Der Film „Die Passion Christi“ im Zwielicht

Von Felizitas Küble

Immer wieder erhält unsere Redaktion Anfragen von Lesern über Mel Gibsons Kassenschlager „Die Passion Christi“. Der Film, der nach seinem Kino-Erfolg auch in einigen TV-Sendern ausgestrahlt wurde, erntete im frommen Spektrum (ob katholisch oder evangelisch) größtenteils Zustimmung.

Der evangelikale Hänssler-Verlag brachte sogar einen großformativen Bildband mit farbigen Film-Szenen heraus, außerdem Videos, DVDs, Buchbroschüren etc.

Vielleicht war der Wunsch hier Vater des Gedankens, durch diesen Film möglichst an jene „Massen“ heranzukommen, die zwar gerne in die Kinos strömen, aber selten in die Kirchen. Der große Erfolg gab dieser Erwartung durchaus recht  – doch die Frage bleibt: Erfüllte der Film als solcher jene theologischen Maßstäbe, die aus christlicher Sicht unabdingbar sind?

Zunächst könnte man positiv festhalten, daß es gerade im Zeitalter eines allzu weich gezeichneten Jesus-Bildes, in dem unser Erlöser vorwiegend als Softy, Feminist, Weisheitslehrer und Sozialromantiker vorgestellt wird, nur gut sein kann, wenn die weniger „weichen“ Seiten der biblischen Botschaft zur Sprache kommen, vor allem der Opfertod Christi, sein Gehorsam bis zum Tod am Kreuz, das stellvertretende Sühneleiden Christi.

Gerade dieser Opfergedanke  –  und allgemein die Kreuzes-Theologie  –   wird in Katechese, Predigt und Liturgie leider immer mehr verdrängt, so daß hier tatsächlich Nachholbedarf besteht.

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Insofern ist die Konzeption des Films, sich auf die Passion des HERRN zu konzentrieren, nicht unbedingt fehl am Platze sein. Gleichwohl enthält dieser Ansatz eine Reihe von „system-immanenten“ Gefahren und Schieflagen, denen der Gibston-Streifen auch tatsächlich zum Teil erlag. christus

Er wird vor allem dem inhaltlichen Anspruch des christlichen Glaubens nicht ausreichend gerecht. Mit einer kurzen Einblendung der messianischen Jesaja-Stelle („Er starb für unsere Sünden“) zu Beginn des Films ist es nicht getan. Insgesamt wird durch Ablauf und Gestaltung zu wenig verdeutlicht,  w a r u m  Christus so grausam leiden mußte. Das „Wie“ des Leidens steht vor allem im Vordergrund, weniger das „Warum“.

Der Film „ertrinkt“ geradezu in ausgewalzten Szenen voller Grausamkeiten, nicht allein beim Kreuzestod, vor allem bei der Geißelung Christi, die kein Ende zu nehmen scheint.

Man braucht kein „Sensibelchen“ sein, um die Frage zu stellen: Ist das „Zuglotzen“ bei dieser Zurschaustellung des Leidens Jesu mit der Ehrfurcht vor Gott noch vereinbar? Nicht ohne Grund hält sich das Neue Testament bei der „Berichterstattung“ über die Passion des Gottmenschen sehr zurück, sie verzichtet auf jede detaillierte Schilderung. Das gilt für alle vier Evangelien, ebenso für die Apostelbriefe usw.

Konnte Regisseur Mel Gibson, der zahlreiche Actionfilme gedreht hat, hier seinem persönlichen Hang nach gewalttätigen Szenen nicht widerstehen?

Zu viele außerbiblische Einflüsse

Das erwähnte Problem mag auch damit zusammenhängen, sich Gibson in seinem Passionsfilm nicht in erster Linie auf die Evangelien stützt, sondern auf Visionen der Ordensfrau Anna Katharina Emmerich sowie auf  eigenen Einfälle und Einblendungen , die zum Teil magisch-düster anmuten (zB. eine merkwürdige Mann-Weib-christusTeufelsgestalt als Versucher am Ölberg oder Christi „Beobachtung“ des sich versteckenden Verräters Judas).

