EuroProLife zum Gebetszug für das Leben in Münster – SPD unterstützt Gegner

Am Samstag, dem 17.März 2018, findet der diesjährige Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben“ in Münster statt, der vom ökumenischen Gebetsnetzwerk „EuroProLife“ ausgerichtet wird.

Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr mit einer Ansprache auf dem St. Aegidii-Kirchplatz und startet um ca. 15 Uhr mit dem Gebetszug durch die Straßen der Stadt.

Im Einsatz für die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, den ungeborenen Kinder, fühlen wir uns in besonderer Weise dem Zeugnis des ehemaligen Bischofs von Münster, Clemens August Kardinal von Galen verpflichtet, der uns in seinem mutigem Eintreten für die unterschiedslose Würde und das Lebensrecht aller Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus ein leuchtendes Vorbild ist.

Mit Befremden nimmt der Veranstalter in diesem Zusammenhang die Forderung von münsterischen SPD-Politikerinnen zur Kenntnis, die eine ersatzlose Streichung der §§ 218 und 219a StGB fordern und zur Teilnahme am Protest gegen den seit 2003 stets friedlich verlaufenden Gebetszug aufrufen (vgl. WN vom 12.März 2018).

Mit ihrer Begründung, dass in einer pluralistischen, freiheitlichen Gesellschaft Frauen endlich selbst über ihren Körper bestimmen können müssten, verkennen sie die Tatsache, dass der Gesetzgeber dieses Selbstbestimmungsrecht der Frau nie in Frage gestellt hat. Er hat lediglich das uneingeschränkte Verfügungsrecht Dritter über Leib, Leben und Tod des wehrlosen, ungeborenen Kindes begrenzt. Um es mit der Stimme des Babys im Mutterschoß auszudrücken: „Mama, ICH bin nicht DEIN Körper!“

Unser Bundesverfassungsgericht legt das weltweit hochangesehene Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland so aus: “Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen menschlichen Leben zu. …im Sinne eines eigenen Lebensrechtes… Das Lebensrecht darf nicht…der freien, rechtlich nicht gebundenen Entscheidung eines Dritten, und sei es selbst der Mutter, überantwortet werden“ (Urteil v. 28.5.1993 zur Abtreibung).

Angesichts einer besorgniserregenden Entwicklung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass dem Tier- und Artenschutz eine immer größer werdende Bedeutung zukommt, gleichzeitig aber das Lebensrecht ungeborener Menschen zur Disposition gestellt wird, rufen wir alle Münsteraner sowie alle Menschen guten Willens dazu auf, am diesjährigen Gebetszug „1000 Kreuze für das Leben“ teilzunehmen und so für das Lebensrecht der Ungeborenen Zeugnis abzulegen.

Wolfgang Hering (Präsident EuroProLife)
Postfach 66 21 99 in 81218 München

Tel. 089-726 555 30 / Fax. 089-726 555 32


6 Kommentare on “EuroProLife zum Gebetszug für das Leben in Münster – SPD unterstützt Gegner”

  1. Vitellia sagt:

    Hilfe für Frauen in dieser Notlage wäre ebenso angebracht!
    Keine Frau macht sich so eine Entscheidung leicht und hat ihre Gründe. Wie sieht die finanzielle Unterstützung aus, wenn man bedenkt was ein Kind kostet.
    Meistens sind es junge Frauen (auch ältere mit Krankheiten wie Diabetes und starkes Übergewicht, oder Krebs und sie konnten die Pille nicht nehmen usw.)
    Aber junge Frauen in der Ausbildung und der junge Freund hat kein Geld und keine Lust, 18 Jahre Unterhalt zu zahlen und drängt oftmals die Freundin zur Abtreibung.

    Diese Probleme kennt Pro-Familia. Auf phoenix gab es eine Sendung, in der viele Frauen (eben auch aus Beratungsstellen), aber auch betroffene Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch dazu Stellung genommen haben.
    Eine junge Frau in der Ausbildung, viell. 19 oder 20 Jahre soll jetzt einkaufen mit welchem Geld?
    Kinderbettchen (wo aufstellen, wenn sie noch zu Hause wohnt in kleiner Wohnung), Wickeltisch, Badewanne, Kinderwagen, Babybekleidung, Fläschchen, Schnuller, Lätzchen usw. Wenn das Kind da ist, täglich teure Pampers, Babynahrung, weitere Bekleidung für das Kind das wächst.
    Das Geld hat sie nicht.

    Darüber sollten sich Lebensschützer Gedanken machen, sonst wird das nichts, dass die Frauen darauf hören. Man muss die Realität sehen.
    Verbote von Paragrafen bringen nichts. Die Frauen werden in die Illegalität getrieben. Früher waren es die Kurpfuscher.
    Heute könnten jederzeit auch Ärzte einen Schwangerschaftsabbruch anonym durchführen.
    Und dann würde es erst recht kriminell werden, weil sie große Summen von reichen Frauen kassieren könnten und nicht wie heute nur 450 Euro. (Eine Geburt kostet wesentlich mehr).
    Andere Frauen würden ins benachbarte Ausland gehen.

