Medjugorje: „Maria“ verkündet die Allerlösung

Von Felizitas Küble

Jene erscheinungsfrommen Katholiken, die  –  durchaus zu Recht – mit dem Progressismus und theologischen Liberalismus nichts am Hut haben, können anscheinend die offensichtlichen Irrlehren der „Madonna“ von Medjugorje problemlos schlucken, handelt es sich doch um angebliche „Botschaften des Himmels“.

Zur Seherschar dieser kirchlich nicht anerkannten Erscheinungen gehört die Visionärin Mirjana Dragicevic-Soldo, eine verheiratete Familienmutter aus der Pfarrei Medjugorje (Bosnien-Herzegowina). 

Jetzt hat das Medjugorje-Zentrum die „Jahresbotschaft“ veröffentlicht, welche der Seherin stets am 18. März (ihrem Geburtstag) zuteil wird.

Wir zitieren den vollen Wortlaut der heutigen „Marienpredigt“:

„Liebe Kinder! Mein irdisches Leben war einfach. Ich liebte und freute mich an kleinen Dingen. Ich liebte das Leben – das Geschenk von Gott – obwohl Schmerz und Leid mein Herz durchbohrt haben.

Meine Kinder, ich hatte die Kraft des Glaubens und des grenzenlosen Vertrauens in die Liebe Gottes. All jene, die die Kraft des Glaubens haben, sind stärker. Der Glaube bewirkt, gemäß dem Guten zu leben, und dann kommt das Licht der Liebe Gottes immer zum gewünschten Moment. Das ist die Kraft, die in Schmerz und Leid unterstützt.

Meine Kinder, betet für die Kraft des Glaubens und vertraut auf den himmlischen Vater und fürchtet euch nicht.

Wisset, dass keines der Gottesgeschöpfe verloren gehen wird, sondern für immer leben wird.

Jeder Schmerz hat sein Ende und dann beginnt das Leben in der Freiheit dort, wo alle meine Kinder hinkommen, wo alles zurückgegeben wird. Meine Kinder, euer Kampf ist schwer. Er wird noch schwerer, ihr aber, folgt meinem Beispiel. Betet für die Kraft des Glaubens; vertraut auf die Liebe des himmlischen Vaters.

BILD: Das fundierte BUCH „Der Medjugorje-Betrug“ (570 Seiten) gibt es bei uns zum Sonderpreis von 15,80 € (statt des Ladenpreises von 19,80 €)

Ich bin bei euch, ich offenbare mich euch, ich ermutige euch. Mit unermesslicher mütterlicher Liebe liebkose ich eure Seele. Ich danke euch.“

Abgesehen von der sentimentalen Kitsch-Sprache fällt auf, daß hier nirgendwo von Christus die Rede ist. Doch die Krönung des Irrtums ist zweifellos die Behauptung, daß „keines der Gottesgeschöpfe verloren gehen wird, sondern für immer leben wird.“

Damit leugnet diese vermeintliche Himmelsmutter die Existenz der Hölle, die biblisch eindeutig bezeugt ist –  und sie widerspricht damit Christus, der die Menschen mehrfach eindringlich vor der ewigen Verdammnis bzw. Verlorenheit warnte. Daher kann es sich bei diesem Erscheinungsphantom keineswegs um die Mutter des HERRN handeln.

Quelle: http://89583.eu1.cleverreach.com//m/7036149/596291-ec7b2dcbb37a32429a72efa259d573fb

 

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12 Kommentare on “Medjugorje: „Maria“ verkündet die Allerlösung”

  1. IBIF sagt:

    Sie kritisieren den Satz: „Wisset, dass keines der Gottesgeschöpfe verloren gehen wird, sondern für immer leben wird.“

    Mir erscheint dieser Satz – in sich – bereits Unfug, da sich die beiden, in Gegensatz gestellten Aussagen (nicht verloren gehen/für immer leben), keineswegs ausschließen. So mag man auch in der Hölle für immer leben.

    Was also will hier „verloren gehen“ überhaupt heißen? Können solche unklaren bis im Grunde schon wirren Aussagen wirklich von der Gottesmutter stammen?

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  2. A. Nickmann sagt:

    @ Jorge: KKK 1033 ff.

    DA steht die kath. Lehre von der Hölle.

