Fußball-Nationalspieler Özil und Gündogan plädieren für Erdogan

Die deutsche Bundeshymne haben die Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan ohnehin nie bzw. nicht gerne mitgesungen. Jetzt haben die Profikicker, die derzeit für englische Teams im Einsatz sind, deutlich gemacht, für welches Land – und welchen Präsidenten – ihr Herz schlägt.

Einen Tag vor der Nominierung des deutschen WM-Kaders haben Musut Özil und Ilkay Gündogan dem türkischen Präsidenten Erdogan Trikots ihrer Mannschaften überreicht.

Gündogan ist Doppelstaatsbürger, kann also Erdogan als Präsidenten wählen. Er brachte dies zum Ausdruck, indem er auf das Trikot schrieb: „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.“

BILD: Demonstration gegen Erdogan in Berlin (Foto: M. Leh)

In der „Tagesschau“ vom Montag gab es dafür Kritik. Präsident Reinhard Grindel vom Deutschen Fußballbund (DFB) sagte:

„Der DFB respektiert und achtet selbstverständlich die besondere Situation unserer Spieler mit Migrationshintergrund. Aber der Fußball und der DFB stehen für Werte, die von Herrn Erdogan nicht hinreichend beachtet werden. Deshalb ist es nicht gut, dass sich unsere Nationalspieler für seine Wahlkampfmanöver missbrauchen lassen. Der Integrationsarbeit des DFB haben unsere beiden Spieler mit dieser Aktion sicher nicht geholfen.“

Özil weigerte sich, zum Beginn von Länderspielen die deutsche Nationalhymne mitzusingen. Statt dessen bete er lieber Koranverse, verriet er 2009.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.unzensuriert.at/content/0026863-Deutsche-Fussball-Nationalspieler-ueberreichen-ihrem-Praesidenten-Erdogan-Trikot

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13 Kommentare on “Fußball-Nationalspieler Özil und Gündogan plädieren für Erdogan”

  1. Vitellia sagt:

    Jetzt habe ich nochmals hier rein geschaut. Meine Güte, was alles geschrieben wird, von manchen kleingeredet wird, als ob es nicht so schlimm wäre, dass Özil und Gündogan
    Erdogan hofierten, auch mit den Worten: „Respekt an meinen Präsidenten der Republik“.

    Wer das nicht als Skandal sieht, weiß wohl nichts von diesem Unrechtsstaat bei Erdogan?

    Dann würde ich Euch empfehlen, geht doch mal in die Türkei nach Ankara und macht es auch so, mit einem Plakat (übersetzt in türk. Sprache), das mit nur einem Satz den Fakten entspricht:

    „Im 21. Jahrhundert gibt es in keinem einzigen europäischen Land mehr die Todesstrafe, nur Erdogan will sie.“
    Das Schild würde Euch sofort aus den Händen gerissen werden. Wäre die Polizei in der Nähe, könnte es sein, dass Ihr nicht mehr so schnell nach Deutschland zurückkommen würdet.

    Die Gefängnisse sind voll mit Leuten und Journalisten, deren Meinung Erdogan nicht passt.

    Die Frage ist auch, warum Özil und Gündogan öffentlich ihren Präsidenten hofieren mussten?
    Wenn sie ihn so toll finden, ist das ihre persönliche Meinung. Dann hätten sie ihm das auch persönlich mitteilen können.
    So war es für eine (überflüssige) Provokation.

    Genauso eine Frechheit von Erdogan, hier Wahlreden zu halten, als ob die Türken hier ihren Erdogan nicht kennen würden.
    Diese Tumulte brauchen wir nicht und Polizeieinsätze (die wir von unseren Steuern bezahlen) sind nicht nur überflüssig – kein deutscher Politiker dürfte in der Türkei einen Vortrag halten!
    Auch nicht, dass er gegen die Todesstrafe ist.
    Die freie Meinung ist bei Erdogan nicht erlaubt.

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  2. Claus Stephan Merl sagt:

    Ach, Herr May,

    das mögen Sie so sehen. Das macht es aber nicht zu dem, was Sie behaupten. Lassen Sie uns doch bei den Fakten bleiben:

    Die Herren Özil und Gündogan unterstützen den Wahlkampf eines Diktators, der Menschenrechte mit Füssen tritt und permanent deutsche Politiker als Nazis u.a. beschimpft sowie – wo immer er kann – die Integration von Türken in Deutschland hintertreibt. Dies machen die Herren Özil und Gündogan, weil sie türkischer Abstammung sind und sie diesen Herrn als „ihren“ Präsidenten betrachten, obwohl sie deutsche Staatsangehörige sind. Ungeachtet dessen wollen die beiden aber als Spieler für die deutsche Fussballnationalmannschaft auflaufen.