Der Regisseur wäre gut beraten gewesen, sich strikt an die biblischen Vorgaben zu halten und eine Art Evangelien-Harmonie vorzunehmen   –  also das Wesentliche darzustellen, das sich aus den vier Evangelien ergibt.

Die Zeit, die durch den Verzicht auf ausgewalzte Grausamkeiten eingespart worden wäre, hätte Gibson sinnvoll einsetzen können, indem er die Auferstehung am Schluß nicht auf wenige Sekunden beschränkt, wie dies im Passionsfilm leider geschah. Nicht durch seinen Kreuzestod hat Christus sich als Gott erwiesen, sondern durch seine Auferstehung.

An einem Kreuz gestorben sind damals tausende von Opfern, aber auferstanden ist nur einer.

Was die Kritik betrifft, die von jüdischer Seite gegen den Film laut wurde, so ist diese teils berechtigt, teils überzogen. „Die Passion Christi“ ist durchaus nicht anti-semitisch, zumal durchaus ein differenziertes Bild der damaligen Juden    –  auch des Hohen Rates –  gezeigt wird.

Pilatus zu freundlich dargestellt

Gleichwohl können sowohl Juden wie Christen mit Recht daran Anstoß nehmen, daß der Film die Person des römischen Statthalters zu freundlich zeichnet.  Überspitzt gesagt erscheint nicht so sehr der Schmerzensmann Jesus, sondern eher Pilatus als der heimliche und eigentliche Held des Films. israeltag2

Christus wird als das bedauernswerte Opfer, als „Leidensknecht“ dargestellt, Pilatus hingegen fast als edler Philosoph, der sich tiefsinnig mit der „Wahrheitsfrage“ befaßt. In Wirklichkeit war er ein eiskalter, gewalttätiger Machtpolitiker  –  und seine Frage „Was ist Wahrheit?“ nicht philosophisch, sondern sarkastisch motiviert.

Auch die Gestalt der Gottesmutter erscheint in Gibsons Film nicht ganz gelungen: Positiv ist zweifellos, daß Maria in ihrem Mitleid mit dem göttlichen Sohn hervorgehoben wird, daß sie durch ihre Mütterlichkeit die Grausamkeit des Geschehens etwas ausgleicht. Doch ihre geheimnisvolle Bemerkung „Es geschehe also“ zu Beginn der Passion erweckt den Eindruck, als wisse sie über den Heilsplan Gottes zu diesem Zeitpunkt bereits bestens Bescheid.

Zudem ist es Christus selbst, der im Garten Gethsemane sein FIAT spricht: „Vater, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“  – Diese einzigartige Hingabe des Gottessohnes an den Vater bedarf keiner „Bestätigung“ durch die Madonna. Unbiblisch ist auch jene Szene, in welcher Maria dem Apostel Petrus seine Verleugnung Jesu vergibt und ihm versöhnend die Hand reicht. In Wirklichkeit war es der Auferstandene selbst, der seinem sündigen Jünger verzeiht.

Auch die Persönlichkeit des Johannes wirkt nicht besonders überzeugend; der Apostel erscheint als bleicher Jüngling ohne Format.

Göttliche Erhabenheit Christi wenig erkennbar

Abschließend stellt sich die Frage, ob der Film geeignet ist, im Zuschauer die Liebe zu Christus zu wecken. Dies darf bezweifelt werden. Bestenfalls mag eine Mischung aus Mitleid und „Betroffenheit“ hervorgerufen werden.

Die göttliche Erhabenheit und Würde Christi kommt in dem blutgetränkten Streifen nicht genügend zum Vorschein. Es wird auch nicht ausreichend deutlich, daß der Kreuzestod Jesu vor allem die Konsequenz seiner völligen Hingabe an den himmlischen Vater darstellt – und zugleich eine heilsmächtige Liebe zur verlorenen Menschheit ausdrückt.

Die Liebe des HERRN  – und nicht der Schmerz des Gekreuzigten – ist die Mitte des Christentums. Der christliche Glaube beruht nicht auf einem düsteren Dolorismus (Schmerzensfixiertheit), er basiert auf dem allgemeinen Heilswillen Gottes für alle Menschen. Christus hat der Menschheit das Tor zum Himmel geöffnet –  aber nicht erzwungen: eintreten in der Nachfolge Christi muß jeder selber.

