Karfreitags-Liturgie im Regensburger Dom

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat heute die Karfreitagsliturgie im Dom St. Peter in Regensburg zelebriert.

Es ist eine nüchterne Liturgie, in der des Todes Christi gedacht wird. Gottes Heilswerk wird auf beinahe beklemmende, aber durchaus nicht hoffnungslose Weise deutlich.

Das aufgestellte Kreuz wird als Zeichen des Heils verehrt. Zuvor tragen Domspatzen die Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Johannes vor. Streng ist die Liturgie, insofern keine Orgel ertönt und auch die Glocken verstummt sind – während des Gottesdienstes am Gründonnerstag haben sie zum letzten Mal geläutet.

Passend zur großen Stille am Karfreitag, der auch staatlicherseits ein stiller Feiertag ist, verharren die Glocken ebenfalls regungslos.

Nur menschliche Stimme in Lesung, Gebet, Gesang und Predigt ist im Gottesdienst zu vernehmen. Ganz zu Beginn der Feier verharren Bischof und Diakon ebenerdig ausgestreckt zum Gebet – als Demutsgeste angesichts des Heilsgeschehens, in dem Gott seinen einzigen Sohn dahingegeben hat. .

Der Bischof deutete in seiner Predigt die biblische Lanzenstich-Szene, wonach ein Soldat Jesus am Kreuz mit der Lanze die Seite durchstieß. Es flossen Blut und Wasser hervor. Durch die Sakramente ist Christus für alle Zeiten gegenwärtig. Das Wasser steht für die Taufe, das Blut für die Eucharistie.

Sodann erinnerte der Bischof an Arnaud Beltrame: er wurde umgebracht, die Geisel aber lebt. Beltrame war der heldenhafte Polizist, der sich bei der Geiselnahme vor einer Woche in Südfrankreich dem Attentäter auslieferte und von diesem hingerichtet wurde.

Die Antwort des Menschen auf Gottes Hingabe am Kreuz kann bis zum eigenen Lebensopfer gehen, so der Bischof. Der Polizist hatte unlängst neu zu seinem katholischen Glauben gefunden.

Außerdem sagte der Regensburger Oberhirte, dass es nirgends eine solch hohe Wertschätzung für schwache und behinderte Menschen geben würde wie dort, wo der Geist Christi das Leben prägt.

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7 Kommentare on “Karfreitags-Liturgie im Regensburger Dom”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Die Eucharistie bzw. Heilige Kommunion als christliches Abendmahl und heiliges Ritual der Bibel – welcher sehr wohl theologisch auch biblisch begründbar ist und nicht calvinistisch

    http://www.katholisch-leben.org/cominghome.htm

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  2. Zausel sagt:

    Bedford-Strohm und Marx sollten sich nicht wundern, nachdem schlafmützige Christen aufwachen, weil die Gewalt der Goldschätzchen, wo in der Asylindustrie viel Kohle gemacht wird, auch von den Kirchen, vor ihrer Haustür tobt, dass sie aus ihrer Gutmenschen-Illusion erwachen und die derzeit einzige Oppostion, nebst mit Vorsicht zu genießender Petry, die AFD wählen. Ewig können diese irrigen Kleriker die Christen, die sie täuschen, verraten und opfern, nicht hinter das Licht führen, auch in den Kirchen wird abgerechnet werden, spätestens wenn die importierte Christenverfolgung Früchte trägt.

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  3. Rabenstolz sagt:

    Nicht überall ist die Welt der Christen und Kirchen noch in Ordnung, dank feindlicher politisch ideologischer Übernahme wurde vereinzelt das christliche Wertebild massiv unterwandert und vergiftet. Katja Ebstein sang jetzt mal unabhängig von ihrer politischen Haltung „Wer nicht mit den Wölfen heult, wird den Außenseitern zugeteilt.“
    Diese Erfahrung haben inzwischen schon einige Christen gemacht, die, wenn sie ihren Maulkorb nicht tragen und den politisch ideologischen Ergüssen der Neuchristen, die früher ihr SED Parteibuch geküsst haben, Christen angeschwärzt haben oder auch nicht, sich erlauben, eigenwillig zu denken und einen persönlichen Weg zum christlichen Glauben trotz Irrwegen zu finden.
    Gerade die Schwächsten, wo einige ihre Minderwertigkeitskomplexe oder ihren Machtrausch austoben, werden immer mehr von den Amtskirchenträgern ausgegrenzt und Jesus ging zu den Aussätzigen, Schwachen und Kranken hin.
    Manche ehemalige Parteifunktionäre entdecken dank politisch ideologischer Aushöhlung des Christentums wieder eine Wirkungsplattform und verletzen intrigant Christen, wo auch immer sie können, auch wenn diese unvollkommen sind. Martin Luther war bei allen Anfeindungen durch den Klerus durch seinen Glauben und sein Gottvertrauen standhaft, das können wir von ihm lernen und uns nicht ob unserer persönlichen Verletzungen in die gewünschte Richtung treiben zu lassen, sondern stolz zu sagen, ich habe meinen Glauben im Herzen, werfe mein humanistisches Wertebild nicht über Bord, lass mich nicht von diesem schlechten kirchlichen Bodenpersonal besonders in der EKD zum Bettler machen und vertraue Jesus Christus.
    Ein Kirchenaustritt ist wohl eher eine Kapitulation bei all dem Verrat, es wird Zeit, dass wir gemeinsam die Frevler, die die christliche Lehre verhöhnen, sie politisch ideologisch zerstören und Jesus Christus gedanklich noch einmal kreuzigen, die Tür zeigen. Unsere Amtskirchen sind teilweise moralisch verkommen, aber wir sollten auch daran denken, dass es noch Kirchen gibt, wo der christliche Glaube gelebt wird und die sollten wir stärken, nicht die Seilschaften, die sie zerstören wollen und meinen, weil sie artig alle christlichen Liturgien auswendig gelernt haben, dass sie fromme Christen sind, die über andere richten können, bedenken, Liebe und Vertrauen kommen aus dem Herzen, auch wenn man unvollkommen ist. Auch sollten wir noch bedenken, es gibt sie noch, jene Kirchen und Hirten, die ihrem Glaubensauftrag treu geblieben sind und die sollten wir unterstützen.

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  4. Hans-Michael Müller sagt:

    So halten wir das seit Jahren auch hier in der Hanauer St. Elisabeth-Kirche mit Dechant Andreas Weber. Vorneweg vor der Kirche die aus dem Südddeutschen bekannte Ratsche (statt Glockengeläut), dann feierliche Gesänge im kompletten Gottesdienst (natÃürlich ohne Orgel und Schellen!) von unserem Kirchenchor … vor dem leeren Tabernakel und – als Hinweis auf das Erdbeben in Jerusalem – „verwüsteten“ Altarraum! Ich habe das gestern für unsere Home-Page einmal in Fotos festgehalten. Lb. Grüße Ihr Müller

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