Papst Franziskus hält sich aus der deutschen Interkommunion-Debatte heraus

Mathias von Gersdorff

Gewissermaßen war es eine angekündigte Absage: Papst Franziskus hat sich geweigert, sich in die deutsche Debatte um die Interkommunion einzumischen. Er forderte die deutschen Bischöfe auf, zunächst selber eine Lösung zu finden. Diese sollte zudem einstimmig erfolgen.                  

Das klingt ungefähr so: Ihr (sprich: Kardinal Marx) habt ein Riesenproblem geschaffen. Seht selber zu, wie Ihr da raus kommt. Und wenn es nicht zu einer Einstimmigkeit kommt, so ist das Problem aus der Welt geschaffen.

Doch diese Antwort ist auch eine Offenbarung: Dem Vatikan kann nicht entgangen sein, dass Kardinal Marx & Co., also der deutsche Reformkatholizismus, im Grunde ein siechender Riese ist.

Der Progressismus kann in Deutschland auf keinem relevanten Gebiet irgendeinen Erfolg bieten. Die Statistiken über Kirchenaustritte, geringe Berufungen etc. sprechen für sich.

Oft wird im Ausland darauf hingewiesen, dass die katholische Kirche reich sei und man sich mit diesem Reichtum Einfluss erkaufe. Doch diese Analysen übersehen komplett, dass etliche Bistümer pleite sind. Die meisten Einnahmen sind zweckgebunden: An Krankenhäuser, an Altersheimen, an Kindertagesstätten etc. Diese Gelder kann man nicht für die Ausbreitung des deutschen Progressismus verwenden.

In der Theologie lebt der deutsche Progressismus vielmehr vom Staat, der die Lehrstühle finanziert.

Aber auch wenn man auf seine Verbreitung schaut, wird die Misere besonders deutlich: Die Auflagen der Bistumsblätter sind im freien Fall, wenige Verlage sind unter wirtschaftlichen Kriterien noch existenzfähig etc. Selbst Großverlage wie Herder müssen immer wieder Buchreihen streichen.

Mit anderen Worten: Der liberale Reformkatholizismus hierzulande ist ein Bluff. Würden an den Machtzentren keine Progressisten sitzen, die es immer noch schaffen, gesunde Initiative am Wachstum zu hindern, wäre er längst verschwunden oder zumindest unbedeutend.

Die Wahrheit ist: Der Progressismus hat keinen Resonanzkasten mehr. Besonders deutlich wurde dies vor der Familiensynode im Jahr 2015.

Gruppen wie „Wir sind Kirche“ hatten die Absicht, eine massive Agenda zur Durchsetzung ihrer Reformidee durchzuführen. Doch sie scheiterten kläglich, weil niemand mehr hinter ihnen steht. Nur linke Medien verbreiten ihre gescheiterten Vorstellungen.

Und nun zur Interkommunion: Es ist kein Geheiminis, dass die Progressisten gegenüber den Protestanten einen Minderwertigkeitskomplex haben. Sie beneiden sie, weil diese sich nicht an ein römisches Lehramt halten müssen, sondern sich ihren theologischen Phantasien frei hingeben können.

Aus diesem Grund sagen sie seit Jahrzehnten: Im Grunde genommen glauben wir an dasselbe. Doch das ist pure Selbsteinbildung, die selbst von den seriösen Protestanten nicht geteilt wird. Deren Reaktion auf die geplante Handreichung zur Interkommunion für Mischehen war: Wollt ihr, dass wir Katholiken werden, ohne es offen auszusprechen? Oder seid Ihr eigentlich protestantisch?

Kardinal Reinhard Marx kam sich wohl besonders schlau vor, als er meinte, ein allgemein verbindliches Dokument sei nicht nötig: Wir wenden den Trick der Einzelfalles an.  – Pech für ihn, dass noch logisches Denken in Teilen des deutschen Katholizismus herrscht. Sieben Bischöfe richteten ein Ersuchen an Rom, doch bitte den Fall theologisch und kirchenrechtlich zu klären.

