Auch wenn christliche Traditionen zunehmend (ver)schwinden: Das Kreuz lebt!

Von Peter Helmes

Das bayerische Landeskabinett hat beschlossen, daß ab Juni dieses Jahres in jeder Behörde in Bayern ein Kreuz hängen muß. Dies soll nach Ansicht der bayerischen Staatsregierung die „geschichtliche und kulturelle Prägung“ Bayerns zum Ausdruck bringen und ein „sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung“ sein.

Bayern handelt damit gegen den Trend. Immer mehr christliche Symbole verschwinden aus dem öffentlichen Leben. Aber nun steht ein Mann auf und sagt „Halt! – wir bekennen uns zu unserer christlichen Tradition!“

Dieser Mann ist Markus Söder, der neue Ministerpräsident Bayerns. Schnappatmung bei den Linken und reflexartige Angriffe auf den Verursacher sind das Echo.

Der anti-christliche oder zumindest falschverstandene „christliche“ Wahnsinn hat Methode.

Das Schlimmste vorweg: Gegen das Herzeigen des Kreuzes wehren sich auch lautstark einige Kirchenmänner – und das ist skandalös! Doch der Päpstliche Nuntius in Österreich, Peter Zurbriggen, hebt sich von den Reihen der Verirrten ab und erklärt, er schäme sich für Kardinal Marx und dessen deutsche Kollegen, die lieber nicht zu viele Kreuze sehen wollten: „Das ist eine Schande!“

Ein föderales Mißverständnis: Söders Kreuz? – Unser Kreuz! Unsere Heimat!

Komme mir niemand mit dem Vorwurf, das sei doch nur ein Wahlkampfmanöver der CSU – ein Lied, das vor allem die politisch und kirchlich Korrekten jetzt ganz laut singen. Ja und? Und wenn – was wäre daran verwerflich? Die so argumentieren, verdecken nur noch schwach, daß sie offenbar nicht bereit sind, unseren Gauben zu verteidigen. Auch wenn´s um Wahlkampf ginge – das Ergebnis wäre immerhin eine Rückbesinnung auf das Kreuz – das wichtigste Symbol des Christentums!

Und noch etwas: Könnte man sich vorstellen, daß ein Aythollah – der Vergleich mit einem Kardinal sei erlaubt – erkläre, er wünsche öffentlich keinen roten Halbmond oder kein Minarett zu sehen, weil er die Christen nicht provozieren wolle? Wie lange hätte dieser Ayathollah noch zu leben? Ein Moslem läßt sich sein Bekenntnis zu Allah nicht verbieten. Schämt Euch, Ihr Christenfeiglinge!

Eine schwache Aufführung der katholischen Kirche in Deutschland! Deshalb kam, was erwartbar war: Die „geneigten Medien“ eilten den Schwach-Christen zu Hilfe. Schwupps gab es eine Umfrage in ganz Deutschland – mit dem (gewollten) Ergebnis, Söders Vorstoß fände keine Mehrheit. Kaum jemand erkannte die Hinterlist: Gefragt wurde in ganz Deutschland, also auch dort, wo das Christliche vielleicht noch 3 Prozent ausmacht.

Viel wichtiger ist jedoch, was die Menschen in Bayern darüber denken und nicht jene in den anderen Bundesländern, die es gar nicht betrifft. Die Frage hätte lauten sollen: „Wollen Sie, daß bei denen, die schon länger hier leben, die alten, tradierten Symbole bleiben dürfen?“

Die befragten Bayern haben deutlich ihre Meinung geäußert: große Zustimmung für das Kreuz in öffentlichen Gebäuden des Freistaats. Da scheinen wohl die Bürger beständiger zu sein als die Wackelpuddings aus dem Klerus.

Es geht doch gar nicht um „alle staatlichen Behörden in Deutschland“, sondern nur um die bayerischen. Natürlich kann man unterschiedlicher Meinung sein, ob diese beabsichtigte Zeichensetzung angemessen ist oder nicht. Unstrittig ist aber, daß bei vielen Menschen heute eine tiefe Verunsicherung und Befürchtung existiert, die Heimat könnte beschädigt werden oder ganz verloren gehen. Auf diese Ängste will Söder mit den Kreuzen reagieren.

Wir leben hier in einem christlichen Abendland. Weshalb sollten jetzt in Ämtern keine Kreuze hängen dürfen?

