Sowjets ermordeten über 14.500 polnische Offiziere während des 2. Weltkriegs

Das Deutsche Nachrichtenbüro (DNB) in Berlin gab am 13. April 1943 bekannt, „daß Angehörige der deutschen Wehrmacht kürzlich im russischen Katyn (zwanzig Kilometer westlich von Smolensk) Massengräber von polnischen Offizieren gefunden haben, die im Frühjahr 1940 angelegt wurden“.

Für die Sowjetführung war dieser Fall äußerst peinlich, entlarvte er doch die ganze Skrupellosigkeit ihres Regimes. Deshalb ließ Moskau schon am 15. April verkünden, die Ermordeten von Katyn seien in Wirklichkeit von Truppen der deutschen Wehrmacht liquidiert worden.

Nach der sowjetischen Reaktion setzte man eine Delegation des polnischen Roten Kreuzes und danach eine Kommission von zwölf führenden internationalen Gerichtsmedizinern auf den Fall an. Nach sorgfältigen Untersuchungen kam sie am 30. April 1943 zu dem Schluß: „Aus den Zeugenaussagen, den bei den Leichen aufgefundenen Briefschaften, Tagebüchern, Zeitungen usw. ergibt sich, daß die Erschießungen in den Monaten März und April 1940 stattgefunden haben.“

Weiter wurde festgestellt: „Daß sich manche Offiziere gewehrt haben müssen auf ihrem letzten Weg, bezeugen vierstrahlige Stiche mit dem sowjetischen Bajonett und Kieferbrüche, letztere wahrscheinlich durch einen Stoß mit dem Kolben.“

Nach den Funden von Katyn verlangte die polnische Exilregierung in London mit allem Nachdruck eine Aufklärung. Statt einer Antwort brach Moskau schon am 26. April 1943 die diplomatischen Beziehungen mit den Polen ab. Im Wald von Katyn wurde ein Gedenkstein gelegt mit der Inschrift: „Hier sind kriegsgefangene polnische Offiziere beigesetzt, die im Herbst 1941 von deutsch-faschistischen Okkupanten bestialisch zu Tode gequält wurden.“

An dieser Version hielten die Sowjets jahrzehntelang hartnäckig fest. Erst im April 1990 bekannte sich Generalsekretär Gorbatschow zur sowjetischen Schuld im Fall Katyn. Doch das war weniger als die halbe Wahrheit.

Tatsächlich erfolgten 1940 nicht nur in Katyn, sondern auch nahe Mjednoje (bei Twer), Pjatichatki (bei Belgorod) oder Bykownia östlich von Kiew (JF 34/06) Massenmorde an polnischen Offizieren. Insgesamt fielen dem Kriegsverbrechen mehr als 14.500 Männer zum Opfer.

Quelle und vollständiger Bericht des Autors Jan von Flocken in der JUNGEN FREIHEIT hier: https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2018/der-mordbefehl-kam-aus-dem-politbuero/

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11 Kommentare on “Sowjets ermordeten über 14.500 polnische Offiziere während des 2. Weltkriegs”

  1. Claus Stephan Merl sagt:

    Also Baldur,

    hier ging es darum, dass sowjetische Militärs im Auftrag der sowjetischen Regierung Massenmorde vorgenommen und diese sodann der deutschen Wehrmacht in die Schuhe geschoben haben.

    Dieses Verhaltensmuster ist unter Putin erneut zu beobachten.

    Dazu passt, dass von russischer Seite alles getan wird, um eine weitere Aufklärung des letzten Giftgaseinsatzes zu verhindern.

    Und natürlich ist Putin ein Massenmörder, denn er unterstützt Assad.

    Allein darum geht es. Das hat mit Ideologie von meiner Seite nichts zu tun.

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    • Baldur sagt:

      Das hat mit Ideologie von meiner Seite nichts zu tun – aber mit einer erheblichen Verbohrtheit! Ich staune immer, wo Sie Ihre absolut stichhaltigen Beweise herbringen. Warum nennen Sie denn diese nicht?

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    • Baldur sagt:

      Anbei die festen Beweise des Herrn Merl:

      Bundestags-Gutachten: Militärschlag gegen Syrien völkerrechtswidrig

      Nachdem die Bundeskanzlerin den Militärschlag der USA, Großbritanniens und Frankreichs gegen das Assad-Regime gebilligt hat, stuft ein Bundestags-Gutachten ihn jetzt als völkerrechtswidrig ein.

