Haus Assen ist eine liturgische Oase und vor allem für katholische Familien optimal

Von Cordula Mohr

Das Haus Assen ist ein idyllisches Wasserschloß in Ostwestfalen (Lippetal), in dem die Ordensgemeinschaft SJM (Diener Jesu und Mariens) im Laufe des Jahres viele Seminare und Tagungen für jung und alt sowie Freizeiten für Familien anbietet.

Auch andere Organisationen können in diesem wunderschönen Ambiente ihre Veranstaltungen durchführen, wie es z.B. die CDL (Christdemokraten für das Leben) gerne tut.

Ich fuhr schon mehrmals mit unseren Kindern in dieses auch landschaftlich reizvoll gelegene Haus Assen. Die theologische Ausrichtung der SJM-Patres ist bodenständig-konservativ, hält sich treu an die kirchliche Lehre und feiert eine ehrfurchtsvolle Liturgie.

Eigenwillige Experimente und spätpubertäre Kindereien im Gottesdienst sucht man hier gottlob vergebens. Es ist vor allem die traditionell gehaltene Liturgie, die mich immer wieder in dieses eindrucksvolle Schloß zieht.

Die meisten Mitchristen wissen, was in den üblichen Pfarrgemeinden bei Gottesdienste und Messen alles vorkommen kann:  Von der Laienpredigt bis zu umgestalteten Hochgebeten bekommen wir vieles Unerquickliche geboten. Mich macht das zutiefst traurig  –  und deshalb habe ich mich entschlossen, wenigstens einige Male im Jahr eine ordentlich gehaltene Messe zu besuchen.

Unseren Kindern und mir gefällt die Liturgie und die Katechese in Assen sehr gut –  und die Fahrt ist von unserer Heimatstadt Rheine aus nicht allzu weit.
Die hl. Messe dort lehnt sich weitgehend an den alten Ritus (überlieferte Liturgie) an, ohne „puristisch“ zu sein: Es gibt neben lateinischen Gesängen auch viele deutschsprachige Lieder und Gebete. Die Predigten sind durchweg gediegen, gehaltvoll und geistig aufbauend. So haben wir auch die vergangenen Kar -und Ostertage in Haus Assen verbracht:

Es gefällt mir sehr,  dass die Geistlichen den Kinder und Jugendlichen das laufende Programm der Freizeit ohne Druck und Gruppenzwang vorstellten; viele Andachten und sonstige Frömmigkeitsübungen sind freiwillig und es gibt genügend Freiraum für eigene Betätigungen.

FOTO: Cordula mit anderen Teilnehmerinnen vor der Pforte von Haus Assen

Dabei kann man auch Angebote der KPE (Katholische Pfadfinderschaft Europas) nutzen, die mit dem SJM-Orden verbunden sind (beides wurde gegründet von Pater Andreas Hönisch).

In den Zimmern von Haus Assen (leider teils noch eine Baustelle bzw. ausbaufähig) lagen Zettel aus, in denen ausdrücklich vermerkt wurde: Wenn jemand an einem Programmpunkt nicht teilnehmen möchte, möge er Rücksicht auf diejenigen nehmen, die sich dafür entschieden haben. Somit bleibt allseits der Hausfrieden bewahrt.

Das Programm war sehr ansprechend für jung und alt: Mein Sohn berichtete mir von der interessanten Katechese, die ein Novize der SJM hielt; er erzählte in seiner Glaubensunterweisung auch den eigenen Lebens-und Werdegang bis zum Eintritt ins Kloster. Zudem wurde über die Bedeutung der Sünde, über den Unterschied von läßlicher und schwerer Sünde gesprochen und dies mit praktischen Beispielen erläutert.

Für die Erwachsenen wurden mehrere Vorträge zur Verbesserung ihres Glaubenswissens und zur Vertiefung des Glaubenslebens gehalten.