Die Antwort des Papstes: Für Euch hole ich nicht die Kastanien aus den Kohlen. Seht selber zu, wie Ihr klar kommt.

Nun steht Kardinal Marx, Vorsitzender der Bischofskonferenz, vor einem Scherbenhaufen. Er hat vollends seinen Ruf ruiniert.

So unterstützte er in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk die Forderung von Bischof Franz-Josef Bode, homosexuelle Paare zu segnen. Dieses Ansinnen erzeugte eine lebhafte Debatte, die erst ein Ende nahm, als er – einen Monat später – erklärte, er hätte „das nicht so gemeint“. Die katholische Öffentlichkeit schüttelte den Kopf über so viel Zynismus.

Kurz danach präsentierte er seine Vorstellungen zur Interkommunion in Mischehen. Begründet wurde es mit Tricks und kirchenrechtlichen Spitzfindigkeiten. Auf lokaler Ebene sollten die Pfarrer entscheiden, ob die Spendung der Kommunion in Einzelfällen an nichtkatholische Ehepartner möglich sein könne. Auf diese Weise vermied es Kardinal Marx, ein verbindliches bischöfliches Dokument verfassen zu müssen.

Diesen Trick der „Einzelfallentscheidungen“ hatte er zuvor schon bei der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene angewendet. Auf diesem Weg war Kardinal Marx dabei, die Situationsethik in die katholische Kirche einzuführen und zugleich den „Schwarzen Peter“ den Priestern vor Ort zuzuschieben.

Zuletzt gab er eine Tirade gegen die Anbringung von Kreuzen in den bayerischen Amtsstuben, durch die er eine Welle der Empörung gegen sich auslöste.

Jedem normal denkenden Mensch wird klar: Kardinal Marx ist seine Fähigkeit, Situationen angemessen einzuschätzen, völlig abhandengekommen. Es wird immer deutlicher, dass sein „Drang nach vorwärts“ eine andere, nicht-katholische Kirche anstrebt.

Möglicherweise erkennt Kardinal Marx es nicht selber, doch für den deutschen Progressismus in Deutschland ist er zu einem Hindernis geworden. Es ist eine Frage der Zeit, bis er von einer unverbrauchten Figur ersetzt wird.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und veröffentlicht aktuelle Kommentare u.a. hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


15 Kommentare on “Papst Franziskus hält sich aus der deutschen Interkommunion-Debatte heraus”

  1. "GsJC" sagt:

    „Man kann sich auch selbst demontieren!“

    Und der nächste Dämpfer für Kardinal „Schnellschuss-Marx“ aus ROM, der sich bis vor Kurzem noch für den unerreichbaren Vorsitzenden und Vordenker der kath. Kirche in Deutschland gehalten haben muss. Der Kardinalshut schien ihm schon nicht zu bekommen und der DBK-Vorsitz hat es nicht besser gemacht.

    Hoffentlich gibt ihm die erneute Missfallensäußerung aus ROM zu denken. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man weiterhin „very amused“ sein wird, so seine bayerische Eminenz wiederholt mit unausgereiften Vorschlägen aus der Provinz auffällt und ROM unnötig Arbeit bereitet. Ich bin davon überzeugt, dass Kardinal Marx negativ aufgefallen ist.

    Nachstehendes Zitat der jüngsten Stellungnahme aus ROM zu der „Handreichung“, dürfen als erneute, wenngleich brüderlich liebevoll verpackte Watschen gedeutet werden:

    „Die Frage der Zulassung von evangelischen Christen in interkonfessionellen Ehen ist ein Thema, das den Glauben der Kirche berührt und eine Bedeutung für die Universalkirche hat.
    Diese Frage hat auch Auswirkungen auf die ökumenischen Beziehungen zu anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die nicht zu unterschätzen sind.“

    Quelle: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-gegen-veroffentlichung-von-handreichung

    Kardinal Marx hat die Universalkirche aus dem Blick verloren und die Auswirkungen zu anderen kirchlichen Gemeinschätzen vollkommen unterschätzt, wenn nicht sogar vollkommen übersehen (wollen). Kardinal Marx wurde aus ROM darüber belehrt, bei zukünftigen Überlegungen nicht nur das Wohl der Weltkirche aus den Augen zu verlieren. Marx sollte die Konsequenzen ziehen.