Bemerkenswert aber erscheint mir die Beachtung, die dem Symbol der abendländisch-christlichen Kultur als Teil bayerischer Lebensart derzeit zuteil wird. Seit Jesus am Kreuz gestorben ist zur Erlösung der Welt, ist das Kreuz das Zeichen und der Inhalt des Christentums schlechthin. Ein noch religiöseres Symbol gibt es nicht. Es ist ein Zeichen sowohl für unseren Glauben als auch für unsere kulturelle Identität.

Kein Wunder, daß sich die Linken aller Couleur jetzt aufregen!

Noch einmal Klartext: Nicht Söder spaltet, sondern derjenige, der Massenmigration unkontrolliert zuläßt und seine Kreuze aus falscher Toleranz und Feigheit verschwinden läßt – sowohl aus Gerichten, öffentlichen Gebäuden als auch auf dem Tempelberg.

Bei vielen Kirchenmenschen scheinen mir die Maßstäbe verrutscht zu sein. Das Kreuz muß im Mittelpunkt stehen, nicht die Anpassung an dessen Gegner! Nur so kann eine Spaltung der Kirche verhindert werden.

Und noch etwas: Für viele Menschen nicht allein in Bayern symbolisiert das Kreuz Heimat – das Umfeld, die Region, das Land, in dem ich mich wohlfühle und in dem meine „Muttersprache“ (aha!) gesprochen wird.

Man muß Markus Söder dankbar sein: Sein „Kreuzzug“ eröffnet die Gelegenheit, eine längst überfällige Diskussion zu beginnen. Es geht um das Verhältnis von Staat und Kirche, es geht um eine grundlegende Debatte um das Fundament unseres Staates!

Söders Antwort ist klar: Für ihn sei das Kreuz „in erster Linie ein religiöses Symbol“. Es gehöre „aber auch zu den Grundfesten des Staates“. Es habe eine „identitätsstiftende, prägende Wirkung für unsere Gesellschaft“. Söder sagte, er wundere sich, daß „wir über Toleranz für andere Religionen reden und uns nicht trauen, zu unseren eigenen Werten, unserer eigenen Religion zu stehen“.

Ein würdeloser bischöflicher Kniefall vor dem Islam: Kardinal Marx kritisiert Söders Kreuz-Anordnung. Es sei deshalb „Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“ entstanden, sagte der oberste Katholik hierzulande der „Süddeutschen Zeitung“.

Ihm sei entgegnet: „Es reicht, Eminenz, es reicht! Das Kreuz für sich selbst verleugnen (siehe Tempelberg), aber diejenigen, die das Kreuz verteidigen, aburteilen? –  Wenn ich Sie beim Wort nehmen darf: Sie haben Ihre Philippika gegen die Kreuzesfreunde auch damit begründet, das Kreuz sei „ein Zeichen des Widerspruchs gegen Sünde, Gewalt gegen andere Menschen usw. – aber kein Zeichen gegen andere Menschen.“

Einverstanden, Eminenz. Aber warum schießen Sie sich selbst von hinten durch die Brust ins eigene Bein? Denn wenn Sie mit Ihrer Begründung Recht haben, ist das Kreuz-Herzeigen gerade richtig!

Genau verstanden ist – um Ihre Gedanken aufzunehmen – das Kreuz ein Zeichen des Widerspruchs gegen Christenverfolgung, gegen die gewaltsame Versklavung und grausame Abschlachtungen von Mensch und Tier, gegen Sünden wie Zwangsehen, Kinderehen, Vielehen und so weiter.

Hätten Sie das Kreuz so verstanden, wäre ich wieder Ihr Freund. So aber kann ich als höflicher Mensch nur noch den Kopf schütteln über so viel kirchenfürstliche Borniertheit.

Papst Johannes Paul II würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er die Verleugnung des Kreuzes durch führende deutsche Bischöfe hätte miterleben müssen. Von ihm stammt das eindringliche Wort: „Sie können uns Katholiken alles nehmen – nicht aber das Kreuz!“

Deshalb sei Kardinal Marx zugerufen:

„Kehren Sie um, Eminenz! Geben Sie den Gläubigen Halt im Zeichen des Kreuzes, aber treten Sie sie bitte nicht ins Kreuz! Treten Sie aus den Reihen der Kreuzverleugner aus. Sie haben schon viel Schaden angerichtet. Das aber könnten Sie korrigieren, wenn Sie Ihre Pflicht als Oberhirte ernstnehmen.“

