DIE KAPELLE von Ludwig Uhland

Die Kapelle

Droben stehet die Kapelle,
schauet still ins Tal hinab.
Drunten singt bei Wies‘ und Quelle
froh und hell der Hirtenknab‘.

Traurig tönt das Glöcklein nieder,
schauerlich der Leichenchor,
stille sind die frohen Lieder,
und der Knabe lauscht empor.

Droben bringt man sie zu Grabe,
die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.

Ludwig Uhland (1787 – 1862),
schwäbischer Dichter und Politiker, Mitglied des Paulsparlaments

 Geschrieben im September 1805 nach einem Spaziergang von Tübingen nach Wurmlingen


5 Kommentare on “DIE KAPELLE von Ludwig Uhland”

  1. Holger Jahndel sagt:

    So ist sowohl durch ikonographische Zeugnisse wie auch aufgrund einiger Bibelstellen belegt, dass der königliche vorexilische JHWH-Kult solare Züge aufgewiesen hat (vgl. 2Kön 23,11; Ez 8,16). Da Saturn in Mesopotamien als nächtlicher Stellvertreter des Sonnengottes galt (vgl. z.B. S. Parpola, Letters from Assyrian Scholars to the Kings Esarhaddon and Assurbanipal, Winona Lake 2007, 326, 7ff: „Saturn is the star of the sun: its interpretation is: this is good for the king, for Shamash is the star of the king.“ zit. aus: Koch-Westenholz 1995, 124), wäre es denkbar, dass man im Nordreich unter neuassyrischem Einfluss Saturn in ähnlicher Weise im Rahmen des königlichen Sonnenkultes verehrt hat, was freilich eine Vermutung bleibt (Albani 2000, 164-169). Dem entspricht auch, dass der babylonische König Nebukadnezar den weisen Daniel zum „Obersten der Wahrsagepriester, der Beschwörer, Sterndeuter und Zeichendeuter“ gemacht habe (Dan 5,11; vgl. Dtn 2,48; Dtn 4,6). Der Prophet Daniel wurde zum obersten der Magier bzw. Magoi gemacht, der monotheistischen zarathustrischen bzw. zoroastrischen sterndeutenden Magier-Priester und Astrologen usw.
    Siehe auch die „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel, welche die Prophezeiung Daniels vom Kommens des Menschensohns als erwarteten auch persisch-medischen zarathustrischen bzw. zoroastrischen göttlichen Erlösers und eben gleichzeitig Jesus Christus auch als jüdischen Messias erfüllten.
    Die „Magoi“ brachten ihm Gold und Weihrauch als die sakralen Gottes- und Sonnensymbole ihrer Religion und ihres Kulturkreises dar, denn Gold und Weihrauch waren in der Antike wie auch der Wochentag Sonntag astrologisch der Sonne zugeordnet, siehe auch die Engel der 7 Gemeinden im Neuen Testament der Bibel als den 7 antiken Planeten (wie etwa dem römischen Merkur bzw.griechischen Hermes, auch der Gott der Händler und Diebe und der Götterbote und Wächter der Schwelle) bzw. Wochentagen und astrologischen Planeten-Sphären analog usw. Und sie huldigten ihm als göttlichen Erlöser bzw. spirituellen König und Herrscher des neuen Zeitalters bzw. Äons, welchen die monotheistische Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier erwartet hatte und den Daniel als Prophet prophezeit hatte – Jesus Christus war der jüdische Messias und gleichzeitig der prophezeite göttlicher Erlöser und Menschensohn der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier…nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster. Und deswegen wurde er von den „Magoi aus dem Osten“ auch angebetet bzw. ihm wurde gehuldigt. Bei den sterndeutenden Magier-Priestern der monotheistischen Zarathustrier bzw. Zoroastrier war die Sonne das höchste Gottessysmbol, so wie im alten Testament der Juden der Saturn der jüdische Königsstern war, welcher in der Antike dem Samstag als Wochentag zugeordnet wurde, weswegen die Juden an diesem Wochentag ihren Sabbat als heiliges Fest feierten. So wie die Christen ihr heiliges Fest am Sonntag feierten. Der Sonntag war der Sonne zugeordnet und stand nun für den neuen Bund des Neuen Testamentes, welcher den Alten Bund des alten Testamentes ablöste und ersetzte bzw. an dessen Stelle trat.
    Der Saturn stand für den Wochentag Samstag und den alten Sabbat und das alte mosaische Gesetz und den alten mosaischen Bund des alten Testamentes nach Moses. Der Apostel Paulus aber warnt im biblischen neuen Testament deutlich vor dem Rückfall unter den alten Sabbat, wie unter den alten abgelösten mosaischen Bund des Alten Testamentes nach Moses, welcher durch den neuen Bund des NT ersetzt wurde. Auch der griechische Philosoph Platon benutzte die Sonne als Gottessymbol, siehe aber auch den jüdischen Theologen und Philosophen und Mystiker Philo(n) von Alexandrien und die Texte und Aufsätze und Websites und freien Online Texte von Elias Erdmann zu ihm und der symbolisch-allegorischen mystischen Auslegung der Bibel, speziell des Alten Testamentes, und des Neuen Testamentes der Bibel bei Origenes als Hermetiker.
    Alttestamentlicher Verständnishintergrund für den Aufgang des Messiassterns ist mit großer Wahrscheinlichkeit die sog. Bileam-Weissagung (Num 24,17; → Bileam), wonach der messianische Heilskönig für Israel mit dem Bild eines aufgehenden „Sterns aus Jakob“ angekündigt wird. In der jüdischen Messiaserwartung wurde der aufgehende Stern zum Symbol des eschatologischen Heilskönigs (vgl. Testament Levi 18:3; Damaskusschrift 7:19-8:3), wie auch der Name Simon Bar Kochba (= Sternensohn), der als messianischer Anführer des jüdischen Aufstandes gegen die Römer im Jahre 135 n. Chr. scheiterte. Die messianische Sternsymbolik in Num 24 ist auf dem Hintergrund der ägyptischen und altorientalischen Königstheologie zu verstehen, wonach Könige und Sterne in enger Verbindung gesehen wurden (z.B. postmortale Astralisierung s. 1.2.). Jesus Christus als „Sohn Davids“ (Mt 1,1) wird im Matthäusevangelium als „König der Juden“ (Mt 27,37) verstanden, so dass seine Titulierung als „glänzender Morgenstern“ (Apk 22,16) von daher zu verstehen ist. Matthäus deutet mit der königlichen Sternsymbolik an, dass die Weissagung des Bileam erfüllt ist – wie auch die des Propheten → Micha über den künftigen messianischen „Herrscher in Israel“ (Mt 2,5f. vgl. Mi 5,1).

    Das Johannesevangelium als Offenbarung des kosmischen Christus

    Das Johannesevangelium als Offenbarung des kosmischen Christus

    https://books.google.de/books?id=OWuyVJgsWiIC&pg=PA42&lpg=PA42&dq=johannes+offenbarung+logos&source=bl&ots=qC04GZrCOK&sig=ntkuoF00kppzJkIb2Rmi-eyCvG0&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi4xevisP7aAhVD0RQKHWPhA_sQ6AEIdDAI#v=onepage&q=johannes%20offenbarung%20logos&f=false
    Alle heiligen Symbole und das Wissen der Kabbalah, wie sie den jüdischen Hohepriestern bekannt waren, wurden in die Weisheit Mose hineingelegt.

    Sein Tabernakel (Zelt, Hütte) in der Wildnis wurde als Viereck gebaut und stellte die vier Kardinalpunkte sowie die vier Elemente Erde, Feuer, Luft und Wasser dar. Diese Idee stammte ursprünglich aus Ägypten, und es hieß, daß die Genien oder Engel der Elemente an diesen Punkten verweilen. Die Lampe, die auf Befehl „des Herrn“ am Tabernakel brennen sollte, war eine unauslöschliche Flamme, die das ewige Licht und Leben der Sonne darstellt.