    Finden Sie den Fehler, Herr May.

    Dass ein derartiges Verhalten – noch dazu wenige Wochen vor der Fussball-WM – sehr eindeutig kritisiert wird; dass die Loyalität der beiden Herren zu Deutschland in Frage gestellt wird und dass manche Menschen meinen, die beiden Herren Özil und Gündogan sollten nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft auftreten, ist doch nachvollziehbar und Konsequenz des eigenen Fehlverhaltens der Herren Özil und Gündogan.

    Sie dürfen das natürlich völlig anders sehen, Herr May, und die Herren Özil und Gündogan als bedauernswerte Opfer darstellen. Nur wird es davon halt nicht unbedingt so.

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  3. Zausel sagt:

    Ich hab die Petition unterschrieben, dass beide Spieler nicht nominiert werden sollen, denn es kann nicht sein, dass immer weniger sich zu Deutschland bekennende Spieler gefördert werden und die zwei ihre Missachtung unseres GG deutlich mit dem Schmusefoto mit Erdogan zeigen. So nach dem Motto Claudia Roths, die sich wünscht, dass Deutschland im Meer von türkischen Fahnen ertrinkt, weil sie die deutsche Urbevölkerung hasst, aber sich gerne alimentieren lässt. Sie könnte doch weiter als deutsch türkische Politikerin ihre Politik auf die Türkei beschränken. Umsonst läuft sie nicht hinter Transparenten wie „Deutschland du mieses Stück xxx“ oder Deutschland verrecke hinterher. Der DFB hat mit Sport nicht mehr viel zu tun, auch nicht mit einem Wettbewerb, wo Völker in Spielen ihre Kräfte messen. Von einem Sportler darf man ein klares Bekenntnis für seine Mannschaft und sein Land erwarten und in diesem Falle auch für Deutschland und seine Werte. Er mag lieben, wen er will, aber ein Sportler hat auch die Ehre seines Landes und seiner Mannschaft zu vertreten.

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  4. Claus Stephan Merl sagt:

    Hallo Vitella,

    Sie bringen einiges durcheinander. In einer Nationalmannschaft dürfen nur Spieler spielen, die auch die entsprechende Staatsbürgerschaft haben. Also spielen in der Deutschen Nationalmannschaft nur deutsche Staatsangehörige (auch solche mit doppelter Staatsbürgerschaft – diese müssen sich festlegen, für welches Land sie spielen wollen.).

    In einer Vereinsmannschaft dürfen auch ausländische Spieler spielen, soweit das der jeweilige Fussballverband zuläßt. So spielt Toni Kroos also nicht „für Spanien“, sondern bei der WM für Deutschland. Er spielt aber für die Vereinsmannschaft Real Madrid. Dem vorausgegangen war eine ziemlich dämliche Personalpolitik beim FC Bayern. Kroos wäre geblieben, wenn seine Fähigkeiten – in jeder Hinsicht – angemessen honoriert worden wären. Das aber wollten die Herren Hoeneß und Rummenigge nicht. Schweinsteiger verließ ebenfalls auf eigenen Wunsch den FCB. Ehrlicherweise konnte er sich aber ausrechnen, unter Guardiola bald nicht mehr berücksichtigt zu werden. Dass er dann von Mourinho bei ManU ausgebootet wurde, war bittere Ironie.

    Warum in deutschen Vereinsmannschaften am Besten „nur“ Deutsche spielen sollen, kann ich nicht nachvollziehen. Was wäre dem FC Bayern bis heute nicht alles entgangen, wenn dort nicht auch echte Persönlichkeiten aus dem Ausland gespielt hätten. So ist derzeit nach Thomas Müller, einem urbayerischen Gewächs auch Franck Ribery, eine Franzose mit teils tunesischer Abstammung, noch dazu ein Moslemn, Publikumsliebling.

    Die Haupteigenschaft, die vom Publikum noch immer am Meisten honoriert wird, ist Können, Leidenschaft und Hingabe, unabhängig von Herkunft und Hautfarbe.

    Es kommt bei der Akzeptanz von Spielern in Vereinsmannschaften auf die Persönlichkeit an, nicht auf die Nationalität. Deutsch-Polen wie Miroslav Klose oder Lukas Podolski waren immer gern gesehen , der „reine“ Pole Robert Lewandowski hingegen ist eher ein Stinkstiefel.

    Und natürlich haben Sie Recht, dass die Kohle stimmen muss im Profifussball. Aber das ist doch allgemein bekannt und bedarf kaum gesonderter Betonung. Die Strafsache Uli Hoeneß hatte übrigens NULL mit den Finanzen im Profifussball zu tun.