Keine Frage: gefühlsbedingte Schnell-„Bekehrungen“ mögen durch diese Filmvorführung durchaus vorgekommen sein, diese besagen jedoch wenig. Unser christlicher Glaube beruht jedenfalls nicht auf Angst und Schrecken, auch nicht auf Schwärmerei und Gefühlsüberschwang, sondern auf den Heilslehren, die uns Bibel und Kirche verkünden  – dazu gehört zweifellos auch die klare  und nüchterne Warnung vor der Hölle, aber keine dramatisierende Panikmache.

Es mutet zudem etwas merkwürdig an, daß Gibsons Film auch in einigen muslimischen Staaten erlaubt war, dort sogar die Massen anzog. Was mag die rabiaten Christenhasser, die in jenen Ländern das Sagen haben, dazu bewogen haben, ihren Untertanen ausgerechnet „Die Passion Christi“ vorzuführen?  Schließlich bestreitet der Koran schlichtweg, daß Christus überhaupt am Kreuz gestorben ist.

Hat man dort diesen Film vielleicht in seiner „Ambivalenz“, in seiner Zwiespältigkeit und Problematik besser erkannt als so mancher schnell begeisterte Christ?

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.
 
Kontakt-Mail: felizitas.kueble@web.de
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10 Kommentare on “Der Film „Die Passion Christi“ im Zwielicht”

  1. Claus Stephan Merl sagt:

    Ein kleiner Nachtrag:

    Der katholische Priester, der sehr eng mit der Produktion von „The Passion of the Christ“ verbunden war ist John Bartunek. Er hat ein Buch über seine Erfahrung mit dem Film geschrieben mit dem Titel „Inside the Passion“.

    Hier ist ein Interview mit ihm. Etwa ab Minute 28 kommt die Sprache auf den Film.

    Bartunek hält den Film für „a masterwork of art“. Ab etwa Minute 33 erzählt er direkt von dem Film und seinen Auswirkungen auf die Beteiligten.

    Ich verstehe unter diesem Hintergrund die Kritik von Katholiken an dem Film nicht wirklich.

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  2. Claus Stephan Merl sagt:

    Das sind olle Kamellen.Der Film ist von 2004.

    Selbst Papst Johannes Paul II hat den Film gelobt. Er sagte sinngemäß, der Film beschreibe es, wie es ist. Folgendes Interview mit dem Hauptdarsteller dazu finde ich interessant:

    Es gibt ganz erstaunliche Fakten zu dem Film. So bekehrten sich mehrere Darsteller und Filmmitarbeiter; u.a. der Schauspieler, der Judas Iskariot verkörperte. Mehrere Menschen des Filmsets wurden während der Dreharbeiten von körperlichen Krankheiten geheilt. Usw. Usf.

    Was die Brutalität angeht: So war es. Jedenfalls für einen Christen ist es ergreifend zu sehen, was Jesus für uns auf sich genommen hat. Wer das nicht sehen will, muss es ja nicht.

    In Bahrain und anderen islamischen Staaten wurde der Film verboten. Warum wohl?

    „Mel Gibson war darum bemüht, dass sein Film bei Schlüsselpersonen aller christlichen Konfessionen bekannt wird, und zeigte ihn etwa 10.000 Geistlichen als Vorversion.“

    Gibson hatte extra einen kanadischen Priester eingeladen, der am Set vor Beginn der Produktion eine lateinische Messe abhielt. Gibson bat ausdrücklich die katholische Kirche vorab darum, ihn beratend zu begleiten.

    „Der damalige Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller sah in dem Film einen „ergreifenden Beitrag zum Verständnis der Leidensgeschichte Jesu. Die an manchen Stellen dargestellte Brutalität zeigt, wozu Menschen in ihren dunkelsten Eigenschaften fähig sind. Und es wird einem ganz klar vor Augen geführt, was Jesus für uns Menschen und für unsere Sünden ertragen hat.“

    „Thomas Williams, Dekan der Theologischen Fakultät an der Päpstlichen Hochschule Regina Apostolorum in Rom und ein theologischer Berater von Mel Gibsons Film, sagte zur Kritik an Details des Films, dass Beschwerden über die verwendeten Sprachen, die Höhe des Kreuzes, die Haarlänge Jesu, die Größe der Menschenmenge vor Pilatus im Prätorium und die Platzierung der Nägel in den Händen Jesu angesichts der christlichen Botschaft des Films trivial erscheinen würden. Ähnlich äußerten sich auch andere Theologen.“

    Es gibt auf youtube ein Interview mit dem Priester, der federführend die Filmproduktion begleitet hat. Leider finde ich es gerade nicht.

