Die SPD-Fraktion erhöht ihren Kampfmodus zur Abschaffung des §219a

Mathias von Gersdorff

Für deutsche Verhältnisse geschah vor wenigen Tagen etwas äußerst Ungewöhnliches:

Der SPD-Vorstand erhöhte seinen Kampfmodus in der Debatte um das Werbeverbot für Abtreibungen auf Höchststufe und stellte der Union ein erstaunliches Ultimatum:

CDU/CSU sollen bis zum Herbst dieses Jahres einknicken und einer Änderung des § 219a StGB zustimmen. Ansonsten wollen sich die Sozialdemokraten zur Abschaffung des § 219a bzw. des Werbeverbots für Abtreibungen andere Partner im Bundestag suchen.

Das ist harter Tobak, denn mit eine solchen Erpressung setzt die SPD die bestehende Regierungskoalition aufs Spiel.

Der Preis für die Genossen wäre auf jeden Fall groß: Die Union könnte entweder die Koalition und damit die laufende Bundesregierung beenden oder sie könnte sich rächen und bei einem anderen Thema Mehrheiten jenseits der Koalition mit der SPD suchen.

Das Vertrauen in die Koalition wäre jedenfalls dahin und damit auch ihre Stabilität.

Aus dem Blickwinkel des Lebensrechtes lassen sich aus dem völlig überzogenen Verhalten des SPD-Vorstandes folgende Schlussfolgerungen ziehen:

• Die Abtreibungslobby innerhalb der SPD ist dermaßen überzeugt von ihrem Kampf gegen das Lebensrecht der ungeborenen Kinder, dass andere Erwägungen – wie etwa die politische Stabilität Deutschlands (und Europas) – völlig ausgeblendet werden. Diese Abtreibungsaktivisten agieren wahrhaftig wie Fanatiker; sie sind von ihrer düsteren Mission besessen.
• Die Abtreibungslobby innerhalb der SPD geht mit einer solchen Präpotenz vor, dass sie sich offensichtlich im Besitz der absoluten Wahrheit wähnt und der Auffassung ist, diese Pseudo-Wahrheit mit verbohrter Aggressivität durchsetzen zu dürfen.
• Der Fanatismus und die ideologische Verblendung der Abtreibungslobby geht so weit, dass das Wesentliche der Debatte für sie völlig aus dem Blickwinkel verschwindet – und zwar die Tatsache, dass es hier um das Leben von unschuldigen Kindern geht.
• Schließlich muss auch festgestellt werden, dass die SPD beim Thema Abtreibung von Radikalfeministinnen okkupiert zu sein scheint. Jedenfalls schaffen sie es, die gesamte Partei zu extremen politischen Forderungen bewegen zu können.

Mit Leuten, die ein solches Verhalten an den Tag legen, kann man nicht verhandeln.

Einmal mehr zeigt sich, dass man beim Lebensrecht keine „faulen Kompromisse“ schließen darf. 

Denn die Abtreibungsbefürworter werden immer nach mehr Liberalisierung streben wollen. Für sie sind Kompromisse nichts anderes als Etappen auf dem Weg zur totalen Abschaffung des Rechts auf Leben der ungeborenen Kinder.

Diese Tatsache darf man auf keinem Fall aus den Augen verlieren.

Es gibt Abtreibungsaktivisten in den linken Parteien, die sich gemäßigt zeigen. Doch schließlich – wie diese Forderung des SPD-Vorstandes zeigt – setzen sich die radikalen Vertreter durch. Bei denen wird jegliche Begrenzung der Abtreibung als ein Angriff auf ihre Freiheit aufgefasst, was in ihnen einen unbändigen Hass auslöst.

Innerhalb der SPD scheinen sich diese Radikalfeministinnen im Diskurs über die Abtreibung durchsetzen zu können. Sie treiben die „moderateren“ Elemente vor sich her, die schließlich aus Angst, man könne sie als „frauenfeindlich“ etikettieren, den Maximalforderungen der Radikalen zustimmen.

In diesem Prozess bleibt das Lebensrecht der Kinder im Mutterleib auf der Strecke. Über die Ungeborenen versucht man einen Schleier des Schweigens zu legen, den wir, die „widerlichen Lebensrechtler“ (MdB Eva Högl, SPD), immer wieder von neuem zerreißen.