    U.a. heißt es da unter 1036: „Die Aussagen der Heiligen Schrift und die Lehren der Kirche über die Hölle sind eine Mahnung an den MENSCHEN (Hervorhebung von mir), seine Freiheit im Blick auf sein ewiges Schicksal verantwortungsvoll zu gebrauchen. Sie sind zugleich ein eindringlicher Aufruf zur Bekehrung: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn“ (Mt 7,13-14).

    „Da WIR (ebenfalls Hervorhebung v. mir) weder Tag noch Stunde wissen, müssen WIR (ebenfalls Hervorhebung v. mir) auf die Ermahnung des Herrn hin standhaft wachen, damit WIR (ebenfalls Hervorhebung v. mir), wenn UNSER (ebenfalls Hervorhebung v. mir) einmaliger irdischer Lebenslauf erfüllt ist, mit ihm zur Hochzeit einzutreten und den Gesegneten zugezählt zu werden verdienen und uns nicht wie bösen und faulen Knechten geheißen wird, ins ewige Feuer zu weichen, in die Finsternis draußen, wo ‚Heulen und Zähneknirschen sein wird“ (LG 48).“
    (kopiert v. http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P2U.HTM)

    @Seppi:
    „Dann stellt sich die Frage, wieso die zweite göttliche Person, der Erlöser und Retter, Jesus Christus, die Ewigkeit verlassen hat, um Mensch zu werden und durch grausame Folter und Kreuzigung zur Sühne der Sünden für mich und der gesamten Welt zu sterben. Was hat dieses göttliche Opfer dann für einen Sinn gehabt, wenn alle Menschen in den Himmel kommen.“ Wohl wahr. Bevor ichs vergess: Alles Gute zum Namenstag

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    • Vitellia sagt:

      @ A. Nickmann,
      Ihr Beitrag ist gut.
      Es gibt aber im AT einen Satz, den Sie geschrieben haben und ich jetzt extra erwähne, weil er mich jedesmal viel mehr zum Schmunzeln bringt als zur Angst vor der Hölle:
      “ …Dort wo Heulen und Zähneknirschen sein wird.“
      ————-
      Man staune:
      Ich denke, die armen Seelen haben ihr Gebiss als Leiche im Grab hinterlassen und können nicht mehr mit den Zähnen knirschen, lach.
      Sie heulen auch nicht wie die Wölfe oder wie kleine Kinder. Die Seelen haben keine Augen und keine Nase und brauchen kein Taschentuch.
      Also, so eine alberne Aussage, smile
      Denken sollte man auch dürfen, so lange man noch lebt, oder?

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    • J. WalfischSchnucki sagt:

      der Sinn könnte die Rettung der Menschen sein!, also der Anschluss an die weiter und weiter vorschreitenden Götter. Der Mensch ist damals schon tiefer in die Materie gefallen als ursprünglich beabsichtigt wohl.

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  3. Vitellia sagt:

    Ach, du meine Güte, wenn ich „Medjugorje“ bloß schon lese.
    In diesem Hinterdorf an der Grenze zu Kroatien hatten schon in den 80iger Jahren viele Einwohner Marienerscheinungen! Dafür ist das Dorf bekannt.

    Vor längerer Zeit las ich darüber (in welcher Zeitung, weiß ich nicht mehr) einen ausführlichen Bericht. Überwiegend einfältige Frauen waren es wie diese Schwätzmarie. Aber auch manche Männer berichteten von Erscheinungen. Nachts im Traum??
    Das kann ich mir denken, wie das lief, wie eine Verschwörungs*theorie*. Eine hat es der Anderen erzählt, jede dichtete noch etwas dazu und bildete sich auch ein, Maria, die Mutter Jesu sei ihr erschienen.
    Solche einfältigen Leute gibt es immer, falsche Propheten auch.
    Aber der Papst hat mehr im Kopf und fällt auf so einen Schwindel nicht rein.

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  4. Dorrotee sagt:

    Ja, ich stimme Ihrer letzten Ausführung über die Medju-Botschaft zu. Die vermeintliche Himmelsmutter widerspricht damit der Botschaft Christi.
    Ob wohl viele Medju.-Anhänger nun wach werden und sich endgültig von Erscheinungen und Botschaften distanzieren?
    Ich habe da wenig Hoffnung.
    Viel zu lange wurde von Rom aus diese Geschichte laufen gelassen. Man muss schnell reagieren bei solchen Phänomenen. Nun gibt es schon weltweit die Medju-Anhänger-Schar.