    MfG

    PS.

    Machtwort im Bischöfe-Streit: Papst verhindert Kommunion für Protestanten

    https://www.ksta.de/politik/machtwort-im-bischoefe-streit-papst-verhindert-kommunion-fuer-protestanten-30565390

    Woelkis Protest in Rom erfolgreich: Vatikan entscheidet Kommunionsstreit

    http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/nrw/Vatikan-entscheidet-Kommunionsstreit-article3869746.html

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  2. Anonymous sagt:

    Nachdem der Theologie-Professor auf dem Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin die Kommunion an Protestanten verteilt hatte, war er vom Priesteramt suspendiert worden. Der damalige Trierer Bischof Reinhard Marx entzog Hasenhüttl 2006 außerdem die kirchliche Lehrerlaubnis.

    16.11.2010 10:40 Uhr

    http://www.fr.de/politik/katholiken-theologe-tritt-aus-kirche-aus-a-971649

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  3. Rübezahl sagt:

    Papst Franziskus verrät laufend das Christentum, vollzieht Gesten der Unterwerfung unter dem politisch ideologischen Islam und küsst deren Füße, lädt sie massenhaft ein, um das Schlachtfest an den Christen und deren Verfolgung zu fördern, mit Verlaub, dieser Papst geht für seine Welteinheitsreligion über Leichen! Dass er sich in Deutschland mal raushält, liegt doch wohl daran, dass er seiner Busenfreundin Angela Merkel, die sich als evangelische Pfarrerstochter verkauft, aber der das Christentum für ihre Globalisierungsideologie schnuppe ist, eine Atempause verschaffen will. Wo bitte vertritt Papst Franziskus christliche Werte, wenn er die Unterwerfung unter den Islam fördert? Den Schutz und das Wohl der Christenkinder hat Franziskus schon längst über Bord geworfen und die Aufklärung in den kirchlichen Missbrauchsskandalen boykottiert, damit seine muslimischen Schätzchen ihren Brauch der Kinderehen unbeschränkt fortführen kann, was früher in Europa Kindesmissbrauch war. Dieser ganze Amoris Laetitia Käse ist eine Nebelkerze, um davon ab zu lenken, indem man sexuell anders orientierte Menschen vorführt und es bedarf dessen nicht, weil Jesus Christus niemanden ausgestoßen hat. Er ist ein grüner Ideologie-Papst, der sexuell anders orientierte Menschen missbraucht, das sehe ich auch, weil es mich nicht betrifft. Und der Friedensengel für Erdogan, der den Suizid an den Kurden verübt, spricht Bände. Alle Päpste hatten ihre Fehler, aber Franziskus will für seine Macht die freien Christenmenschen wieder knechten, pfui Teufel.

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  4. Claus Stephan Merl sagt:

    Ich denke, Herrn von Gersdorff sind zwei wichtige Punkte entgangen:

    1. Es war der Papst, der diese ganze unselige Debatte angestoßen und Bischöfe wie Marx u.a. ermutigt hat. Und jetzt will er die Scherben nicht zusammen kehren.
    2. Wenn es keine Einstimmigkeit gibt, dann macht jedes Bistum, was es will. Das wiederum verschärft das Problem.

    Die katholische Kirche im Westen (Europa und USA) zeigt eindeutige Auflösungserscheinungen. Es gibt allerdings sicher einen bunten Strauß´an Gründen dafür. Nur zu glauben, es liege an den „Progressiven“, ist sicher zu kurz gedacht.

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    • Gerd sagt:

      Na ja, dass es ausschließlich die „Konservativen“ waren, die vor einer solchen Entwicklung warnten ist sicherlich Fakt. Und wenn ein Papst, wie sie es ausdrücken, die Scherben nicht zusammen kehren will, die er selber verursacht hat, kann man das sicher nicht den „Konservativen“ in den bunten Strauß einflechten. Dass die „Konservativen“ an allem Schuld sind, ist in „progressiven“ Kreisen oberstes Glaubensprinzip.

