nicht: Wird die Kultur (bzw. wer bestimmen kann, was die herrschende Kultur ist) zur Richtschnur für das Recht und für das politische Leben, verschwinden im Grunde die Grundrechte und die Rechtsgüter. Alles wird zur Manövriermasse des Kultur-Hegemons.

Ist das hier beschriebene übertrieben? Wer die Debatte um die sog. „Homo-Ehe“ begleitet hat, konnte sehen, mit welcher Aggressivität die Gegner behandelt wurden. Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckardt verstieg sich sogar zu der Behauptung, wer gegen die „Ehe für alle“ sei, sei ein „A…loch“  –  ähnliche Aussagen gab es zu Hauf. Dass man homophob sei, war noch das Mildeste.

Im Grunde ging es gar nicht um Argumente, sondern um die Ausgrenzung des Andersdenkenden – unter dem Vorwand der Bekämpfung von Diskriminierung! Man muss deshalb davon ausgehen, dass die politischen Auseinandersetzungen in Zukunft mit zunehmender Aggressivität geführt werden, denn es geht nicht mehr um die Suche nach der Wahrheit und darum, was rechtens ist, sondern um die brutale Durchsetzung der eigenen Sicht der Dinge. Egal, wie falsch diese sein kann.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist katholischer Publizist und leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“; aktuelle Kommentare veröffentlicht er u.a. hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


13 Kommentare on “Homo-Ehe: CSU verzichtet auf Klage und paßt sich den Linksideologen an”

  1. Herta Hürkey sagt:

    Na ja, Vitellia! Manche Leute wachen erst dann auf, wenn die 3. Generation heranwächst.
    Wenn also alle Dominosteine gefallen sind, bzw. wenn die Lawine ihr Ziel erreicht hat. Aber
    für den Homo-Gender-Unterricht sollten Sie wirklich Broschüren/Bücher lesen, um
    mitreden oder helfen zu können. Sehen Sie die Menschheit als MenschheitsFAMILIE. Mi-
    schen Sie sich ein, BEVOR ES ZU SPÄT IST. Auch fremde Enkel muß man schützen!

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  2. Dorrotee sagt:

    Ein hervorragender Artikel. Hr. von Gerstdorff hat vieles auf den Punkt gebracht.
    Es ist so bedauerlich, dass die CSU nun keine Verfassungsklage einreichen will.
    Kann die AfD nicht daran festhalten?

    Ich las von einem Gutachten, das für die Partein erstellt wurde. In dem steht ungefähr das drin, wie Heiko Maas im Artikel hier zitiert wird.

    Und das Gutachten kommt zu dem Schluß, dass es eine Niederlage werden könnte, wenn man anders argumentiert.
    Das hat die CSU veranlasst, womöglich keine Klage einzureichen.

    Ich persönlich vermute auch, dass bei Koalitionsverhandlungen darum gebeten wurde, keine Verfassungsklage seitens der CSU einzureichen.

    Mit dem Gutachten gibt es doch keinen richtigen Verlierer, und der Wähler bleibt hoffentlich treu bei der CSU.

    Nur unsere nachfolgende Generation wird sich erneut aus diesen Sumpf herausziehen können / müssen.

    Meine Güte, die Homos haben schon so viele Rechte in Deutschland. Der Begriff Ehe ist höchst schützenswert. Weltlich und kirchlich.

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  3. zeitschnur sagt:

    Wenn wir sehen, was man in all den Jahrhunderten und Jahrtausenden auch bei uns unter „Ehe“ verstanden hat, dann entspricht das wohl auch kaum dem ursprünglichen Schöpfungszustand. Der Verweis auf alle Kulturen, die alle drunter eine rechtliche verbindung zwischen Mann udn Frau verstehen, muss mit dem Hinweis versehen werden, dass in all diesen Kulturen darunter verstanden wurde, dass der Mann mehrere Frauen „besitzen“ konnte. Und im Abendland propagierte man zwar Monogamie, akzeptierte aber die Polygamie aller betuchteren, mächtigeren Männer in Form von Mätressen und einer ausgeprägten Hurenwirtschaft, deren sich auch die prälaten oft und gerne bedienten, um von ihren Konkubinen und Lusknaben nicht zu reden.