Erfreulicherweise reagierte die Union empört und sprach von einer regelrechten Drohung, der man sich nicht beugen würde. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (CSU) bezeichnete das SPD-Ultimatum als „nicht akzeptabel“. Ähnlich äußerten sich Politiker aus der CDU.

Aber das reicht nicht. CDU und CSU müssen viel intensiver klarstellen, dass es hier primär um das Lebensrecht von Menschen geht.

Das Werbeverbot ist der klägliche Rest an Schutz des ungeborenen Lebens, der im Strafgesetzbuch noch verankert ist. Fällt dieser, wird sich die Abtreibungslobby damit nicht begnügen.

Sie wird dann die Abschaffung des Beratungsscheines verlangen. Die Abtreibungslobby wird längere Abtreibungsfristen fordern. Sie wird die Verankerung eines regelrechten „Rechts auf Abtreibung“ anstreben. Und nicht zuletzt wird sie versuchen, jeden Einsatz für das Lebensrecht der Ungeborenen zu kriminalisieren, wie das schon in Ländern wie Frankreich teilweise der Fall ist.

Wenn die Union das „C“ noch ernst nimmt, muss sie sich entschließen, energisch die Kultur des Lebens bei den Menschen beliebter zu machen.

Das ist nicht schwer, denn alle Menschen wissen im Grunde, dass die Tötung ungeborener Kinder falsch ist  – und auf der ganzen Welt – auch in Deutschland – ist „Pro-Life“ auf dem Vormarsch. Das geben Abtreibungsaktivisten selber zu.

Der Kampf der Abtreibungslobby gegen den § 219a ist fanatisch, hat aber auch die Züge eines verzweifelten Kampfes. Er wirkt wie der hysterische Versuch, die noch bestehenden Reste des Radikalfeminismus mobilisieren zu können.

Die Union darf sich von diesem letzten Aufbäumen der Abtreibungsbefürworter nicht beeindrucken lassen. Sie muss folgendes Ultimatum setzen: Das Recht auf Leben hat in unserer Gesellschaft absoluten Vorrang. Für alle! Immer!

Erstveröffentlichung dieses Artikels hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2018/04/werbeverbot-spd-setzt-ultimatum-wir-auch.html


8 Kommentare on “Die SPD-Fraktion erhöht ihren Kampfmodus zur Abschaffung des §219a”

  1. Vitellia sagt:

    Lach, was Bernhard zur Pille schreibt:
    „Beschäftigen Sie sich mal mit den verschiedenen Verhütungsmethoden, es lohnt sich! Und auch wenn es für Sie persönlich nicht mehr wichtig ist, so ist es doch für ihre Kinder und Enkel von Bedeutung.“
    ……………

    Lieber Bernhard, wie ist das bei Ihnen? Geben Sie Ihren erwachsenen Kindern und Enkeln Ratschläge zur Pille?
    Reale Frage, bitte um Antwort!
    Was sagen dann Ihre erwachsenen Kinder dazu??

    Nö, ich nicht! Sie sind ERWACHSEN. Alles was sie machen, ist richtig!!
    Jawohl, der Meinung bin ich. Sonst hätten wir sie schlecht erzogen, wenn sie nicht zu eigenen Entscheidungen fähig wären. Da mischen wir uns nicht ein!!

    Darf ich fragen, wie viele Kinder Sie haben?
    Wollen sie mir/uns und anderen Paaren vorschreiben, wie sie zu verhüten haben oder wie viele Kinder es bei bei fremden Leuten sein sollten??

    Meistens sind es Leute, die selber keine Kinder haben!

    Außerdem: Ich stehe nun wahrlich auf der Seite der kath. Kirche.
    Das heißt für mich aber nicht, nichts mehr selber zu entscheiden (besonders als wir damals durch den Beruf meines Mannes nach seinem Studium einige Zeit im Ausland waren und in dieser Zeit kein Kind wollten).
    Und noch etwas: Seit Generationen entzieht die kath. Kirche der Menschheit ihren Nachwuchs!
    Obwohl in der Bibel steht: Wachset und mehret Euch – und es ganz toll wäre, es gäbe viel mehr Kinder mit christlicher Erziehung, anstatt den Zölibat.

