Bayern: Evangelikaler ABC-Kreis bedauert Segnung von Homo-Partnerschaften

Christus rechtfertigt den Sünder, aber nicht die Sünde

Der Arbeitskreis bekennender Christen in Bayern (ABC) bedauert das mehrheitliche Votum der Landessynode für die Einführung einer gottesdienstlichen Segnung eingetragener Lebenspartnerschaften.

Evangelische Kirche in Augsburg

Der Vorsitzende des ABC, der evangelische Dekan Till Roth, erklärte dazu:

„Es ist für mich in mehrfacher Hinsicht ein schwarzer Tag. Zuallererst bedaure ich diese Entscheidung um der Mitchristen willen, die homosexuell empfinden und nun von der evangelischen Kirche nicht bestärkt werden, nach Gottes Gebot und Verheißung zu leben.“

Er kritisierte, dass die Kirche den Menschen nicht in Treue das Wort Gottes sage: „Als Kirche haben wir Orientierung vom Wort Gottes her zu geben.“  

So empfinde er große Trauer und Besorgnis im Blick auf die Zerrissenheit im Verständnis der Heiligen Schrift.

Im Unterschied zur Darstellung in der Synode sei bei dieser Entscheidung sehr wohl das Evangelium tangiert: „Wenn man die Unterscheidung zwischen der Rechtfertigung des Sünders und der Rechtfertigung der Sünde aufgibt, geht das an die Substanz des Evangeliums.“

Dass die Fürther Erklärung, die bereits einen hart errungenen Kompromiss dargestellt habe, an diesem Punkt inhaltlich aufgehoben worden sei, verschärfe den Dissens erheblich.

Der ABC würdigt allerdings das klare Votum der Synode für den wechselseitigen Gewissensschutz. Nun komme es darauf an, dass dieser Gewissensschutz auch in der Praxis gelebt wird, erklärt der ABC-Sprecher und Landessynodale Hans-Joachim Vieweger:

„Entscheidend wird dabei auch sein, dass die Bedenken von Kirchenvorständen und anderen Mitarbeitenden in den Gemeinden ernst genommen werden, um Konflikte in den Kirchengemeinden zu vermeiden.“

Angesichts der möglichen Belastungen des Beschlusses bittet der ABC seine Mitglieder und Freunde um Gebet für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und alle Verantwortungsträger.

Der ABC im Internet: www.abc-bayern.de


6 Kommentare on “Bayern: Evangelikaler ABC-Kreis bedauert Segnung von Homo-Partnerschaften”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Dienstag, 26. Februar 2019Verbot von Konversionstherapien wäre Angriff auf Gewissensfreiheit

    http://mathias-von-gersdorff.blogspot.com/2019/02/verbot-von-konversionstherapien-ware.html

    http://mathias-von-gersdorff.blogspot.com/ Siehe auch James DeMeo und Judith Reisman und den „Bund Katholischer Ärzte“ Deutschland (BKA) zur Therapierung von Homosexualität

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  2. Linford sagt:

    Ich muss mit Erstaunen feststellen, warum die Kirchen und verschiedene Strömungen innerhalb des Christentums immer noch so dermaßen tief gespalten sind.
    Es geht hier nicht nur um die Spaltung christlich Orthodoxe Kirchen vs katholische und evangelische Kirche, sondern mir geht es auch um die Spaltung zwischen der monophysitischen/nestorianischen Kirche auf der einen Seite und dem Katholizismus/Protestantismus auf der anderen Seite.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Monophysitismus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nestorianismus

    Viele Heilige aus diesen OstKirchen werden in Westkirchen gar nicht anerkannt bzw. diese sind dort völlig unbekannt usw.

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Linford:

      Clemens von Alexandrien als Heiliger Klemens war einst ein Heiliger der katholischen Kirche und der orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. slawischen Kirchen und Ostkirchen – heute wird er nur noch von den Ostkirchen als Heiliger verehrt und anerkannt.
      Sein Schüler Origenes gilt im Westen vielfach nur als Kirchenschriftsteller, im Osten auch als Kirchenlehrer. Dessen Schüler wiederum war der Heilige Gregor Thaumaturgus, welcher ganz Pontus bzw. Pontien zum Christentum bekehrte. Der Heilige Ambrosius als Kirchenlehrr auch der katholischen Kirche studierte auch Philo(n) von Alexandrien als jüdischen Theologen und Mystiker und hermetischen Philosophen der Hermetik als Natur- und Religionsphilosophie (siehe auch Elias Erdmanns Aufsatz dazu und seine anderen freien Online Texte) und Origenes, und übernahm die dreifache Schriftdeutung bzw. Auslegung der Bibel und der Heiligen Schrift hinsichtlich dem bzw. mit des dreifachen Schriftsinnes von ihnen. Siehe auch Bonaventura und Kardinal Nikolaus von Kues als Cusanus und großer Hermetiker.

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  3. Vitellia sagt:

    Ich staune, jetzt erscheint im kath. Forum auch noch der Evangelikale ABC-Kreis?
    Warum??

    Das wissen Katholiken schon längst, dass Homo-Partnerschaften keinen Segen bekommen.
    Sollen sich kath. Geistliche jetzt bestätigt fühlen, oder warum sind Evangelikale so wichtig?

    Mit ihrer unlogischen Aussage jedenfalls nicht: „Christus rechtfertigt den Sünder“.

    Nein, der Sünder – das sagt doch der Name schon – ist derjenige der sündigt.
    Gott rechtfertigt ihn nicht, sondern er verzeiht dem Sünder, wenn er Buße tut und seine Sexualität nicht mehr praktiziert.