    So geht es mit dem Tierkreis im Neuen Testament weiter. Die vier Punkte des Tabernakels von Moses und die vier Cherubim von Hesekiels Rädern wiederholen sich in den vier Evangelien des Neuen Testaments. Das Buch Hesekiel ist tatsächlich reine Astrologie. Hesekiel sieht visionär die den Zeichen des Tierkreises zugeordneten Gebieter in ihrer erhabenen Gestalt, die kreisenden Planeten, die Sternbilder und die Engel der vier Himmelsrichtungen – die Grundformen, nämlich den Menschen im Wassermann; den Ochsen im Stier; den Löwen im Löwen, den Adler im Skorpion.

    Obgleich viele Jahrhunderte vergangen sind, seitdem die jüdischen heiligen Schriften geschrieben wurden, hat sich die Darstellung astronomischer und philosophischer Prinzipien vermittels des Tierkreises nicht geändert. Paulus war Jude und daher mit der jüdischen Kabbalah und der Lehre über die Allegorien vertraut. Es ist kaum möglich, das Alte oder das Neue Testament ohne einige Kenntnis der jüdischen Kabbalah zu verstehen; sie ist das Codebuch der Symbologie. Daraus kann man den esoterischen Sinn der ersten zehn Zahlen, der zweiundzwanzig Buchstaben des hebräischen Alphabets, des geometrischen Dreiecks, des Vierecks und des Kreises lernen – auch das überlieferte esoterische Wissen, das im Tierkreis enthalten ist -, und das sind die Elemente, die uns helfen, einige der Rätsel des Alten Testaments zu lösen. Der Sinn der Erzählungen im Alten Testament bleibt jedoch verborgen, auch wenn sie in die Begriffe des Tierkreises übersetzt werden.

    Warum sind die Wahrheiten der Natur so verborgen? Es ist so, wie Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther schrieb: „Wir sprechen über die Weisheit Gottes in Mysterien.“ Wenn man die Wahrheit verbirgt, ändert man natürlich nicht die Wahrheit. Noch immer scheint die Sonne über die Welt, wie sie das schon immer getan hat und immer weiter tun wird, bis zum Ende ihres eigenen Zyklus. Sie bleibt der Lebenspender, sie liefert jedem Atom die Lebensenergie und gibt jedem Menschen die Fähigkeit, sein gesamtes Potential, sein gesamten Möglichkeiten zu erkennen. Wir müssen uns stets bewußt bleiben, welche erhabene Rolle die Sonne in unserem Leben einnimmt, damit der Weg zu einer größeren Verwirklichung der Wahrheit besser zugänglich wird.

    Mazzaroth – der Tierkreis oder Zodiak: Hiob 38,32מזרות mazzarôt – μαζουρωθ mazzourōtʰ,
    In Hiob 38,32 wird auf “Mattaroth” verweisen, was als „Tierkreis“ übersetzt wird, weil von einer Referenz auf die zwölf Konstellationen der Tierkreiszeichen ausgegangen wird. „Kannst du Mazzoroth zu seiner Jahreszeit erscheinen lassen?“ Hiob 38, 32 b

    Septuaginta „Kannst du Mazzaroth zu seiner Jahreszeit erscheinen lassen und den Abendstern an seinem langen Haar führen?“

    Der Begriff mazzaroth taucht auch in der Septuaginta auf.

    Tierkreis – Bibel-Lexikon

    Das hebräische Wort lautet mazzaloth und bezieht sich wahrscheinlich auf die zwölf Zeichen oder Konstellationen der Sternbilder, wie es auch in der Fußnote der Bibelstelle angegeben ist. Diese Sternbilder und die Sonne, der Mond und das „ganze Heer des Himmels“ wurden von den Israeliten angebetet (2. Kön 23,5 mit Anmerkung; Hiob 38,321).
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    „Die weisen Männer fanden Leitung durch den Stern von Bethlehem, denn sie sahen Seinen Stern im Osten und kamen,…

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    Sterne / Sternbilder / Sterndeutung

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    Ist die Bibel ein astronomischer Kalender?

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    https://www.forschung-und-wissen.de/magazin/ist-die-bibel-ein-astronomischer-kalender-13372124

    Biblische Zahlenwerte und ihre Bedeutung II

    Biblische Zahlenwerte und ihre Bedeutung II
    Unter dem Buchtitel: „Biblische Zahlenwerte und ihre Bedeutung – Antworten aus Sicht der biblischen Chronologie“…

    https://books.google.de/books?id=QZVODwAAQBAJ&pg=PA165&lpg=PA165&dq=tierkreis+ibel+Septuaginta&source=bl&ots=xuGLS1I0Lk&sig=SSY_-fj-KtxH536I5L-xbdLwXfI&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiW0e2OqP7aAhWEShQKHRk4CvoQ6AEIVDAE#v=onepage&q=tierkreis%20ibel%20Septuaginta&f=false

    https://endzeit-reporter.org/web/wp-content/uploads/2015/05/Das-Zeugnis-der-Sterne-3.pdf

    https://endzeit-reporter.org/web/wp-content/uploads/2015/05/Das-Zeugnis-der-Sterne-3.pdf

    Bibelkritik

    Bibelkritik

    http://www.kreudenstein-online.de/Bibelkritik/Bibelkritik.htm

    Hebräische Zahlensymbolik in der Bibel

    1. Zahlen und ihr Wert

    Wenn wir von Zahlen in der Bibel sprechen, dann ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass der Hebräer keine eigenen Zahlzeichen kennt. Man behalf sich dementsprechend damit, dass man den Buchstaben des Alphabetes Zahlenwerte zuwies. Jeder Buchstabe entspricht bei dieser Methode der Zuweisung von Zahlenwerten nicht mehr nur einem Laut, sondern auch gleichzeitig einem Zahlenwort. Daher kann ich natürlich auch mit Worten zu rechnen beginnen.

    Die Zahlenwerte des hebräischen Alphabetes sehen nun wie folgt aus:

    der hebräische Buchstabe [„Aleph“] = 1
    der hebräische Buchstabe [„Beth“] = 2
    der hebräische Buchstabe [„Gimel“] = 3
    der hebräische Buchstabe [„Daleth“] = 4
    der hebräische Buchstabe [„He“] = 5
    der hebräische Buchstabe [„Waw“] = 6
    der hebräische Buchstabe [„Sajin“] = 7
    der hebräische Buchstabe [„Cheth“] = 8
    der hebräische Buchstabe [„Tet“] = 9
    der hebräische Buchstabe [„Jod“] = 10
    der hebräische Buchstabe , die Endform des hebräischen Buchstabens [„Kaph“] = 20, 500
    der hebräische Buchstabe [„Lamed“] = 30
    der hebräische Buchstabe , die Endform des hebräischen Buchstabens [„Mem“] = 40, 600
    der hebräische Buchstabe , die Endform des hebräischen Buchstabens [„Nun“] = 50, 700
    der hebräische Buchstabe [„Samech“] = 50
    der hebräische Buchstabe [„Ajin“] = 70
    der hebräische Buchstabe , die Endform des hebräischen Buchstabens [„Pe“] = 80, 800
    der hebräische Buchstabe , die Endform des hebräischen Buchstabens [„Zade“] = 90, 900
    der hebräische Buchstabe [„Koph“] = 100
    der hebräische Buchstabe [„Resch“] = 200
    der hebräische Buchstabe / der hebräische Buchstabe [„Sin“/“Schin“] = 300
    der hebräische Buchstabe [„Thaw“] = 400
    Für die einfach strukturierte Welt dieser Bauern, Handwerker und Nomaden genügte dies. Der Hebräer verwendete kein Zahlensystem in unserem Sinn. Um komplexere Zahlenwerte auszudrücken setzte man, wie auch bei römischen Zahlen, die Zahlenwerte/Zahlenbuchstaben hintereinander und verstand sie als Summe.

    Dies macht schon deutlich, dass man mit dieser Art Zahlen zu schreiben, keine große Mathematik betreiben kann.

    Von daher wird verständlich, dass sich die Hebräer mit Zahlen nicht leicht getan haben. Wir finden in der Bibel kaum genaue Zahlenangaben, ganz besonders, wenn die Anzahl dessen, von dem berichtet wird, eine bestimmte Größenordnung übersteigt. Und wenn es sich sogar um sehr viele Gegenstände oder Leute handelt, dann behilft man sich häufig mit der banalen Angabe, dass es sich um tausend oder viele tausend gehandelt habe.