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  5. Was ist das nur für ein furchtbarer „Papst“?! Denkt der denn gar nicht an seine Nachfolger, denen er es durch seine Lässigkeit total schwer machen wird, weil sie evtl. den katholischen Weg wie Benedikt XVI. gehen werden, und dann von den Medien, die ja in freimaurerischer Hand sind, dafür angegriffen werden, weil sie in Verhältnis zu Franziskus gebracht werden?

    Hoffentlich ist dieser furchtbare Pseududo-Papst bald weg vom Fenster! Dafür bete ich!

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Inwiefern Franziskus ein „Pseudo-Papst“ sein soll, erschließt sich mir nicht. Er ist eindeutig nach den Regeln der RKK wirksam zum Papst gewählt worden. Danach ist angeblich von Gott das Amt geschützt, egal wer es wie ausführt. Die Kirchengeschichte ist ja voll von „merkwürdigen“ Päpsten.

      Und dass angeblich die Medien „in freimaurerischer Hand sind“, können Sie bestimmt begründen.

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      • Herr,Merl, Sie verstehen so vieles nicht! Aber auch hier kann ich Ihnen gerne nachhelfen:

        „Papst“ bedeutet „Vater“, und so, wie sich Franziskus benimmt, ist er nie und nimmer Vater, sondern ein Wolf im Schafspelz!

        Selbstverständlich kann ich begründen, dass die Medien in freimaurerischer Hand, sonst würde ich das nicht behaupten!

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    • Holger Jahndel sagt:

      Die Christen sind das Neue Gottesvolk. Das Neue
      Israel.

      Wichtig ist wie immer der Kontext:

      Die endgültige Rettung Israels: 9,1 – 11, 36

      Die gesamte lange Passage ist wichtig-aber in Kürze
      zusammengefasst:

      „Ich frage also:Hat Gott sein Volk
      verstossen?Keineswegs!Denn auch ich bin ein Israelit,
      ein Nachkomme Abrahams, aus dem Stamm Benjamins.Gott
      hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt
      hat.“ Römer 11,1-3
      „Es ist jedoch nicht so, als ob das Wort Gottes
      versagt hätte. Denn nicht alle, die von Israel
      abstammen, sind wirklich „Israel“. Auch sind sie nicht
      alle Kinder, weil sie Abrahams Same sind, sondern:
      „Was ‚dein Same‘ genannt werden wird, wird durch Isaak
      kommen.“ Das heißt nicht, die Kinder des Fleisches
      sind wirklich die Kinder Gottes, sondern die Kinder
      der Verheißung werden als der Same gerechnet. […]
      Wenn nun Gott, obwohl gewillt, seinen Zorn zu zeigen
      und seine Macht kundzutun, die Gefäße des Zorns, die
      zur Vernichtung passend gemacht sind, mit viel Langmut
      duldete, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an
      Gefäßen der Barmherzigkeit kundtun könnte, die er zur
      Herrlichkeit im voraus bereitet hat, nämlich uns, die
      er nicht nur aus den Juden berufen hat, sondern auch
      aus den Nationen, was dann? Es ist so wie er auch in
      Hosea sagt: „Die nicht mein Volk sind, will ich ‚mein
      Volk‘ nennen und sie, die Nichtgeliebte, ‚Geliebte‘;
      und an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: ‚Ihr seid
      nicht mein Volk‘, dort werden sie ‚Söhne des
      lebendigen Gottes‘ genannt werden.“
      Ferner ruft Jesaja in bezug auf Israel aus: „Obwohl
      die Zahl der Söhne Israels wie der Sand am Meer sein
      mag, ist es der Überrest, der gerettet werden wird.“
      Jesaja aber erkühnt sich und sagt: „Ich wurde von
      denen gefunden, die mich nicht suchten; ich wurde
      denen offenbar, die nicht nach mir fragten.“ In bezug
      auf Israel dagegen sagt er: „Den ganzen Tag habe ich
      meine Hände nach einem Volk ausgebreitet, das
      ungehorsam ist und widerspricht.“
      Ich frage also: Gott hat doch nicht etwa sein Volk
      verworfen? Das geschehe nie! Denn auch ich bin ein
      Israelit, vom Samen Abrahams, vom Stamm Benjamin. Gott
      hat sein Volk nicht verworfen, das er zuerst anerkannt
      hat. Nun wisst ihr nicht, was die Schrift in
      Verbindung mit Elia sagt, wie er vor Gott gegen Israel
      vorstellig wird? „Jehova, sie haben deine Propheten
      getötet, sie haben deine Altäre ausgegraben, und ich
      allein bin übrig geblieben, und sie trachten mir nach
      der Seele.“ Doch was sagt ihm der göttliche Ausspruch?
      „Ich habe siebentausend Männer für mich übrigbleiben
      lassen, Männer, die das Knie nicht vor Baal gebeugt
      haben.“ So hat sich nun auch in der gegenwärtigen
      Zeitperiode ein Überrest gemäß einer Auserwählung
      zufolge unverdienter Güte gezeigt. Wenn es nun durch
      unverdiente Güte ist, ist es nicht mehr zufolge von
      Werken; sonst erweist sich die unverdiente Güte nicht
      mehr als unverdiente Güte.
      Was nun? Gerade das, was Israel ernstlich suchte, hat
      es nicht erlangt, die Auserwählten aber haben es
      erlangt. Die übrigen hatten ihr Empfindungsvermögen
      abgestumpft, so wie geschrieben steht: „Gott hat ihnen
      einen Geist tiefen Schlafes gegeben, Augen, um nicht
      zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den
      heutigen Tag.“
      Römer 9:6-8, 22-28; 10:21; 11:1-8;

