Ein Aktionsplan gegen Pornosucht ist angesagt

Mathias von Gersdorff

In regelmäßigen zeitlichen Abständen lieben es unsere Politiker, sich über das Internet zu empören. Zuletzt war das soziale Netzwerk Facebook dran.

Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) bezeichnete die Sicherheitslücken bei der Speicherung von Daten als eine „Gefahr für die Demokratie“, denn „Meinungen könnten dadurch manipuliert werden.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt vor der Bildung von „Parallelwelten“ und der „Verbreitung von Verschwörungstheorien“. Innenminister Horst Seehofer ist über Facebook „empört“ und kündigt „rechtliche Konsequenzen“ an.

Diese Panikmache, Heuchelei und Verstellung verschlägt einem die Sprache angesichts der Tatsache, dass diese Politiker seit Jahren hinnehmen, dass das Internet von gefährlichen und jugendgefährdenden Inhalten geradezu überschwemmt wird.

Mit katastrophalen Folgen für die Kinder: Extremste Formen von Pornographie durchdringen aufgrund der Omnipräsenz des Internets immer mehr das Leben immer jüngerer Kinder.

Diese gewaltige moralische Katastrophe spielt sich in unserer unmittelbaren Umgebung ab!

Deshalb möchte ich Sie bitte, heute an diese Politiker zu appellieren und von Ihnen zu fordern, dass sie einen „Nationalen Aktionsplan gegen Pornographie“ aufstellen:

http://www.aktion-kig.org/kampagnen/aktionsplan-gegen-pornographie/

Einige Fakten, um diese wahre Pornoflut fassbar zu machen:

  • Allein in Deutschland schätzte man schon im Jahr 2005 – also vor dem Porno-Boom im Internet – die Anzahl von Süchtigen auf 500.000.
  • Immer jüngere Kinder werden süchtig und gar kriminell. Schon Vierjährige (!) imitieren die Szenen aus Filmen und missbrauchen dabei andere Kinder.
  • Kein Wunder, dass inzwischen Therapeuten und Psychologen Alarm schlagen: Die Pornosucht und andere mit der Pornographie verbundene Erkrankungen (wie etwa sexuelle Dysfunktionen) breiten sich wie eine Seuche aus, vor allem in der Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist.

Noch zu wenigen Mitmenschen ist bewusst, in welcher Gefahr sich unsere Kinder, unsere Jugendlichen, unsere Familien und eigentlich unsere ganze Gesellschaft befinden.

Die Zahlen, Zeugnisse von Ärzten und wissenschaftlichen Untersuchungen, die den Schaden der Porno-Welle im Internet belegen, sind erdrückend:

Die britische „National Society for the Prevention of Cruelty to Children“ schätzt, dass etwa 10 Prozent der britischen 12- bis 13-Jährigen pornosüchtig sind. Eine Studie der „University of East London“ ergab, dass 20 Prozent der 16- bis 20-Jährigen pornosüchtig sind.

Bei dieser Gefahr für die Kinder geht es nicht nur um einen extremen moralischen Angriff auf die Heranwachsenden (was schon schlimm genug wäre). Nein, es geht um einen schwerwiegenden Angriff auf die körperliche und psychische Gesundheit:

  • Heute weiß man, dass Pornographie in ähnlicher Weise süchtig macht wie Heroin – mit dem gravierenden Unterschied, dass Pornographie nahezu überall und zu jeder Stunde verfügbar ist!
  • Das Max-Planck-Institut fand in Studien heraus, dass sich die Gehirnmasse in der gleichen Weise ändert und reduziert, wie das bei Heroinsüchtigen geschieht.
  • Der Verhaltenswissenschaftler Ralph DiClemente, der eine 3-Millionen-US-Dollar Studie an der „Emory Universität in Atlanta“ geleitet hat, sagt unmissverständlich: Pornographie verdirbt die Weltanschauung und die Beziehungsfähigkeit von Kindern.
  • Dr. Mark Sossin von der New Yorker Association of Early Childhood and Infant Psychologists erklärt, dass Pornographie dem Kind seine Fantasie geradezu raubt und sie durch die Porno-Bilder ersetzt.

Dass diese Tatsachen zu einer Kriminalisierung führen können, ist hinlänglich bekannt.

BILD: Einer der Bücher unseres Autors M. von Gersdorff: „Die sexuelle Revolution erreicht die Kinder“

Kein geringerer als Johannes-Wilhelm Rörig, Bundesbeauftragter für Fragen des sexuellen Missbrauchs, erklärte im Jahr 2013:

„Wir verzeichnen einen Anstieg von sexuellen Übergriffen von Jugendlichen auf Kinder bis hin zu Vergewaltigungen. Das liegt auch daran, dass Kinder und Jugendliche heute durch das Internet leichter an Pornographie herankommen und die Hemmschwellen durch die massenweise Verbreitung in den neuen Medien immer mehr abnehmen.“

Unser Aufschrei, unser Alarmruf muss dermaßen laut sein, dass alle Menschen, vor allem solche in entscheidenden Positionen, die Dringlichkeit des vorliegenden Problems erkennen.

Bauen wir zusammen diese große Anti-Porno-Front auf: Unterschreiben Sie bitte heute noch das Bürgermandat „Deutschland braucht einen Aktionsplan gegen Pornographie“, um das Bewusstsein für die Gefahren, denen wir gegenüberstehen, zu wecken: http://www.aktion-kig.org/kampagnen/aktionsplan-gegen-pornographie/

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4 Kommentare on “Ein Aktionsplan gegen Pornosucht ist angesagt”

  1. Baldur sagt:

    Leider verordnet der Staat schon den Kindern in Kitas und Schulen den Porno-Unterricht. Milliarden von Videos und Bildern mit entsprechendem Inhalt kann heute jeder auf dem Handy empfangen. Dann wundern sich die Leute über die zahlreichen sexuellen Übergriffe bis zum Mord! Bei den Google-Nachrichten dürfen anzügliche Beiträge auch nicht fehlen. Alles staatlich sanktioniert. Das soll angeblich die neue Freiheit sein, die uns die Regierung schenkt. Alles zum Wohl der Kinder und der Familien. Und diejenigen, die dagegen sind, werden dann als verklemmte Ewiggestrige beschimpft!