    So steht die Zahl Tausend in der Bibel sehr häufig ganz einfach für den Ausdruck, „unermesslich viel“. Man muss solche Zahlenangaben daher mit der entsprechenden Vorsicht genießen und muss sie als das nehmen, was sie sind, als Umschreibungen von Größen- und Mengenverhältnissen und nicht als exakte Zahlenangaben.

    Aber nicht nur die Zahl Tausend muss so in besonderer Weise gedeutet werden. Zahlen überhaupt sind von ganz eigener Bedeutung in der Bibel. Es gibt eine regelrechte Zahlensymbolik.

    2. Zahlensymbolik

    Die geheimnisvoll-religiöse Deutung von Zahlen über ihren wirklichen Rechenwert hinaus, geht auf die früheste Zeit zurück und begegnet uns bereits in den Naturreligionen.

    Die Zahl als Maß der Dinge, als Maß für Wohlstand und damit auch für Wohlergehen, die Zahl als Maßstab von Raum und Zeit hat damit auch gleichzeitig Anteil an der mystisch-religiösen Bedeutung dieser Dimensionen. Ja, sie wird dann sogar zum eigentlichen Ausdruck der mystisch-religiösen Dimension von Raum und Zeit.

    Der babylonische Kulturkreis hat sich daher vorgestellt, dass die Zahlen göttlichen Ursprungs seien. Und hier wurde auch ein regelrechtes System der Deutung von Zahlen entwickelt.

    Vom Zweistromland aus wurden dann alle übrigen alten Kulturen und Religionen in Indien, Persien, Griechenland bis hin nach Alt-Israel beeinflusst. Und vermittelt durch das AT und dann das NT dringt die Zahlensymbolik dann auch in den christlichen Kulturkreis ein.

    Die Zahlensymbolik, die wir im Alten Testament vorfinden, ist dementsprechend auch nicht nur originär alttestamentlich, sondern muss im größeren Zusammenhang der Antike gesehen werden.

    Wir können manche Symbolgehalte nur noch erahnen. Und ganz besonders schwierig ist es, nachzuvollziehen, wie solch eine symbolische Bedeutung zustande gekommen ist und welchen Hintergrund sie hat.

    Hier nun einige Hinweise zur Deutung einzelner Zahlen.

    1: Das ist die Zahl des Ursprungs und des Maßes der Zahlen überhaupt. Die Zahl 1 wird daher zum Symbol für das Ureine, Unteilbare und dann auch das Göttliche.
    2: Die Zahl 2 bedeutet dann unter anderem Gegensatz, Trennung, Polarität, die Zweiheit von männlich und weiblich, rechts und links, gut und böse (vgl. yin und yan), aktiv und passiv, Sonne und Mond, Tag und Nacht. In der christlichen Tradition kommt dann noch die Polarität AT und NT, und vor allem dann Gott und Mensch im Blick auf Jesus Christus dazu (zwei Naturen in Christus).

    3: Manche vermuten, dass die Zahl 3 ursprünglich ihre Bedeutung im Umfeld des kindlich primitiven Menschen erhalten hat, bei dem die Fähigkeit zu zählen bei der Zahl drei bereits an ihre Grenzen stieß. Dies könnte seinen Niederschlag auch in dem bekannten Sprichwort gefunden haben, dass jemand nicht auf 3 zählen kann.

    Da ich mit dem auf 3 Zählen dann an die Grenze des Zählens gelangt bin, könnte die Zahl 3 von daher schon ursprünglich den Sinn von „das Umfassende“ bekommen haben.

    Eine andere Möglichkeit der Herkunft dieser Bedeutung ließe sich im Blick auf die Dreiheit von Vater, Mutter und Kind als der Urzelle menschlichen Zusammenlebens erklären.

    Als das Ganze, das Umfassende wird die Zahl 3 dann auf jeden Fall Zahl der Heiligkeit und Vollkommenheit. Dies äußert sich beispielsweise in den göttlichen Triaden der Antike, so etwa dem Götterdreigestirn Anu, Enlil und Ea in Babylon, die für Himmel, Luft und Erde stehen.

    Im christlichen Bereich findet diese göttliche Dreiheit ihren Ausdruck in der Trinitätslehre.

    Im Israel der Bibel begegnet die 3 als göttliche Zahl beispielsweise in der berühmten Stelle Jesaja 6:3

    „Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn Jahwe auf einem hohen und erhabenen Throne sitzen; seine Schleppe füllte das Heiligtum. Seraphe standen vor ihm; jeder hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckte er sein Angesicht, mit zweien bedeckte er seine Füße, und mit zweien schwebte er. Und immerfort rief einer dem anderen zu: „Heilig, heilig, heilig ist Jahwe Zebaot, die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit.““ (Jesaja 6:1-3)

    Ein anderes Beispiel ist der Besuch der drei Männer bei Abraham in 1. Mose 18. Dabei fällt auf, dass dieser Text vielschichtig aufgebaut ist. Eine Schicht spricht davon, dass Jahwe bei Abraham einkehrte. In der anderen wird anstelle Jahwes von eben diesen drei Männern gesprochen.

    Und wenn die Genesis davon spricht, dass der Mensch nach Gottes Bild geschaffen wurde (1. Mose 1:27), dann wird in diesem Vers der Ausdruck „erschaffen“, das hebräische Wort der hebräische Ausdruck für [„bara“] auch gleich dreimal verwendet:

    „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ (1. Mose 1:27)

    4: Die Zahl 4 hingegen hat körperlich kosmische Beziehungen.
    4 Wind- und Himmelsrichtungen,
    4 Jahreszeiten
    4 Weltelemente.
    Von daher wird sie ganz harmonisch zur Zahl der Welt. Dies äußert sich im Alten Testament etwa in den 4 Paradiesströmen oder auch den 4 Weltreichen, die in Daniel 7 die Vision des Propheten prägen.

    5: Fünf ist unter anderem die Zahl der in der Antike bekannten Planeten. Von daher – wie genau kann ich jetzt nicht genauer ausführen, wir können hier nicht die ganze antike Zahlenlehre abhandeln – wird sie zur Zahl der babylonischen Mutter- und Liebesgöttin Istar, der Gattin des Himmelsgottes Anu. Vermittelt über Istar wird die fünf später dann Zahl der Venus. Durch diese Göttinnen, die immer auch den Gedanken Sexualität und Fruchtbarkeit implizieren, wird die Fünf zur Zahl der Hochzeit.

    Dieser Gedanke findet im Neuen Testament seinen Niederschlag in den fünf törichten und den fünf klugen Jungfrauen, die zum Hochzeitsmahl eingeladen sind. (Matthäus 25)

    6: Die Zahl Sechs ist in der Antike die Zahl des Makrokosmos bzw. des Kosmos im Gegensatz zur himmlischen, göttlichen Sphäre. Von daher ist die Zahl der Schöpfungstage der Welt gleich Sechs. Sechs ist die Hälfte von Zwölf. Bei der Zwölf werden wir sehen, dass sie die Zahl der himmlischen Vollkommenheit ist. Sechs wäre dann die bedingte, die irdische Vollkommenheit. Von daher ist sie auch die Zahl der Altersstufen der Menschen.

    Die Zahl der Flügel der Seraphime ist – wie wir oben gesehen haben – auch sechs. Hier spielt sicher das Produkt 2 x 3 eine Rolle, drei Paare von Flügeln. Ganz ähnlich ist der Davidsstern zu deuten. Er ist aus zwei gleichseitigen Dreiecken zusammengesetzt.

    7: Die Zahl Sieben ist in der babylonischen und israelitischen Religion das Zeichen der Ganzheit, der Fülle und Vollkommenheit. Sie ist die Summe von 3 und 4. Dies wird noch einmal dadurch unterstrichen, dass die Zahl der Planeten nach antiker Vorstellung vermehrt um Sonne und Mond sieben ergibt. Damit wird die Sieben auch die Zahl der Vollkommenheit des Universums. In diesem Sinn wird sie auch von den Griechen und später auch von Augustinus übernommen.