    Und ja, das Thema des Films ist NICHT die Auferstehung, sondern wie der Titel sagt: The Passion of the Christ“. Es ist daher relativ sinnlos, sich darüber zu beschweren, der Film sei unvollständig.

    Der Vorwurf an Mel Gibson, er habe mit dem Film Geld verdient, ist absurd. Gibson hat die Produktion aus eigener Tasche finanziert. Es war keineswegs von vornherein sicher, dass sich das auszahlt. Es gibt genügend Beispiele in der Filmgeschichte dafür. Er ist also durchaus ein finanzielles Risiko eingegangen und es ist ja jetzt kein Verbrechen, dass sich das auch finanziell ausgezahlt hat.

    Und das Beste zum Schluss: Wer den Film nicht mag, muss ihn einfach nicht anschauen.

    P.S. Ich habe vorstehend mehrfach aus https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Passion_Christi zitiert. Diese Stellen sind in Anführungszeichen herausgehoben.

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  3. Lutheraner sagt:

    Ich habe den Film nicht gesehen, aber kann die Kritik an der künstlerischen Freiheit durchaus nachvollziehen, wenn der Film den theologischen Ansprüchen nicht gerecht wird. Dennoch sollte man Künstler auch nicht mit Theologen gleich setzen.
    Mich beschäftigt derweil ein praktisches Problem, Kardinal Woelki, der seine abtrünnige Herde mit dem Lasso wieder einfangen will und meint, mit einem Brandbrief an Franziskus um Rat bittend zu beeindrucken, mich nicht. Jeder kann mit gesundem Menschenverstand hier eine Lösung finden mit Kompromissen oder auch ohne, dazu braucht es keinen diktatorischen Papst Franziskus, der das Christentum zuerst den Moslems unterwerfen und später in der Welteinheitsreligion der UNO knechten will.
    Es war teilweise nach Luther der Vatikan, der aus Groll über seinen Machtverlust die Spaltung der Christen mit angefeuert hat und Papst Franziskus will mittelalterliche kontrollierende Machtverhältnisse über die Christen für eine globale UNO-Elite wieder einführen.
    Durch die Spaltung der Christen, die man auch nicht mit einem Pinselstrich rückgängig machen kann, aber deren gemeinsamen christlichen Glauben man stärken und bewahren könnte, auch mit unterschiedlicher Glaubenspraxis und vor der Ausradierung des Christentums schützen, wäre hier doch eine tolerante sachliche zielorientierte Gemeinschaftsarbeit möglich, ohne die Grenzen der Glaubenspraxis zu verletzen, schlichtweg Ökumene genannt.
    Das heißt im Prinzip der jeweilige Respekt vor der Glaubenspraxis des anderen, ohne diese in eine orientierungslose Mixtur zu verwandeln. Furch die politisch ideologische Verwässerung des Glaubens sind viele Christen orientierungslos geworden und gehen ihren schlechten Hirten, Wölfen im Schafspelz auf den Leim, was aber im aufgeklärten Christentum nicht mit den zwei durch die historischen Konflikte hervor gegangenen Konfessionen gleich zu setzen ist.
    Die Glaubenspraxis beider Konfessionen ist eine andere, aber die Basis ist bei guten Hirten das Christentum. Während die Katholiken im Vordergrund als Vermittlerin zu Gott die Gottesmutter sehen, konzentriert sich bei den Protestanten die Rolle des Vermittlers auf Jesus und das schließt ja nicht aus, dass man sowohl Maria als auch Jesus als Vermittler zu Gott betrachtet.
    Warum soll ein Katholik nicht einmal in Not auch Jesus um Beistand bitten und ein Protestant die Gottesmutter, also ist hier eher die Frage zu stellen, auf welche der beiden Personen bezieht sich die Bitte des Schöpfungskindes um Beistand in allen Lebenslagen primär.
    Daher stellt sich für mich als Lutheraner nicht die Frage, ob ich die Kommunion zusätzlich empfangen will, da ich ja schon in der Konfirmation mich zum protestantischen Glauben bekannt habe, es sei denn, ich will konvertieren.
    Anders ist es, wenn Menschen aus zwei unterschiedlichen Konfessionen des christlichen Glaubens heiraten und sich entscheiden müssen, ob katholisch oder protestantisch, weil die Kosten davon laufen bei doppeltem Zahlungsanspruch oder die Kirchen wären so gütig, das Paar ohne Kostenaufschlag für die jeweilige Konfession sich die Einmalberechnung zu teilen und ökumenisch zu verheiraten, wobei das ist auch albern gedacht.
    Nun eine kleine Geschichte aus der Praxis, die die Problematik der Kinder aus Konfessionsübergreifenden Partnerschaften verdeutlicht. Die Enkelin einer ungarischen Oma hat in die Türkei geheiratet und diese ungarische Oma hat die Chance der Ferien ihrer Urenkel genutzt, um ihre beiden Urenkel christlich taufen zu lassen. Für ihr Gewissen war es eine Beruhigung, die beiden Urenkel in die Obhut eines christlich liebenden Gottes anzuvertrauen, anstatt sich kummervoll zu grämen, dass ihre Urenkel dem mohammedanisch hassenden Gott anvertraut werden könnten.
    Nun muss man aber differenzieren, dass die Muslime ihre Glaubensbotschaft über Generationen nur mündlich weiter geben konnten und der falsche Prophet Mohammed daraus seine Unterwerfungsreligion als machtgeiler Feldherr und Politiker gestrickt hat.
    Was machen wir nun mit den Kindern, Kommunion oder Konfirmation bei den Konfessionsübergreifenden Eltern, auch da kann man sachlich abwägen, entweder die Eltern entscheiden sich für Kommunion oder Konfirmation, eben protestantische oder katholische Erziehung, anstatt hier einen Konfessionszwist anzuzetteln und die Christen weiter zu spalten.
    So wie ich Papst Franziskus kenne, könnte der dem Wölki in Vorbereitung seiner Welteinheitsreligion empfehlen, dem Christenverächter und Kreuzableger Bedford-Strohm nach zu eifern, der die Christen hinterlistig in die Moscheen zur Verbrüderung und späteren Unterwerfung verschleppt, als Mitglied im Moschee-Bauverein, besser geht ein Fußtritt gegen den christlichen Glauben nicht, wo man die christliche Herde zur Schlachtbank führt.