    Fazit: Lebensschützer dürfen und sollten Zeichen FÜR das Leben setzen mit diesen friedlichen guten Demonstrationen, aber auch überlegen, wie man betroffenen Frauen helfen kann und dies mitteilen!
    Auch diese Überlegung:
    Welche christliche Familie nimmt ein Kind in Pflege, wenn es die Mutter einer jungen Frau, die selber noch arbeitet, nicht aufziehen kann?

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    • Ester sagt:

      Bitte, Vitella, Sie übertreiben und haben, mit Verlaub, keine Ahnung, gebrauchte Babysachen kriegt man überall, die Caritas u.a. haben überquellende Lager, Pampers müssen auch nicht sein, und wenn die junge Frau zuhause wohnt, so muss sie keine Miete zahlen, wohnt sie außerhalb, kann sie Wohngeld beantragen. Dazu gibt es Erstaustattungbeihilfe und immer noch alle möglichen Vergünstigungen,
      weiter, sofern sie in der Ausbildung ist, kann sie Elternzeit beantragen und muss danach wieder genommen werden….
      Ich behaupte nicht, dass Kinder haben einfach sei, aber die Hilfe (egal von wem, Pro familia oder Lebenrechtsgruppen) sieht das Problem nicht richtig, das Problem ist, dass du heutzutage mit Kindern von allen Seiten als ein bisschen blöd angesehen wirst, und jeder meint, dir sagen zu müssen, wie du es machen sollst, dir aber keiner hilft.
      Und Hilfe ist, wenn du mit einem schreienden Kind an der Supermarktkasse stehst, dann einer sagt „Oh das ist gut für die Lunge und was für ein prächtiges Kind, Sie machen das ganz prima!“ und das auch so meint.
      Manchmal denke ich, man müsste Muttersein als vollen Beruf anerkennen, was es ja ist, und auch entsprechend honorieren (Mindestlohn für Mütter, das gäbe inklusive Nachtzuschlag und Sonntagszuschlag schon gutes Geld)
      Wobei das Hauptproblem die Verachtung der Kinder und die Verachtung der Mütter in diesem unserem Land ist, und weil das so ist, deshalb greifen all die Hilfen, die es durchaus gibt, nicht wirklich.

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    • Anonymous sagt:

      Sie, verehrte Vitellia, reden von Dingen, von denen Sie wohl keine Ahnung haben. Einfaches Mainstremgesülze! Wissen Sie, dass Sie bei jeder Lebensrechts-Organisation unbürokratische Hilfe bekommen, Vielleicht sollte man erst mal nachhaken und prüfen, was die Lebensrechts-Organisationen anbieten, um wirklich mitreden zu können. Die reden nicht einfach nur, sondern leisten Beistand sogar auch dann, wenn eine Frau abgetrieben hat und dann unter PAS leidet. Es gibt schon sehr viele Frauen, die sich dorthin gewandt haben und dann sehr froh waren, dass sie ihr Kind nicht – man könnte es jetzt drastisch sagen – abgetrieben haben. Kennen Sie die Geschichte von der Pflegedienstleiterin in einer Abtreibungsklinik in den USA, die keine Ahnung hatte, was bei der Abtreibung abläuft. Und als sie einmal dabei war, ihren Job sofort gekündigt hat und seither im Lebensschutz mitarbeitet. Du musst cool bleiben, sagt man heute den Kindern schon. Was heißt das anderes, als gefühllos werden. Das fördert das Zusammenstehen ungemein und daraus resultiert das Wegschauen, wenn einem anderen Menschen etwas zustößt. Denken Sie mal diese Zusammenhänge durch und fragen Sie sich, ob Sie das wirklich so sehen wollen. Wünsche Ihnen einen gesegneten Abend und einen erholsamen Sonntag. MfG

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  2. Erzengel sagt:

    Kein Wunder ist diese Entwicklung und der Hass auf Lebensschützer ! Normale Familien sind in diesem Land out und nicht mehr erwünscht. Wenn selbst Priester überlegen, Gleichgeschlechtliche nicht mehr auszugrenzen und in den Überlegungen, es denen nur Recht zu tun und lieber den Herrn Jesus und seine Gebote zu verraten, der braucht sich nicht wundern, daß das Normalste auf dieser Welt – nämlich Kinder – nun überflüssig werden. Und wenn die sogenannten Diener des Herrn so unterwegs sind, was schert das dann noch die Politiker ?
    Die machen eh‘ nur was sie wollen ! Wir sind denen alle egal !

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  3. Na klar! Wer auf Hitler-Kurs, also gegen „unwertes“ und „belastendes“ und „belästigendes“ menschliches Leben ist, der ist selbstverständlich gegen die Schützer allen menschlichen Lebens! Wieso gehört die SPD dazu? Rot-verkleidete Nazis?

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