    Im Alten Testament schlägt sich dies an einer ganzen Reihe von Stellen nieder. 7 mal heißt es in 1. Mose 1 bei der Erschaffung der Welt der hebräische Ausdruck für [„bara“] = „er schuf“, obwohl hier interessanterweise von 8 Werken gesprochen wird. Dies unterstreicht den Symbolgehalt der Aufzählung.

    Im gleichen Zusammenhang wird 7 mal „und Gott sah, dass es gut war“ gesagt; 7 mal heißt es „und es ward so“; und natürlich ruht Gott am siebten Tag.

    Die 7 Tieropfer in 4. Mose 28:17-25 und Hesekiel 45:23 stehen in der langen Reihe der „Siebener-Stellen“ im Alten Testament.

    Hier hinein gehört auch der siebenarmige Leuchter (die Menora), der an den Lebensbaum erinnert, oder die sieben fetten und die sieben mageren Kühe im Traum des Pharao aus der Genesis.

    Von Bedeutung ist im übrigen auch Sacharia 3:7-9. Hier lässt der Prophet Jahwe zu Josua sprechen:

    „So spricht Jahwe Zebaot: Wenn du auf meinen Wegen wandelst und meinen Dienst recht versiehst, dann sollst du mein Haus verwalten und meine Vorhöfe bewachen, ja ich werde dir Zutritt geben zu denen, die hier stehen. Denn siehe, der Stein, den ich Josua vorgelegt habe – auf dem einen Stein ruhen sieben Augen -, siehe, ich werde eine Inschrift eingraben, spricht Jahwe Zebaot“. (Sacharia 3:7-9)

    Die sieben Augen sind Symbol für Jahwe und hier ganz besonders für seine Allgegenwart und Allwissenheit.

    Das Neue Testament und die christliche Tradition stellen sich in die Linie dieser Zahlensymbolik mit

    den sieben Broten, mit denen Jesus die Menge speist

    und den sieben Bitten des Vaterunsers.
    Die Zahlensymbolik findet sich in der katholischen Tradition wieder in den

    den sieben Sakramenten,
    der Sieben als Zahl der Tugenden,
    der Todsünden,
    der Gaben des Heiligen Geistes,
    der Werke der Barmherzigkeit.
    Die Apokalypse kennt eine Menge von Siebener-Gruppen.
    Auch im Islam kehrt die Zahl Sieben als heilige Zahl wieder.

    8: Die acht steht als Zahl für den Bundesschluss mit Gott.

    Acht Menschen überlebten die Sintflut (Genesis 7,13) und dies war auch der Beginn eines neuen Bundes mit Gott. Hier ist der Regenbogen das Zeichen ewigen des Bundes Gottes mit allen Lebewesen (Genesis 9,16-17).

    Am achten Tag nach der Geburt eines männlichen Nachkommen soll die Beschneidung als Zeichen des Bundes mit Gott vollzogen werden. Dieser ebenfalls ewige Bund bezieht sich auf Abraham und dessen Nachkommen, sowie seine Sklaven (Genesis 17,12 – 14). Dieser Bund gilt als gebrochen, wenn jemand nicht beschnitten wird.

    Genesis 17,14
    Ein Unbeschnittener, eine männliche Person, die am Fleisch ihrer Vorhaut nicht beschnitten ist, soll aus ihrem Stammesverband ausgemerzt werden. Er hat meinen Bund gebrochen.

    Bei der Gründung der ersten christlichen Gemeinden wird dies zum Problem. Paulus spricht dann von den im Geiste Beschnittenen (Römer 2:26-29).

    Als Zahl für den Bund mit Gott taucht die Zahl auch in den Maßen der geheiligten Stätten auf. (Ex 36,30 beim Offenbarungszelt (Exodus 33,7), das Moses bauen ließ; 1. Könige 7,10 beim Bau des Tempels Salomos).

    10: Die Zahl 10 ist zuallererst die Anzahl der Finger. Das ist in sofern wichtig, als man die zehn Finger in der Frühzeit häufig als Abzählhilfe verwendet hat. Vor allem beim Rezitieren von auswendig gelernten Merksätzen konnte man sich an den Fingern recht leicht orientieren. Von daher gibt es in der Antike recht häufig Zehnerreihen von bestimmten Sätzen, bei deren Aufsagen die Finger als Abzählhilfe dienten.
    Zu diesen Zehnerreihen gehört mit Sicherheit auch die Gebotssammlung des Dekalogs. Die Zehnzahl war vor allem eine Merkhilfe. Man konnte beim Aufsagen der Gebote die Finger zu Hilfe nehmen und die Reihenfolge der Gebote an ihnen abzählen.

    Diese alten Zehnerreihen finden dann in späterer Zeit ihren Nachhall in kunstvoll gestalteten Aufzählungen. Vielleicht wirkt der Dekalog auch in den 10 Schöpfungsworten nach.

    Die Zahl 10 findet dann auch Verwendung als Zahl der Geschichtsepochen und kommt daher immer wieder in den Geschlechterlisten vor:

    es sind 10 Generationen von Adam bis Noah
    10 Generationen von Sem bis Abraham
    aber auch 10 Urkönige der Babylonier und Ägypter.
    12: Die Zahl 12 ist die große kosmische Zahl in China genauso wie in Babylon. Sie ist die Grundzahl des Sexagesimalsystems.
    Als Produkt von 3 und 4 wird sie zur Zahl der himmlischen Vollkommenheit. Von daher ist sie auch die Zahl des Tierkreises.
    In Ägypten teilt man den Tag in 12 Stunden, das Jahr in 12 Monate. Die gnostische Emanation kannte 12 Äonen.

    Die Zahl 12 ist durch den Hintergrund der Zahlen 3 und 4 auch die Zahl der Vollständigkeit und der Heiligkeit.
    Sie wird letztlich in Israel zur Zahl der Volksgemeinschaft, was sich in den

    12 Stämmen Israels, aber auch in der Rede von 12 großen Richtern im Buch der Richter äußert.
    In der Bibel taucht die Zahl 12 sowohl als magische Zahl, als auch als symbolische Mengenangabe auf. Auch bei der Zahl der Apostel lässt sich zeigen, dass es sich hierbei nicht um exakt 12 Männer handelte. Mehr dazu unter „Die Zahl zwölf in der Bibel“

    33: Diese Zahl könnte symbolische Bedeutung haben, da hiermit die Anzahl der Tage festgelegt ist, die eine Frau nach der Geburt zu Hause bleiben sollte. Die Frau durfte in dieser Zeit auch nichts Geweihtes berühren und auch nicht den Tempel aufsuchen (Leviticus 12,4). Die Zahl taucht auch noch an anderer Stelle in der Bibel auf. Zum einen als Anzahl der Kinder, die Jakob in Paddan-Aram von seinen beiden Frauen geboren wurden (Genesis 46,15) und als Regierungszeit des Königs David in Jerusalem (1.Könige 2,11; 1.Chronik 3,4; 1.Chronik 29,27). Im Buch Ezechiel taucht diese Zahl als Anzahl der Nebenräume des Tempels auf, wobei es umstritten ist, ob es sich um 30 Nebenräume in drei Stockwerken handelte oder wie in einer anderen Quelle (H) angegeben um 33 (Ezechiel 41,6). Das Buch Ezechiel beschreibt nicht das irdische Jerusalem, sondern das himmlische. In diesem apokalyptischen Buch tauchen mytische Gestalten wie Gog und Magog auf, andererseits werden aber wie auch in der Apokalype des Johannes (Offenbarung) nur Völker bzw. Städte in der Umgebung des damaligen Israel genannt. Phantasie oder Prophetie, das ist die Frage . . .

    40: Die Zahl 40 bezeichnet, astronomisch gesehen, die Anzahl der Tage während der die Plejaden hinter der Sonne verschwinden. Es ist also die Zahl ihrer Fluchtzeit. Diese astronomische Beobachtung prägt den Bedeutungsgehalt der Zahl 40. Sie wird fortan zur Zahl der Flucht, aber dann auch zur Zahl der Erwartung und der Vorbereitung. Hier sind als Beispiel etwa die 40 Jahre in der Wüste oder die 40 Tage des Wüstenaufenthalts Jesu anzuführen.