AUSZUG aus einem ausführlicheren Artikel von Peter Helmes – hier: https://conservo.wordpress.com/2018/05/09/die-verunsicherte-kirche-der-bischof-und-der-tritt-ins-kreuz/


4 Kommentare on “Auch wenn christliche Traditionen zunehmend (ver)schwinden: Das Kreuz lebt!”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Henri de Lubac: Europa braucht ein männlicheres Christentum

    https://bundsanktmichael.org/2018/04/23/henri-de-lubac-die-kulturelle-notwendigkeit-eines-maennlichen-christentums/

    Fühlen ist die Musik des Lebens
    Von der fraktalen Organisation des Lebens
    02.09.2017 Artikel: Telepolis

    https://www.heise.de/tp/features/Fuehlen-ist-die-Musik-des-Lebens-3804106.html

    Das Licht des Lebens
    Die Entdeckung der Bio-Photonen

    (Auszüge aus einem Interview von Mathias Bröckers mit Prof. Dr. Fritz A.Popp – erschienen als Einführung in dessen Buch „Die Botschaft der Nahrung“, 1999)

    http://www.broeckers.com/Popp.htm

    h0rusfalke

    https://h0rusfalke.wordpress.com/

    Die Weisheit der „Indianer“ u. a. · Wilhelm Reich – einer der faszinierendsten Forscher – Erläuterungen von Bernd Senf und Harald Kautz-Vella …

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  2. Christoph sagt:

    Wenn plötzlich wieder Kreuze aufgehängt werden, dann gab es doch wohl eine Zeit, in der sie abgehängt wurden. Die gleiche „C“SU, die damals wie heute das Sagen hatte, scheut nicht davor zurück, daß Zeichen unserer Erlösung in perfider Weise für ihren weiteren Machterhalt
    zu mißbrauchen. Zu welch demagogischen und menschenverachtenden Parolen diese vorgeblichen Kreuzverteidiger fähig sind, zeigt in erschreckender Weise die Titulierung der AfD als brauner Schmutz.

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  3. Vitellia sagt:

    Immer das Gezänke um Marx, was bringt das?

    Das Wichtigste wäre ein deutliches Gespräch mit dem Islamrat!
    Muslimen kann nicht oft genug klar gemacht werden, in welchem Land sie leben.

    Herr Helmes, nehmen sie Kontakt mit dem Islamrat auf und tragen nicht noch mehr
    zum Streit innerhalb der kath. Kirche bei!
    Es sind nun mal nicht alle Menschen gleich in ihren Ansichten, oder schreiben Sie Herrn Marx persönlich einen Brief.

    An den Islamrat sollte ein deutliches Schreiben gehen über die Bedeutung des christlichen
    Kreuzes, das er nicht nur zu akzeptieren hat, sondern seinen Muslimen zu erklären hat!

    Wenn sie hier leben bis hin zu den üblen Salafisten, die Helmes auch erwähnen sollte,
    dann haben sie sich nach uns zu richten und jedes Kreuz zu akzeptieren!

    Auch die Bitte um ein persönliches Gespräch wäre gut, dass man die Reaktion sieht, ob der Herr Vertreter des Islams überhaupt gewillt ist zu einer persönlichen Aussprache.

    Das alles wäre wichtig.
    Das christliche Kreuz darf nicht als Kampfzeichen dienen, in dem Sinne „den
    Muslimen werden wir es zeigen.“

    Vielleicht hat es Marx so gemeint mit seinem letzten Satz der Aussage.
    Er kommt ja nie zu Wort hier, um seine Sicht zu erklären. Ist mir auch egal.
    Auch Marx sollte sich mit dem Islamrat befassen, erst recht als Heuchler, auch noch Atheisten zu nennen, die mit dem Kreuz nichts anfangen können.
    Was erlaubt er sich noch, nur weil ihm und seinen Muslimen das christliche Kreuz nicht passt?

    Herr Helmes, es wäre auch nicht falsch, Herrn Markus Söder zu fragen, ob in seiner Wohnung ein Kreuz hängt!?
    Politiker haben das Kreuz nicht nur für ihre Wahl zu „benützen“.

    Wenn Söder uns mitteilt, das Kreuz war ihm schon immer wichtig und hängt (wie bei vielen anderen Bayern) auch in seiner Wohnung, dann alle Achtung vor ihm!

    Auch weil er dann authentisch und glaubwürdig ist als Politiker.

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