GOTT hat mich aus der Tiefe gezogen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 30 (29),2.4.5-6ab.6cd.12a.13b.

Ich will dich rühmen, HERR,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
HERR, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem HERRN, ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.

Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.


5 Kommentare on “GOTT hat mich aus der Tiefe gezogen”

  1. zeitschnur sagt:

    Durch diese Ausdünnung des eigentlichen Psalms 30 wird vernebelt, um was es in ihm wirklich geht – offenbar kann man dem Gläubigen keine feste Nahrung nicht zumuten … Und vor allem wird das Sündenbekenntnis einfach rausgeschnitten: das braucht man heute nicht mehr. Man schwärmt zwar mit Franziskus für die Beichte und den barmherzigen Gott, überspringt aber die Einsicht aufseiten des Menschen.

    Warum auch?
    Es genügt ja, wenn das Lehramt für den Gläubigen denkt und ihn völlig dominiert. Er soll Rituale mitmachen, aber nicht fragen, wofür sie sind – sie werden ihm wie Bonbons und Schokolade verabreicht, damit er sich in Sicherheit wiegt und seine von Gott geschenkte Würde immer weiter verkümmert..

    Man wird aber nur ein Freier, wenn nicht mehr andere für einen denken oder glauben, sondern wenn man sich selbst vor Gott stehend erkennt und verantwortet, ganz alleine und ohne diese Krücken, die sich uns von außen aufdrängen – der Psalmist hier wird von Gott selbst und ganz alleine belehrt!

    Denn das steht im Psalm auch noch:

    „7 Im sicheren Glück dachte ich einst: Ich werde niemals wanken.
    8 HERR, in deiner Güte hast du meinen Berg gefestigt. Du hast dein Angesicht verborgen. Da bin ich erschrocken.
    9 Zu dir, HERR, will ich rufen und zu meinem Herrn um Gnade flehn:
    10 Was nützt dir mein Blut, wenn ich zum Grab hinuntersteige? Kann Staub dich preisen, deine Treue verkünden?
    11 Höre, HERR, und sei mir gnädig! HERR, sei du mein Helfer!
    12 Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt, mein Trauergewand hast du gelöst und mich umgürtet mit Freude,
    13 damit man dir Herrlichkeit singt und nicht verstummt. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

    Und siehe da: es geht nicht, wie die katholische Textauswahl suggeriert, darum, dass der Mensch getätschelt wird und sich wieder wohlfühlt, sondern es geht darum, dass für Gott jeder Sünder, der verloren geht, ein echter Verlust ist, hat doch er jeden erschaffen und gewollt und jeder wäre doch in Wahrheit dazu bestimmt, Echo dieser unermesslichen geistigen Welt zu sein, die den Untergang der Ihren nur mit Schmerzen hinnehmen kann: das macht auch die Passion Christi verständlich, denn wer das alles rausschnipselt, der lässt die Frage entstehen, warum Gott so „grausam“ sein musste, um uns zu erlösen.

    Aber nicht er ist „grausam“ und „braucht Blut, bevor er gnädig ist“, sondern wir sind grausam und brauchen Blut. Nicht Gott hat seinen Sohn getötet, sondern wir waren es. Er musste unserer Blutrünstigkeit dieses Opfer bringen, um uns zu versöhnen.

    Aber genau dieser Tatsache will der eitle Mensch nicht ins Auge sehen – wir halten UNS für Opfer und WIR wollen Genugtuung für dieses harte Leben.
    Wir sind hart und hochfahrend und sehen nicht, wo wir stehen, und deshalb hat eine verkehrte und falsche Kirche auch die entsprechenden Verse entfernt.

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  2. Baldur sagt:

    Die Voraussetzung zu diese wunderbaren Verheißung:

    * Johannes 3,36: Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

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  3. Vitellia sagt:

    „Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
    doch seine Güte ein Leben lang.“

    Der wichtigste Satz!

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    • Genau, wenn wir als gläubige Katholiken in Umkehr- und Bußgesinnung sind!