    Dann konnten auch wir entscheiden, dass wir nur zwei Kinder wollten!!
    ————

    Was Sie zu den Schmerzen des Fötus´ schreiben, man sollte einfach bei der Wahrheit bleiben und nicht, weil ich einen Schwangerschaftsabbruch gut finde – und was denken sollte man auch!

    Haben SIE bei einer Narkose oder Lokalanästhesie Schmerzen??

    Bei einer Fehl- oder Spontangeburt im 3. oder 4. Monat ist es für jeden Fötus viel schlimmer.
    Die Frau hat keine Betäubung, wenn sie nicht ganz schnell in der Klinik ist.
    Mit Schmerzen (Wehen) und Blutungen geht so ein Fötus dann ab.

    Eine Fehlgeburt ist für jede Frau schlimm, weil sie sich das Kind gewünscht hatte und dann so etwas erleben musste.
    In die Klinik muss sie auf jeden Fall – wie jede andere Schwangere auch.
    Aber, da ist der Gynäkologe wieder recht!

    Sie haben ihm nichts vorzuschreiben, wem er die Pille verschreibt!

    Das ist ja das Schöne, dass ins kath. Marienhospital und in die (kleinere) St. Anna-Klinik
    nicht nur Katholiken gehen. Egal, welche Konfession oder gar keinen Glauben – alle schätzen diese Kliniken mit ihrer guten Versorgung!!
    Aber keine kleinkarierten Ärzte, die einer Protestantin oder anderen Frau die nichts glaubt (ehem. DDR z. B.) einen Vortrag halten würden, warum sie die Pille nicht bekommt.

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    • Bernhard sagt:

      Es tut mir leid, wenn mein Beitrag belehrend oder überheblich geklungen hat. So war es nicht gemeint.
      Ich sagte das vor dem Hintergrund, dass Sie nicht wussten, dass auch die normale Antibabypille eine frühabtreibende Wirkung hat. Solche Dinge sind aber wichtig zu wissen.

      Ich habe keine erwachsenen Kinder, und wenn meine Kinder wirklich erwachsen sind, dann werde ich natürlich nicht hinter ihnen herfahren, ob und welche Verhütungsmittel sie benutzen. Wenn sie es mir aber erzählen werde ich sehr wohl meine Meinung sagen. Und solange sie Kinder oder Jugendliche sind, werde ich ihnen die Lehre der Kirche und allgemein meine Einstellung zum menschlichen Leben darlegen.

      Ich schreibe niemanden etwas vor, ich habe nur gesagt, dass diverse sogenannte Verhütungsmethoden frühabtreibende Wirkung haben.

      Ein katholisches Krankenhaus soll der Lehre der katholischen Kirche folgen, wenn es diesen Namen führen möchte. Einer Frau steht ja immer frei, zu einem anderen Gynäkologen oder in ein anderes Krankenhaus zu gehen.

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  2. Vitellia sagt:

    Die kath. Kirche verbietet jede Verhütung.
    Damals las man noch als Empfehlung die natürliche Verhütungsmethode nach „Knaus Ogino“ mit Fieber messen, wann die fruchtbaren Tage der Frau sind und dann Enthaltsamkeit.

    Super, das nenne ich spontane Sexualität, die sich nicht nach einem Knaus-Ogino richten soll?
    Außerdem lächerlich, so zu verhüten.

    Eine sehr kath. Verwandte von mir hatte danach gleich zweimal einen kleinen „Knaus-Ogino“, zwei Kinder mehr, als sie und ihr Mann gewollt hatten. Danach gab es auch die Pille.
    Das ging noch mehr kath. Frauen so, weil so eine Verhüterei völlig unzuverlässig ist.

    Irgend ein Papst, Name weiß ich nicht mehr, soll den Ausspruch getan haben:
    Wer die Lust hat, soll auch die Last tragen.
    Typisch, weil er nie Sex haben durfte in seinem langen Männerleben und nie Verantwortung für Kinder hatte, sollen Andere die Last tragen.

    Für mich war es keine Last, weil wir selber bestimmten, wie viele Kinder wir wollten.

    Weitere Kinder, die durch die Pille verhütet wurden (und nicht nach Knaus Ogino) sind mir
    völlig egal. Ich liebe sie nicht, weil ich sie nicht kenne!
    Aber für geborene Kinder hat man alles zu tun und bis sie erwachsen sind eine hohe Verantwortung für eine gute Erziehung.

