Bischof Voderholzer würdigt den katholischen Polizisten und Helden von Trèbes

14 Stationen säumen den Kreuzweg vom Regensburger Steinweg hinauf zur Dreifaltigkeitskirche. Zahlreiche Regensburger waren am Abend des Palmsonntags der Einladung von Bischof Rudolf Voderholzer gefolgt, mit ihm den Kreuzweg hinauf zur Regensburger Dreifaltigkeitskirche zu beten.  

Auf dem Berg angekommen, sprach der Oberhirte zu den Gläubigen. Dabei erinnerte er an den getöteten französischen Polizisten Arnaud Beltrame.

In Frankreich wird er als Held gefeiert, weil er sich am Freitag bei dem mutmaßlichen islamistischen Terroranschlag auf einen Supermarkt im südfranzösischen Trèbes freiwillig gegen eine weibliche Geisel eintauschen lässt.

Die Situation eskaliert, Beltrame wird schwer verletzt, später verstirbt der 45-Jährige im Krankenhaus ebenso wie der Geiselnehmer und zwei weitere Personen.

„Inmitten der Hölle dieses Geschehens blitzt ein Licht auf, das in seiner Größe und Menschlichkeit sprachlos und andächtig macht und für mich etwas vom Ostergeheimnis sichtbar macht“, erklärt Bischof Rudolf Voderholzer: „Da ist ein Mann, der im vollen Bewusstsein der möglichen Konsequenzen für jemand anderen sein eigenes Leben einsetzt!“

Bei allem, was man in den Medien lese, handelte es sich bei Beltrame um einen praktizierenden Katholiken, der für den Sommer seine kirchliche Hochzeit geplant hatte. Ein Priester spendete ihm auf dem Sterbebett die Krankensalbung und ihm, zusammen mit seiner Braut, den Brautsegen.

Seine Witwe, die wohl ein großes Opfer vollbringen müsse, verdiene unsere größte Anteilnahme, erklärte der Bischof – und erläuterte weiter: 

„Das Lebensopfer des Arnaud Beltrame ist nicht nur ein Beispiel für militärische Tugenden, sondern macht etwas sichtbar vom Geheimnis des Daseins für andere, der Stellvertretung, die im Zentrum der christlichen Erlösungsbotschaft steht. ‚Es gibt keine größere Liebe, als wenn jemand sein Leben hingibt für seine Freunde‘, sagt Jesus im Abendmahlssaal in Hinblick auf den ihm bevorstehenden Tod am Kreuz.“

In Trèbes habe ein Polizist sein Leben geopfert und auf diese Weise nicht nur eine Geisel befreit, sondern vermutlich noch viel größeres Unheil verhindert:

„Im Licht des Glaubens dürfen wir in ihm einen wahren Märtyrer sehen, einen Zeugen für die Welt verwandelnde Kraft der Liebe Gottes, die im Kreuz Christi vollends sichtbar geworden ist. Das Geschehen zeigt, dass die Wehrlosigkeit und Selbstlosigkeit der Liebe machtvoller und kraftvoller strahlt als alle Feuerwaffen. Wir dürfen zuversichtlich sein, dass sein Lebensopfer Segen bringen wird.“

Lesen Sie hier die Predigt des Bischofs im Wortlaut.

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de/news/via-crucis-bischof-voderholzer-gedenkt-des-getoeteten-polizisten-von-trebes-5945/

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3 Kommentare on “Bischof Voderholzer würdigt den katholischen Polizisten und Helden von Trèbes”

  1. zeitschnur sagt:

    Noch ein Nachtrag: Was ich damals sehr und mehr als merkwürdig fand, war, dass britische Medien (BBC am 13.11. 2017) berichteten, die US-Army (zusammen mit Briten und Kurden) hätten IS-Kämpfer, darunter die gefährlichsten und brutalsten, aus Rakka entkommen lassen, kurz bevor die Russen angerückt seien. BBC spricht von einem „Dirty secret“ und man darf sich sein Teil dazu durchaus denken. Aber in deutschen Medien liest man sowas natürlich nicht. Das wirkt so, wie es wahrscheinlich ist: diese „IS“-Kämpfer waren Söldner des Westens, daher musste man sie in Sicherheit bringen.
    Wer weiter träumen will vom bösen IS und dem lieben, ihm entgegenstehenden Westen, der lese es selbst: http://www.bbc.co.uk/news/resources/idt-sh/raqqas_dirty_secret

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  2. zeitschnur sagt:

    Ja, das ist bewegend und überzeugend! Meine höchste Achtung vor diesem Mann möchte ich aussprechen! Gott segne ihn und seine Witwe und die verwaiste Mutter.