    Wir haben an sich erst seit der Aufklärung einen einigermaßen fairen Ehebegriff, aber genau dagegen heulen ja die Konservativen v.a. aus katholischen reihen seit 200 Jahren: gleiche Wertschätzung der Frau – katastrophe, eine rechtliche Gleichbehandlung der Frau: vom Teufel. Habt Ihr hier alle vergessen, was dazu im 19. Jh aus Rom und anderswoher gegiftet wurde?!

    Welche Irrungen hatten wir denn? Die Ehefrau müsse ihren Mann gleich nach Gott am meisten respektieren, hieß es im Röm. Katechismus – dass er umgekehrt Gleiches zu tun hätte, war undenkbar. Ihm wurde nur erklärt, dass er nicht roh zu ihr sein soll und nicht müßig herumhängen soll, na immerhin. Und sie dürfe das Haus nicht wagen zu verlassen, ohne dass er es ihr erlaubt: DAS war die katholische Ehe der Doktrin nach bis fast in die unsere Tage.

    Und von wegen freie Eheschließung: man zwang auch bei uns kleine Mädchen in die Ehe, denke man nur an die bekannten Schicksale wie Elisabeth. Mit 12 mussten sie heiraten. Die Jesuiten zwangen in ihren wunderbaren „Staat“ in den paraguayanischen reduktionen die Mädchen mit 14 pauschal indie Ehe, die sie arragnierten und die Knaben mit 16 Jahren. heute gälte das als Kindesmissbrauch und Kuppelei.
    Genauso verächtlich sprang auch das unaufgeklärte Judentum mit seinen Kindern um: Mädchen konnten ab 12 in Ehen gedrängt werden.
    Wie die Kirche solche unmögliche Praxis mit ihren hochfliegenden sakramentalen Ehevorstellungen verbinden konnte, fragt man sich – immerhin spendet die Braut hier auch das Sakrament, aber Kinderbräute, die noch gar nicht geshlechstreif waren? Unreife Jungs, die vielleicht gerade geschlechtsreif wurden und deren Gehirn noch nicht ganz entwickelt war?!

    Gebessert hat sich das alles sich erst mit der Aufklärung, und selbst da war die Erniedrigung der Frau kaum aufzubrechen – sie wurde erst um die Jahrhundertwende des 19./20 Jh endlich – in kleinsten Schritten – rechtlich überwunden. Und dieselbe katholische Lobby, die dagegen notorisch mit Gift und Galle anstänkerte, schreibt sich genau diese Errungenschaft nun auf ihre eigene Fahne und tut so, als sei sie die Urheberin einigermaßen zivilisierter Ehezustände.

    Homosexualität war ein allgegenwärtiges Problem auch in der älteren Zeit, aber sie wurde unter den Teppich gekehrt, heimlich praktiziert, und man verheiratete ohne Hemmungen ahnungslose Frauen an solche Männer, wie die Geschichte unserer europäischen Fürstenhöfe leicht aufzeigt. Man hielt alles zu dem Thema unter einer Decke der Ignoranz und stürzte damit viele, viele in schwerste Lebenskrisen.
    Man redet heute offen darüber. Immerhin. Dramen, wie sie früher aufgrund der Ignoranz entstanden, sind heute weitgehend ausgeschlossen.

    Ich lehne die Übertragung des Begriffs „Ehe“ auf gleichgeschlechtige Verbindungen ab, aber ich sehe auch, dass in der verfahrenen Situation die Kirche samt ihren Laienpredigern ohnehin am besten ihren großen Mund hält und erst mal ihren eigenen Augiasstall ausmistet, was aber niemals geschehen wird.

    Für mich ist der entscheidende Punkt für den Ehebegriff die Fortpflanzungsfähigkeit der Gemeinschaft, aber auch das impliziert seit Menschengedenken keine Monogamie. Mit „Gott“ kann man nicht argumentieren, wenn man zugleich die Natur mit anführt.