    Dies mag als Andeutung über den vielfältigen Bedeutungsgehalt einzelner Zahlen an dieser Stelle genügen.

    3. Die Gematria

    Der Begriff stammt vom griechischen Wort der griechische Buchstabe [„geometría“], was soviel bedeutet wie „Zahlenlehre“ oder „Buchstabenrechnung“. Vielleicht steckt auch das Wortder griechische Buchstabe [„grammateía“] („Schrift“) dahinter.

    Die Gematria ist ein Phänomen, das uns in der altorientalischen und jüdischen, genauso wie in der griechischen, christlichen und arabischen Überlieferung begegnet. In Talmud und Kabbala dient die Gematria oft der Schriftexegese (Schriftauslegung).

    Ein einfaches Beispiel für die Gematria im Alten Testament ist der Name David. Er besteht aus drei hebräischen Konsonanten: der hebräische Buchstabe [„Daleth“] – der hebräische Buchstabe [„Waw“] – der hebräische Buchstabe [“ Daleth“] (DWD). Da der hebräische Buchstabe [“ Daleth“] der 4. und der hebräische Buchstabe [“ Waw“] der 6. Buchstabe des hebräischen Alphabetes ist, enthält der Name David die Quersumme 4 + 6 + 4 = 14. Die Zahl 14, die Summe der Zahlenwerte von der hebräische Buchstabe [“ Daleth“], der hebräische Buchstabe [“ Waw“] und der hebräische Buchstabe [“ Daleth“], wird somit zur Zahl Davids.

    Nur wer sich das vor Augen hält, wird im Neuen Testament etwa den Stammbaum Jesu in der von Matthäus überlieferten Form verstehen. Hier handelt es sich keineswegs um eine historische Aufzählung der Vorfahren Jesu. Wir haben es hier vielmehr mit einer auf der Grundlage der Gematria kunstvoll zusammengestellten Aufzählung zu tun, die der Autor im Schlusssatz selbst erklärt:

    „Alle Geschlechter also von Abraham bis David sind vierzehn Geschlechter, und von David bis zur Wegführung nach Babylon sind es vierzehn Geschlechter, und von der Wegführung nach Babylon bis zu Christus vierzehn Geschlechter.“ (Matthäus 1:17)

    Matthäus konstruiert hier einen Zusammenhang mit der Zahlenmystik. Um dies zu erreichen lässt er einige Namen weg (vgl.1. Chronik 3:11-12). So kommt er zu den 3 x 14 Generationen sind, 3 mal die Davidszahl. Damit wird Jesus Christus auch tatsächlich als aus dem Geschlecht Davids stammend erwiesen. Und gleichzeitig – dafür steht die 3 – mit Gott in Verbindung gebracht.

    Schon komplizierter ist die Verwendung der Gematria in

    1. Mose 14,14:
    Als Abram hörte, sein Bruder sei gefangen, musterte er seine ausgebildete Mannschaft, dreihundertachtzehn Mann, die alle in seinem Haus geboren waren (wörtlicher: seine hausgeborenen Sklaven), und nahm die Verfolgung auf bis nach Dan.

    Kann man wirklich davon ausgehen, dass Abraham 318 Sklaven hatte? Und sollten es tatsächlich exakt 318 gewesen sein? Würde man, bei den sonstigen Gepflogenheiten der Schrift, hier nicht erwarten, dass es heißt, Abram hätte 300 Mann, oder auch viele hundert Mann ausgesandt?

    Des Rätsels Lösung bietet der in dem – wenn auch verderbten – Vers 1. Mose 15:2 genannte Hauptknecht des Abram der hebräische Name [„>æli<æsær"]. Elieser war Hauptknecht Abrams. Und wenn Abram seine Knechte ausgesandt hat, dann natürlich unter seiner Leitung und Führung. Elieser aber schreibt sich mit den hebräischen Konsonanten:

    der hebräische Buchstabe

    ["Aleph"] = 1
    der hebräische Buchstabe ["Lamed"] = 30
    der hebräische Buchstabe ["Jod"] = 10
    der hebräische Buchstabe ["Ajin"] = 70
    der hebräische Buchstabe ["Sajin"] = 7
    der hebräische Buchstabe ["Resch"] = 200
    Zählt man diese Zahlwerte zusammen, ergibt sich exakt die Zahl 318. Wenn Abram also in 1. Mose 14:14 318 Knechte aussendet, dann heißt das nichts anderes, als dass er seine Knechte unter der Führung des Hauptknechtes Elieser ausgesandt hat.

    Mit Hilfe der Gematria hat man nun auf die Zahl der Knechte geschlossen, was nun nicht heißt, dass man auch damit sagen wollte, dass es so viele gewesen sind. Das war nicht die Absicht der Gematria. Es ging viel eher um die kunstvolle Angabe der Zahl der Knechte, die man hinter dem Namen Eliesers verborgen sah.

    Wörter mit gleichem Buchstabenwert wurden gemäß den Methoden der Gematria als Synonyme gedeutet. Im Griechischen sind etwa der griechische Ausdruck für ["theos"], der griechische Ausdruck für ["agathos"] und der griechische Ausdruck für ["hagios"] austauschbare Begriffe. Sie ergeben jeweils den Zahlenwert 284.

    Auffallende Zahlen oder Quersummen wurden als Geheimnisse gedeutet. Die Zahl 666 der Apokalypse wird so beispielsweise auf Kaiser Nero gedeutet. Sein hebräisch geschriebener Name der hebräische Ausdruck für ["Kesar Neron" (Kaph Samech Resch Nun Resch Waw Nun)] ergibt diese Quersumme. Interessant noch ein kleiner Nebenaspekt: In einigen alten Handschriften taucht in Offenbarung 13:18 manchmal die Zahl 616 auf anstelle von 666. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Quesar Neron, die griechische Form des Namens Nero, in hebräischen Buchstaben die Zahl 666 ergibt, die lateinische Form Quesar Nero in hebräischen Buchstaben die Zahl 616 ergibt. Die Zahl 666 taucht aber auch im Zusammenhang mit dem Reichtum Salomos auf.

    1.Könige 10,14
    Das Gewicht des Goldes, das alljährlich bei Salomo einging, betrug sechshundertsechsundsechzig Goldtalente. (2.Chronik 9,13)

    (Wilhem Bousset, die Offenbarung des Johhanis, Göttingen 1906 – Robert Henry Charles, A Critical and Exegetical Commentary on the Revelation of St. John…, 1920 – Alfred Wikenhauser die Offenbarung des Johannes übersetzt und erklärt 1959, Heinrich Kraft, zur Offenbarung des Johannes 1973). Nach einer anderen Interpretation ergibt die Summe der römischen Zahlen ohne M = 1000 die Zahl 666 (I [1]+ V[5] + X[10] + L[50] + C[100] + D[500]).

    Äußerst kunstvoll ist nun eine weitere Zahlenangabe. In 4. Mose 1:46 wird die Zahl aller Angehörigen des Volkes Israel angegeben, die aus Ägypten ausgezogen sind:

    Alle gemusterten Israeliten beliefen sich, nach ihren Familien, von zwanzig Jahren an aufwärts, alle in Israel soweit sie kriegsdiensttauglich waren, alle Gemusterten also beliefen sich auf 603550" (4. Mose 1:45-46)

    In der Parallelstelle 2. Mose 12:37 wird die Zahl der aus Ägypten ausgezogenen Israeliten mit 600000 angegeben. Bei dieser eigenartigen Zahlenangabe, 603550, muss man ja fast vermuten, dass hier noch etwas anderes dahintersteckt. Mit etwas Geschick lässt sich dieses auch entdecken. Man muss dazu den Ausdruckder hebräische Ausdruck für ["bene jisrael"], "Söhne Israels" mit Hilfe der Gematria aufschlüsseln. Das sieht folgendermaßen aus:

    der hebräische Buchstabe ["Beth"] = 2
    der hebräische Buchstabe ["Nun"] = 50
    der hebräische Buchstabe ["Jod"] = 10
    der hebräische Buchstabe ["Jod"] = 10
    der hebräische Buchstabe ["Sin"] = 300
    der hebräische Buchstabe ["Resch"] = 200
    der hebräische Buchstabe ["Aleph"] = 1
    der hebräische Buchstabe ["Lamed"] = 30
    Diese Zahlenwerte ergeben die Quersumme 603. Da es sich bei der genannten Größe um die Fülle aller Söhne Israels handelt, multipliziert man diese Zahl ganz einfach noch einmal mit 1000. Die Anzahl der Söhne Israels beträgt demnach 603000.