    Zwei Homos dürfen befreundet sein, das ist was anderes, aber keinen Sex dürfen sie haben.
    Meine Güte, Evangelikale …

    Das freut mich noch heute, dass meine Eltern (die leider nicht mehr leben) Katholiken waren.
    Sonst hätte ich sie später auch noch enttäuschen müssen, bei den Evangelikalen
    wäre ich nicht geblieben!!
    Meine Gründe könnte ich schreiben … überflüssig.

    Was anderes würde mich interessieren.
    Was ist eigentlich mit Lesben in einer Partnerschaft?
    Von ihnen habe ich noch nie gelesen, dass sie in Sünde leben.

    Oder sind sie nur so klug und wollen keinen Segen von den Evangelikalen??
    Wollte ich auch nicht.

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    • Baldur sagt:

      @ Vitellia,

      ich muss mich über Sie wundern! Ihnen passt es nicht, dass Evangelikale hier im Forum erscheinen, das für Ihre Person „NUR“ für Mitglieder der RKK gedacht sein soll?

      Wollen Sie diesen Leuten einen Maulkorb umbinden? Warum sollen diese Evangelikalen nicht ihre Meinung sagen?
      Ich gehöre weder zur EKD noch zur RKK, aber ich vertraue Gottes Wort als die Wahrheit, so wie es bezeugt ist.

      Im Reich der Himmel wird es sicher keine getrennten Separees für Evangelische und katholische Gläubige geben, sondern nur die Einheit derer, die an Jesus Christus glauben und IHN aufgenommen haben!

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      • Vitellia sagt:

        Lieber Herr Baldur,

        Maulkorb umbinden??

        Ich möchte Sie an folgenden Satz in meinem Schreiben erinnern, die eigentliche Aussage:

        *Das wissen Katholiken schon längst, dass Homo-Partnerschaften keinen Segen bekommen.*

        Deshalb schrieb ich eingangs: Ich staune, dass im kath. Forum … usw.

        1. schreibe ich immer ZU einem Beitrag von Frau Küble und nicht GEGEN sie, welche Beiträge sie bringen oder nicht bringen soll.

        2. Ob mir die Evangelikalen passen oder nicht, müssen Sie leider mir überlassen und hat
        nichts mit „Maulkorb“ zu tun.
        Es gibt bei jeder Religion, auch wenn die Eltern diesen Glauben haben, auch Aussteiger.
        Das wäre ich, mit meinem eigenen Kopf, bestimmt bei den Evangelikalen gewesen (genauso wie bei den Zeugen Jehovas usw.)

        Sie passen mir nicht, auch weil sie gegen die kath. Kirche sind, die die sturen Evangelikalen als Irrlehre mit dem Papst ablehnen.
        Bilden sie sich ein, nur sie kämen später zu Gott?

        Was leisten aber Katholiken im Vergleich zu Evangelikalen?

        3. Wir leben alle zuerst einmal hier im Diesseits und brauchen die Schule!

        Meine Schulbildung habe ich von Nonnen bekommen und nicht von Evangelikalen.
        Sämtliche Nonnen hatten ein Studium, um uns gut zu unterrichten.
        Hätte ich/wir zwei Mädchen anstatt zwei Jungen, wären beide Mädchen auch auf dieses
        Gymnasium gekommen!

        4. Es gibt auch kath. und ev. Ärzte und Kliniken. In Stuttgart z. B. das kath. Marienhospital und das ev. Diakonie-Klinikum.

        Die Ärzte haben außer ihrem Glauben ebenfalls ein Studium absolviert und nicht nur die Bibel im Kopf.
        Wir brauchen sie alle, ob Schulen, Ärzte oder Kliniken.

        ————————-

        Aber die Evangelikalen brauche ich nicht, die im Gegensatz zur kath. Kirche auch der Wissenschaft widersprechen, weil sie alles mit der Bibel erklären wollen.
        So ein Unsinn, die Bibel kennt nicht einmal die DNA. Auch diese war eine langjährige Forschungsarbeit der Wissenschaft.
        Und wie ist der Computer entstanden und das Internet? Mit der Bibel?

        Was haben Wissenschaft und Forschung mit dem Glauben und der Bibel zu tun?
        Nichts! Kath. und ev. Pfarrer und Bischöfe können das unterscheiden.

        Auch von Bischof Huber, evangelisch, gab es vor längerer Zeit eine Rede über die
        Wissenschaft, die ich im Internet las.
        Ausgezeichnet, wie er alles erklärt hat, auch die Schöpfungsgeschichte in der Bibel, die ein Gleichnis ist und kein Widerspruch zur Evolutionslehre.

        Rechthaber mit der Bibel lehne ich ab! Rechthaber mit dem Koran auch! Die wissen auch alles besser als die Wissenschaft. Nichts wissen sie.

        Lesen Sie zur kath. Kirche, auch auf Wikipedia:
        „In der christlichen Schöpfungslehre ist Augustinus von Hippo der Erfinder des Begriffs der sogenannten creatio continua.
        Augustinus benutzt diesen Begriff, um zu verdeutlichen, dass die Schöpfung noch nicht abgeschlossen ist, sondern in ihren Gesetzen ständig für das Eingreifen des Gottes offen ist.“

        Die Wissenschaft behauptet genauso wenig, alles über die Evolution zu wissen, so komplex ist das alles. Dann gibt es wieder Funde der Archäologen und neue Erkenntnisse.

        Die Forschung bleibt nie stehen! Auf jedem Gebiet, auch in der Technik, auch in der Medizin geht sie weiter.

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