      Schön erfahren zu haben, wie gnädig der liebe Gott ist! Was für Sünden habe ich schon begangen?! Sehr schwere! Und obwohl ich sie nicht gebeichtet hatte (aber dennoch guten Willens war), hat er mir in diesen Zeiten, in denen ich von diesen Sünden belastet war, dennoch in den unmöglichsten Situationen geholfen, was ich aufgrund meiner schweren Sünden gar nicht erwartet hätte! Wunder über Wunder! Wirklich:

      Was für ein LIEBER GOTT?!, ER ist so lieb und so gut!

      einer, der einen auch dann in Situationen hilft, wenn man nicht so ist, wie ER das will, aber man so sein will, wie ER das will!

      Was soll man noch Bestes über diesen wunderbaren Gott sagen?

      Eine Anekdote:

      Es war 2012! Ich ging in eine Krankenhauskapelle, um dort meine Gebete zu verrichten! Plötzlich überkam mich eine tiefe Depression, und ich wurde aus unerfindlichen Gründen tieftraurig, so dass ich zu Jesus und Maria sagte:
      „Tut mir leid! Ich kann jetzt nicht weiter beten. Ich habe Depressionen und muss nach Hause!“
      Ich ging hinaus und traf im Flur des Krankenhauses Fritz, einen Protestanten, mit dem ich hinaus ging. Wir plauderten ein wenig, und zum Schluss sagte ich zum ihm:
      „Gott segne Dich!“
      Einige Wochen später sah er mich wieder und sagte mir unter Tränen:
      „Stefan, ich muss Dir etwas erzählen, aber nicht jetzt!“
      Als dann dieses „später“ gekommen war, erzählte er mir, dass er sich an jenem Tag, als er mich im Krankenhaus getroffen hat, vom obersten Stock herunterwerfen wollte, doch wollte er sich vorher noch eine Zigarette rauchen. Dann hätte ich ihm: „Gott segne Dich!“ gesagt, und wegen diesem „Gott segne Dich!“ hätte er sich nicht mehr umbringen können! Unter Tränen hat er sich bei mir bedankt, er, Protestant, mir, einem Katholiken, gegenüber!

      Bitte sagt nicht mehr, ich sei Anti-Protestant! Das ist eine böswillige Lüge! Der liebe Fritz, dieser Protestant, ist dann einige Jahre später auf natürliche Weise von uns gegangen! Möge er im Frieden der Liebe Gottes ruhen! (Er ist zum Schluss auch zur Heiligen Messe gegangen!)

      Bitte verurteilt auch niemanden, der, wie ich, Depressionen bekommt wie oben genannt; denn meine Depressionen haben Fritz vor dem Selbstmord gerettet! Denn es gibt ja Menschen aus dem charismatischen Lager, die das tun! Depressionen und andere Leiden können Gottes Gnade und Kraft sein!

      Es gibt in meinem Leben der letzten Jahre noch ähnliche Begebenheiten, in denen Gott durch Leiden, die Er mir zuführte, anderen Menschen, die Hilfe benötigten, geholfen hat, ohne die diese Hilfe nicht möglich gewesen wäre. Scheut Euch also nicht davor, von Gott Leiden anzunehmen, sondern freut Euch darüber, da Gott durch Eure Leiden viel Gutes bewirken kann! Das ist meine Erfahrung! Und tragt immer sichtbar ein Kreuz auf Eurer Brust, da das vielen Menschen Segen bringt, auch jenen, von denen Ihr nichts wisst. Ein Beispiel:

      Ich saß einmal im Vorraum einer Krankenhauskapelle. Ich trug ganz offen ein großes ausgeprägtes Kreuz auf meiner Brust. Ein Mann kam herein und suchte händeringend nach einem Priester für seine im Krankenhaus gerade sterbende Mutter. Er dachte ich sei wegen dem Kreuz Priester, und bat mich, seiner Mutter die Sterbeskramente zu spenden. Ich musste verneinen, da ich kein Priester war. Niemand im Krankenhaus konnte ihm zuvor helfen, da kein Priester erreichbar war. Ich sagte zu ihm also: „Ich bin kein Priester, aber ich kann Ihnen helfen!“ Ich rief einen pensionierten Priester an, mit dem ich befreundet war; dieser ging sofort ans Telefon und sagte: „Ich bin gerade nach Hause gekommen! Ich komme gleich!“ In fünf Minuten kam er zum Krankenhaus. Der Mann war so hoch erfreut darüber! Als der Priester kam, hielt ich mich abseits, weil ich mich nicht weiter aufdrängen wollte. Doch der der Mann sagte zu mir: „Sie haben mir und meiner Mutter geholfen! Kommen Sie mit!“ Ich kam mit und durfte die Ehre haben, dem Priester bei der Krankensalbung zu assistieren! Welch eine EHRE!
      Und da war da noch eine andere ältere Frau, die totkrank im Zimmer schlafend lag und schwer atmete. Sie tat mir furchtbar leid, dass mir gleich die Tränen kamen. Ich bat den Priester, da etwas zu machen, und er salbte sie auch!
      So hat Gott durch mein Kreuz, das ich getragen hatte, so viel Gutes getan!
      Deshalb mein Apell: Tragt das Kreuz Christi auf Eurer Brust! Es wird vielen helfen, auch dann, wenn Ihr nichts davon wisst!

      Und: Wenn es Euch schlecht geht, dann bleibt trotzdem nicht zu Hause, dann geht hinaus zum Heiligtum Gottes! Trotzdem! Gott wird dann durch Euer Opfer viele Wunder wirken! Ich bin auch schwer krank. Und wieviele Wunder hat er durch mich aufgrund meiner Leiden gewirkt? Viele! Ein Fall:

      Mir ging es morgens um 9:00 körperlich sehr schlecht, furchtbar schlecht, und ich konnte nicht aufstehen. Ein Freund rief mich an, ob wir uns treffen könnten. Ich sagte: „Unmöglich!“ Kaum hatten wir das Gespräch beendet, überkam mich eine ungeheure Kraft, die mich drängte, zur Eucharistischen Anbetung zu gehen. Diese Kraft war so gewaltig, dass ich nicht anders konnte, als mich aus dem Bett, an dem ich gebunbden war, zu erheben, und dorthin zu gehen, obwohl es qualvoll war. Die Kraft war stärker als das Leiden! Ich wäre also normalerweise zu Hause im Bett geblieben. So aber konnte ich in die Stadt zur Kirche fahren, obwohl ich unterwegs dachte, jeden Moment zusammenzubrechen, da ich auch kaum Luft bekam. Ich geriet zwischendurch in Panik, konnte mich aber aufgrund des Dranges von Gott halten und kam an der Kirche an, wo ich mich erst mal auf dem Platz hinsetze. Gelobt sei Jesus Christus, dass ich dem Drang gefolgt war und nicht meiner Erkrankung! Denn kurz darauf kam eine Glaubensschwester, die ich nicht so gut kannte, und rief entsetzt von der anderen Straßenseite: „Stefan, wie gut, dass ich Dich treffe! Ich bin todkrank! Ich habe Krebs!“ – Das war kein Zufall, denn hätte ich sie in diesem richtigen Moment nichzt getroffen, hätte ich sie hinterher niemals mehr getroffen, und ich hätte sie nicht bis zum Tod begleiten können!

      Liebe Freunde! Scheut Euch nicht vor dem Leiden! Freut Euch darüber! Durch Euer Leiden seit Ihr als Christen mit Christi Leiden vereint und Gott wird durch Euer Leiden viel bewirken! Ob ihr dies seht oder nicht! Vieles, was Gott durch unser Leiden wirkt, sehen wir nicht. Ich hätte es, was Fritz betrifft, auch nicht gesehen, wenn Gott es mir durch Fritz nicht mitgeteilt hätte! Ich hätte nie erfahren, dass ER durch meine Depressionen, die ER mir plötzlich gab, Fritz geholfen hätte! … Tragt das Kreuz Christi auf der Brust, damit Ihr Menschen helfen könnt, auch dann, wenn Ihr es nicht wisst! Schon der Blick eines unerkannten Selbstmörders auf das Kreuz, das Ihr umhabt, kann dazu führen, dass er sich nicht umbringt! Tragt also das Kreuz!

      Lebt katholisch! Alls andere ist Lug und Trug!

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