    Um nun noch einmal auszudrücken, dass es sich nun auch wirklich um alle Söhne Israels handelt, fügt man nun noch den Ausdruck der hebräische Ausdruck für ["kål rosch"], "jeder Kopf", "die ganze Anzahl", "Summe", hinzu. Dieser Ausdruck ergibt folgende Zahlenwerte:

    der hebräische Buchstabe ["Kaph"] = 20
    der hebräische Buchstabe ["Lamed"] = 30
    der hebräische Buchstabe ["Resch"] = 200
    der hebräische Buchstabe ["Aleph"] = 1
    der hebräische Buchstabe ["Schin"] = 300
    Die Summe ergibt nun 551. Addiert man dies zum soeben errechneten Zahlenwert der Söhne Israels kommt man auf 603551, also nur eins mehr als die Zahl, die in 4. Mose 1:46 und 4. Mose 2:32 angegeben wird. Diese Zahl könnte demnach einfach "Summe aller Söhne Israels" besagen. Einen Schönheitsfehler hat diese Deutung allerdings. Die Zahl erscheint als Summe von 12 Zahlen (der 12 Stämme des Hauses Israel), die hier detailliert aufgeführt sind mit auf 50 gerundeten Werten. Wenn diese Zahl also eine symbolische Zahl ist, dann stellt sich die Frage nach dem Symbolgehalt der anderen Zahlen.

    Die Zahl einhundertdreiundfünfzig in Johannes 21:11 wurde schon von Augustinus als Summe der Zahlen 1+2+3+…+17 gedeutet. Die Zahl 17 entspricht der Quersumme des hebräischen Wortes "tow" (Zahlenwert 9+6+2 = 17). Dieses Wort kommt u. a. in der Schöpfungsgeschichte in dem Satz "und Gott sah dass es gut war [tow]" vor, jeweils am Ende eines Schöpfungstages. Nur bei der Schöpfung des Menschen fehlt dieser Satz. Der Autor des Evangeliums wollte vielleicht auf diese Weise sagen, dass Jesus mit dem Fischfang eine gute Tat vollbracht hat oder dass er seinen Jüngern zu einem guten "Fischfang" verholfen hat.

    Eine weitere Besonderheit der Zahl 153 ist, dass sie aus der Summe der dritten Potenz der einzelnen Zahlen zusammengesetzt ist ( 153 = 13 + 53 + 33 )

    Nach einer anderen Deutung von Cyrill von Alexandria ist die Zahl 153 aus 100 + 50 + 3 zusammengesetzt, wobei 100 für die Zahl der Heiden steht, 50 für die Zahl des Restes Israels und 3 für die Trinitität. Wie Cyrill zu dieser Deutung kam ist nicht ganz nachvollziehbar. Mit der Zahl 100 bezieht er sich vielleicht auf des Buch Ezechiel. Die Zahl Hundert taucht hier auf als Außenmaß des Tempels des himmlischen Jerusalems (Ezechiel 41,13). Die Zahl Hundert taucht aber auch an etlichen anderen Stellen der Bibel auf. Unter anderem bezeichnet sie das Mindestalter, das ein guter Mensch im Paradies des Jesaja erreichen kann.

    Jesaja 65,17-25
    Ja, vergessen sind die früheren Nöte, sie sind meinen Augen entschwunden. Denn schon erschaffe ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn. Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel und aus seinen Einwohnern Freude. Ich will über Jerusalem jubeln und mich freuen über mein Volk. Nie mehr hört man dort lautes Weinen und lautes Klagen. Dort gibt es keinen Säugling mehr, der nur wenige Tage lebt, und keinen Greis, der nicht das volle Alter erreicht (120 Jahre, Genesis 6, 3); wer als Hundertjähriger stirbt, gilt noch als jung, und wer nicht hundert Jahre alt wird, gilt als verflucht. Sie werden Häuser bauen und selbst darin wohnen, sie werden Reben pflanzen und selbst ihre Früchte genießen. Sie bauen nicht, damit ein anderer in ihrem Haus wohnt, und sie pflanzen nicht, damit ein anderer die Früchte genießt. In meinem Volk werden die Menschen so alt wie die Bäume. Was meine Auserwählten mit eigenen Händen erarbeitet haben, werden sie selber verbrauchen. Sie arbeiten nicht mehr vergebens, sie bringen nicht Kinder zur Welt für einen jähen Tod. Denn sie sind die Nachkommen der vom Herrn Gesegneten und ihre Sprößlinge zusammen mit ihnen. Schon ehe sie rufen, gebe ich Antwort, während sie noch reden, erhöre ich sie. Wolf und Lamm weiden zusammen, der Löwe frißt Stroh wie das Rind [doch die Schlange nährt sich von Staub]. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der Herr.

    Man sieht deutlich, dass hier Johannes Anleihen genommen hat für seine Offenbarung. Nur wird dort ein ewiges Leben verheißen.

    4. Die Verwendung von Idealzahlen

    Um eine etwas andere Art von Symbolgehalt einzelner Zahlen geht es bei den sogenannten Idealzahlen. Idealzahlen sind Zahlen, die oftmals kunstvoll zusammengesetzt sind oder aus anderen Kulturen übernommen wurden.

    Idealzahlen finden zum Beispiel bei Altersangaben mit Vorliebe Verwendung.

    Josef wurde 110 Jahre alt. Die Zahl 110 dürfte auf eine ägyptische Symbolzahl zurückgehen. Sie ist die Lieblingszahl der Ägypter, mit der sie ein geglücktes Leben umschreiben.

    Henoch wiederum wurde 365 Jahre alt. Auch hier geht es nicht darum, welches Produkt hinter dieser Zahl steht. Die Zahl 365 entspricht vielmehr der Zahl des Sonnenjahres und verheißt damit einen glücklichen Lebenslauf.

    Auch in anderen Kulturen war diese Art der Altersangaben üblich. Die Urkönige der Babylonier beispielsweise werden der Überlieferung nach zwischen 12000 und 18000 Jahre alt.

    5. Vollkommene Zahlen

    Schon den griechischen Mathematikern in vorchristlicher Zeit waren Zahlen bekannt, die durch ihre besonderen Eigenschaften auffielen. So bezeichnete man schon bei Euklid von Alexandria (griechischer Mathematiker im 3. Jahrhundert v. Chr.) Zahlen die aus der Summe ihrer Teiler zusammengesetzt sind als vollkommene Zahlen. Die erste dieser Zahlen ist die Zahl 6 (6 = 1 + 2 + 3, 6 ist teilbar durch 1, 2 und 3). Schon der heilige Augustinus erwähnt diese Zahl (Augustinus, geb 354 n. Chr. war von 396-430 Bischof von Hippo einer Stadt in Afrika und gilt als einer der bedeutensten katholischen Theologen seiner Zeit).

    Die Sechs ist in sich selbst eine vollkommene Zahl und nicht weil Gott alle Dinge in sechs Tagen erschaffen hat; eher ist das Umgekehrte wahr; Gott erschuf alle Dinge in sechs Tagen, weil diese Zahl vollkommen ist. Und sie würde vollkommen bleiben, auch wenn das Werk der sechs Tage nicht existierte. Augustinus

    Eine weitere dieser vollkommenen Zahlen ist die Zahl 28. (28 = 1 + 2 + 4 + 7 + 14). Diese vollkommene Zahl entspricht der Anzahl von Tagen eines Mondzyklus. Den Philosophen und Theologen Albertus Magnus (1200 – 1280 n. Chr.) inspirierte dies zu der Feststellung, dass der mystische Leib Christi in der Eucharistie 28 Phasen habe.