    Was bleibt: Christen sollten ihre Kinder mit dem einzigen und wahren Ehebegriff bekanntmachen,der vor dem Sündenfall galt, egal wer dazu was vorschreiben will – egal auch, was die Kirche dazu sagt.

    Ansonsten gehe ich davon aus, dass die „Heirat“ Homosexueller immer ein randständiges Phänomen bleiben wird.

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    • Vitellia sagt:

      @zeitschnur,
      Sie schreiben: „Für mich ist der entscheidende Punkt für den Ehebegriff die Fortpflanzungsfähigkeit der Gemeinschaft …“

      Danke, wenn für Sie das Fortpflanzen das Wichtigste ist. NEIN, wir sind keine Tiere.
      Die Liebe ist das Wichtigste!
      Logisches Denken auch.
      Kein Paar in ganz Deutschland geht aufs Standesamt, um dort seinen Fortpflanzungswillen eintragen zu lassen, sondern weil sie sich lieben und füreinander da sein wollen.

      Und für „die Gemeinschaft“ haben wir unsere Kinder schon gar nicht zur Welt gebracht! So ein Unsinn, das ganze Land hat uns nicht interessiert.
      Entweder man möchte Kinder oder man möchte keine. Das hat jedes Paar für sich zu entscheiden.
      Die Gemeinschaft interessiert sie nicht.

      Aber, wo ist es Liebe und welche Fortpflanzung gibt es, wenn jeder egal welchen Alters aufs Standesamt gehen kann (auch kath.Trauung ist möglich, wenn keine Scheidung zuvor) und ein 83jähriger Lugner eine 25jährige heiraten kann?
      Welche Fortpflanzung gibt es?
      Diese ist per se auch nicht das Wichtigste, sondern dass man Kinder über viele Jahre erziehen muss und für sie da sein muss.
      Wie geht das mit 83? Bald ein Pflegefall soll Kinder viele Jahre erziehen?? Aber heiraten dürfen sie, auch dieser Unsinn ist erlaubt.

      Wie viele Kinder müssen es denn sein bei Ihrer Wichtigkeit des Fortpflanzens, oder reicht eines, das keine Geschwister hat? Auch diese Entscheidung muss man jedem Paar überlassen.
      Mit Ihrer Einstellung des Fortpflanzens gehen Bauern heran, wenn es um Tiere geht.

      Wo gibt es Fortpflanzung, wenn ein Paar mit über 50 heiratet??
      Aus Liebe heiraten sie, auch ohne Kinder zu bekommen.

      Ärzte erleben es öfters, dass auch junge Frauen schon Gebärmutterkrebs haben und die Gebärmutter entfernt werden muss. Darf eine Frau, bei der man von vorn herein weiß, dass keine Kinder kommen, nicht heiraten?
      Doch, wenn beide sich lieben, werden sie heiraten – und das ist richtig!

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      • zeitschnur sagt:

        Apropos logisches Denken…
        Vielleicht realisieren Sie erst mal, was ich geschrieben hatte – ich habe ja nicht behauptet, dass Liebe unwichtig sei und das Füreinanderdasein. Aber es gibt Alleinstellungsmerkmale für eine Sache und Merkmale, die nicht nur auf diese Sache, sondern viele andere ebenso zutreffen. Angesichts des Fehlens dieser einfachen logischen und mengentheoretischen Erkenntnis Ihrerseits, finde ich es unverschämt und dummdreist, was Sie mir da unterstellen. Da Sie sich als fromme Katholikin aufspielen und mit einem erzkatholischen Fanatiker um die Wette heulen gegen Protestanten, Bibelleser und kritische Katholiken, für die Beichte schwärmen, verstehe ich ohnehin nicht, wieso Sie dann bei der Homoehe all das herauslaufen lassen aus Ihrer Feder, was Ihre virtuellen Freunde ganz gewiss nicht anerkennen und was nun mal, ob nach der Schrift oder in dem Fall auch der Lehre der Kirche Sünde ist, schwere Sünde sogar… Sie sollten sich mal in einer guten Stunde selbst überprüfen. Das stimmt hinten und vorne nicht zusammen und offenbart entweder ein gewaltiges Defizit in der nüchternen Denkweise oder ein schlecht verhüllendes Trollmäntelchen.