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  4. Dorrotee sagt:

    Bei mir ist es schon lange her, seit ich den Film gesehen habe. Damals war ich von der Ankündigung des Films angetan, weil ich hörte, es würde auch vor den Dreharbeiten tägl. die hl. Messe gelesen. Der Christusdarsteller soll sogar ein Medjugorje-Pilger gewesen sein – und dass die Emmerick Visionen als Grundlage genommen wurden.
    Damals fand ich es beeindruckend.
    Als ich jedoch den Film ansah, fand ich die Szenen der Geißelung und Kreuzigung viel zu blutig dargestellt. Eben ein Mel-Gibson-Produkt.
    Ich kann Fr. Küble in ihren Ausführungen zustimmen.
    Gerade noch wurde dieser Film meinem Sohn am Karfreitag angeboten. Ich habe ihn von diesen Szenen erzählt, und dass die Bibel nicht die Grundlage war. Er hat sich diesen Film nicht angeschaut. Leider wird er in einigen frommen Kreisen als gut und sehenswert eingestuft.

    Es gibt so viele schöne Jesusfilme, in der die Passion (längst nicht so detailgenau in die Länge gezogen und nicht so blutig) vorkommt.
    Zum Beispiel: Jesus von Nazareth.

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  5. ostrpeterroesch sagt:

    Diese Analyse bestätigt meine damalige Entscheidung, auf empfundene innere Hemmungen zu hören und den medial gepriesenen Film nicht anzuschauen – Psychohygiene nennt man das: Aufpassen, was man in Geist und Seele hineinlässt.

