Joseph von Eichendorff: OSTER-Gedicht

OSTERN

Vom Münster Trauerglocken klingen,
vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh’ sie dort dem Toten singen,
die Lerchen jubeln: Wache auf!
Mit Erde sie ihn still bedecken,

Das Grün aus allen Gräbern bricht,
die Ströme hell durchs Land sich strecken,
der Wald ernst wie in Träumen spricht,
und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
so weit ins Land man schauen mag,

Es ist ein tiefes Frühlingsschauern
als wie ein Auferstehungstag.

Joseph von Eichendorff


Gesundheitsminister Spahn (CDU) wurde in der Causa §219a tendenziös ausgelegt

Spahn will am Werbeverbot für Abtreibungen festhalten

Eine aus dem Zusammenhang gelöste Äußerung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sorgt für Verwirrung. Das berichtet die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“.

Demnach hatte Spahn der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) Anfang der Woche gesagt, falls es „ein berechtigtes, bisher noch nicht abgedecktes Bedürfnis nach objektiven Informationen geben sollte, für Frauen, die sich in einer schwierigen persönlichen Lage befinden, werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen“.

Wie die Zeitung weiter schreibt, hätten zahlreiche Medien daraufhin: „Spahn gesprächsbereit“, „Spahn will über Paragraf 219a reden“ oder auch „Spahn offen für Kompromiss bei Werbeverbot für Abtreibungen“ getitelt.

FOTO: Zwei junge Lebensrechtlerinnen mit Embryonen-Plakaten in Münster

Die stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Högl habe daraufhin der „Passauer Neuen Presse“ gesagt, Justizministerin Katarina Barley (SPD) werde dazu bald einen Entwurf vorlegen: „Wir werden für betroffene Frauen sicherstellen, dass Ärztinnen und Ärzte über die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen objektiv informieren können, ohne sich strafbar zu machen.“

Es sei gut, „dass Spahn dies jetzt ebenso sieht und öffentlich einlenkt“.

Tatsächlich hatte der Gesundheitsminister der SZ jedoch zuvor auch gesagt: Der Konflikt über Abtreibungen sei vor mehr als 25 Jahren in einem Kompromiss gelöst worden, zu dem auch das „Werbeverbot“ in Paragraf 219a gehöre:

„Zu diesem Kompromiss als Ganzes stehen wir, da gibt es keinen Änderungsbedarf….Aber falls es ein berechtigtes, bisher noch nicht abgedecktes Bedürfnis nach objektiven Informationen geben sollte für Frauen, die sich in einer schwierigen persönlichen Lage befinden, werden wir gemeinsam nach Lösungen suchen.“

Wie das Blatt weiter schreibt, habe der Gesundheitsminister inzwischen auf Twitter klargestellt: „Eine Änderung des Paragrafen 219a lehne ich ab, das Werbeverbot ist richtig. Ich werde mit Ärzten und Beratungsstellen darüber sprechen, ob es dessen ungeachtet bisher nicht abgedeckte Informationsbedarfe für Frauen in einer schwierigen persönlichen Lage gibt.“

Quelle: ALfA-Newsletter


Erneut weniger Straftaten: Bayern behält Spitzenplatz bei der Ìnneren Sicherheit

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Kriminalstatistik 2017 für Bayern vorgestellt: „Die Sicherheitslage im Freistaat hat sich erneut deutlich verbessert und ist insgesamt ausgezeichnet. Wir hatten die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 30 Jahren.“ 

Ihre ohnehin schon hervorragende Aufklärungsquote im bundesweiten Vergleich konnte die bayerische Polizei nochmals steigern: „Damit haben wir unseren Spitzenplatz bei der Inneren Sicherheit weiter gefestigt“, betonte Herrmann.

Laut dem Innenminister sei die Zahl der Straftaten (ohne die speziellen ausländerrechtlichen Delikte wie illegale Einreisen oder Verstöße gegen die Residenzpflicht) 2017 um 4,6 Prozent auf 586.206 Straftaten zurückgegangen – im Jahr 2016 waren es noch 614.520. Damit fällt die Zahl der Straftaten auf den niedrigsten Wert seit 1991.

Minister Herrmann (siehe Foto) erklärt dazu: „Die positive Straftatenentwicklung ist umso beachtlicher, als von 1991 bis 2017 die Einwohnerzahl in Bayern um rund 1,5 Millionen, also knapp 13 Prozent, zugenommen hat.“

Besonders erfreulich sei laut Herrmann der Rückgang bei den Diebstahlfällen. Mit einem Rückgang von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wurden nur noch 163.178 Fälle registriert.

Im Bereich der Gewaltdelikte sank die Zahl um 3,3 Prozent, im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte um 5,1 Prozent.

Gleichzeitig stiegen jedoch die Straftaten im Bereich der Internetkriminalität um 3,9 Prozent, bei der Rauschgiftkriminalität um 3,8 Prozent und bei den Delikten gegen die sexuelle Selbstbestimmung um 26,2 Prozent. „Ursächlich für den Anstieg der Gesamtzahl der Sexualstraftaten ist vor allem die umfangreiche Novellierung des Sexualstrafrechts vom November 2016, die sich nun erstmals in der Kriminalstatistik wiederspiegelt“, erläuterte der Innenminister.

Quelle: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/maerz-2018/in-bayern-leben-heisst-sicherer-leben/