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  5. Adolf Breitmeier sagt:

    Herr Gündogan sagte, er respektiere die Werte des DFB! Was er respektieren sollte mit seiner deutschen Staatsbürgerschaft, ist das Grundgesetz. Aber mit dem ist das so eine Sache, es wird ja auch vom bundesdeutschen Regierungsapparat nicht befolgt (Mass und Merkel ganz besonders), warum soll da ein normaler Mensch wie Herr Gündogan die Werte des GG befürworten oder gar ,,leben“. Da ist schon in Ordnung,( aus dieser verqueren Sicht der Nichtbeachtung durch die Regierung), wenn er sich an den Werten des DFB orientiert und seinen echten Präsidenten in der Türkei findet. Da findet er eine eindeutige Richtung: Die Türkei den Türken (und irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht auch Deutschland).

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  6. Vitellia sagt:

    Mal weg von den Beiden mit ihrem Erdogan …

    Zitat: „Für Deutschland“ dürften dort die allerwenigsten spielen (um „niemand“ zu vermeiden), sondern eher für Status und Publicity …“

    An dieser Aussage, egal jetzt von wem, stimmt etwas nicht und veranlasst mich zu der Frage:
    Warum kicken bei der deutschen Nationalmannschaft nicht nur deutsche Fußballer?
    Warum in Frankreich nicht nur franz. Fußballer? In England auch nicht nur englische Fußballer!

    Weil es um Leistung geht und nur die Besten diese Leistung bringen können, eine EM, eine CL und auch noch die Weltmeisterschaft zu kicken, die wir 2014 gewonnen haben.

    Das würde der FC Bayern sofort begrüßen, nur deutsche Fußballer.
    Also, dann mal los, wo gibt es 20 deutsche Spitzenfußballer! Wo sind diese? Darum geht es. Deutsche Fußballer der 2. Liga nützen nichts.
    Elf Mann und den Torwart (Neuer ist Deutscher) braucht man für jedes Spiel. Aber nicht nur diese 12 Leute sondern Ersatzspieler wegen Verletzungen.

    In jedem Land ist es so, dass nicht nur Einheimische kicken, zumal wie bei uns auch, deutsche
    Fußballer ins Ausland gehen, ihr gutes Recht!
    Schweinsteiger fehlt, weil er nach England ging, Toni Kroos spielt, so viel ich weiß für Spanien, auf jeden Fall nicht für Deutschland.

    Sämtliche großen Fußballclubs haben ihre Scouts, die die Spiele und ihre Fußballer beobachten und dem Verein entspr. Vorschläge machen. Sie wissen mit einiger Sicherheit, wann ein Fußballer wechseln möchte.
    Jeder Verein ist bemüht, die besten und damit auch die teuersten Fußballer einzukaufen.

    Wer meint, im großen Sport ginge es nicht ums Geld, hat die falsche Meinung.
    Fußball ist ein enormer Wirtschaftsfaktor.
    Es kommen Millionen rein. Bei jedem großen Spiel bei einer EM, CL oder WM ist das ganze Stadion ausverkauft mit teuersten Karten.
    Die vielen Fernsehanstalten, die die Spiele übertragen, bezahlen kräftig. Die Fußballer kicken nicht umsonst, die Schiedsrichter und noch mehr Leute müssen bezahlt werden.
    Sky als Privatsender (nicht nur hier) bezahlen noch mehr.
    Die vielen Fan-Artikel, die sehr teuer sind, bringen Geld rein und schaffen Arbeitsplätze für Herstellung und Verkauf.
    Und riesige Summen, Milliarden kommen durch diese teure Werbung rein (die teuerste überhaupt, weil man sie nicht nach ein paar Minuten wie bei RTL abschalten kann).
    Das ganze Stadion ist voll Werbung und jedes Trikot der Fußballer mit Werbung.

    Dann ist es doch klar, dass Fußballer, ohne einen Euro Steuern von uns zu wollen, Millionen verdienen.
    Im Gegenteil, auch ausländische Fußballer, die hier leben und für Deutschland die Tore schießen, bezahlen hier dem deutschen Fiskus sehr viele Steuern.
    Einen großen Betrug wird sich hoffentlich keiner leisten, nachdem sie gesehen haben, wie es mit Hoeneß ausging.
    Aber Fußball und Geld gehören zusammen. Jede andere Sportart kostet auch.
    Was glaubt man denn, was Steffi Graf und andere Tennisspielerinnen verdient haben, erst recht wenn sie in Wimbledon gewonnen haben, die höchste Auszeichnung im Tennis!
    Dafür gab es auch viel Geld.