    Die Täter des Terroranschlags sind in jedem Fall Muslime.aut „Bild“ sei es „ISIS“-Terror. Ich wundere mich darüber, dass nach Jahren der Sprachregelung „IS“ nun plötzlich wieder von „ISIS“ die Rede ist. Mein ungutes Gefühl, dass diese Terrorvereinigung eine künstliche Einrichtung ist und nicht aus Versehen den Namen der ägyptischen Totengöttin trägt, hat mich nie verlassen.
    Die Informationen über den ISIS sind widersprüchlich und weichen weit voneinander ab. Dabei wiegeln die US-Informanten sowohl deren Waffen- und Truppenstärken ab, als sie auch so tun, als hätte diese Vereinigung ihre Waffen samt und sonders aus dem ehemaligen Warschauer Pakt. Faktum ist aber, dass sich die Gründer in einem amerikanischen Gefängnis zusammenfanden und unter der Aufsicht der Amerikaner ohne Hindernis aufstellen konnten.

    Der spätantike Isis-Kult, der im gesamten römischen Reich zahlreiche Anhänger hatte, stammt aus dem alten babylonischen Kontext, also dem Raum, der heute „Irak“ heißt und gelangte von dort aus u.a. auch nach Ägypten und von dort aus verteilte er sich global in neuen Gesichtern, aber den alten Merkmalen. Die antiken Isis-Darstellungen sind der Protozyp späterer Madonnenfiguren. Ebenso trägt die katholische Maria zahlreiche Merkmale der Isis, sei es die ewige Jungfräulichkeit, sei es der Titel „theotokos“, sei es das Merkmal der Schutzherrin der Seeleute etc.
    Isis hat allerdings keinen Selbststand, sondern ist stets gepaart mit ihrem Sohn und ihrem Mann, die in gewisser Weise identisch sind (Isis-Horus-Osiris=IHS).

    Das sind alles so viele „Zufälle“ im heutigen Irak, dazu die Undurchschaubarkeit, woher diese Terrorgruppe eigentlich wirklich kommt und was sie ausdrücken soll, ist sie doch wahabbitisch, zugleich aber lehnt der Ober-Herr der Wahabbiten sie als „unislamisch“ ab.

    Das passt alles nicht zusammen. Während der Flüchtlingskrise 2015 kamen Gerüchte aus dem österreichischen Geheimdienst auf, die USA bezahlten die Schlepperbanden und rekrutierten auch die „Flüchtlinge“, ebenso wie sie den „IS-Terror“ inszenierten. Wer als Flüchtling kam, hatte meist keinerlei Beziehung zu einem angeblich vom IS kontrollierten Gebiet, wer aber aus dem Gebiet kam, war seltsamerweise kaum Christ und Jeside, dafür kamen aber jede Menge muskelstarker junger Muslime, über deren fehlende Pässe, aber irgendwo doch angemeldete Smartphones ich bis heute noch nirgends eine überzeugende Erklärung gefunden habe…

    Die Täter dieses Attents nun sind wieder Jugendliche gewesen, junge Idioten, die man für solche Untaten rekrutieren kann, denn ein etwas Älterer macht so etwas nicht so einfach mehr mit.
    Da stimmt doch hinten und vorne alles nicht. Und ich habe allmählich diese Desinformationspolitik so satt, dass ich schreien könnte.
    Eines ist aber sicher: die Finsternis ist am Wirken, und sie ist beileibe nicht nur islamisch.

    Dass Papst F. nun den Märtyrer lobt, ist ja schön und gut, aber wo hört man ihn sonst, wenn es um die vielen Opfer anderswo geht? Oder gibt es sie gar nicht, erliegen wir einem riesigen Fake, und der Papst schweigt, weil es schlicht den IS in der Form, wie uns erzählt, aber nie bewiesen wird, im Irak so gar nicht?!
    Nachdem ich hörte, dass unsere Journalisten ihre Infors alle aus einer Briefkastenfirma abholen und in aller Regel niemals vor Ort fahren oder von dort aus berichten, die Fotos aus anderen Zusammenhöngen stammen oder alte Filme früherer kriegerischen Konflikte sind, war ich vollends verwirrt und glaube niemandem mehr auch nur ein Wort. Dies verstärkte sich, als ich von verschiedenen Syrern in Deutschland und Frankreich hörte, es sei in ihrem Land doch gar nicht so, wie es behauptet würde – weder stelle sich das Volk gegen Assad, noch seien die Terror-Milizen dort so unterwegs, wie es uns erzählt wird. Das sei Fake.

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  3. Vitellia sagt:

    Ein sehr trauriges Ereignis für diesen mutigen Polizisten. Eine ebenso schöne Würdigung für ihn von Bischof Vorderholzer.
    Für die Braut des Polizisten ein Schock und große Trauer um den geliebten Menschen. Sie wird ihn nie vergessen.
    Alles wegen dieser Widerlinge mit ihren schmutzigen Messerattacken. Viele Massenmörder, die sich in die Luft sprengten, oder mit dem LKW Menschen töteten.
    Wann gibt es von Imamen eine Würdigung für die Toten?
    Wann von der Politik eine Würdigung wie von Bischof Vorderholzer für den Polizisten?

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