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    • Guten Tag,
      die katholische Kirche verbietet nicht jede Verhütung, die natürliche Familienplanung (NFP) erlaubt sie seit über hundert Jahren!
      Die von Ihnen erwähnte Knaus-Ogino-Methode ist doch längst veraltet, es gibt schon seit über sechzig Jahren die Temperatur- und bald danach die Billings-Methode.
      Von „völlig unzuverlässig“ kann keine Rede sein!
      Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, daß sogar der „Spiegel“ – wahrlich kein Kirchenblatt – erklärt, NFP sei so sicher wie die Pille ist (und deutlicher sicherer als Kondome!):
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/verhuetung-natuerliche-familienplanung-aehnlich-sicher-wie-pille-a-467527.html
      Wenn man sich freilich nicht an die Enthaltsamkeits-Frist hält, können Knaus-Ogino-Kinder entstehen.
      Wenn man sich nicht an die Pilleneinnahme hält, können Pillenkinder entstehen – logisch.
      Aber seltsam, daß man der Pille die Pillenpannen nicht anlastet, aber NFP die Ogino-Kinder.

      Daß auch die normale Pille (nicht nur die Pille-danach) potentiell frühabtreibend wirkt, scheinen Sie auch nicht zu wissen.
      Entsprechende medizinische Literatur wie z.B. das neueste Buch des evangelischen (!) Arztes Dr. Kiworr „9 Monate bis zur Geburt“ informiert darüber.
      Ich habe schon 1982 ein Flugblatt über die nidationshemmende = frühabtreibende Wirkung der Pille herausgebracht. Titel: „Eine (un)heimliche Massentötung“.
      Noch schlimmer steht es mit der Spirale, deren einzige Wirkung die Frühabtreibung ist.
      Außerdem sind sowohl Pille wie Spirale gesundheitlich bedenklich – NFP nicht im geringsten: echt supergesund!
      Zudem tut es der Ehe òftmals nur gut, wenn man monatlich eine Woche enthaltsam bleibt. Im Judentum ist es übrigens ähnlich und das seit Jahrtausenden.
      Wieder einmal eine interessante Übereinstimmung zwischen Juden und katholischer Kirche.
      Eine gute Lösung wie NFP kann nicht nur aus Vorteilen bestehen, so muß man die mangelnde Sex-Spontanität in den 7 Abstinenz-Tagen eben hinnehmen.
      Dafür hat keine keine Gesundheitsschäden und betreibt keine Frühabtreibung ! ! !
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Vitellia sagt:

        Liebe Frau Küble,
        besten Dank für die Aufklärung.

        So genau habe ich mich nie damit befasst, mir war nur noch die Knaus-Ogino-Methode in Erinnerung.

        Wie war das bei mir damals?
        Der Frauenarzt in der Praxis (nicht im kath. Marienhospital, wo beide Kinder zur Welt kamen) klärte mich über die Pille auf und bei entspr. Alter später über eine Sterilisation.
        Also verschrieb er mir Eugynon, damals eine stärkere Pille als es sie heute noch gibt, die ich problemlos vertragen habe.

        Wie ich aber vor einiger Zeit schon mitteilte, wird schon lange auch im Marienhospital die Pille verschrieben und auf Wunsch eine Sterilisation durchgeführt.

        Ich kann mir nicht vorstellen, es sei denn eine Frau fragt explizit danach, dass die Ärzte ihnen als Alternative zur Pille die NFP-Methode empfehlen!

        Prof. Dr. med. Hans-Joachim Herschlein vom Marienhospital, ein betagter Herr, inzwischen schon über 80 und gesund und fit, betreut noch Privatpatienten, aber nur während der Schwangerschaft, selbstverständlich nicht mehr bei einer Entbindung.
        Er wird vermutlich noch heute keine Pille verschreiben!