      Die Juden sind also nicht vollständig verworfen,
      Paulus ist schließlich selbst ein Jude. Allerdings
      müssen sie, wie alle anderen Menschen auch, Glauben an
      Christus ausüben, um gerettet zu werden. Als Nation
      sind sie nicht mehr Gottes auserwähltes Volk, nur ein
      „Überrest“ der fleischlichen Juden hat auch das
      Vorrecht zum „Israel Gottes“ zu gehören (Galater
      6:16). Dazu müssen sie, wie Paulus auch, Christus
      annehmen.
      Denke doch auch in diesem Zusammenhang an das
      Gleichnis vom Weingarten aus Markus, Kapitel 12.

      quote:
      ——————————————————————————–
      „Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und
      wer nicht mit mir sammelt, zerstreut“
      Matthäus 12:30 und Lukas 11:23
      ——————————————————————————–

      sowie

      quote:
      ——————————————————————————–
      Denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns.
      Markus 9, 40
      ————————————————————————

      Dies scheint ein Widerspruch zu sein; wichtig ist
      aber, wie immer, der Kontext:
      Im ersten Text argumentiert Jesus mit den Pharisäern
      (Jüdische Schriftgelehrte). Ihm wurde vorgeworfen,
      dass sein Heilungswunder, welches er gerade eben
      vollbracht hatte, durch den Teufel geschehen war.
      Jesus kontert daraufhin scharf, denn seine Gegner
      waren alle mit den Schriften vertraut, hätten also
      wissen können, wer Jesus war, und konnten ausserdem
      ein Wunder „live“ miterleben. Da sie trotzdem Jesus
      als Verbündeter Satans ansahen, ging Jesus mit ihnen
      ziemlich hart ins Gericht und sagte dabei diesen
      oberen Satz. Wer Gott erlebt, und ihn trotzdem
      ablehnt, ist gegen Gott. (aber das tun die anderen apostolischen Traditionen etwa nach Johannes und Jakobus oder auch Thomas ja eben nicht!)

      Die zweite Stelle:
      Hier redet Jesus über Leute, die Gutes tun, ohne
      explizit einer Gemeinde zuzugehören bzw. den Jüngern
      nachfolgen. Leute, die Gutes tun und nicht gegen Gott
      sind, sind für Gott. Gültig ist für Christen natürlich die Bibel.