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  5. Gerd sagt:

    „Meine Kinder, euer Kampf ist schwer. Er wird noch schwerer, ihr aber, folgt meinem Beispiel. Betet für die Kraft des Glaubens; vertraut auf die Liebe des himmlischen Vaters.“

    Warum noch kämpfen und beten, wenn wir doch beim Vater sein werden?

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  6. Jorge sagt:

    So ungewohnt das klingen mag, „Maria“ hat hier durchaus Recht und verkündet nur die katholische Lehre, wie sie bspw. auch der römische Exorzistenlehrer Pedro Barrajón erklärt hat (http://www.kath.net/news/35078): Die Hölle ist nicht für die Menschen gedacht, sondern für Satan und sein Gefolge. Dass sich letztlich keine „Gottesgeschöpfe“ (gemeint sind damit wohl Menschen, die etwas unklare Redeweise muss man der Seherin nachsehen) in der Hölle befinden werden, sondern ausschließlich Dämonen, liegt also durchaus im Bereich des im Katholizismus denkbaren Möglichen. Evangelikale sehen das vielleicht anders.

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    • Seppi sagt:

      Dann stellt sich die Frage, wieso die zweite göttliche Person, der Erlöser und Retter, Jesus Christus, die Ewigkeit verlassen hat, um Mensch zu werden und durch grausame Folter und Kreuzigung zur Sühne der Sünden für mich und der gesamten Welt zu sterben. Was hat dieses göttliche Opfer dann für einen Sinn gehabt, wenn alle Menschen in den Himmel kommen.
      Tuet Busse und kehret um. Tut, was er euch sagt. Nehmt euer Kreuz auf euch und folget mir nach. Geht, predigt das Reich Gottes und tauft die Menschen im Namen der Dreifaltigkeit.
      Das Kreuz ist der Schlüssel zum Himmel. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen.
      Maria zeigt uns den Weg zu Jesus. Sie ist die Gnadenvermittlerin und Fürsprecherin. Sie ist der Sitz der Weisheit. In ihr wurde der Sohn Gottes Mensch.Sie ist erfüllt vom hl. Geist, seine Braut.
      Gepriesen sei der heilige Name Jesus, die Unbefleckte Empfängnis Mariens, ihr seliger reinster Bräutigam, der heilige Joseph.

      Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer nicht an mich glaubt, kommt nicht zum Vater. Sind somit alle Menschengeschöpfe erlöst. Es sind die getauften Kinder Gottes, die im Gnadenstand sind, dh. ohne Sünde, die in einem strahlendweissen Taufkleid vor dem Richter stehen, diedie in den ewigen Himmel einziehen dürfen.
      Die Zahl der Geretteten wird klein sein. Werde ich noch Glauben finden, wenn ich wiederkomme?

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      • Jorge sagt:

        Den ersten Absatz finde ich unlogisch, insbesondere die abschließende Frage ist m.E. widersinnig („Was hat dieses göttliche Opfer dann für einen Sinn gehabt, wenn alle Menschen in den Himmel kommen.“). Das göttliche Opfer hat in dieser (ohnehin eher evangelikal angehauchten) Sichtweise doch eben gerade den Sinn, dass die Menschen in den Himmel kommen (können). Ob das viele, alle oder nur ganz wenige schaffen, tut im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit des Opfertodes doch gar nichts zur Sache.

        Die folgenden Absätze (die weniger satisfaktionstheoretisch und stärker auf das Vorbild und die Wegfunktion des Erlösers abzielen) tragen zu der hier diskutierten Frage nicht viel bei.

        Nur das letzte Logion birgt in der Tat einen gewissen Dämpfer. Das reiht sich aber gut in die sonstigen Warnsprüche ein, die Jesus wohl aus seiner Zeit als Täuferjünger aufgeschnappt hatte. Immerhin glaubte Jesus ja auch an eine nahe Endzeit und dachte insoweit zu kurz und nicht so grundsätzlich wie wir heute.

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      • Anonymous III sagt:

        er zitiert verschiedene Stellen mit verschiedenen widersprechenden Aussagen

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