        Für Sie noch mal extra:

        Lieben kann man sich in allen möglichen Konstellationen – das macht nicht den Kern einer Ehe aus. Liebe ist auch nicht an Sex gekoppelt, auch wenn Sie das schwer begreifen mögen. Die Liebe ist daher kein trennscharfes Merkmal der Ehe. Und im übrigen sind auch Herr und Hund „füreinander da“, oft mehr als ein Ehepaar es ist, und man weiß es ja: sie schlafen nicht selten sogar in einem Bett, Herr und Hund….. – und es gibt ja auch schon Wünsche einiger, dass man auch sein Haustier heiraten kann…

        Und bitte, bevor Sie die Feder zücken zu einer weiteren dümmlichen und verschwommenen Antwort – erst nachdenken, verstehen, was ich schrieb, dann antworten!

        Sie werden es auch nicht wagen, Leuten, die eine Ehe führen ohne Liebe, aber sie eben doch führen, in Neutralität und innerer Distanz, auch Nachkommen haben, als „Unverheiratete“ zu bezeichnen. Man kann sehr wohl ohne besondere Liebe eine Ehe führen, auch wenn ich mit Ihnen hier sicher darin überein stimme, dass das traurig und schade ist, aber umgekehrt ist nicht jede Liebe bereits eine Ehe oder überhaupt ehetauglich bzw ehewillig. Daraus folgt, dass eine Ehe nicht vor allem aus Liebe geschlossen wird – die Liebe ist nicht mal eine notwendige Bedingung zur Ehe, geschweige denn eine hinreichende!

        Was eine Ehe von allen anderen Beziehungsformen unterscheidet, ist ihre prinzipielle Fähigkeit und Absicht zur Fortpflanzung. In aller Regel wird eben doch aus genau diesem Grund geheiratet: man will gemeinsam leben mit allen Konsequenzen, auch Kindern. Oder man heiratet, weil man zum Ausdruck gibt, man würde sich oder hätte sich darauf prinzipiell eingelassen, auch wenn man etwa nun zu alt ist für Kinder.

        Es ist ihr Alleinstellungsmerkmal, dass nur in ihr ein spezifischer Bund zwischen Mann und Frau ausgelebt wird, der auf Nachkommen hin ausgelegt ist und dafür auch eine spezifische rechtliche Last auf sich nimmt, aber auch stets besondere Rechte erhält, die auf diese Aufgabe zur Nachkommenschaft bezogen sind. Das hat mit „Tieren“ nichts zu tun! Tiere haben ein grundsätzlich anderes Verhältnis zum Nachkommenhaben als Menschen, auch wenn es biologisch ähnlich wirkt. Menschen zeugen und gebären und erziehen und bleiben lebenslamng verbunden – Tiere werfen Junge und vergessen sie, sobald sie erwachsen sind.
        Tierisch ist Mätressenwirtschaft und Vielweiberei, weil hier tatsächlich nur noch gesext wird, einerseits weil ein Haremsbulle seinen Trieben ergeben ist als ein Mann ohne Hirn, und man weiß ja aus dem Orient, dass nicht selten die Sultane ihr ganzes Gelege, das sie unkontrolliert und unvernünftig erzeugten mit Frauen, die sie gekauft oder geraubt hatten und kaum kannten, am Ende ermordet haben samt den Müttern, um keine Konkurrenz in der Erbfolge entstehen zu lassen. Und Lustknaben hatten sie meist auch noch.
        Die Ehe gibt der gemeinsam verantworteten und lebenslang verpflichtenden Erzeugung von Nachkommen eine Würde, die ohne sie einfach fehlt. Diese Würde kann man sich aber nicht rechtlich kaufen, indem man irgendeine fortpflanzungsunfähige Beziehung nun „Ehe“ nennt. Diese Würde ist und bleibt auch und vor allem ein Geschenk.