      Mir erscheint diese Deutung der beiden Stellen auch im
      Zusammenhang mit dem Liebesgebot Jesu viel
      überzeugender.
      Sagte Jesus nicht auch über den fremden Wundertäter
      der in seinem Namne Wunder vollbrachte und den die
      Jünger dann daran hindern wollten weil er sich ihnen
      nicht anschließen wollte, sie sollten ihn nicht
      hindern?

      Anerkennung auch anderer Konfessisonen…

      Ich wollte noch auf zwei spezielle und sehr verwandte
      Bibelstellen hinweisen (ich verwende die
      Einheitsübersetung bzw. Interlinear-Übersetzung)
      hinweisen:

      Der fremde Wundertäter: Markus 9,38- 41

      Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen,
      wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir
      versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht
      nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner,
      der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht
      schlecht von mir reden.Denn wer nicht gegen uns ist,
      der ist für uns. Wer euch auch nur einen Becher Wasser
      zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört – amen,
      ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.

      Der fremde Wundertäter: Lukas 9,49 – 50

      Da sagte Johannes: Meister, wir haben gesehen, wie
      jemand in deinem Namen Dämonen austrieb, und wir
      versuchten, ihn daran zu hindern, weil er nicht mit
      uns zusammen dir nachfolgt. Jesus antwortete
      ihm:Hindert ihn nicht!Denn wer nicht gegen euch ist,
      der ist für euch.

      Auch als überzeugter Christ kann man also andere
      christl. Konfessionen oder eingeschränkt die Juden als Gott
      verehrend akzeptieren. Wenn auch noch unvollkommen.

      Zudem gibt es durchaus (z.B. aus der verschollenen
      Quelle „Q“, deren Inhalte teiweise Eingang in die
      Bibel fanden) Jesus- Worte, die nicht in jeder Bibel
      stehen oder Eingang in die verbreitetste Bibelversion
      fand. Siehe auch den 1. Clemens-Brief und das äthiopische Henoch Buch, aus dem der Apostel Paulus im Neuen Testament der Bibel im Judas-brief auszugsweise zitiert. Etwa bei den Kopten mit dem breiteren Bibel-Kanon. Oder in der syrischen Kirche. Der heilige Irenäus von Lyon zählte auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum biblischen Kanon bzw. Bibel-Kanon und Neuen Testament. Die äthiopisch-koptische Kirche rechnet u.a. auch noch Sondergut wie das etwa für die Angelogie bzw. Engelslehre wichtige Jubiläen-Buch zum engeren und breiteren Bibel-Kanon und ihrem alten Testament. (Wie auch das äthiopische Buch Henoch.)

