AfD kritisiert Karlspreis für Präsident Macron

Der französische Präsident Emmanuel Macron (siehe Foto) ist am Donnerstag in Aachen mit dem internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden.

Dazu erklärt der AfD-Fraktionschef im Deutschen Bundestag, Dr. Alexander Gauland:

„Die Verleihung des Karlpreises an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist angesichts der Krise der EU ein fatales Signal. Denn Macrons Konzept einer ‚europäischen Souveränität‘ bedeutet einen noch stärkeren Ausbau der EU und eine weitere Schwächung der souveränen Nationalstaaten und damit auch Deutschlands.

Dabei zeigt der Brexit und die wachsende EU-Skepsis in vielen Ländern, dass die Menschen das nicht wollen, denn sie haben genug von einer ausufernden Brüsseler Bürokratie, die immer mehr in ihr Leben eingreift und kaum noch demokratisch zu kontrollieren ist.

Statt an den Phantasien Macrons für eine ‚europäische Souveränität‘ sollten wir uns lieber an den Vorstellungen seines Landsmanns Charles de Gaulles orientieren und ein Europa der souveränen Nationalstaaten schaffen. Überall wo es sinnvoll ist, etwa beim gemeinsamen Binnenmarkt, sollten die europäischen Staaten zusammenarbeiten. Seine inneren Angelegenheiten sollte aber jeder Nationalstaat alleine regeln.“

 


3 Kommentare on “AfD kritisiert Karlspreis für Präsident Macron”

  1. Zeit-Fragen > 2019 > Nr. 6/7, 12. März 2019 > Europa – föderal-vielfältig, rechtsstaatlich, demokratisch Europa – föderal-vielfältig, rechtsstaatlich, demokratisch
    Die Alternative zu Macrons «Appell an die Europäer»von Prof. Dr. Heinrich Wohlmeyer

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2019/nr-67-12-maerz-2019/europa-foederal-vielfaeltig-rechtsstaatlich-demokratisch.html

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  2. Thomas May sagt:

    In der Tat muss man allein schon unter moralischem Gesichtspunkt fragen, wie dem Befehlshaber eines völkerrechtswidrigen militärischen Angriffs auf Syrien der Karls-Preis verliehen werden konnte.
    Welche Verdienste um Europa sich Macron erworben haben soll, wissen wohl nur seine wahrnehmungsgetrübten Parteigänger und die Statthalter des Polit-Establishments, die sich gegenseitig die Bälle zuwerfen.
    Seine sogenannten EU-Reformpläne, die auf weitere Zentralisierung abzielen, zeigen ganz im Gegenteil, dass er den Verdruss großer Teile der europäischen Wählerschaft über die Entmachtung ihrer nationalen Parlamente überhaupt nicht verstanden hat; sie sind anachronistisch und kontraproduktiv.
    Das Bohei um den französischen Präsidenten ist vorwiegend ein mediengesteuertes Phänomen. Näher betrachtet wirkt er eher wie ein „grüner Junge“, der vor allem in akademischen und politischen Schonräumen groß geworden und in seiner persönlichen Entwicklung stecken geblieben ist; von der Alltagswirklichkeit der Menschen und den Sorgen und Nöten des „kleinen Mannes“ scheint er kaum Ahnung zu haben.
    Macron propagiert ein „falsches“ Europa, das dem Ungeist der Achtundsechziger verhaftet ist.
    Den Gegenentwurf eines zukunftstauglichen, überlebensfähigen Europas präsentiert die „Pariser Erklärung 2017“ (Link: https://thetrueeurope.eu/die-pariser-erklarung/), für die auf deutscher Seite der Philosoph Robert Spaemann verantwortlich zeichnet.

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  3. Dorrotee sagt:

    …und vor allem seine finanziellen Angelegenheiten soll der Nationalstaat für seine Landsleute regeln.
    Wie kann man so einem „Spunt“ den Karlspreis verleihen???

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