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  7. Claus Stephan Merl sagt:

    Es geht übrigens auch anders:

    Der ebenfalls türkischstämmige deutsche Fussballspieler Emre Can – er spielt derzeit in England – hat die Einladung von Erdogan ausgeschlagen und nahm deshalb an dieser peinlichen Veranstaltung auch nicht teil.

    @ Thomas May: Sie haben sich meines Erachtens verhoben, wenn Sie schreiben: „Sie (gemeint ist die Kritik an den beiden Sportlern) ist ein weiteres Beispiel der immer dreisteren Versuche, ein umfassendes Regelwerk politisch korrekten Denkens, Meinens, Fühlens und Verhaltens zu installieren und demokratisch verbürgte Grundfreiheiten einzuschränken.“

    Das ist Quatsch mit Soße. Natürlich können Özil und Gündogan im Rahmen der Gesetze machen, was sie wollen. Nur gehört es halt auch zur Meinungsfreiheit, dies zu kommentieren und zu bewerten. Und jedes Verhalten hat Konsequenzen. Nun hat gerade der Bundestrainer Löw zwar die Aktion der beiden Spieler kritisiert, aber sie dennoch für die WM nominiert. Außer einem nachvollziehbaren „shitstorm“ mussten die also nichts erleiden.

    Alles im grünen Bereich von Art. 5 Grundgesetz.

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    • Thomas May sagt:

      Herr Merl, Sie machen es sich zu einfach.
      Es geht eben nicht nur um „Meinungsfreiheit“ und „Bewertung“, sondern um einen (von mehreren Seiten betriebenen) gesellschaftlichen Ächtungs- und sozialen Isolierungsversuch sowie um Ausgrenzung der beiden Spieler aus einem selbstherrlich festgelegten Rahmen von „Konventionen“, so als ob sie etwas höchst Unanständiges, fast schon Gesetzeswidriges getan hätten und unsichere Kantonisten der Demokratie wären.
      Diese (vor allem aus dem medialen Umgang mit der AfD bekannte) Methode der Stigmatisierung und Einschüchterung („Konsequenzen“) ist menschenverachtend und stellt eine Vorstufe der Demagogie dar.

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  8. Vitellia sagt:

    Die Rote Karte für diese Fußballheinis Özil und Gündogan, die nicht wissen, wer dieser Halunke und Undemokrat Erdogan ist, wen er alles einsperren lässt, wer ihm nicht passt, das Internet zensiert und noch viel mehr Untaten.

    Zurecht bekamen Özil und Gündogan vom DFB harte Kritik für ihr Verhalten.

    Anstatt sich nur um ihren Fußball zu kümmern, posieren sie mit dem Kerl (die Bilder habe ich gesehen) der dumme Özil labert: „Für meinen Präsidenten, hochachtungsvoll.“
    Dann soll er in die Türkei verschwinden zu seinem Präsidenten und nur dort kicken.

    Beide in Gelsenkirchen geboren, verweigert sich auch Özil wie aus Trotz, die dt, Hymne mitzusingen. Ein erbärmliches Bild, auch hier zu zeigen, dass er Türke ist und nicht zur Mannschaft gehören will.
    Aber das große Geld kassieren und sich vor einiger Zeit dumm ausstellen und sich wichtig machen, wie er in die Moschee geht.
    Was hat das im Fußball zu interessieren??
    So würde sich wohl kein anderer Fußballer ausstellen, wenn er in die Kirche geht.
    Nicht nur Philipp Lahm hatte die Taufe von seinem Sohn, noch viel mehr Fußballer mit Kindern.
    Sie können privat vom Fußball unterscheiden und geben nicht mit einer privaten Familienfeier an.
    Für fragwürdig halte ich es auch, dass Özil so fromm wäre und dauernd in die Moschee geht.
    Der Fußball und das große Geld ist ihm wichtiger.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Hallo Vitella,

      Verbalinjurien helfen hier doch nicht weiter. Das Shirt mit der Aufschrift „Für meinen Präsidenten“ kam von Gündogan und nicht von Özil. So viel Genauigkeit sollte schon sein. Ob Özil „aus Trotz“ die Hymne nicht singt, wissen Sie nicht. Und wie „fromm“ er nach muslimischen Maßstäben ist, steht auch nicht zur Debatte. Darüber maße ich mir auch als Christ kein Urteil an. Das ist ohnehin nicht meine Aufgabe.