      Auch die Kirchenväter schätzten es noch hoch, es stand bei ihnen allgemein noch im hohen Ansehen. Noch Origenes und Epiphanias zitierten daraus. Die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens folgen theologisch gesehen eher dem Heiligen Irenäus von Lyon als dem Heiligen Augustinus und dem Heiligen Thomas von Aquin, welchen die Katholiken meist als Theologen den Vorzug gaben. Der Heilige Irenäus von Lyon übernahm auch von Justin dem Märtyrer als Kirchenvater und Kirchenlehrer die Logos-Theologie. Siehe ansonsten auch noch Clemens von Alexandrien als Heiligen Klemens und seinen Schüler Origenes und dessen Schüler Gregor Thaumaturgus und Dionysios Areopagita und Lactantius als Laktanz und die gesamte Patristik bis hin zu Johannes „Scottus“ Eriugena und dem iro-keltischen bzw. iro-schottischen Johannes-Christentum der von den Kopten aus Alexandria begründeten Iro-keltischen bzw. iro-schottischen koptisch-pelagianischen Johannes-Kirche nach dem Apostel Johannes auf den britischen Inseln und in der Bretagne in Frankreich und in Galizien in Spanien. Diese ging später mit zahlreichen bedeutenden Heiligen wie dem Heiligen St. Patrick als dem großen Missionar Irlands und der großen Theologen und Philosophen und Mystiker Johannes „Scottus“ Eriugena, welcher am Hofe Karls des Großen wirkte und Dionysios Areopagita ins Lateinische übersetzte, in der römisch-katholischen Kirche nach den Apostel Petrus und Paulus auf. Katholiken und Kopten haben also sehr wohl gemeinsame Heilige und Theologen und theologisch viel gemeinsam, in den orthodoxen Kirchen gilt auch der Heilige St. Patrick als apostelgleicher Heiliger und die katholische Kirche hat auch die von den lange unterdrückten orthodoxen Altgläubigen bewahrte alte byzantinische Messe der russisch-orthodoxen Kirche noch als legitim anerkannt. Sie ist auch aus katholischer Sicht also eine legitime und gültige Messe, das Gegenstück zu alten lateinischen tridentinischen katholischen Messe. Das ökumenische Gebet zum dreifaltigen Gott und um den Heiligen Geist ist sehr empfehlenswert, gerade auch mit den Kopten und russisch-orthodoxen Christen und den Altgläubigen in Litauen und der syrischen (nach den Aposteln Thaddäus und Jakobus, siehe auch Jakobus-Liturgie) und der armenischen Kirche sowie den Thomas-Christen und Thomas-Kirchen Indiens nach dem Apostel Thomas.
      Denn in den letzten Tagen soll der „Heilige Geist“ als Geist Gottes und „Geist der Weisheit und Offenbarung“ die Kirche verlassen, steht im Neuen Testament der Bibel. Und mit „die Kirche“ ist mit ziemlicher Sicherheit eben gerade die katholische Kirche als die große allgemeine und allumfassende Kirche nach dem Apostel Petrus in der Bibel gemeint.
      Ich empfehle daneben auch eine Lektüre von Philo(n) von Alexandrien als jüdischen Theologen und Mystiker und hermetischen Philosophen zur Logos-Theologie (siehe auch Septuaginta des Alten Testamentes) und Elias Erdmansn Texte zu ihm und Origenes (als Schüler des Clemens von Alexandrien) und ihrer symbolisch-allegorisch-mystischen-hermetischen Bibel-Auslegung den Heiligen spirituellen mystischen Symbolen der Henoch-Literatur und jüdischen Merkabah- und Thronwagen-Mystik und kabbalistischen Hekhaloth-Literatur gemäß. Auch der Heilige Bernhard von Clairveaux und Stephen Harding und Hugo de Payens beschäftigten sich mit der hermetischen Mystik und Philosophie. Ferner seien Dionysios Areopagita und der Heilige und Kirchenlehrer Albertus Magnus und Kardinal Nikolaus von Kues als Cusanus und Trithemius als Abt von Sponheim und der Jesuit Athanasius Kircher und der Benediktiner Basilius Valentinus und der Seelige und Märtyrer Raymundus Lullus bzw. Ramon Lull und der Benediktiner Odo Casel genannt. Auch der hermetische Arzt und Spaghyriker und Hygieniker van Helmonte und Reuchlin und Pico de la Mirandola und Franz Bardon als christliche Kabbalisten wären zu nennen. Speziell aber Clemens von Alexandrien und sein Schüler Origenes und dessen Schüler Gregor Thaumaturgus als christliche Hermetiker usw.

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  6. Ursula Kempe sagt:

    Ich frage mich, wer wohl hinter Papst Franziskus steht? Für mich wurde er von bestimmten Hintermännern zum Papst gewählt. Er sollte ja schon gegen Papst Benedikt antreten.
    Was auch interessant ist, daß er von Rotary Argentinien eine Auszeichnung erhalten hat.
    Wehe, wenn einer widerspricht, so wird er abgesetzt, wie schon öfters geschehen. Er stiftet sehr große Vewirrungen. Nur Gerede von Barmherzigkeit!
    Schon bei der Feier der Hl. Messe kann man Befremdliches erkennen. Man gewinnt den Eindruck, daß er die Hl. Eucharistie -den Kern des Katholischen Glaubenslebens – unwillig feiert. Wie unwichtig Ihm eine würdige Feier der Hl. Messe ist, zeigt er zum Beispiel durch die Vermeidung jeglicher Kniebeuge und die demonstrative Bedeckung des Kelches mit seiner bloßen Hand. Eine Geste, die ich noch bei keinem Priester gesehen habe. Außerdem vermeidet er konseqent das Austeilen der Hl. Kommunion an Gläubige,
    Von seinen unverständlichen, widersprüchlichen Aussagen zu theologischen Fragen ganz zu schweigen.
    Er dient nicht der Katholischen Kirche, sondern mißbraucht das Ansehen der ,um seine unausgegorenen, politischen (marxistisch) Ansichten zu verbreiten.
    Der Beifall der Welt ist ihm offensichtlich sehr wichtig, er gibt der Welt, was sie hören und sehen will.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Frau Kempe,