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  6. Gerd sagt:

    „Ist das „Zuglotzen“ bei dieser Zurschaustellung des Leidens Jesu mit der Ehrfurcht vor Gott noch vereinbar?“

    Glotzen sicherlich nicht. Wie wäre es denn mit Betrachten? Hat die Gottesmutter geglotzt? Wohl kaum.

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    • Guten Tag,
      natürlich hat die Madonna nicht geglotzt, auch nicht „betrachtet“, sondern geistig mitgelitten; ihr Mitleid wird in diesem Artikel positiv erwähnt – diese Realität ist nicht vergleichbar mit einem Spielfilm im Kinosaal, bequeme Sache, popcornessenden Jugendlichen etc.
      Es wird schon seine Gründe haben, warum alle vier Evangelien auf jede detailverliebte Auswalzung der Passion Christi verzichten.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Gerd sagt:

        Ich persönlich vergleiche den Spielfilm von M. Gibson mit der Kreuzigungsgruppe des sog. Isenheimer Altars aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Beides Kunstwerke die extrem unterschiedliche Reaktionen hervor gerufen haben. Beide großartig und zur Betrachtung und Mitleiden anregend. Natürlich auch zum Glotzen. Selbst die Umstehenden damals, haben Jesus angeglotzt und noch ihren Spott damit getrieben. Nichts Neues unter der Sonne also, bis sich dieselbe verfinsterte. Die Gründe warum sich die Evangelien auf eine Auswalzung der Passion des Herrn verzichten, sind wohl praktische. Jeder wusste damals was bei einer Kreuzigung abging. Es könnten aber auch die gleichen Gründe sein, warum sich die Evangelien über eine detailverliebte Auswalzung der Auferstehung ausschweigt, oder über den größten Teil seines Lebens, vom 12. bis zum 30. Lebensjahr des Herrn. Wir müssen ja nicht alles wissen, sondern sollte im Herzen erwägen und betrachtend darüber nachdenken. Genau das vermag der Film und das war auch die Intention des Regisseurs. Als ich mir diesen Film angeschaut habe gab es kein Popcorn und kein Wellness, sondern Erschütterung und Nachdenklichkeit. Zumindest bei mir. Was andere daraus machen interessiert mich nicht und ist völlig belanglos für die Bewertung dieses Meisterwerkes. Im übrigen plant Mel Gibson eine „Fortsetzung“ der Passion. Dann natürlich über die Auferstehung bis zur Himmelfahrt. Bin sehr gespannt.

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  7. Eine hervorragende und tiefsinnige Analyse des Films. Vieles habe ich so nicht erkannt. Gibson müsste man diese ausgezeichnete Analyse zukommen lassen. Er müsste die Fehler einsehen, sie öffentlich bekanntgeben und einen neuen Passions-Film drehen. Doch leider ist damit nicht zu rechnen. Schade!

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  8. Bernhard sagt:

    Aus Zeitgründen kann ich nicht auf jeden Punkt in dem Artikel eingehen, deswegen nur so viel:

    Meiner Einschätzung nach ist der Film keine historische Darstellung der Verurteilung und Kreuzigung Jesu, und will es auch nicht sein. Man sieht sehr deutlich, dass er in einer süditalienischen Kleinstadt gedreht wurde. Ich sehe ihn mehr wie ein Passionsspiel.

    Es stimmt, dass Gewaltszenen zu viel Raum gegeben wird, zu Ungunsten von theologischen oder auch einfach dialogischen Elementen. Dass Pontius Pilatus der heimliche Held ist, kann ich so nicht bestätigen. Dass er zu positiv dargestellt wird, mag aber stimmen.

    Diese komische Teufelsgestalt mit dem „Baby“ hat mich sehr gestört. Auf die hätte man gut verzichten können. Auch waren andere Szenen für mich effekthaschend und verstörend (ein Wasserfall von Blut aus Jesu Seitenwunde, etc.).

    Allgemein fand ich den Film nicht sonderlich gelungen,weil einfach zu wenig „Inhalt“ darin war. Statt die Folterungen so unendlich auszuwalzen, wäre es m.E. lohnender gewesen, den anderen Personen mehr Charakter zu geben.

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