Etwas Besonderes ist in Haus Assen die Osternacht, die am Karsamstag um 22 Uhr beginnt. Im Anschluss an eine feierliche Messe folgt das sogenannte Osterfrühstück. Die Kinder konnten den Erwachsenen bei der Vorbereitung  helfen, Osterschmuck für den Tisch basteln, backen, Kerzen gestalten usw. Das Osterfrühstück ist somit eine wahre Augenweide, weil ein vielseitiges Essen nach den Fasttagen bereit steht. Jede Familie kann noch etwas, das sie mitgebracht hat, dazustellen.
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Spät in der Nacht werden noch in jugendbewegter Art ein paar zünftige Pfadfinderlieder gesungen und mit der „Klampfe“ begleitet.
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Auch der Kirchenraum in der Schloßkapelle ist von Gründonnerstag bis Ostern dem jeweiligen Tag entsprechend sehr ansprechend geschmückt, z. B. eine Bildhauer-Skulptur am Karsamstag, welche die Grabesruhe darstellt. Dies lädt zum Verweilen und Beten ein. An Ostern gibt es reichhaltigen Blumenschmuck und viele Kerzen. Man kann die Kar- und Ostertage durch diese Gestaltung sehr intensiv erleben.
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Die vielen bereichernden Gottesdienste, liturgischen Andachten, der Kreuzweg, der von den Kindern vorgetragen wurde, anregende Gespräche und Vorträge ließen das Osterwochenende zu einem Erlebnis werden, das sich, so hoffe ich, in die positive Erinnerung meiner Kinder einprägt  – bei mir jedenfalls ist dies der Fall. Mein Sohn sagte ein paar Tage später, es sei für ihn das bislang schönste Osterfest gewesen, meine Tochter reagierte ähnlich. 
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Für  die Zukunft möchte ich dem Haus Assen einen Vorschlag unterbreiten: Ich hätte eine Vorstellungsrunde am Gründonnerstag zu Beginn der Familienfreizeit gut gefunden, um sich locker kennenzulernen, Namen auszutauschen, zu erfahren, wo die Teilnehmer herkommen usw. Das hätte auch manche Kontaktaufnahme erleichtert.
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Ich werde gerne weiter diese geistliche Oase besuchen, und mir dort neue Kraft für das Glaubensleben im Alltag zu holen.
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Unsere Autorin Cordula Mohr ist dreifache Familienmutter und wohnt in Rheine (Westfalen); sie ist in der Lebensrechtsbewegung aktiv und leitet ehrenamtlich den ALfA-Verband Nordmünsterland.
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Infoseite von Haus Assen: http://www.haus-assen.de/de/
Fotos: C. Mohr, Archiv, Haus Assen

6 Kommentare on “Haus Assen ist eine liturgische Oase und vor allem für katholische Familien optimal”

  1. Vitellia sagt:

    Das ist wirklich schön, was man hier liest. Ich habe noch nie vom Haus Assen gehört mit dieser schönen Umgebung, den Bauwerken und der Ruhe der Natur.

    Die guten Predigten würden mich interessieren, genauso die Liturgie.
    Lateinische Gesänge!! Bestimmt die gesamte Hl. Messe in lateinischer Sprache. Das würde mir gefallen!
    Es ist einfach feierlicher und etwas Besonderes als alles in deutscher Sprache, die man jeden Tag auch für banale Dinge spricht.

    Das werde ich zu Hause mal anregen für einen Urlaub.
    Dieses Jahr ist er schon geplant, aber das schöne Haus Assen gibt es noch lange.

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    • Dorrotee sagt:

      @Vitellia
      ich kenne auch das Haus Assen. Die gesamte Messe ist nicht in der lateinischen Sprache.
      Lesen sie nochmal den Artikel.
      Da die Zimmer noch nicht ganz fertig sind, würde ich ihnen empfehlen, erstmal ein Wochenende oder einen Exerzitientag/e dort zu machen. Das Programm des Hauses ist unter dem Artikel verlinkt.

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      • Vitellia sagt:

        Danke für den Hinweis.
        Zu Hause alles besprochen, habe ich im Haus Assen angerufen.

        Ein sehr freundlicher Mensch teilte mir alles mit.
        Es gibt auch lateinische Messfeiern! Wäre aber nicht entscheidend gewesen, dass wir dieses Haus einmal besuchen wollen, mindestens eine Woche oder länger.
        Das hat aber noch viel Zeit, alles muss geplant werden. Wir wohnen ca. 450 km entfernt.

        Was mich besonders freut, auch die Musik findet große Beachtung.
        Lateinische Gesänge ohnehin, sie haben mir früher schon gefallen.
        Auch Konzerte, Musik im Salon: Schlosskonzert auf Haus Assen.

        Vor ein paar Jahren machten wir einen ähnlichen Urlaub im Frankenwald, Nähe Kulmbach.
        Die schöne Stadt Bamberg haben wir auch besucht, mit dem Bamberger Dom.

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  2. […] Haus Assen ist eine liturgische Oase und vor allem für katholische Familien optimal […]

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Studie: Erinnerungen an Nahtoderfahrungen sind “realer als real”
    Andreas Müller21/05/2017

    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/studie-erinnerungen-an-nahtoderfahrungen-realer-als-real20170521/

    Charlottesville (USA) – Ein wiederkehrendes Merkmal von Erinnerungen an Nahtoderfahrungen ist die Charakterisierung dieser Wahrnehmungen durch die Zeugen als “absolut real” oder gar “wirklicher als die Wirklichkeit.” Zwei langjährige Erforscher von Nahtoderfahrungen haben diese Beschreibungen nun mit einer Studie überprüft – mit einem erstaunlichen Ergebnis.

    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/?s=Nahtod

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