        Wenn einer blind ist, würden Sie dennoch niemals bezweifeln, dass seine Augen fürs Sehen da sind bzw da wären?
        Wenn eine Ehe kinderlos bleibt, gilt ebenso, dass sie für die Erzeugung von Nachkommen und alle damit verbundenen Rechte und Pflichten ausgelegt ist bzw wäre.
        Genausowenig wie ein blindes Auge aufhört, ein Auge zu sein, genausowenig wie ein taubes Ohr aufhört ein Ohr zu sein, hört eine kinderlose Ehe auf, eine Ehe zu sein, solange die dafür vorgesehen „Organe“ (ein Mann + eine Frau) präzise im Spiel sind.

        Warum beschäftigen wir uns eigentlich mit einem solchen Mist?

        Homosexuelle können sich doch verpartnern – wo ist das Problem? Warum wollen sie unbedingt anders sein oder glauben, es sein zu sollen, beanspruchen aber dann wieder genau das für sich, was sie doch glauben, nicht leben zu können?!
        Das kapiere, wer will!

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  4. francomacorisano sagt:

    …und bei der geplanten Abschaffung des Verbots für Abtreibungswerbung wird es ganz genau so laufen. Wetten?!?

    Seit Merkel Kanzler ist, hat sich Deutschland deutlich nach links gedreht, weiter nach links als es selbst unter Rot/Grün von Schröder und Fischer je war. Fällt das eigentlich nur mir auf???

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  5. Thomas May sagt:

    Die kampflose Preisgabe des Begriffs der Ehe als einer ausschließlichen Verbindung von Mann und Frau, wie er Kulturen, Religionen, Länder und Epochen übergreifend seit Beginn der Menschheit einhellig verstanden wurde, ist in ihren schlimmen Auswirkungen noch gar nicht abzuschätzen. Hier ist der Aufstand einer kulturrevolutionären Clique und ihrer medialen wie pseudowissenschaftlichen Helfershelfer gegen die Natur, gegen die Schöpfung, gegen die unverfügbare Wahrheit, gegen das „Sein“ zu Recht und Gesetz erhoben geworden. (Von Gott wollen wir gar nicht reden.) Und wir befinden uns erst im Anfangsstadium.
    Dabei ist es völlig nebensächlich, ob eine Klage der CSU-geführten bayerischen Landesregierung vor dem Bundesverfassungsgericht erfolgreich gewesen wäre oder nicht – allein die „Ehre“ hätte es geboten. Die Scheu davor kommt einer geistig-moralischen Bankrotterklärung gleich.
    Nicht nur in der Kirche, auch in Politik und Gesellschaft (in der Parteienlandschaft sowieso) lässt sich beschleunigt ein geradezu schwindelerregender Substanzverlust der sogenannten Konservativen und maßgeblicher „Repräsentanten“ bis hin zur Selbstaufgabe feststellen. Was ist der Wert der Ehe noch wert? Wie es scheint, haben sie nichts mehr zuzusetzen. In Kultusministerien wie in Baden-Württemberg oder Hessen etwa exekutieren sie geistlos-gefügig die grüne Agenda der „sexuellen Vielfalt“.
    Wie die Wirklichkeit künftig auszuhalten und zu meistern sein wird, wenn sie in wachsendem Maß derartig „dekonstruiert“ und begrifflich nicht mehr korrekt abgebildet wird und Menschen sich verwirrt in letzter Konsequenz nicht mehr verständigen können, ist durchaus nicht nur eine philosophische, sondern auch eine beängstigend praktische Frage.

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    • Vitellia sagt:

      Lieber Thomas May,
      auch Ihren Beitrag habe ich mit Interesse gelesen. Sie haben alles gut geschrieben, ich habe keine Argumente dagegen.
      Was mir aber immer und immer wieder auffällt, das Wichtigste: Niemand schreibt, dass er oder sie eine Familie mit Kindern hat.
      Deshalb haben wir – und aus Liebe – geheiratet und nicht so einen Unsinn von Ehe wie beim Lugner.
      Es sollte uns Menschen, egal ob verheiratet oder nicht, mehr um Liebe gehen, als nur um Kritik. Auch berechtigte Kritik ist schnell geschrieben.
      „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.
      Daran sollte man öfters denken, auch wenn wir armseligen Menschen mit unseren Sünden dieses Ziel nie ganz erreichen werden.