    Die vollkommene Zahl 28 spielt auch im Islam eine wesentliche Rolle, denn die religiösen Moslems setzen die 28 Buchstaben des Alphabets, in dem der Koran geschrieben ist, mit den 28 "Mondstationen" in Beziehung. So meint der berühmte arabische Mathematiker al-Biruni (1048 n. Chr.), dass dieser Zusammenhang die enge Verbindung zwischen Kosmos und dem Wort Gottes im Koran zu Ausdruck bringt. Bemerkenswert ist auch, dass der Koran 28 Propheten vor Mohammed erwähnt.

    Auch der jüdische Rabbiner Josef ben Jehuda Ankin empfiehlt schon im 12. Jahrhundert in seinem Buch "Zur Heilung der Seelen" diese Zahlen zu studieren.

    Die vollkommenen Zahlen lassen sich alle nach der Formel 2n (2n+1 – 1) berechnen, wobei (2n+1 – 1) eine Primzahl sein muss. Dies hat der große Mathematiker Euler nachgewiesen (Leonhard Euler, geboren am 15. April 1707 in Basel, gestorben am 18. September 1783 in Sankt Petersburg). Gleichzeitig sind alle vollkommenen Zahlen außer der Zahl 6 Summen der dritten Potenz einer aufsteigenden Reihe ungerader Zahlen.

    28 = 13 + 33

    496 = 13 + 33 + 53 + 73

    8128 = 13 + 33 + 53 + 73 + 93 + 113 + 133 + 153

    Bis heute kennt man etwa 30 vollkommene Zahlen. Mehr dazu in dem Buch "Die Mathematik und das Göttliche" Autor Clifford A. Pickover, Spektrum akademischer Verlag.

    Quelle: http://www.joerg-sieger.de Hier finden sich auch weitere Quellenangaben

    Vgl. auch Karl Hermann Schelke, Art.: Gematria, in: LThK (1960) IV/642; Johann Michel, Art.: Apokalyptische Zahl, in: LThK (1957) I/707, sowie das im Matrix-Verlag erschienene Buch "Das Geheimnis der heiligen Zahlen" und das im Spektrum akademischer Verlag erschienene Buch "Die Mathematik und das Göttliche".

    Zu Zahlenspielereien, die bis in die Antike zurückreichen siehe magische Quadrate.

    lehrreiche Programme, Spiele

    http://www.kreudenstein-online.de/Programme/Programme.htm

    So ist sowohl durch ikonographische Zeugnisse wie auch aufgrund einiger Bibelstellen belegt, dass der königliche vorexilische JHWH-Kult solare Züge aufgewiesen hat (vgl. 2Kön 23,11; Ez 8,16). Da Saturn in Mesopotamien als nächtlicher Stellvertreter des Sonnengottes galt (vgl. z.B. S. Parpola, Letters from Assyrian Scholars to the Kings Esarhaddon and Assurbanipal, Winona Lake 2007, 326, 7ff: „Saturn is the star of the sun: its interpretation is: this is good for the king, for Shamash is the star of the king.“ zit. aus: Koch-Westenholz 1995, 124), wäre es denkbar, dass man im Nordreich unter neuassyrischem Einfluss Saturn in ähnlicher Weise im Rahmen des königlichen Sonnenkultes verehrt hat, was freilich eine Vermutung bleibt (Albani 2000, 164-169). Dem entspricht auch, dass der babylonische König Nebukadnezar den weisen Daniel zum „Obersten der Wahrsagepriester, der Beschwörer, Sterndeuter und Zeichendeuter“ gemacht habe (Dan 5,11; vgl. Dtn 2,48; Dtn 4,6). Der Prophet Daniel wurde zum obersten der Magier bzw. Magoi gemacht, der monotheistischen zarathustrischen bzw. zoroastrischen sterndeutenden Magier-Priester und Astrologen usw.
    Siehe auch die "Magoi aus dem Osten" im Neuen Testament der Bibel, welche die Prophezeiung Daniels vom Kommens des Menschensohns als erwarteten auch persisch-medischen zarathustrischen bzw. zoroastrischen göttlichen Erlösers und eben gleichzeitig Jesus Christus auch als jüdischen Messias erfüllten.
    Die "Magoi" brachten ihm Gold und Weihrauch als die sakralen Gottes- und Sonnensymbole ihrer Religion und ihres Kulturkreises dar, denn Gold und Weihrauch waren in der Antike wie auch der Wochentag Sonntag astrologisch der Sonne zugeordnet, siehe auch die Engel der 7 Gemeinden im Neuen Testament der Bibel als den 7 antiken Planeten (wie etwa dem römischen Merkur bzw.griechischen Hermes, auch der Gott der Händler und Diebe und der Götterbote und Wächter der Schwelle) bzw. Wochentagen und astrologischen Planeten-Sphären analog usw. Und sie huldigten ihm als göttlichen Erlöser bzw. spirituellen König und Herrscher des neuen Zeitalters bzw. Äons, welchen die monotheistische Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier erwartet hatte und den Daniel als Prophet prophezeit hatte – Jesus Christus war der jüdische Messias und gleichzeitig der prophezeite göttlicher Erlöser und Menschensohn der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier…nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster. Und deswegen wurde er von den "Magoi aus dem Osten" auch angebetet bzw. ihm wurde gehuldigt. Bei den sterndeutenden Magier-Priestern der monotheistischen Zarathustrier bzw. Zoroastrier war die Sonne das höchste Gottessysmbol, so wie im alten Testament der Juden der Saturn der jüdische Königsstern war, welcher in der Antike dem Samstag als Wochentag zugeordnet wurde, weswegen die Juden an diesem Wochentag ihren Sabbat als heiliges Fest feierten. So wie die Christen ihr heiliges Fest am Sonntag feierten. Der Sonntag war der Sonne zugeordnet und stand nun für den neuen Bund des Neuen Testamentes, welcher den Alten Bund des alten Testamentes ablöste und ersetzte bzw. an dessen Stelle trat.
    Der Saturn stand für den Wochentag Samstag und den alten Sabbat und das alte mosaische Gesetz und den alten mosaischen Bund des alten Testamentes nach Moses. Der Apostel Paulus aber warnt im biblischen neuen Testament deutlich vor dem Rückfall unter den alten Sabbat, wie unter den alten abgelösten mosaischen Bund des Alten Testamentes nach Moses, welcher durch den neuen Bund des NT ersetzt wurde. Auch der griechische Philosoph Platon benutzte die Sonne als Gottessymbol, siehe aber auch den jüdischen Theologen und Philosophen und Mystiker Philo(n) von Alexandrien und die Texte und Aufsätze und Websites und freien Online Texte von Elias Erdmann zu ihm und der symbolisch-allegorischen mystischen Auslegung der Bibel, speziell des Alten Testamentes, und des Neuen Testamentes der Bibel bei Origenes als Hermetiker.
    Alttestamentlicher Verständnishintergrund für den Aufgang des Messiassterns ist mit großer Wahrscheinlichkeit die sog. Bileam-Weissagung (Num 24,17; → Bileam), wonach der messianische Heilskönig für Israel mit dem Bild eines aufgehenden „Sterns aus Jakob“ angekündigt wird. In der jüdischen Messiaserwartung wurde der aufgehende Stern zum Symbol des eschatologischen Heilskönigs (vgl. Testament Levi 18:3; Damaskusschrift 7:19-8:3), wie auch der Name Simon Bar Kochba (= Sternensohn), der als messianischer Anführer des jüdischen Aufstandes gegen die Römer im Jahre 135 n. Chr. scheiterte. Die messianische Sternsymbolik in Num 24 ist auf dem Hintergrund der ägyptischen und altorientalischen Königstheologie zu verstehen, wonach Könige und Sterne in enger Verbindung gesehen wurden (z.B. postmortale Astralisierung s. 1.2.). Jesus Christus als „Sohn Davids“ (Mt 1,1) wird im Matthäusevangelium als „König der Juden“ (Mt 27,37) verstanden, so dass seine Titulierung als „glänzender Morgenstern“ (Apk 22,16) von daher zu verstehen ist. Matthäus deutet mit der königlichen Sternsymbolik an, dass die Weissagung des Bileam erfüllt ist – wie auch die des Propheten → Micha über den künftigen messianischen „Herrscher in Israel“ (Mt 2,5f. vgl. Mi 5,1).