    Und wo gehen die Kirchen gemeinsam dagegen auf die Barrikaden?

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  2. Das ganze Chaos auch um den Pornographie-Mist ist doch so gewollt! Ekelhaft! Mir wird Kotzübel!
    Und das kommt von der Pyramiden-Gesellschaft, deren ausführende Organe die regierenden Politiker sind!
    Merkel gehört zu den Bilderbergern, die ihr auftragen, zu tun, was sie wollen. Und die Bilderberger gehören zur Pyramide!
    Deshalb wird Merkel nichts tun, was die Bilderberger … nicht wollen. Auch dann nicht, wenn die meisten Bürger gegen sie sind! Das ist ihr dann egal. Denn sie weiß, dass in der Politik eh nur das geschieht, was von den Bilderbergern kommt, die wiederum Handlanger anderer Pyramidler sind, die über ihnen stehen!
    Die wollen New-World-Order!

    Eine Anekdote:

    Vor Jahren wartete ich auf unserem Busbahnhof auf einen Bus. Jugendliche von etwa 14, 15 Jahren waren dort. Einer zeigre dem anderen einen Pornoakt im Smartphone. Ich bekam es mit und sprach sie an: „Na, was habt Ihr denn da Schönes!“ – Antwort: „Boah! Guck Dir die Olle mal an!“ – „Ach Du meine Güte“, sagte ich, „und? was habt Ihr jetzt von der?“ – Die stutzten, überlegten, was sie sagen sollten, sagten dann, sie hätten nichts von ihr, aber eine solche in der Disco würden sie schon finden!

    Was für eine verkommene Jugend! – Von den Linken so erzogen! Kein Wunder, dass es zu Schlägereien und zu Vergewaltigungen kommt!

    Wir haben seit den 68ern perverse Regierungen!

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  3. Dorrotee sagt:

    Habe direkt bei dieser Kampange mitgemacht.
    Hoffentlich bewirkt es was.
    Pornograpfhie ist so menschenverachtend.

    Ich schaue weg, sobald mir solch ein pornographisches Bild unerwartet vor den Augen steht.

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  4. J. WalfischSchnucki sagt:

    Endlich mal eine Aktion! Ein Hilfeschrei. Doch wer vermittelt die menschlichen Inhalte und den christlichen Glauben, der letztendlich einzig überwinden hilft? und so dass sie einen jeden Menschen erreicht.
    Moderne spirituelle Gemeinschaftsbildungen haben ja schon gute Umsetzungen, aber die große Menge nicht. So eine Aktion wie oben könnte eine gesellschaftliche Aktion sein, an der alle mit ziehen.
    Die ehemaligen DDR-Bürger kennen ja bestimmt noch die energische und kompromisslose Vorgehensweise schon auf den Schulhöfen gegen die Diskriminierung und Entwürdigung der Frau. Das gibt es aber nicht mehr.
    Den kosmischen Kampf und den Fall der Geister möchte bestimmt auch niemand hier als Erklärung und als Ursache dieses Phänomens anführen. Bleibt nur noch der Kampf des einzelnden mit den Möglichkeiten der Selbstdisziplin/-erziehung.
    Die Jungsche Analytische Phsychologie hatte oft schöne empirische Begriffe wie: „Überschwemmung des Bewusstseins“ und wie einige wenige stillschweigend wissen, ist Bessenheit ein Problem, wo das Böse bis ins körperliche Reagieren Hilfestellung gibt, dem Betroffenen abnötigt, jedenfalls im Kindesalter NOCH. Also die Prophylaxe und Prävention auch die Gewohnheitsbildung ausschließen muss. Dazu bräuchten wir außerdem einen heiligen Geist auf gesellschaftlicher Ebene, der die Situation so schafft und erleben lässt, dass sich Menschen überhaupt gemeinsam und erfolgreich helfen können. Kinder und Jugendliche haben noch einen Gemeinschaft-sinn, dieser muss ausgeprägt und entwickelt und erhalten + erlebt werden!
    Psychologisierter Realismus hilft letztendlich nicht und erreicht nicht diese religiöse Sinn-Ebene im Menschen. Er kann Mängel, Grenzen des phsychologischen Erkennens und den Ernst der Lage aufzeigen. Phsychologie MUSS letztlich vom einzelnen überwunden werden innerhalb der Entwicklung ,um zum einzig hilfreichen Geist zu kommen. Das innere des Menschen bewahrt das Gehimnis der Gemeinschaft. Das wird zum Lebensweg.

    Was hilft einem Menschen, der mit der Nacktheit umgehen kann, ohne das sie stört oder irritiert? der diese Art von Erstarrung der Frau im Bild sogar liebevoll und ohne „Anfälligkeit“
    „überlebt“, also praktisch widersteht!? Das Kind in seiner Zuflucht zur Phantasie diese Realität jedoch nicht verarbeitet, weil die Phantasie arbeitslos und korrumpiert im Endeffekt.
    Das wahre Betrachten als ewige religiöse Hingabe und Vorgang geschieht auf anderer Bildebene, diese ist meist fließend und damit schwanger-von-Bildlichkeit. Bilder, die niemand sieht – machen glücklich. Betrachten als freier Vorgang – schenkt erlebenes FreiSein.

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