      Auf jeden Fall bin ich mit meinem Leben zufrieden.
      Daran sollte man auch einmal denken, wie schnell kann uns eine schwere Krankheit heimsuchen, vor allem diese heimtückische Krankheit Krebs.
      Dann müsste ich auch damit fertig werden und bin dankbar, dass mich meine Familie unterstützen würde.
      Was interessiert mich da noch, was die C-Partei alles beschließt zur „Ehe für Alle“.
      Die Merkel haben wir nicht gewählt! Mehr kann man leider nicht gegen sie tun.

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  6. Pumuckel sagt:

    Die Union wird nun vermutlich endgültig zur globalen Spottpartei. Merkel klebt mit Pattex auf dem Thron aus Angst, sie muss sich rechtfertigen, und Nahles hat die Hosen an. Warum ist die Merkel-Union nicht schon früher zur SPD desertiert, so harmonisch, wie sie flirten? Sehhofer kann beim Blick in feurige Augen einer Frau nicht widerstehen und wird zum Schmusekätzchen und Moppelchen
    Nahles verpasst ihm bestimmt eine Verjüngungskur, wo er sein Alter vergisst. Altmaier, der Mutti Merkel liebt, wird aus der eintönigen Langeweile gerissen, und Klöckner lenkt sich vielleicht von der Arbeit ab mit Zickenkrieg. Uns Heiko schwebt über den Wolken, um als Außenminister die frohe Botschaft zu verkünden, die SPD hat über die Union gesiegt. Die Karlaczyk von Wissenschaft und Bildung keime Ahnung, aber sie weiß, wie es ihre Gönner am liebsten im Geheimen treiben und bleibt diskret. Der Spahn wird vor so viel Nahles-Frauenpower bestimmt bald unterwürfig niederknien, Entschuldigung, hab meine Kopfschmerztabletten vergessen, aber das kann doch alles nicht wahr sein. Der letzte erträgliche Außenminister war Guido Westerwelle, der Merkel wegen der Irak-Einmischung widersprochen hat, ist ihm nicht bekommen. Milva sang doch mal „Hurra wir leben noch“

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  7. Vitellia sagt:

    Die „Ehe für Alle“ treibt schon seltsame Blüten – schon lange.
    Es gibt eine Art der Heirat, die man gerne verbieten könnte, was aber nicht geht. Aber um Liebe geht es nicht!

    Im Internet (wenn ich zu meiner Mailbox gehe) habe ich das ganze Gedöns mitbekommen um diesen über 80jährigen, mehrmals geschiedenen Richard Lugner und seiner 25jährigen Cathy, von der jetzt auch wieder geschieden ist!
    Das wäre hier auch möglich, mit einem großen Altersunterschied zu heiraten.

    Mir würde es grausen, damals mit 25 J. hätte ich einen über 80jährigen geheiratet.

    Ich denke, man heiratet aus Liebe. Das soll Liebe sein??
    Bei ihr die Liebe zum Geld und bei ihm das Angeben mit einer jungen Frau an seiner Seite.
    Und wie der Lugner angegeben hat, geheiratet im schwarzen Frack und Zylinder!! Lach, das sah bescheuert aus.
    Diese Cathy hätte den Lugner nicht von weitem angeschaut, wäre er ein „normaler“ Rentner mit wenig Geld.

    Das ist nur ein Beispiel mit besonders großem Altersunterschied.
    Es gibt noch mehr Promis, die eine um Jahrzehnte jüngere Frau heiraten und dann wieder geschieden werden. Auch bei Sky du Mont (oder wie er heißt) wurde es im Internet groß mitgeteilt.
    Was ist dann besser?
    Dass Frauen das Geld und Prestige eines wesentlich älteren Prominenten heiraten und er sich geschmeichelt fühlt mit der jungen Frau – oder wenn Homos und Lesben heiraten?

    Ich bin sicher, wenn es keine Liebe wäre, würden sie nicht extra aufs Standesamt gehen.
    Sie könnten genauso wie viele Hetero-Singles mit Partnerin auch ohne Trauschein zusammen leben.