        Aber sein Sohn Hans-Georg Herschlein, kath. Gynäkologe und als ausgezeichneter Operateur bei Brustkrebs bekannt, praktiziert in der kath. St. Annaklinik, die es in Stuttgart auch gibt.
        Ich kenne ihn gut, auch weil ich zu ihm zur Krebs-Früherkennung gehe.
        Er war es, der mir sagte, natürlich wird heute die Pille verschrieben!
        Eine junge Bekannte erzählte es mir und ich wollte es genau wissen.
        Dr. Herschlein kann ich alles fragen, ein guter und kompetenter Arzt, den ich sehr
        schätze!
        Bei Brustkrebs, hoffentlich nie, würde ich mich sofort von ihm operieren lassen.
        Das ist wichtiger, als wenn er in heutiger Zeit auch die Pille verschreibt und auf Wunsch
        eine Sterilisation durchführt.
        Zumal nicht nur Katholiken in diese Klinik gehen.

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      • Bernhard sagt:

        Vitella:
        Beschäftigen Sie sich mal mit den verschiedenen Verhütungsmethoden, es lohnt sich! Und auch wenn es für Sie persönlich nicht mehr wichtig ist, so ist es doch für ihre Kinder und Enkel von Bedeutung.

        Alle hormonellen Verhütungsmittel haben potentiellen frühabtreibende Wirkung. Dasselbe gilt für das Intrauterinpessar („Spirale“).

        Dass in katholischen Krankenhäusern die Pille verschrieben wird, ist ein Skandal. Aber leider sieht heutzutage so die Realität aus.

        Zu den anderen Punkten hat Frau Küble schon ausführlich geantwortet.

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  3. Vitellia sagt:

    Auch wenn ich von der SPD nichts halte, erst recht, weil sie die Merkel mit der GroKo unterstützt, aber wie in dem Beitrag „drauf gehauen“ wird, wenn ein Gesetz, das von Werbung quatscht und uralt ist, auch abgelehnt oder geändert werden kann, dann von Abtreibungs-Lobby usw. zu schreiben?

    Was ist dann in anderen europäischen Ländern (oder viel weiter weg auch in den USA), in denen die Abtreibung straffrei ist und es dieses Gesetz nicht gibt?
    Auch alle eine LOBBY, sprich, sie wollen Abtreibungen?

    Ich glaube nicht, dass man Frauen mit einem Gesetz davon abhalten kann – sie würden wie früher wieder ins benachbarte Ausland gehen.

    Nur eine gute Beratung mit Angeboten der Hilfe kann sie zu einer Entscheidung pro Kind bringen, was auch sehr oft der Fall ist. Gesetze interessieren sie nicht.

    Informationen zu so einer schwerwiegenden Entscheidung sind wichtig, auch im Internet!

    Ich hätte sofort die Frage und wollte von einem Arzt genau wissen, was beim Absaugen des Fötus unter Narkose oder einer Lokalanästhesie (so viel habe ich schon gelesen, weder die Frau noch der Fötus haben Schmerzen) genau vor sich geht!

    Mich widern diese von einschlägiger Seite immer wieder gezeigten zerstückelten(!) Föten an.

    Falsch und unpräzise ist es auch, bei einem Schwangerschaftsabbruch von einem Kind oder Baby zu schreiben.
    Ein Baby kann ich auf den Arm nehmen, aber einen Fötus nicht. Den kann ich auch nicht baden und wickeln wie sehr gerne unsere beiden Babys damals.
    Nie hätte ich an eine Abtreibung gedacht, der Gedanke ist mir schon zuwider, wenn ich an die beiden Kinder denke.

    Ob die Ärzte aber mit einer Zerstückelung den Fötus entfernen, wollte ich von einem Gynäkologen wissen!
    So primitiv sollen sie arbeiten, den kleinen Fötus zu zerstückeln??

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    • Bernhard sagt:

      Woher haben Sie die Information, dass das Ungeborene („der Fötus“) keine Schmerzen hat? Ich bin kein Arzt, würde aber behaupten, das hängt sehr stark vom Entwicklungsstand ab. Wenn das Ungeborene schon größer ist, ist auch das Nervensystem ausgebildet, und dann dürfte es sehr wohl Schmerzen haben.

      Es gibt verschiedene Abtreibungsmethoden; bei manchen dürfte das Kind sehr wohl zerstückelt werden. Es spielt aber eigentlich keine Rolle, getötet wird es alle Mal.

      Ob man das Ungeborene nun „Kind“ nennt, ist Definitionssache. Ein Mensch, ein neuer Mensch mit eigenem Chromosomensatz, ist es definitiv.

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