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  9. Nun, bei allen fußball- wie gesellschaftspolitisch Interessierten dürfte sich die Überraschung in sehr engen Grenzen halten. Dass die „Integrationsarbeit“ des restlos politisierten DFB (der nicht umsonst als „Unterstützer“ der sog. „Allianz für Weltoffenheit“ [www.allianz-fuer-weltoffenheit.de/#allianzpartner] auftritt und mit Herrn Grindel einen Ex-MdB als Präsidenten hat) eher „Illusionsarbeit“ darstellt, ist offenkundig. Nicht nur optisch wirkt die sog. „National“mannschaft (mittlerweile im DFB-Marketing bezeichnenderweise nur als „Die Mannschaft“ promotet) eher wie ein Sammelsurium angeworbener Söldner – und damit sind beileibe nicht nur die Migrationswurzler gemeint.

    „Für Deutschland“ dürften dort die allerwenigsten spielen (um „niemand“ zu vermeiden), sondern eher für Status und Publicity, welche man – zum einen – in wohldotierten Werbeverträgen zu klingender Münze machen kann und die – zum anderen – in Vertragsverhandlungen mit dem Vereinsmanager einen satten Aufschlag bescheren.

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  10. Thomas May sagt:

    Die Kritik an den beiden Fußball-Nationalspielern (mit türkischem „Hintergrund“) halte ich für völlig überzogen und ungerechtfertigt.
    Sie ist ein weiteres Beispiel der immer dreisteren Versuche, ein umfassendes Regelwerk politisch korrekten Denkens, Meinens, Fühlens und Verhaltens zu installieren und demokratisch verbürgte Grundfreiheiten einzuschränken.
    Özil und Gündogan dürfen sich treffen und ablichten lassen, mit wem sie wollen (und wenn es Erdogan ist), genauso wie Anna Netrebko mit Putin, ohne dass deshalb ihre Integrität in Zweifel zu ziehen wäre.
    Würden wir erst einmal anfangen, nur noch mit den Menschen zu verkehren, die unsere (mitunter durchaus eigenwilligen) „Wertvorstellungen“ teilen, sähe es ziemlich düster und einsam um uns aus.
    Der europäische/westliche (selektive) „Werte“-Kolonialismus im Grundsätzlichen ist ebenso arrogant wie die bevormundende Werte-Betreuung, die Grindel und Özdemir den beiden Fußballern angedeihen lassen, als ob man denen ihr Verhalten nachträglich erklären müsste, weil sie selbst dafür zu blöd sind.

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  11. Claus Stephan Merl sagt:

    Vorab: Ich glaube nicht, dass Gündogan Doppelstaater ist.

    Davon unabhängig sind sehr viele Spitzensportler einschließlich Spitzenfussballer schlicht und ergreifend Söldner, die alles machen, was der eigenen Karriere und dem Geldbeutel dient. Das gilt auch für wundersam rasche Einbürgerungen (das betrifft jetzt nicht Özil und Gündogan) und die Auswahl von Nationalmannschaften. Denn in einer erfolgreichen Nationalmannschaft zu spielen, erhöht den eigenen Marktwert und damit auch das Gehalt.

    Die jeweiligen Sportverbände unterstützen das, um des Erfolgs willen. Wenn man also das Verhalten der beiden Herren kritisiert, müsste man zuerst mal beim DFB anfangen, denn dort wurde auf eine entsprechende innere Einstellung der Spieler nie abgestellt. Hauptsache, man kann einen guten Spieler gewinnen.

    Dass speziell Özil (Gündogan spielte verletzungsbedingt ohnehin nur selten in der deutschen NM) nur ein „Zähldeutscher“ ist, war den Fussballfans ohnehin immer klar. Bei Özil ist auch bekannt, dass er jetzt intellektuell nicht so talentiert ist wie als Fussballer, um es freundlich auszudrücken.

    Gündogan ist darüberhinaus wirtschaftlich in der Türkei tätig und somit in einer gewissen Abhängigkeit vom Wohlwollen des türkischen Staates.

    Nicht ganz außer Acht lassen darf man, dass beide Spieler eine weitläufige Verwandtschaft in der Türkei haben, so dass die Befürchtung nicht ganz von der Hand zu weisen ist, dass eine Verweigerung dieser PR-Maßnahme für Erdogan zu Nachteilen für diese Verwandtschaft geführt hätte.

    Selten dämlich ist so eine Aktion natürlich kurz vor einer Weltmeisterschaft, in der beide Spieler für Deutschland auflaufen sollen.

    Als Fazit bleibt: Wer im Ernst erwartet hat, ein Spieler der deutschen Fussballnationalmannschaft müsse ein Patriot sein, regt sich zu Recht auf. Die Anderen lächeln nur milde.

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