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    • Herta Hürkey sagt:

      Bitte, Vitellia, wie JUNG sind Sie? Und vielleicht noch auf dem Land? Lesen Sie doch die
      ZIELE der Homosexuellen durch, die 1972 in Chicago gefordert wurden (Coalition of
      Gay Organisations). Sehen Sie, wie viel sie schon WELTWEIT erreicht haben!!! Und
      schauen Sie sich Videos auf YouTube an (falls sie noch nicht gelöscht wurden) über
      „Die Urväter der Frühsexualisierung“. Unsere armen, armen Kinder und Enkel. Gott hilf!

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      • Vitellia sagt:

        Nein, Frau Hürkey, ich lebe weder auf dem Land, noch hinter dem Mond!

        Aber, Sie scheinen sich ja schon sehr mit Homosexuellen beschäftigt zu haben, um sogar zu wissen, was sie 1972 in Chiago gefordert haben.
        Das interessiert mich nicht.
        Meine Familie ist mir wichtiger! Wie ist das bei Ihnen??

        Falls Sie Kinder haben und ein Sohn wäre homosexuell, was würden Sie machen?
        Glauben Sie, die Eltern von Guido Westerwelle oder Ole v. Beust hätten gewollt, dass ihre Söhne homosexuell wurden?

        Das Privatleben von WW oder von Ole v. Beust hat mich aber nicht interessiert.
        Das geht mich nichts an!
        Welchen Schaden oder welche Nachteile hatten Sie, dass WW mit seinem Partner (Name?) eine Lebenspartnerschaft hatte?
        Aber für Westerwelle war es gut, bei seiner schweren Krankheit, die zu seinem Tod führte, nicht alleine zu sein, sondern einen Partner hatte, der zu ihm stand und für ihn da war. So sehe ich das.
        Ich gehöre nicht zu denen, die alles negativ sehen und dauernd kritisieren müssen.
        Toleranz anderen Menschen gegenüber und sich ums eigene Leben kümmern, wie wäre das??

        Meine/unsere beiden Söhne sind mir wichtiger als fremde Männer. Zu Ihrer Beruhigung, beide sind Heteros

        Ich denke, dass wir sie gut erzogen haben, ich bin sogar stolz auf sie!
        Beide haben nach ihrem Studium einen guten Beruf (und bezahlen ordentlich Steuern für unser Land).
        ———
        Was aber bei diesem Lugner lief im puncto Heirat (noch mehr Promis mit großem Altersunterschied) kann ich doch mitteilen, oder?
        Ich halte ich für Missbrauch einer Ehe. Bei einer Eheschließung sollte die Liebe das Wichtigste sein!
        Der jungen Frau ging es ums Geld und allen Luxus, den sie beim 83jährigen Lugner hatte und ihm ums Angeben, eine junge Frau an seiner Seite zu haben. Liebe?
        Inzwischen sind sie wieder geschieden!
        Ehen mit großem Altersunterschied gibt es öfters und sind grundsätzlich auch hier erlaubt! Was wohl klar ist, weil man niemandem vorschreiben kann, in welchem Alter er oder sie heiraten darf.
        Ich kann aber genauso wenig daran ändern wie Sie, wenn es die Ehe für Alle gibt.
        Unserer Ehe schadet sie nicht, ihrer Ehe?

        Ihre Elogen zur sexuellen Früherziehung interessieren mich auch nicht. Unsere beiden Söhne wurden nicht „sexuell verdorben“, durch Kita oder Schule.
        Mein nettes kleines Enkelkind wird später auch die richtige sexuelle Aufklärung bekommen, zumal Eltern auch dagegen einschreiten können (der Elternbeirat) wenn ihnen die Schule „zu weit geht“.
        Aber danke, für Ihre Besorgnis, Frau Hürkey.
        Die „armen, armen Kinder“ durch die Frühsexualisierung werden hoffentlich nicht Ihre Kinder sein?!

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  8. Baldur sagt:

    Das war nicht anders zu erwarten! Ehe für alle gehört wie die Abtreibung heute zu den Menschenrechten. Wer hört schon auf Gottes Wort. Das ist längst abgemeldet! „C“ ???
    Weder christlich noch sozial!

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