    SpiritualWiki – Bibel

    SpiritualWiki – Bibel

    http://de.spiritualwiki.org/Hawkins/Bibel

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    • Vitellia sagt:

      Ja, um Himmels willen, was soll das denn?
      Herr Jahndel, was muten Sie Frau Küble zu, das alles zu lesen?
      Ich nicht!
      Für eine Dissertation sollten Sie woanders üben.

      Was hat das mit Ludwig Uhlands Gedicht zu tun?
      Es wäre gescheiter, dieses Gedicht zu lesen und darüber
      etwas mitzuteilen.
      Aber was Sie hier betreiben …

      Zur Erinnerung: Jeder Schüler hat bei einem Aufsatz beim Thema
      zu bleiben und nicht voll am Thema vorbei zu schreiben.

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      • Holger Jahndel sagt:

        @Vitallia:

        In der Tat gibt es die Verschwisterung des Christentums und der christlichen Theologie mit der griechischen Philosophie und der hermetischen Philosophie der Hermetik schon seit der Septuaginta des Alten Testamentes und dem jüdischen Philosophen und Theologen und Mystiker Philo(n) von Alexandrien (siehe auch Elias Erdmanns Texte zu ihm und seiner allegorisch-symbolisch-hermetischen-mystischen Bibel-Auslegung des Alten Testamentes und des Neuen Testamentes bei Origenes usw.) und der Henoch-Literatur und dem Apostel Paulus und dem Evangelisten Johannes mit ihrer Logos-Theologie. Siehe dazu auch Justin den Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater und den Heiligen Irenäus von Lyon der von diesem die Logos-Theologie übernahm und dem die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. die Ostkirchen theologisch meist mehr folgen als dem Heiligen Augustinus und dem Heiligen Thomas von Aquin welchen die römisch-katholische Kirche nach dem Apostel Petrus als Theologen meist den Vorzug gab (und welcher auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes zählte). Zur Hermetik siehe auch zahlreiche andere urchristliche und auch jüdische Zitate und Quellen wie etwa Lactantius als Laktanz und Dionysios Areopagita und den Heiligen Klemens als Clemens von Alexandrien und seinen Schüler Origenes und dessen Schüler Gregor Thaumaturgus und auch Zitate bei Augustinus. Zur Verschwisterung des Christentums bzw. der christlichen Theologie mit der griechischen Philosophie siehe ebenso Clemens von Alexandrien als Heiligen Klemens und seinen Schüler Origenes und Dionysios Areopagita und den Heiligen Augustinus und auch noch durchaus die gesamte Patristik einschließlich Johannes „Scottus“ Eriugena und Marbod von Rennes usw.

        Der Verlust des Weltenlogos

        http://www.geolitico.de/2018/01/10/der-verlust-des-weltenlogos/

        Im Urchristentum war das Bewusstsein vom kosmischen Christus als dem Weltenlogos lebendig. Eine neue Vertiefung des Christentums erscheint dringend geboten.

        Luthers Kirche ist tot

        http://www.geolitico.de/2017/01/18/luthers-kirche-ist-tot/

        Jesus Christus – Der verloren gegangene Logos

        http://www.glauben-und-wissen.de/M18.htm

        Logoschristentum – Johannesoffenbarung – Apokalypse des Johannes

        http://www.johannesoffenbarung.ch/sichtweisen/logoschristentum.php

        Diese im Logos begründete Erkennen (im Herzen, im Gemüht) ist darin offen …. Ihre Theologie war eine Entfaltung und Offenbarung des Logos im Menschen.

        Logos hat ein weites Bedeutungsspektrum, das bis hin zu Beweis oder Lehrsatz und Lehre reicht (vgl. …logie, z.B. Theologie = Lehre von Gott, Psychologie .

        ETHIK Der Heilige Stuhl, der Islam und die UN-Menschenrechtscharta
        Veröffentlicht von David Berger am 2. August 2017
        Papst Leo XIII. – 1870 bereits fortschrittlicher als der Islam heute: „dass es innerhalb des göttlichen Naturrechts gewisse Menschenrechte gebe“

        https://philosophia-perennis.com/2017/08/02/der-heilige-stuhl-der-islam-und-die-un-menschenrechtscharta/

        https://philosophia-perennis.com/

        Bürgerrechtsbewegung Solidarität, siehe auch das Schiller Institut und das internationale „Forum für ein neues Paradigma“ für die Erneuerung und Wiederbelebung der klassischen Kultur und der Renaissance-Kultur und des (gerade auch christlichen) Humanismus etwa nach Kardinal Nikolaus von Kues als Cusanus und dem Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz und Friedrich Schiller und Friedrich List usw.

        http://www.bueso.de

        http://de.universelle-lehre.de/hermetik/

        Prof. Bernd Senf aus Berlin als Volkswirt im Ruhestand zu VWL und psychosozialen Hintergründen nach Wilhelm Reich und James DeMeo und Viktor Schauberger und Prof. Fritz-Albert Popps Biophotonen und Biophotonenforschung und Biophotonentherapie und Zellsignalen und Zellkommunikation und dem Freiwirt Silvio Gesell und dem Freiwirt und Volkswirt und Philosophen Prof. Wolfgang Berger und dem verstorbenen Freiwirt und Ökonomen Helmut Creutz mit seiner Website und dem Anthropologen David Graeber von Occupy, siehe auch den französischen Soziologen und Demographen und Statistiker und Politologen Emmanuel Todd und die Bücher und Artikel von Gerhoch Reisegger als Konservativen sowie eben auch Judith Reisman und ihre Artikel und Websites usw.
        sowie die christliche Psychologin Christa Meves mit ihren Websites udn Artikeln

        http://www.berndsenf.de

        Das Licht des Lebens
        Die Entdeckung der Bio-Photonen

        (Auszüge aus einem Interview von Mathias Bröckers mit Prof. Dr. Fritz A.Popp – erschienen als Einführung in dessen Buch „Die Botschaft der Nahrung“, 1999)

        Es ist Licht in unseren Zellen.

        http://www.broeckers.com/Popp.htm

        MEDIZIN-RATGEBER NATURHEILKUNDE LICHTTHERAPIE
        Heilen ohne Nebenwirkungen mit Biophotonen

        https://www.welt.de/gesundheit/medizin-ratgeber/article157722105/Heilen-ohne-Nebenwirkungen-mit-Biophotonen.html

        http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/biophotonen-das-raetselhafte-leuchten-allen-lebens-a-370918.html

        Ökologisch Demokratische Partei ÖDP, siehe auch das Partei Magazin Online als Journal, christlich-humanistisch und wertklonservativ und ökologisch-sozial an der katholischen Soziallehre ausgerichtet und an der ganzheitlichen Weltanschauung

        http://www.oedp.de

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  2. Vitellia sagt:

    Jetzt lesen wir von Ludwig Uhland dieses beeindruckende Gedicht von der Kapelle, das auch gut bekannt ist und man immer gerne liest – wie vor einiger Zeit : Frühlingsglaube „Die linden Lüfte sind erwacht …“

    Nach Lesen des Gedichtes habe ich mich nochmals mit Ludwig Uhland beschäftigt und möchte noch ein ganz kurzes Gedicht (die meisten von ihm sind sehr lang, Balladen) reinstellen.

    Ludwig Uhland (1787 – 1862), deutscher Lyriker und Germanist, Ehrendoktor der Universität Tübingen:

    Glück der Kindheit

    Zu stehn in frommer Eltern Pflege,
    Welch schöner Segen für ein Kind!
    Ihm sind gebahnt die rechten Wege,
    Die vielen schwer zu finden sind.

    ……………….

    Ludwig Uhland und seine Frau Emilie, geb. Vischer hatten keine eigenen Kinder, aber zwei Pflegesöhne.
    Ganz toll, dann bekamen diese Kinder gute Pflegeeltern.
    Deshalb auch das schöne Gedicht. Mit einem Vierzeiler sagt Ludwig Uhland alles!
    Das können nur große Dichter.

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Fühlen ist die Musik des Lebens
    Von der fraktalen Organisation des Lebens
    02.09.2017 Artikel: Telepolis

    https://www.heise.de/tp/features/Fuehlen-ist-die-Musik-des-Lebens-3804106.html

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