      Berlin – Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags hat den von Deutschland unterstützten Militärschlag der USA, Großbritanniens und Frankreichs gegen Syrien als völkerrechtswidrig eingestuft. „Der Einsatz militärischer Gewalt gegen einen Staat, um die Verletzung einer internationalen Konvention durch diesen Staat zu ahnden, stellt einen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot dar“, heißt es in einem elfseitigen Gutachten, das von der Linksfraktion in Auftrag gegeben wurde und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

      https://www.merkur.de/politik/bundestag-militaerschlag-syrien-voelkerrecht-zr-9799729.html

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  2. Baldur sagt:

    Anbei etwas für den Klügsten im Forum:

    Focus: Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Trümmern lag, geschah etwas, womit niemand gerechnet hatte: Für rund 300.000 Menschen aus Osteuropa wurde diese Trümmerwüste zum Fluchtpunkt.

    BESONDERS ÜBERRASCHEND: DIESE MENSCHEN WAREN JUDEN.

    Deutschland im Sommer 1945: Das Land lag in Trümmern und war in vier Besatzungszonen aufgeteilt, die Städte waren zerstört, die Infrastruktur in vielen Landesteilen verwüstet. Millionen Menschen zogen durchs Land, heimatlos, entwurzelt, verzweifelt. Deutsche aus den Ostgebieten waren vor der Roten Armee geflohen und suchten eine Bleibe in den drei Westzonen.

    https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/1945-warum-hunderttausende-juden-kurz-nach-dem-krieg-nach-deutschland-flohen_id_7202972.html

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  3. Baldur sagt:

    Ja Claus,

    Sie haben mich doch als „unseren Freund“ tituliert. Da habe ich eben genau so ironisch nachgezogen.

    Sie haben Putin als Massenmörder bezeichnet – und Sie spielen sich hier als Rufmörder auf!

    Bleiben Sie am Besten in Ihrem ideologischen Käfig!

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  4. Baldur sagt:

    Nun, wir sollten so langsam realisieren, dass wir im Zeitalter der Lügen leben. Das sind bestimmt nicht die einzigen, die hier abgehandelt werden.
    Wie viele weitere haben wohl die Sieger des WK II uns Deutschen noch in die Schuhe geschoben?
    Es heißt ja, dass immer die Sieger die Geschichte schreiben!

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  5. Claus Stephan Merl sagt:

    Sagen Sie das aber bitte nicht unserem Freund Baldur.

    Die russische Politik der Desinformation – einfacher gesagt des Täuschens und Lügens – hat sich nicht geändert.

    Im Übrigen ändert das Ganze so gut wie nichts an den Gräueln, die von Deutschen in Polen begangen wurden.

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    • Es ändert auch nichts an den Gräueln, die Polen vor dem 2 WK an allen Minderheiten begangen haben (von Ausländern dokumentiert – wussten Sie, dass von 1933 bis 1938 hundertausende Juden nach Deutschland flohen?) und auch nichts an den Gräueln danach. Kindern wurden Waffen in die Hand gedrückt und sie konnten damit machen, was sie wollten…

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Oh, sind wir wieder beim Aufrechnen von Unrecht gelandet? Oder soll das Unrecht, das von deutschem Boden ausging; insbesondere die Shoa verharmlost werden? NACH 1945 sind angeblich 300.000 Juden von Osteuropa gesamt nach Deutschland geflüchtet. Zumindest wird das in einem Buch behauptet. Von einer angeblichen Flucht von Juden 1933 – 1938 nach Deutschland ist nichts bekannt. Belegen Sie doch mal diese Behauptung. Ich halte sie für recht unwahrscheinlich.

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    • Baldur sagt:

      Ja, lieber Freund Claus,

      da haben Sie wirklich wieder Recht. Es wird sich bestimmt bald herausstellen, dass es Putin selbst war, der den Angriff auf Syrien befohlen hat und USA, GB und FR in Marsch gesetzt hat.
      Dem Iwan ist ja alles zuzutrauen!
      Und Putin ist wahrscheinliche schlimmer als Stalin und Mao zusammen! :-)))

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