      die sog. „Hintermänner“ waren die Mehrheit der bei der Wahl anwesenden Kardinäle. Dass ein 80-Jähriger aus gesundheitlichen Gründen Kniebeugen u.a. unterlässt, kommt Ihnen jetzt nicht in den Sinn? Und weshalb kommen Sie zu dem Eindruck, er feiere die Eucharistie „unwillig“?

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    • Holger Jahndel sagt:

      Es gibt auch Versuche, die Kirche zu talmudisieren, dem babylonischen Talmud gemäß, und zu alttestamentarisieren und zu relativieren (siehe Modernismus und Postmodernismus als relativistische Irrlehren und ideologische freimaurerische Geistmächte und Sophistik und Rabulistik) und zu re-mosaisieren und zu re-judaisieren – siehe dazu den jüdisch-israelischen Prof. Israel Shahak und seine Bücher zum babylonischen Talmud Ferner den orthodoxen Christen Israel Shamir und seine Bücher und Aufsätze.

      Zeit-Fragen > 2012 > Nr.25 vom 11.6.2012 > Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
      Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
      Angriffsziel Schule und Kirche
      von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin

      https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2012/nr25-vom-1162012/moechten-sie-zu-schule-und-bildung-eine-kleine-neurolinguistische-seelenmassage.html

      Der Verlust des Weltenlogos

      http://www.geolitico.de/2018/01/10/der-verlust-des-weltenlogos/

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  7. Holger Jahndel sagt:

    Wenn der Papst flieht: Das letzte Zeichen vor dem großen Umbruch

    https://www.pravda-tv.com/2018/05/wenn-der-papst-flieht-das-letzte-zeichen-vor-dem-grossen-umbruch/

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    • Peter Orzechowski bezieht sich in seinen Büchern auch auf nicht-katholische Seher, deren Prophezeiungen von den katholischen abweichen und diesen z.T. widersprechen. Des Weiteren weiß Orzechowski offenbar nicht, dass nach den katholischen Sehern derzeit nichts auf eine Flucht des Papstes hindeutet. Damit diese von katholischen Sehern prophezeite Flucht stattfinden kann, muss Bestimmtes geschehen:

      1.) Schisma, infolgedessen eine Anti-Kirche mit einem Anti-Papst hervorgehen soll, welche die katholische Kirche mithilfe linker/kommunistischer Machthaber verfolgen soll, wobei sich diese Anti-Kirche selbst als die wahre Kirche Christi bzw. wahre katholische Kirche bezeichnen wird.

      2.) In Russland müssen wieder die Kommunisten an die Macht kommen.

      3.) In Rom müssen die Kommunisten die Macht ergreifen, bevor sie den Sturm auf den Vatikan beginnen und der Papst infolgedessen aus Vatikan und Rom fliehen muss.

      Solange den katholischen Prophezeiungen nach das nicht geschieht, wird es keine Flucht des Papstes geben.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Herr Jahndel,

      mit Pravda TV haben Sie jetzt aber ein besonders glaubwürdiges „Erzeugnis“ herangezogen. Man denke nur an folgenden Top Artikel. „Astrobiologen haben neue Beweise, dass Ausserirdische die Saat des Lebens auf die Erde bringen (Video)“. Und die journalistische „Expertise“ des Herrn Orzechowski und die Stoßrichtung des Kopp-Verlags sind ja auch allgemein bekannt.

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